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MySQL-Referenzhandbuch für Version 4.1.1-alpha - 5 MySQL-Datenbankadministration
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mysqld akzeptiert folgende Kommandozeilenoptionen:
--ansi
-
ANSI-SQL-Syntax anstelle von MySQL-Syntax benutzen. See section 2.7.2 MySQL im ANSI-Modus laufen lassen.
-b, --basedir=path
-
Pfad zum Installationsverzeichnis. Gewöhnlich werden alle Pfade relativ zu
diesem aufgelöst.
--big-tables
-
große Ergebnismengen zulassen, indem alle temporären Mengen in eine Datei
gesichert werden. Das löst die meisten 'table full'-Fehler, verlangsamt
aber in den Fällen Anfragen, in denen Tabellen im Speicher ausreichen
würden. Ab Version 3.23.2 ist MySQL in der Lage, das automatisch zu lösen,
indem für kleine temporäre Tabellen der Arbeitsspeicher benutzt wird und
auf Festplatten-Tabellen umgeschaltet wird, wenn das nötig ist.
--bind-address=IP
-
IP-Adresse zum Anbinden (bind).
--character-sets-dir=path
-
Verzeichnis, wo Zeichensätze sind. See section 5.6.1 Der für Daten und Sortieren benutzte Zeichensatz.
--chroot=path
-
Chroot den
mysqld-Daemon beim Start. Empfohlene
Sicherheitsmaßnahme. Wird allerdings LOAD DATA INFILE und
SELECT ... INTO OUTFILE etwas einschränken.
--core-file
-
Schreibt eine Core-Datei, wenn
mysqld stirbt. Auf manchen Systemen
müssen Sie zusätzliche --core-file-size für safe_mysqld
angeben. See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
-h, --datadir=path
-
Pfad zum Datenbank-Wurzelverzeichnis.
--default-character-set=charset
-
Setzt den vorgabemäßigen Zeichensatz. See section 5.6.1 Der für Daten und Sortieren benutzte Zeichensatz.
--default-table-type=type
-
Setzt den vorgabemäßigen Tabellentyp für Tabellen. See section 8 MySQL-Tabellentypen.
--debug[...]=
-
Wenn MySQL mit
--with-debug konfiguriert ist, können Sie diese
Option benutzen, um eine Trace-Datei darüber zu erhalten, was mysqld
tut. See section E.1.2 Trace-Dateien erzeugen.
--delay-key-write-for-all-tables
-
Schlüsselpuffer (Key Buffer) für jegliche
MyISAM-Tabellen nicht
leeren (flush).
See section 6.5.2 Serverparameter tunen.
--enable-locking
-
System-Sperren einschalten. Beachten Sie, dass Sie bei der Benutzung dieser
Option auf Systemen, die kein voll funktionsfähiges lockd() besitzen (wie
Linux), mysqld leicht zum Deadlock bringen können.
-T, --exit-info
-
Eine Bit-Maske verschiedener Flags, mit denen man den mysqld-Server
debuggen kann. Man sollte diese Option nicht benutzen, wenn man nicht ganz
genau weiß, was sie tut!
--flush
-
Alle Änderungen nach jedem SQL-Befehl auf Platte zurückschreiben (flush).
Normalerweise schreibt MySQL alle Änderungen nach jedem SQL-Befehl auf
Platte und läßt das Betriebssystem sich um das Synchronisieren auf Platte
kümmern.
See section A.4.1 Was zu tun ist, wenn MySQL andauernd abstürzt.
-?, --help
-
Kurze Hilfe ausgeben und beenden.
--init-file=file
-
Beim Start SQL-Befehle aus dieser Datei lesen.
-L, --language=...
-
Client-Fehlermeldungen in der angegebenen Sprache. Kann als voller Pfad
angegeben werden. See section 5.6.2 Nicht englische Fehlermeldungen.
-l, --log[=datei]
-
Loggt Verbindungen und Anfragen in datei. See section 5.9.2 Die allgemeine Anfragen-Log-Datei.
--log-isam[=datei]
-
Loggt alle ISAM- / MyISAM-Änderungen in datei (wird nur benutzt, um ISAM /
MyISAM zu debuggen).
--log-slow-queries[=datei]
-
Loggt alle Anfragen, die länger als
long_query_time Sekunden für die
Ausführung benötigt haben, in datei. See section 5.9.5 Die Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen.
--log-update[=datei]
-
Loggt Updates in
datei.#, wobei # eine eindeutige Zahl ist,
falls nicht vorgegeben.
See section 5.9.3 Die Update-Log-Datei.
--log-long-format
-
Loggt einige zusätzliche Informationen ins Update-Log. Wenn Sie
--log-slow-queries benutzen, werden Anfragen, die keine Indexe
benutzen, in die Langsame-Anfragen-Log-Datei geloggt.
--low-priority-updates
-
Operationen, die Tabellen ändern
(
INSERT/DELETE/UPDATE), haben geringere Priorität als
Selects. Das kann auch mit {INSERT | REPLACE | UPDATE | DELETE}
LOW_PRIORITY ... durchgeführt werden, um lediglich die Priorität einer
einzelnen Anfrage zu verringern, oder mit SET OPTION
SQL_LOW_PRIORITY_UPDATES=1, um die Priorität in einem Thread zu ändern.
See section 6.3.2 Themen, die Tabellensperren betreffen.
--memlock
-
Sperrt den
mysqld-Prozess in den Arbeitsspeicher. Das funktioniert
nur, wenn Ihr System den mlockall()-Systemaufruf versteht (wie
Solaris). Das kann helfen, wenn Sie Probleme damit haben, dass Ihr
Betriebssystem mysqld veranlasst, auf Platte zu swappen.
--myisam-recover [=option[,option...]]], wobei option eine
-
Kombination von
DEFAULT, BACKUP, FORCE oder
QUICK ist. Sie können sie auch explizit auf "" setzen, wenn
Sie diese Option ausschalten wollen. Wenn die Option benutzt wird,
überprüft mysqld beim Öffnen, ob die Tabelle als zerstört markiert
ist oder ob die Tabelle nicht ordnungsgemäß geschlossen wurde. (Die letzte
Option funktioniert nur, wenn Sie mysqld mit --skip-locking laufen
lassen). Wenn das der Fall ist, läßt mysqld eine Überprüfung der
Tabelle laufen. Wenn die Tabelle beschädigt war, versucht mysqld,
sie zu reparieren.
Folgende Optionen beeinflussen, wie repair funktioniert.
| DEFAULT | Dasselbe, als würde man für --myisam-recover
keine Option angeben.
|
| BACKUP | Wenn die Tabelle während der Wiederherstellung geändert
wurde, eine Datensicherung der `tabelle.MYD'-Datendatei als
`tabelle-datetime.BAK' speichern.
|
| FORCE | Eine Wiederherstellung selbst dann laufen lassen, wenn
man mehr als eine Zeile aus der .MYD-Datei verlieren wird.
|
| QUICK | Die Zeilen der Tabelle nicht überprüfen, wenn es keine
gelöschten Blocks gibt.
|
Bevor eine Tabelle automatisch repariert wird, fügt MySQL darüber eine
Bemerkung in das Fehler-Log. Wenn Sie in der Lage sein wollen, die meisten
Sachen ohne Benutzer-Intervention zu beheben, sollten Sie die Optionen
BACKUP,FORCE benutzen. Das erzwingt ein Reparieren einer Tabelle,
selbst wenn dabei einige Zeilen gelöscht würden, erhält aber die alte
Datendatei als Datensicherung, so dass Sie später herausfinden können, was
passiert ist.
--pid-file=pfad
-
Pfad zur pid-Datei, die von
safe_mysqld benutzt wird.
-P, --port=...
-
Port-Nummer, um auf TCP/IP-Verbindungen zu warten (listen).
-o, --old-protocol
-
Das 3.20-Protokoll für Kompatibilität mit einigen sehr alten Clients
benutzen.
--one-thread
-
Nur einen Thread benutzen (zum Debuggen unter Linux). See section E.1 Einen MySQL-Server debuggen.
-O, --set-variable var=option
-
Weist einer Variablen einen Wert zu.
--help listet Variablen auf.
Sie finden eine komplette Beschreibung aller Variablen im SHOW
VARIABLES-Abschnitt dieses Handbuchs. See section 5.5.5.4 SHOW VARIABLES. Der Abschnitt
über das Tunen der Serverparameter enthält Informationen darüber, wie man
diese optimiert. See section 6.5.2 Serverparameter tunen.
--safe-mode
-
Einige Optimierungsschritte überspringen. Setzt
--skip-delay-key-write voraus.
--safe-show-database
-
Keine Datenbanken anzeigen, für die der Benutzer keine Zugriffsrechte hat.
--safe-user-create
-
Wenn das angeschaltet ist, kann ein Benutzer keine neuen Benutzer mit dem
GRANT-Befehl anlegen, wenn der Benutzer kein
INSERT-Zugriffsrecht
auf die mysql.user-Tabelle oder irgend welche Spalten dieser Tabelle
hat.
--skip-concurrent-insert
-
Die Fähigkeit abschalten, gleichzeitig auf
MyISAM-Tabellen
auszuwählen (select) und einzufügen (insert). (Sollte nur benutzt werden,
wenn Sie der Meinung sind, ein Bug in diesem Feature gefunden zu haben.)
--skip-delay-key-write
-
Die
delay_key_write-Option für alle Tabellen ignorieren.
See section 6.5.2 Serverparameter tunen.
--skip-grant-tables
-
Diese Option veranlasst den Server, das Zugriffsrechte-System überhaupt
nicht zu benutzen. Das gibt jedem vollen Zugriff auf alle
Datenbanken! (Einen laufenden Server können Sie anweisen, die
Berechtigungstabellen erneut zu verwenden, indem Sie
mysqladmin
flush-privileges oder mysqladmin reload ausführen.)
--skip-host-cache
-
Nie den Host-Name-Cache für schnellere Name-IP-Auflösung benutzen, sondern
statt dessen bei jeder Verbindung beim DNS-Server anfragen. See section 6.5.5 Wie MySQL DNS benutzt.
--skip-locking
-
System-Sperren nicht benutzen. Um
isamchk oder myisamchk
auszuführen, müssen Sie den Server herunter fahren. See section 2.2.2 Wie stabil ist MySQL?.
Beachten Sie, dass Sie in MySQL-Version 3.23 REPAIR und CHECK
benutzen können, um MyISAM-Tabellen zu reparieren / zu prüfen.
--skip-name-resolve
-
Hostnamen werden nicht aufgelöst. Alle
Host-Spaltenwerte in den
Berechtigungstabellen müssen IP-Nummern oder localhost sein.
See section 6.5.5 Wie MySQL DNS benutzt.
--skip-networking
-
Auf überhaupt keine TCP/IP-Verbindungen warten (listen). Jede Interaktion
mit
mysqld muss über Unix-Sockets erfolgen. Diese Option wird
ausdrücklich empfohlen für Systeme, auf denen nur lokale Anfragen
(Requests) erlaubt sind. See section 6.5.5 Wie MySQL DNS benutzt.
--skip-new
-
Keine neuen, möglicherweise falschen Routinen benutzen. Setzt
--skip-delay-key-write voraus. Setzt ausserdem den vorgabemäßigen
Tabellentyp auf ISAM. See section 8.3 ISAM-Tabellen.
--skip-symlink
-
Keine Dateien löschen oder umbenennen, auf die eine mit Symlink verknüpfte
Datei im Daten-Verzeichnis zeigt.
--skip-safemalloc
-
Wenn MySQL mit
--with-debug=full konfiguriert wird, überprüfen alle
Programme den Arbeitsspeicher auf Überlauf, bei jeder Speicher-Allokation
und -Freigabe. Da dieses Prüfen sehr langsam ist, können Sie es vermeiden,
wenn Sie keine Arbeitsspeicherprüfung benötigten, indem Sie diese Option
benutzen.
--skip-show-database
-
Keine 'SHOW DATABASE'-Befehle zulassen, wenn der Benutzer keine
process-Berechtigung hat.
--skip-stack-trace
-
Keine Stack-Traces schreiben. Diese Option ist nützlich, wenn Sie
mysqld unter einem Debugger laufen lassen. See section E.1 Einen MySQL-Server debuggen.
--skip-thread-priority
-
Benutzung von Thread-Prioritäten abschalten, um schnellere Antwortzeiten zu
erzielen.
--socket=pfad
-
Socket-Datei, die anstelle des vorgabemäßigen
/tmp/mysql.sock für
lokale Verbindungen benutzt wird.
--sql-mode=option[,option[,option...]]
-
Option kann jede beliebige Kombination von
REAL_AS_FLOAT,
PIPES_AS_CONCAT, ANSI_QUOTES, IGNORE_SPACE,
SERIALIZE und ONLY_FULL_GROUP_BY sein. Sie kann auch leer
sein (""), wenn Sie dies zurücksetzen wollen.
Alle oben angegebenen Optionen festlegen ist dasselbe wie --ansi benutzen.
Mit dieser Option kann man nur benötigte SQL-Modi anschalten.
See section 2.7.2 MySQL im ANSI-Modus laufen lassen.
transaction-isolation= { READ-UNCOMMITTED | READ-COMMITTED | REPEATABLE-READ | SERIALIZABLE }
-
Setzt das vorgabemäßige Transaktions-Isolations-Level.
See section 7.7.3
SET TRANSACTION-Syntax.
-t, --tmpdir=pfad
-
Pfad für temporäre Dateien. Es kann nützlich sein, wenn Ihr vorgabemäßiges
/tmp-Verzeichnis auf einer Partition liegt, die zu klein ist, um
temporäre Tabellen zu speichern.
-u, --user=benutzername
-
Den
mysqld-Daemon unter dem Benutzer benutzername laufen
lassen. Diese Option ist zwingend notwendig, wenn mysqld als
Root gestartet wird.
-V, --version
-
Versionsinformationen ausgeben und beenden.
-W, --warnings
-
Warnmeldungen wie
Aborted connection... in die .err-Datei
ausgeben. See section A.2.9 Kommunikationsfehler / Abgebrochene Verbindung.
Seit Version 3.22 kann MySQL vorgabemäßige Startoptionen für den Server
und für Clients aus Optionsdateien lesen.
MySQL liest Vorgabeoptionen aus folgenden Dateien unter Unix:
| Dateiname | Zweck
|
/etc/my.cnf | Globale Optionen
|
DATADIR/my.cnf | Server-spezifische Optionen
|
defaults-extra-file | Die Datei, die mit --defaults-extra-file=# festgelegt wird
|
~/.my.cnf | Benutzerspezifische Optionen
|
DATADIR ist das MySQL-Daten-Verzeichnis (typischerweise
`/usr/local/mysql/data' bei einer Binärinstallation oder
`/usr/local/var' bei einer Quellinstallation). Beachten Sie, dass das
das Verzeichnis ist, das zur Konfigurationszeit festgelegt wurde, nicht
das, das mit --datadir festgelegt wird, wenn mysqld startet!
(--datadir hat keinen Einfluss darauf, wo der Server nach
Optionsdateien sucht, denn er sucht nach ihnen, bevor er irgend welche
Kommandozeilenargumente verarbeitet.)
MySQL liest Vorgabeoptionen aus folgenden Dateien unter Windows:
| Dateiname | Zweck
|
Windows-System-Verzeichnis\my.ini | Globale Optionen
|
C:\my.cnf | Globale Optionen
|
C:\mysql\data\my.cnf | Server-spezifische Optionen
|
Beachten Sie, dass Sie unter Windows alle Pfade mit / statt mit
\ angeben sollten. Wenn Sie \ benutzen, müssen Sie das
doppelt (\) tun, weil \ in MySQL das Fluchtzeichen
(Escape-Character) ist.
MySQL versucht, Optionsdateien in der oben angegebenen Reihenfolge zu
lesen. Wenn es mehrere Optionsdateien gibt, erlangt eine Option, die in
einer Datei festgelegt wird, die später gelesen wird, Vorrang über dieselbe
Option, die in einer sonstigen Optionsdatei festgelegt wurde. Optionen, die
auf der Kommandozeile festgelegt werden, erlangen Vorrang vor Optionen in
jeglichen Optionsdateien. Einige Optionen können durch Umgebungsvariablen
festgelegt werden. Optionen, die auf der Kommandozeile oder in
Optionsdateien festgelegt werden, haben Vorrang vor Werten in
Umgebungsvariablen. See section F Umgebungsvariablen.
Folgende Programme unterstützen Optionsdateien: mysql,
mysqladmin, mysqld, mysqldump, mysqlimport,
mysql.server, myisamchk und myisampack.
Sie können Optionsdateien benutzen, um jede beliebig lange Option
festzulegen, die ein Programm unterstützt! Starten Sie das Programm mit
--help, um eine Liste der verfügbaren Optionen zu erhalten.
Eine Optionsdatei kann Zeilen der folgenden Formate enthalten:
#Kommentar
-
Kommentarzeilen fangen mit `#' oder `;' an. Leere Zeilen werden
ignoriert.
[group]
-
group ist der Name des Programms oder der Gruppe, für das oder die
Sie Optionen setzen wollen. Nach einer Gruppen-Zeile beziehen sich alle
option- oder set-variable-Zeilen auf die benannte Gruppe, bis
zum Ende der Optionsdatei oder bis eine andere Gruppe angegeben wird.
option
-
Das ist äquivalent zu
--option auf der Kommandozeile.
option=value
-
Das ist äquivalent zu
--option=value auf der Kommandozeile.
set-variable = variable=value
-
Das ist äquivalent zu
--set-variable variable=value auf der Kommandozeile.
Diese Syntax muss verwendet werden, um eine mysqld-Variable zu
setzen.
Die client-Gruppe gestattet Ihnen, Optionen anzugeben, die sich auf
alle MySQL-Clients (nicht auf mysqld) beziehen. Diese Gruppe eignet
sich bestens dafür, das Passwort festzulegen, das Sie benutzen, um sich mit
dem Server zu verbinden. (Stellen Sie jedoch sicher, dass die Optionsdatei
nur für Sie les- und schreibbar ist.)
Beachten Sie, dass bei Optionen und Werten alle führenden Leerzeichen und
solche am Zeilenende automatisch entfernt werden. Sie können in der
Zeichenkette für den Wert die Escape-Sequenzen `\b', `\t',
`\n', `\r', `\' und `\s' benutzen (`\s' ist das
Leerzeichen).
Hier ist eine typische globale Optionsdatei:
[client]
port=3306
socket=/tmp/mysql.sock
[mysqld]
port=3306
socket=/tmp/mysql.sock
set-variable = key_buffer_size=16M
set-variable = max_allowed_packet=1M
[mysqldump]
quick
Hier ist eine typische Benutzer-Optionsdatei:
[client]
# Folgendes Passwort wird an alle Standard-MySQL-Clients geschickt:
password=mein_password
[mysql]
no-auto-rehash
set-variable = connect_timeout=2
[mysqlhotcopy]
interactive-timeout
Wenn Sie eine Quelldistribution haben, finden Sie Beispielkonfigurationen
in den Dateien mit Namen `my-xxxx.cnf' im
`Support-files'-Verzeichnis. Wenn Sie eine Binärdistribution haben,
suchen Sie im `DIR/support-files'-Verzeichnis, wobei DIR der
Pfadname zum MySQL-Installationsverzeichnis ist (typischerweise
`/usr/local/mysql'). Aktuell finden Sie dort beispielhafte
Konfigurationsdateien für kleine, mittlere, große und sehr große Systeme.
Sie können `my-xxxx.cnf' in Ihr Heimatverzeichnis kopieren, um damit
zu experimentieren (benennen Sie die Kopie in `.my.cnf' um).
Alle MySQL-Clients, die Optionsdateien unterstützen, unterstützen folgende
Optionen:
| --no-defaults | Keine Optionsdateien einlesen.
|
| --print-defaults | Den Programmnamen und alle Optionen, die das Programm erhalten wird, ausgeben.
|
| --defaults-file=voller-pfad-zur-vorgabe-datei | Nur die angegebene Konfigurationsdatei benutzen.
|
| --defaults-extra-file=voller-pfad-zur-vorgabe-datei | Diese Konfigurationsdatei nach der globalen Konfigurationsdatei einlesen, aber vor der Benutzer-Konfigurationsdatei.
|
Beachten Sie, dass die oben aufgeführten Optionen auf der Kommandozeile
zuerst angegeben werden müssen, damit sie funktionieren!
--print-defaults kann jedoch direkt nach den
--defaults-xxx-file-Befehlen angegeben werden.
Hinweis für Entwickler: Optionsdatei-Handhabung ist schlicht dadurch
implementiert, dass alle übereinstimmenden Optionen verarbeitet werden
(das heißt, Optionen in der entsprechenden Gruppe), vor jeglichen
Kommandozeilen-Argumenten. Das funktioniert sehr gut bei Programmen, die
die letzte Instanz einer Option benutzen, die mehrfach festgelegt wurde.
Wenn Sie ein altes Programm benutzen, das mehrfach festgelegte Optionen auf
diese Art handhabt, aber keine Optionsdateien liest, müssen Sie nur zwei
Zeilen hinzufügen, um diese Fähigkeit hinzuzufügen. Sehen Sie im Quellcode
irgend eines Standard-MySQL-Clients nach, wie das gemacht wird.
In Shellskripts können Sie den `my_print_defaults'-Befehl benutzen, um
die Konfigurationsdateien zu parsen:
shell> my_print_defaults client mysql
--port=3306
--socket=/tmp/mysql.sock
--no-auto-rehash
Die Ausgabe enthält alle Optionen für die Gruppen 'client' und 'mysql'.
In einigen Fällen brauchen Sie vielleicht viele verschiedene
mysqld-Daemons (Server), die auf derselben Maschine laufen.
Beispielsweise wollen Sie eine neue MySQL-Version zum Testen benutzen,
während gleichzeitig eine alte Version für die Produktion läuft, oder Sie
wollen verschiedenen Benutzern Zugriff auf verschiedene
mysqld-Server geben, die sie selbst verwalten.
Eine Möglichkeit, einen neuen Server laufen zu lassen, besteht darin, ihn
mit einem anderen Socket und einem anderen Port wie folgt zu starten:
shell> MYSQL_UNIX_PORT=/tmp/mysqld-neu.sock
shell> MYSQL_TCP_PORT=3307
shell> export MYSQL_UNIX_PORT MYSQL_TCP_PORT
shell> scripts/mysql_install_db
shell> bin/safe_mysqld &
Der Umgebungsvariablen-Appendix beinhaltet eine Liste anderer
Umgebungsvariablen, die Sie benutzen können, um mysqld zu steuern.
See section F Umgebungsvariablen.
Der oben gezeigte Weg ist die 'schnelle und schmutzige' Lösung, die man
üblicherweise zum Testen benutzt. Das nette daran ist, dass alle
Verbindungen, die Sie in obiger Shell aufbauen, automatisch an den neuen
laufenden Server weiter geleitet werden!
Wenn Sie dasselbe dauerhafter durchführen wollen, sollten Sie für jeden
Server eine Optionsdatei erzeugen. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien. In Ihrem
Startskript, das beim Hochfahren ausgeführt wird (mysql.server?) sollten
Sie für beide Server folgendes festlegen:
safe_mysqld --default-file=pfad-zur-optionsdatei
Zumindest folgende Optionen sollten für jeden Server unterschiedlich sein:
port=#
-
socket=pfad
-
pid-file=pfad
-
Folgende Optionen sollten unterschiedlich sein, wenn sie benutzt werden:
log=pfad
-
log-bin=pfad
-
log-update=pfad
-
log-isam=pfad
-
bdb-logdir=pfad
-
Wenn Sie mehr Performance erreichen wollen, können Sie auch folgendes
unterschiedlich festlegen:
tmpdir=pfad
-
bdb-tmpdir=pfad
-
See section 5.1.1 mysqld-Kommandozeilenoptionen.
Wenn Sie binäre MySQL-Versionen installieren (.tar-Dateien) und sie mit
./bin/safe_mysqld starten, müssen Sie in den meisten Fällen
lediglich die socket- und port-Argumente in
safe_mysqld hinzufügen / ändern.
Unter bestimmten Umständen wollen Sie vielleicht mehrere Server auf
derselben Maschine laufen lassen. Beispielsweise wollen Sie ein neues
MySQL-Release testen, Ihre bestehende Produktionseinrichtung aber
unangetastet lassen. Oder Sie sind ein Internet-Service-Provider, der
unabhängige MySQL-Installationen für verschiedene Kunden hat.
Wenn Sie mehrere Server laufen lassen wollen, ist es am einfachsten, die
Server mit unterschiedlichen TCP/IP-Ports und Socket-Dateien laufen zu
lassen, damit sie nicht beide auf demselben TCP/IP-Port oder derselben
Socket-Datei auf Verbindungen warten. See section 5.7.3 mysqld_multi, Programm zur Verwaltung mehrerer MySQL-Server.
Nehmen wir einen existierenden Server an, der auf die existierende
Port-Nummer und Socket-Datei konfiguriert ist. Sie konfigurieren einen
neuen Server mit einem configure-Befehl, etwa wie folgt:
shell> ./configure --with-tcp-port=port_nummer \
--with-unix-socket-path=datei \
--prefix=/usr/local/mysql-3.22.9
Hier müssen port_nummer und datei anders als die
vorgabemäßigen Werte sein. Der --prefix-Wert sollte ein
Installationsverzeichnis festlegen, das anders ist als dasjenige, unter dem
die existierende MySQL-Installation liegt.
Sie können den Socket, der vom aktuell laufenden MySQL-Server benutzt wird,
mit folgendem Befehl feststellen:
shell> mysqladmin -h hostname --port=port_nummer variables
Wenn Sie ``localhost'' als Hostnamen festlegen, benutzt
mysqladmin Unix-Sockets anstelle von TCP/IP.
Wenn Sie einen MySQL-Server auf dem Port laufen haben, den Sie benutzt
haben, bekommen Sie eine Liste der wichtigsten konfigurierbaren Variablen
in MySQL, inklusive des Socketnamens.
Sie müssen keinen neuen MySQL-Server kompilieren, nur um ihn mit einem
anderen Port und Socket zu starten. Sie können Port und Socket zur Laufzeit
als Optionen von safe_mysqld festlegen:
shell> /pfad/zu/safe_mysqld --socket=datei --port=port_nummer
mysqld_multi kann ebenfalls safe_mysqld (oder mysqld)
als Argument nehmen und die Optionen von einer Konfigurationsdatei an
safe_mysqld und weiter an mysqld durchreichen.
Wenn Sie den neuen Server mit demselben Datenbankverzeichnis laufen lassen
und Loggen angeschaltet haben, sollten Sie auch den Namen der Logdateien
für safe_mysqld mit --log, --log-update oder
--log-slow-queries festlegen. Ansonsten versuchen beide Server, in
dieselbe Logdatei zu schreiben.
ACHTUNG: Normalerweise sollten Sie nie zulassen, dass zwei Server
Daten in derselben Datenbank aktualisieren! Wenn Ihr Betriebssystem kein
fehlerfreies System-Sperren (System Locking) unterstützt, führt das zu
unliebsamen Überraschungen!
Wenn Sie für den zweiten Server ein anderes Datenbankverzeichnis benutzen
wollen, können Sie das mit der --datadir=path-Option für
safe_mysqld angeben.
HINWEIS: Mehrere MySQL-Server (mysqld) auf verschiedenen
Maschinen laufen lassen, die auf ein gemeinsames Datenverzeichnis über
NFS zugreifen, ist generell eine SCHLECHTE IDEE! Das
Problem liegt darin, dass NFS zum Flaschenhals in Punkto
Geschwindigkeit wird, denn es ist nicht für solche Zwecke gedacht. Und
letztlich müssten Sie immer noch eine Lösung dafür finden, dass sich zwei
oder mehr mysqlds nicht in die Quere kommen. Momentan gibt es keine
Plattform, die mit 100%-iger Zuverlässigkeit Datei-Sperren (File Locking,
gewöhnlich mit dem lockd-Daemon) in jeder Situation durchführt.
Dennoch stellt NFS ein weiteres mögliches Risiko dar, denn es macht
es dem lockd-Daemon noch schwieriger, Datei-Sperren zu handhaben.
Machen Sie es sich also leicht und vergessen Sie diese Idee! Die
funktionierende Lösung ist, einen Computer mit einem Betriebssystem
einzusetzen, dass Threads effizient handhabt und mehrere Prozessoren hat.
Wenn Sie sich mit einem MySQL-Server verbinden wollen, der mit einem
anderen Port läuft als mit dem, der in Ihren Client kompiliert ist, können
Sie folgende Methoden benutzen:
-
Starten Sie den Client mit
--host 'hostname' --port=port_nummer, um
sich über TCP/IP zu verbinden, oder mit [--host localhost]
--socket=datei, um sich über ein Unix-Socket zu verbinden.
-
In Ihren C- oder Perl-Programmen können Sie die Port- oder Socket-Argumente
angeben, wenn Sie sich mit dem MySQL-Server verbinden.
-
Wenn Sie das Perl-
DBD::mysql-Modul benutzen, können Sie die Optionen
aus den MySQL-Optionsdateien lesen. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
$dsn = "DBI:mysql:test;mysql_read_default_group=client;mysql_read_default_file=/usr/local/mysql/data/my.cnf"
$dbh = DBI->connect($dsn, $user, $password);
-
Setzen Sie die
MYSQL_UNIX_PORT- und
MYSQL_TCP_PORT-Umgebungsvariablen, so dass sie auf den Unix-Socket
und TCP/IP-Port zeigen, bevor Sie Ihre Clients starten. Wenn Sie
normalerweise eine speziellen Socket oder Port benutzen, sollten Sie die
Befehle zum Setzen dieser Umgebungsvariablen in Ihrer `.login'-Datei
unterbringen.
See section F Umgebungsvariablen.
-
Legen Sie den vorgabemäßigen Socket und TCP/IP-Port in der
`.my.cnf'-Datei in Ihrem Heimatverzeichnis fest.
See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
MySQL hat ein fortgeschrittenes, aber nicht standardisiertes Sicherheits-
bzw. Berechtigungssystem. Dieser Abschnitt beschreibt, wie es funktioniert.
Jeder, der MySQL auf einem Computer benutzt, der mit dem Internet verbunden
ist, sollte diesen Abschnitt lesen, um die gebräuchlichsten
Sicherheitsfehler zu vermeiden.
Wenn wir über Sicherheit sprechen, unterstreichen wir die Notwendigkeit,
den gesamten Server-Host (und nicht nur den MySQL-Server) gegen alle Arten
möglicher Angriffe abzusichern: Lauschangriffe, Änderungen (Altering),
Playback und Dienstverweigerung (Denial of Service). Dieser Abschnitt deckt
nicht alle Aspekte von Verfügbarkeit und Fehlertoleranz ab.
MySQL benutzt ein Sicherheitssystem, das auf Zugriffssteuerungslisten
(Access Control Lists, ACLs) für alle Verbindungen, Anfragen und sonstige
Operationen basiert, die ein Benutzer durchführen kann. Zusätzlich gibt es
einige Unterstützung für SSL-verschlüsselte Verbindungen zwischen
MySQL-Clients und -Servern. Viele der hier geschilderten Konzepte sind
überhaupt nicht spezifisch für MySQL, sondern beziehen sich auf fast alle
Applikationen.
Wenn Sie MySQL laufen lassen, sollten Sie möglichst immer folgende
Richtlinien beachten:
-
GEBEN SIE NIEMALS JEMANDEM AUSSER DEM MySQL-ROOT-BENUTZER ZUGRIFF AUF DIE
user-TABELLE IN DER mysql-DATENBANK! Das verschlüsselte
Passwort ist das echte Passwort in MySQL. Wenn Sie das in der the
user-Tabelle aufgeführte Passwort für einen gegebenen Benutzer
kennen, können Sie sich leicht als dieser Benutzer einloggen, wenn Sie
Zugriff auf den Host haben, der für dieses Benutzerkonto aufgeführt ist.
-
Lernen Sie das MySQL-Zugriffsberechtigungssystem. Die
GRANT- und
REVOKE-Befehle werden benutzt, um den Zugriff auf MySQL zu steuern.
Gewähren Sie nicht mehr Zugriffsrechte als notwendig. Gewähren Sie niemals
Zugriffsrechte für alle Hosts.
Checkliste:
-
Probieren Sie
mysql -u root. Wenn es Ihnen gelingt, sich erfolgreich
mit dem Server zu verbinden, ohne nach einem Passwort gefragt zu werden,
haben Sie ein Problem, denn jeder kann sich als MySQL-root-Benutzer
mit dem Server verbinden und hat volle Berechtigungen! Lesen Sie in diesem
Fall noch einmal die MySQL-Installationsanweisungen durch und achten Sie
insbesondere auf den Teil, der sich mit dem Setzen des
root-Passworts beschäftigt.
-
Benutzen Sie den Befehl
SHOW GRANTS und prüfen Sie nach, wer Zugriff
auf was hat. Entfernen Sie die Berechtigungen, die nicht notwendig sind,
indem Sie den REVOKE-Befehl benutzen.
-
Halten Sie keine Klartext-Passwörter in Ihrer Datenbank. Wenn Ihr Computer
kompromittiert wird, kann der Einbrecher die gesamte Liste von Passwörtern
nehmen und benutzen. Benutzen Sie statt dessen
MD5() oder eine
andere Einweg-Hash-Funktion.
-
Benutzen Sie keine Passwörter aus Lexika. Es gibt spezielle Programme, um
diese zu knacken. Selbst Passwörter wie ``xfish98'' sind sehr schlecht.
Viel besser ist ``duag98'', was dasselbe Wort ``fish'' enthält, aber um
eine Taste nach links auf einer QUERTZ-Tastatur verschoben. Eine weitere
Methode ist, etwas wie ``Mhall'' zu benutzen, was die ersten Buchstaben des
Satzes ``Mary had a little lamb'' enthält. Das läßt sich leicht merken und
eintippen, aber schwierig durch jemanden erraten, der es nicht kennt.
-
Investieren Sie in eine Firewall. Diese schützt sie vor mindestens 50%
aller Exploits in jeglicher Software. Installieren Sie MySQL hinter einer
Firewall oder in einer entmilitarisierten Zone (Demilitarized Zone, DMZ).
Checkliste:
-
Versuchen Sie, Ihre Ports vom Internet aus zu scannen, indem Sie ein Werkzeug
wie
nmap benutzen. MySQL benutzt vorgabemäßig Port 3306. Dieser
Port sollte von nicht vertrauenswürdigen Hosts aus unerreichbar sein. Eine
weitere einfache Methode, um zu überprüfen, ob Ihr MySQL-Port offen ist
oder nicht, ist, den folgenden Befehl von einer entfernten Maschine aus zu
benutzen, wobei server_host der Hostname Ihres MySQL-Servers ist:
shell> telnet server_host 3306
Wenn Sie eine Verbindung und einige sinnlose Zeichen erhalten, ist der Port
offen und sollte auf Ihrer Firewall oder Ihrem Router geschlossen werden,
sofern Sie nicht einen wirklich guten Grund haben, ihn offen zu halten.
Wenn telnet einfach hängt oder die Verbindung abgelehnt wird, ist
alles in Ordnung, der Port ist blockiert.
-
Trauen Sie keinen Daten, die von Benutzern eingegeben werden. Sie können
versuchen, Ihren Code auszutricksen, indem Sie spezielle oder escapete
Zeichenfolgen in Web-Formulare, URLs oder sonstige Applikationen, die Sie
hergestellt haben, eingeben. Stellen Sie sicher, dass Ihre Applikation
sicher bleibt, wenn ein Benutzer etwas wie ``
; DROP DATABASE
mysql;'' eingibt. Das ist ein extremes Beispiel, aber große
Sicherheitslücken und Datenverlust können eintreten, wenn ein Hacker
ähnliche Techniken benutzt und Sie nicht darauf vorbereitet sind.
Denken Sie auch daran, numerische Daten zu überprüfen. Ein häufiger Fehler
besteht darin, nur Zeichenketten zu schützen. Manchmal denken Leute, dass
eine Datenbank, die nur öffentlich zugängliche Daten enthält, nicht
geschützt werden muss. Das stimmt nicht. Auf solche Datenbanken können
zumindest Dienstverweigerungsangriffe (Denial-of-Service-Attacken)
durchgeführt werden. Die einfachste Art, sich vor dieser Art von Angriffen
zu schützen, ist, Apostrophe um numerische Konstanten herum zu benutzen:
SELECT * FROM tabelle WHERE ID='234' statt SELECT * FROM
tabelle WHERE ID=234. MySQL wandelt diese Zeichenkette automatisch in eine
Zahl um und entfernt alle nicht-numerischen Zeichen aus ihr.
Checkliste:
-
Alle Web-Applikationen:
-
Versuchen Sie, `'' und `"' in alle Ihr Web-Formulare einzugeben.
Wenn Sie irgend welche MySQL-Fehler erhalten, untersuchen Sie das Problem
unverzüglich!
-
Versuchen Sie, jedwede dynamischen URLs zu ändern, indem Sie
%22
(`"'), %23 (`#') und %27 (`'') zu den URLs
hinzufügen.
-
Versuchen Sie, Datentypen in dynamischen URLs von numerischen zu
Zeichentypen zu ändern, die Zeichen aus den vorherigen Beispielen
enthalten. Ihre Applikation sollte gegen solche und ähnliche Angriffe
sicher sein.
-
Versuchen Sie Buchstaben, Leerzeichen und Sonderzeichen anstelle von Zahlen
in numerische Felder einzugeben. Ihre Applikation sollte diese entfernen,
bevor sie sie MySQL übergibt, und Ihre Applikation sollte einen Fehler
erzeugen. Es ist sehr gefährlich, nicht geprüfte Werte an MySQL zu
übergeben!
-
Überprüfen Sie Datengrößen, bevor Sie sie an MySQL übergeben.
-
Überlegen Sie, ob es sinnvoll ist, dass sich Ihre Applikation mit einem
anderen Benutzernamen mit der Datenbank verbindet als mit dem, den Sie für
Verwaltungszwecke benutzen. Geben Sie Applikationen nicht mehr
Zugriffsberechtigungen als sie brauchen.
-
Benutzer von PHP:
- Sehen Sie sich die
addslashes()-Funktion an.
Ab PHP 4.0.3 ist eine mysql_escape_string()-Funktion verfügbar, die
auf der Funktion mit demselben Namen in der MySQL-C-API basiert.
-
Benutzer der MySQL-C-API:
- Sehen Sie sich den
mysql_escape_string()-API-Aufruf an.
-
Benutzer von MySQL++:
- Sehen Sie sich die
escape- und quote-Modifier für
Query-Streams an.
-
Benutzer der Perl-DBI:
- Sehen Sie sich die
quote()-Methode an oder benutzen Sie
Platzhalter.
-
Benutzer von Java-JDBC:
- Benutzen Sie ein
PreparedStatement-Objekt und Platzhalter.
-
Übermitteln Sie keine Klartextdaten (unverschlüsselte Daten) über das
Internet. Diese Daten sind für jeden zugänglich, der Zeit und Möglichkeit
hat, sie abzuhören und sie für die eigenen Zwecke zu benutzen. Benutzen Sie
statt dessen ein verschlüsseltes Protokoll wie SSL oder SSH. MySQL
unterstützt ab Version 4.0.0 interne SSL-Verbindungen.
SSH-Port-Forwarding kann benutzt werden, um einen verschlüsselten (und
komprimierten) Kommunikationstunnel zu erzeugen.
-
Lernen Sie die Benutzung der
tcpdump- und strings-Utilities.
In den meisten Fällen können Sie mit einem Befehl wie dem folgenden
feststellen, ob MySQL-Datenströme verschlüsselt sind oder nicht:
shell> tcpdump -l -i eth0 -w - src or dst port 3306 | strings
(Das funktioniert unter Linux und sollte mit kleineren Änderungen auf
anderen Systemen funktionieren.) Achtung: Wenn Sie keine Daten sehen,
heißt das nicht immer, dass sie verschlüsselt sind. Wenn Sie hohe
Sicherheit benötigen, sollten Sie sich mit einem Sicherheitsexperten in
Verbindung setzen.
Wenn Sie sich mit einem MySQL-Server verbinden, sollten Sie normalerweise
ein Passwort benutzen. Das Passwort wird nicht als Klartext über die
Verbindung übermittelt. Allerdings ist der Verschlüsselungsalgorithmus
nicht sehr stark, so dass ein cleverer Angreifer mit einiger Mühe das
Passwort knacken kann, wenn er in der Lage ist, den Verkehr zwischen Client
und Server abzuhören. Wenn die Verbindung zwischen Client und Server über
ein nicht vertrauenswürdiges Netzwerk geht, sollten Sie einen SSH-Tunnel
benutzen, um die Kommunikation zu verschlüsseln.
Jede sonstige Information wird als Klartext übermittelt, die von jedem
gelesen werden kann, der in der Lage ist, die Verbindung abzuhören. Wenn
Sie das beunruhigt, können Sie das komprimierte Protokoll benutzen (ab
MySQL-Version 3.22), um so etwas zu erschweren. Um die Dinge noch sicherer
zu machen, sollten Sie ssh benutzen. Sie finden einen Open-Source-
ssh-Client auf http://www.openssh.org und einen kommerziellen
ssh-Client auf http://www.ssh.com. Mit diesen erhalten Sie
eine verschlüsselte TCP/IP-Verbindung zwischen einem MySQL-Server und einem
MySQL-Client.
Um ein MySQL-System sicher zu machen, sollten Sie auf jeden Fall folgende
Vorschläge in Betracht ziehen:
-
Benutzen Sie Passwörter für alle MySQL-Benutzer. Bedenken Sie, dass sich
jeder beliebige als andere Person einloggen kann, und zwar so einfach wie
mysql -u anderer_benutzer db_name, wenn anderer_benutzer kein
Passwort hat. Es ist ein normales Verhalten bei
Client-Server-Applikationen, dass der Client einen beliebigen Benutzernamen
angeben kann. Sie können das Passwort für alle Benutzer ändern, indem Sie
das mysql_install_db-Skript editieren, bevor Sie es laufen lassen,
oder nur das Passwort für den MySQL-root-Benutzer, wie folgt:
shell> mysql -u root mysql
mysql> UPDATE user SET Password=PASSWORD('neues_passwort')
WHERE user='root';
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
-
Lassen Sie den MySQL-Daemon nicht als Unix-
root-Benutzer laufen. Das
ist sehr gefährlich, denn jeder Benutzer mit FILE-Berechtigung ist
dann in der Lage, Dateien als root zu erzeugen (zum Beispiel
~root/.bashrc). Um das zu verhindern, weigert sich mysqld,
als root zu laufen, es sei denn, das wird direkt durch die
--user=root-Option angegeben.
mysqld kann unter einem gewöhnlichen Benutzer ohne besondere Rechte
laufen. Sie können auch einen neuen Unix-Benutzer mysql anlegen, um
alles noch sicherer zu machen. Wenn Sie mysqld als ein anderer
Unix-Benutzer laufen lassen, müssen Sie nicht den root-Benutzernamen
in der user-Tabelle ändern, denn MySQL-Benutzernamen haben nichts
mit den Unix-Benutzernamen zu tun. Um mysqld als anderer
Unix-Benutzer zu starten, fügen Sie eine user-Zeile hinzu, die den
Benutzernamen zur [mysqld]-Gruppe der
`/etc/my.cnf'-Optionsdatei oder der `my.cnf'-Optionsdatei im
Daten-Verzeichnis des Servers hinzufügt. Beispiel:
[mysqld]
user=mysql
Das bewirkt, dass der Server als der festgelegte Benutzer gestartet wird,
egal ob Sie ihn manuell oder mit safe_mysqld oder
mysql.server starten. Weitere Details finden Sie unter section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden.
-
Unterstützen Sie keine Symlinks auf Tabellen (das kann mit der
--skip-symlink-Option abgeschaltet werden). Das ist insbesondere
wichtig, wenn Sie mysqld als Root laufen lassen, weil jeder, der
Schreibzugriff auf das mysqld-Daten-Verzeichnis hat, dann jede Datei im
System zerstören könnte!
See section 6.6.1.2 Benutzung symbolischer Links für Tabellen.
-
Überprüfen Sie, dass der Unix-Benutzer, der
mysqld laufen läßt, der
einzige Benutzer mit Lese-/Schreibzugriffen auf die Datenbankverzeichnisse
ist.
-
Geben Sie nicht allen Benutzern das process-Zugriffsrecht. Die
Ausgabe von
mysqladmin processlist zeigt den Text der aktuell
ausgeführten Anfragen, so dass jeder, der diesen Befehl ausführen darf, in
der Lage wäre, eine Anfrage eines anderen Benutzers wie UPDATE user
SET password=PASSWORD('not_secure') einzusehen.
mysqld reserviert eine zusätzliche Verbindung für Benutzer, die das
process-Zugriffsrecht haben, so dass sich ein
MySQL-root-Benutzer einloggen und Dinge überprüfen kann, selbst wenn
alle normalen Verbindungen in Benutzung sind.
-
Geben Sie nicht allen Benutzern das file-Zugriffsrecht. Jeder
Benutzer, der dieses Zugriffsrecht hat, kann irgendwo im Dateisystem
Dateien mit den Rechten des the
mysqld-Daemons schreiben! Um das
etwas sicherer zu machen, sind alle Dateien, die mit SELECT ... INTO
OUTFILE erzeugt werden, für jeden lesbar und können keine existierenden
Dateien überschreiben.
Das file-Zugriffsrecht kann auch benutzt werden, um jede Datei zu
lesen, auf die der Unix-Benutzer Zugriff hat, als der der Server läuft. Das
könnte zum Beispiel durch Benutzung von LOAD DATA missbraucht
werden, um `/etc/passwd' in eine Tabelle zu laden, die anschließend
mit SELECT gelesen wird.
-
Wenn Sie Ihrem DNS nicht trauen, sollten Sie IP-Nummern anstelle von
Hostnamen in den Berechtigungstabellen verwenden. In jedem Fall sollten Sie
sehr vorsichtig damit sein, Einträge in Berechtigungstabellen vorzunehmen,
die Hostnamen mit Platzhaltern (Wildcards) verwenden!
-
Wenn Sie die Anzahl der Verbindungen für einen einzelnen Benutzer
beschränken wollen, können Sie das tun, indem Sie die
max_user_Verbindungen-Variable in mysqld setzen.
Folgende mysqld-Optionen berühren Sicherheitsaspekte:
--safe-show-database
-
Mit dieser Option gibt
SHOW DATABASES nur die Datenbanken zurück,
für die der Benutzer irgend welche Rechte hat.
--safe-user-create
-
Wenn das angeschaltet ist, kann ein Benutzer keine neuen Benutzer mit dem
GRANT-Befehl anlegen, wenn der kein INSERT-Zugriffsrecht auf
die mysql.user-Tabelle hat. Wenn Sie dem Benutzer nur das Recht
geben wollen, neue Benutzer mit den Berechtigungen anzulegen, die er
vergeben darf, sollten Sie ihm folgende Berechtigung geben:
GRANT INSERT(benutzer) on mysql.user to 'benutzer'@'hostname';
Das stellt sicher, dass der Benutzer keine Berechtigungsspalten direkt
ändern kann, sondern dafür den GRANT-Befehl benutzen muss.
--skip-grant-tables
-
Diese Option veranlasst den Server, das Berechtigungssystem überhaupt nicht
zu benutzen. Das gibt jedem vollen Zugriff auf alle Datenbanken!
(Einen laufenden Server können Sie veranlassen, die Berechtigungstabellen
erneut zu verwenden, indem Sie
mysqladmin flush-privileges oder
mysqladmin reload ausführen.)
--skip-name-resolve
-
Hostnamen werden nicht aufgelöst. Alle
Host-Spaltenwerte in den
Berechtigungstabellen müssen IP-Nummern oder localhost sein.
--skip-networking
-
Keine TCP/IP-Verbindungen über das Netzwerk zulassen. Alle Verbindungen zu
mysqld müssen über Unix-Sockets gemacht werden. Diese Option ist
ungeeignet für Systeme, die MIT-pThreads benutzen, weil das
MIT-pThreads-Paket keine Unix-Sockets unterstützt.
--skip-show-database
-
Mit dieser Option gibt das
SHOW DATABASES-Statement nichts zurück.
Die primäre Funktion des MySQL-Berechtigungssystem ist, einen Benutzer zu
authentifizieren, der sich von einem gegebenen Host aus verbindet, und
diesen Benutzer Berechtigungen auf eine Datenbank zuzuordnen, wie
select, insert, update und delete.
Zusätzliche Funktionalität beinhaltet die Möglichkeit, einen anonymen
Benutzer anzulegen und Berechtigungen für MySQL-spezifische Funktionen wie
LOAD DATA INFILE und für administrative Operationen zu gewähren.
Das MySQL-Berechtigungssystem stellt sicher, dass alle Benutzer nur genau
die Dinge tun dürfen, zu denen sie berechtigt sind. Wenn Sie sich mit einem
MySQL-Server verbinden, wird Ihre Identität durch den Host, von dem
Sie sich aus verbinden, festgelegt und durch den Benutzernamen,
den Sie angeben. Das System gewährt Berechtigungen gemäß Ihrer Identität
und gemäß dem, was Sie tun wollen.
MySQL zieht sowohl Hostnamen als auch Benutzernamen heran, um Sie zu
identifizieren, weil es kaum Grund gibt anzunehmen, dass ein gegebener
Benutzername derselben Person woanders auf dem Internet gehört. So muss zum
Beispiel der Benutzer bill, der sich von whitehouse.gov aus
verbindet, nicht notwendigerweise dieselbe Person sein, die sich als
Benutzer bill von microsoft.com aus verbindet.
MySQL erlaubt Ihnen deshalb, Benutzer auf unterschiedlichen Hosts
auseinander zu halten, die zufällig denselben Namen haben: Sie können
bill einen Satz von Berechtigungen für Verbindungen von
whitehouse.gov und einen anderen Satz von Berechtigungen für
Verbindungen von microsoft.com aus gewähren.
Die MySQL-Zugriffskontrolle läuft in zwei Phasen ab:
-
Phase 1: Der Server überprüft, ob Sie das Recht haben, sich verbinden zu
können.
-
Phase 2: Angenommen, Sie haben das Recht, sich zu verbinden, dann überprüft
der Server jede Anfrage, die Sie absetzen, um festzustellen, ob Sie
ausreichende Rechte haben, um diese auszuführen. Wenn Sie zum Beispiel
Zeilen aus einer Tabellen in einer Datenbank auswählen oder eine Tabelle in
einer Datenbank löschen, stellt der Server sicher, dass Sie die
select-Berechtigung für die Tabelle bzw. die
drop-Berechtigung für die Datenbank haben.
Der Server benutzt die user-, db- und host-Tabellen in
der mysql-Datenbank in beiden Phasen der Zugriffskontrolle. Die
Felder in diesen Berechtigungstabellen sind unten dargestellt:
| Tabellenname | user | db | host
|
| Geltungsbereichs-Felder | Host | Host | Host
|
| User | Db | Db
|
| Password | User |
|
| Berechtigungs-Felder | Select_priv | Select_priv | Select_priv
|
| Insert_priv | Insert_priv | Insert_priv
|
| Update_priv | Update_priv | Update_priv
|
| Delete_priv | Delete_priv | Delete_priv
|
| Index_priv | Index_priv | Index_priv
|
| Alter_priv | Alter_priv | Alter_priv
|
| Create_priv | Create_priv | Create_priv
|
| Drop_priv | Drop_priv | Drop_priv
|
| Grant_priv | Grant_priv | Grant_priv
|
| References_priv | |
|
| Reload_priv | |
|
| Shutdown_priv | |
|
| Process_priv | |
|
| File_priv | |
|
In der zweiten Phase der Zugriffskontrolle (Anfrage-Verifikation), zieht
der Server gegebenenfalls zusätzlich die tables_priv- und
columns_priv-Tabellen heran, falls Ihre Anfrage Tabellen betrifft.
Die Felder in diesen Tabellen sind unten dargestellt:
| Tabellenname | tables_priv | columns_priv
|
| Geltungsbereichs-Felder | Host | Host
|
| Db | Db
|
| User | User
|
| Table_name | Table_name
|
| | Column_name
|
| Berechtigungs-Felder | Table_priv | Column_priv
|
| Column_priv |
|
| Sonstige Felder | Timestamp | Timestamp
|
| Grantor |
|
Jede Berechtigungstabelle enthält Geltungsbereichsfelder und
Berechtigungsfelder.
Geltungsbereichsfelder legen den Geltungsbereich jedes Eintrags in den
Tabellen fest, das heißt, der Kontext, für den der Eintrag gilt. So würde
zum Beispiel ein user-Tabelleneintrag mit Host- und
User-Werten von 'thomas.loc.gov' und 'bob' benutzt
werden, um Verbindungen zum Server zu authentifizieren, die von bob
vom Host thomas.loc.gov gemacht werden. In ähnlicher Weise bewirkt
ein db-Tabelleneintrag in die Felder Host, User und
Db mit 'thomas.loc.gov', 'bob' und 'reports',
dass diese benutzt werden, wenn sich bob vom Host
thomas.loc.gov verbindet und auf die reports-Datenbank zugreift.
Die tables_priv- und columns_priv-Tabellen enthalten
Geltungsbereichsfelder, die Tabellen oder Tabellen-Spalten-Kombinationen
angeben, auf die sich der jeweilige Eintrag bezieht.
Für Zwecke der Zugriffsprüfung sind Vergleiche von Host-Werten
unabhängig von der verwendeten Groß-/Kleinschreibung. User,
Password, Db und Table_name-Werte sind abhängig von
der verwendeten Groß-/Kleinschreibung. Column_name-Werte sind ab
MySQL-Version 3.22.12 unabhängig von der verwendeten
Groß-/Kleinschreibung.
Berechtigungsfelder zeigen die Berechtigungen an, die durch den
Tabelleneintrag gewährt werden, das heißt, welche Operationen durchgeführt
werden können. Der Server kombiniert die Informationen in den verschiedenen
Berechtigungstabellen, um daraus eine komplette Beschreibung der
Berechtigungen des Benutzers zu formulieren. Die Regeln, nach denen hierbei
vorgegangen wird, sind in section 5.2.9 Zugriffskontrolle, Phase 2: Anfrageüberprüfung beschrieben.
Geltungsbereichsfelder sind Zeichenketten, die wie unten dargestellt
deklariert werden. Der Vorgabewert für jedes Feld ist die leere
Zeichenkette:
| Feldname | Typ
|
Host | CHAR(60)
|
User | CHAR(16)
|
Password | CHAR(16)
|
Db | CHAR(64) | (CHAR(60) für
die tables_priv- und columns_priv-Tabellen)
|
Table_name | CHAR(60)
|
Column_name | CHAR(60)
|
In den user-, db- und host-Tabellen werden alle Felder
als ENUM('N','Y') deklariert. Jedes Feld kann einen Wert von
'N' oder 'Y' haben. Der Vorgabewert ist 'N'.
In den tables_priv- und columns_priv-Tabellen werden Felder
als SET-Felder deklariert:
| Tabellenname | Feldname | Mögliche Set-Elemente
|
tables_priv | Table_priv | 'Select', 'Insert',
'Update', 'Delete', 'Create', 'Drop', 'Grant', 'Referenzs', 'Index', 'Alter'
|
tables_priv | Column_priv | 'Select', 'Insert',
'Update', 'References'
|
columns_priv | Column_priv | 'Select', 'Insert',
'Update', 'References'
|
Kurz gesagt benutzt der Server die Berechtigungstabellen wie folgt:
-
Das
user-Tabellenbereichsfeld legt fest, ob eingehende Verbindungen
zugelassen oder abgewiesen werden. Bei zugelassenen Verbindungen zeigen
Berechtigungen, die in der user-Tabelle vergeben sind, die globalen
(Superuser-) Rechte des Benutzers an. Diese Berechtigungen treffen auf
alle Datenbanken auf dem Server zu.
-
Die
db- und host-Tabellen werden zusammen benutzt:
-
Die Geltungsbereichsfelder der
db-Tabelle legen fest, welche
Benutzer auf welche Datenbanken von welchen Hosts aus zugreifen können. Die
Berechtigungsfelder legen fest, welche Operationen zugelassen sind.
-
Die
host-Tabelle wird als Erweiterung der db-Tabelle benutzt,
wenn Sie wollen, dass ein gegebener db-Tabelleneintrag auf
verschiedene Hosts zutrifft. Wenn Sie zum Beispiel wollen, dass ein
Benutzer eine Datenbank von mehreren Hosts in Ihrem Netzwerk aus benutzen
kann, lassen Sie den Host-Wert in der db-Tabelle des
Benutzers leer, und füllen dann die host-Tabelle mit einem Eintrag
für jeden dieser Hosts. Dieser Mechanismus ist ausführlicher in
section 5.2.9 Zugriffskontrolle, Phase 2: Anfrageüberprüfung beschrieben.
-
Die
tables_priv- und columns_priv-Tabellen sind der
db-Tabelle ähnlich, aber feinkörniger: Sie beziehen sich auf
Tabellen- und Spaltenebenen und nicht auf Datenbankebene.
Beachten Sie, dass die Verwaltungsberechtigungen (reload,
shutdown usw.) nur in der user-Tabelle festgelegt werden.
Das liegt daran, dass Verwaltungsoperationen Operationen auf dem Server
selbst sind und nicht Datenbank-spezifisch, so dass es keinen Grund gibt,
solche Berechtigungen in den anderen Berechtigungstabellen aufzuführen. So
muss nur die user-Tabelle untersucht werden um festzustellen, ob man
Verwaltungsoperationen durchführen kann oder nicht.
Das file-Zugriffsrecht wird auch nur in der user-Tabelle
festgelegt. Es ist als solches keine Verwaltungsberechtigung, aber Ihre
Möglichkeit, Dateien auf dem Server zu lesen oder zu schreiben, ist
unabhängig von der Datenbank, auf die Sie zugreifen.
Der mysqld-Server liest die Inhalte der Berechtigungstabellen
einmal, und zwar beim Start. Änderungen in den Berechtigungstabellen werden
wirksam wie in section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden geschildert.
Wenn Sie die Inhalte der Berechtigungstabellen ändern, sollten Sie
sicherstellen, dass Ihre Änderungen Berechtigungen einführen, die Sie so
haben wollen. Hilfe bei der Diagnose von Problemen finden Sie unter
section 5.2.10 Gründe für Access denied-Fehler. Hinweise zu Sicherheitsthemen finden Sie unter
see section 5.2.2 Wie Sie MySQL gegen Cracker sicher machen.
Ein nützliches Diagnosetool ist das mysqlaccess-Skript, das Yves
Carlier für die MySQL-Distribution bereit gestellt hat. Rufen Sie
mysqlaccess mit der --help-Option auf, um herauszufinden, wie
es funktioniert. Beachten Sie, dass mysqlaccess den Zugriff nur
anhand der user-, db- und host-Tabellen überprüft. Es
überprüft keine Tabellen- oder Spaltenebenen-Berechtigungen.
Informationen über Benutzerberechtigungen sind in den user-,
db-, host-, tables_priv- und
columns_priv-Tabellen in der mysql-Datenbank gespeichert (das
heißt in der Datenbank, die mysql heißt). Der MySQL-Server liest
die Inhalte dieser Tabellen, wenn er startet, und in den Fällen, die unter
section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden geschildert sind.
Die Namen, die in diesem Handbuch benutzt werden, um auf die Berechtigungen
zu verweisen, die MySQL zur Verfügung stellt, sind unten dargestellt,
zusammen mit den Tabellenspaltennamen, die jeder Berechtigung in the
Berechtigungstabellen zugeordnet sind, und dem Kontext, auf den die
Berechtigung zutrifft.
| Berechtigung | Spalte | Kontext
|
| select | Select_priv | Tabellen
|
| insert | Insert_priv | Tabellen
|
| update | Update_priv | Tabellen
|
| delete | Delete_priv | Tabellen
|
| index | Index_priv | Tabellen
|
| alter | Alter_priv | Tabellen
|
| create | Create_priv | Datenbanken, Tabellen oder Indexe
|
| drop | Drop_priv | Datenbanken oder Tabellen
|
| grant | Grant_priv | Datenbanken oder Tabellen
|
| References | References_priv | Datenbanken oder Tabellen
|
| reload | Reload_priv | Serververwaltung
|
| shutdown | Shutdown_priv | Serververwaltung
|
| process | Process_priv | Serververwaltung
|
| file | File_priv | Dateizugriff auf den Server
|
Die select-, insert-, update- und
delete-Berechtigungen erlauben Ihnen, Operationen auf Zeilen in
existierenden Tabellen in einer Datenbank durchzuführen.
SELECT-Statements erfordern die select-Berechtigung nur
dann, wenn tatsächlich Zeilen aus einer Tabelle abgerufen werden. Sie
können bestimmte SELECT-Statements selbst ohne Berechtigung
durchführen, um auf jede der Datenbanken auf dem Server zuzugreifen.
Beispielsweise könnten Sie den mysql-Client als einfachen
Taschenrechner benutzen:
mysql> SELECT 1+1;
mysql> SELECT PI()*2;
Die index-Berechtigung erlaubt Ihnen, Indexe zu erzeugen oder zu
entfernen.
Die alter-Berechtigung erlaubt Ihnen, ALTER TABLE zu
benutzen.
Die create- und drop-Berechtigungen erlauben Ihnen, neue
Datenbanken und Tabellen zu erzeugen oder bestehende Datenbanken und
Tabellen zu entfernen.
Denken Sie daran, dass ein Benutzer, dem Sie die drop-Berechtigung
für die mysql-Datenbank gewähren, in der Lage ist, die Datenbank zu
löschen, in der die MySQL-Zugriffsberechtigungen gespeichert sind!
Die grant-Berechtigung erlaubt Ihnen, die Berechtigungen, die Sie
selbst besitzen, an andere Benutzer zu vergeben.
Die file-Berechtigung erlaubt Ihnen, Dateien auf dem Server zu
lesen und zu schreiben, wenn Sie die LOAD DATA INFILE- und
SELECT ... INTO OUTFILE-Statements benutzen. Jeder Benutzer, dem
diese Berechtigung gewährt wurde, kann jedwede Datei lesen oder schreiben,
die der MySQL-Server lesen oder schreiben darf.
Die restlichen Berechtigungen werden für Verwaltungsoperationen benutzt,
die mit dem mysqladmin-Programm durchgeführt werden. Die unten
stehende Tabelle zeigt, welche mysqladmin-Befehle mit jeder
Verwaltungsberechtigung ausgeführt werden können:
| Berechtigung | Befehle, die dem Berechtigten erlaubt sind
|
| reload | reload, refresh,
flush-privileges, flush-hosts, flush-logs und
flush-tables
|
| shutdown | shutdown
|
| process | processlist, kill
|
Der reload-Befehl weist den Server an, die Berechtigungstabellen neu
einzulesen. Der refresh-Befehl schreibt alle Tabellen auf Platte
(flush) und öffnet und schließt die Log-Dateien. flush-privileges
ist ein Synonym für reload. Die anderen flush-*-Befehle
führen Funktionen aus, die refresh ähnlich sind, aber im Umfang
beschränkter und daher in einigen Fällen zu bevorzugen. Wenn Sie zum
Beispiel nur die Log-Dateien flushen wollen, ist flush-logs
refresh vorzuziehen.
Der shutdown-Befehl fährt den Server herunter.
Der processlist-Befehl zeigt Informationen über die Threads an, die
im Server ausgeführt werden. Der kill-Befehl killt Server-Threads.
Ihre eigenen Threads können Sie jederzeit anzeigen oder killen, aber Sie
brauchen die process-Berechtigung, um Threads anzuzeigen oder zu
killen, die von anderen Benutzern initiiert wurden. See section 5.5.4 KILL-Syntax.
Es ist generell eine gute Idee, Berechtigungen nur den Nutzern zu gewähren,
die diese tatsächlich brauchen, aber speziell bei folgenden Berechtigungen
sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen:
-
Die grant-Berechtigung erlaubt Benutzern, Ihre Berechtigungen an
andere Benutzer zu übertragen. Zwei Benutzer mit unterschiedlichen
Berechtigungen und mit der grant-Berechtigung sind in der Lage,
Ihre Berechtigungen zu kombinieren.
-
Die alter-Berechtigung kann benutzt werden, um das
Berechtigungssystem zu unterlaufen, indem Tabellen umbenannt werden.
-
Die file-Berechtigung kann missbraucht werden, um jede öffentlich
lesbare Datei auf dem Server in eine Datenbanktabelle einzulesen, auf deren
Inhalte dann mit
SELECT zugegriffen werden kann. Das beinhaltet die
Inhalte aller Datenbanken, die vom Server gehostet werden!
-
Die shutdown-Berechtigung kann missbraucht werden, um andere
Benutzer komplett vom Server auszuschließen, indem der Server beendet
wird.
-
Die process-Berechtigung kann benutzt werden, um den Klartext von
momentan ablaufenden Anfragen einzusehen, inklusive Anfragen, die
Passwörter setzen oder ändern.
-
Zugriffsrechte auf die
mysql-Datenbank können benutzt werden, um
Passwörter zu ändern und auf sonstige Berechtigungsinformationen
zuzugreifen. (Passwörter werden verschlüsselt gespeichert, daher kann ein
böswilliger Benutzer sie nicht einfach lesen und anschließend die
Klartext-Passwörter kennen.) Wenn man auf die
mysql.user-Passwort-Spalte zugreifen kann, kann man das nutzen, um
sich als beliebiger Benutzer am MySQL-Server anzumelden. (Mit ausreichenden
Rechten kann derselbe Benutzer dann Passwörter durch eigene ersetzen.)
Es gibt einige Dinge, die Sie mit dem MySQL-Berechtigungssystem nicht tun
können:
-
Sie können nicht ausdrücklich festlegen, dass ein bestimmter Benutzer
keinen Zugriff haben soll. Das heißt, Sie können nicht explizit mit einem
bestimmten Benutzer vergleichen und dann die Verbindung ablehnen.
-
Sie können nicht festlegen, dass ein Benutzer das Recht hat, Tabellen in
einer Datenbank zu erzeugen oder zu löschen, aber nicht die Datenbank
selbst zu erzeugen oder zu löschen.
MySQL-Client-Programme erfordern im Allgemeinen, dass Sie
Verbindungsparameter festlegen, wenn Sie sich mit einem MySQL-Server
verbinden wollen: Der Host, mit dem Sie sich verbinden wollen, Ihr
Benutzername und Ihr Passwort. Beispielsweise kann der mysql-Client
wie folgt gestartet werden (optionale Argumente sind in `[' und
`]' eingeschlossen):
shell> mysql [-h hostname] [-u benutzername] [-pihr_passwort]
Alternative Formen der -h-, -u- und -p-Optionen sind
--host=hostname, --user=benutzername und
--password=ihr_passwort. Beachten Sie, dass zwischen -p oder
--password= und dem folgenden Passwort kein Leerzeichen
steht!
ACHTUNG: Ein Passwort auf der Kommandozeile anzugeben ist nicht
sicher! Jeder Benutzer auf Ihrem System kann dann Ihr Passwort
herausfinden, indem er einen Befehl wie ps auxww eingibt.
See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
mysql benutzt Vorgabewerte für Verbindungsparameter, die auf der
Kommandozeile nicht angegeben sind:
-
Der vorgabemäßige Hostname ist
localhost.
-
Der vorgabemäßige Benutzername ist Ihr Unix-Loginname.
-
Es wird kein Passwort übergeben, wenn
-p fehlt.
Für einen Unix-Benutzer joe sind daher folgende Befehle
gleichbedeutend:
shell> mysql -h localhost -u joe
shell> mysql -h localhost
shell> mysql -u joe
shell> mysql
Andere MySQL-Clients verhalten sich ähnlich.
Auf Unix-Systemen können Sie andere Vorgabewerte festlegen, die benutzt
werden, wenn Sie eine Verbindung aufmachen, so dass Sie diese nicht jedes
Mal auf der Kommandozeile eingeben müssen, wenn Sie ein Client-Programm
aufrufen. Das kann auf verschiedene Weise gemacht werden:
-
Sie können Verbindungsparameter im
[client]-Abschnitt der
`.my.cnf'-Konfigurationsdatei in Ihrem Heimatverzeichnis festlegen.
Der relevante Abschnitt der Datei sieht etwa wie folgt aus:
[client]
host=hostname
user=benutzername
password=ihr_passwort
See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
-
Sie können Verbindungsparameter festlegen, indem Sie Umgebungsvariablen
benutzen. Der Host kann für
mysql festgelegt werden, indem
MYSQL_HOST benutzt wird. Der MySQL-Benutzername kann mit USER
festgelegt werden (nur für Windows). Das Passwort kann mit MYSQL_PWD
festgelegt werden (aber das ist unsicher, siehe nächster Abschnitt).
See section F Umgebungsvariablen.
Wenn Sie versuchen, sich mit einem MySQL-Server zu verbinden, akzeptiert
der Server die Verbindung oder weist sie zurück, abhängig von Ihrer
Identität und davon, ob Sie diese mit dem korrekten Passwort verifizieren
können. Falls nicht, lehnt der Server den Zugriff vollständig ab. Ansonsten
akzeptiert der Server die Verbindung, geht dann in Phase 2 und wartet auf
Anfragen.
Ihre Identität basiert auf zwei Informationsbestandteilen:
-
Dem Host, von dem Sie sich verbinden
-
Ihrem MySQL-Benutzernamen
Die Identitätsüberprüfung wird anhand der drei Geltungsbereichs-Felder der
user-Tabelle, nämlich (Host, User und Password)
durchgeführt. Der Server akzeptiert die Verbindung nur, wenn ein
user-Tabelleneintrag mit Ihrem Hostnamen und Benutzernamen
übereinstimmt und Sie das korrekte Passwort angeben können.
Werte in den Geltungsbereichs-Feldern der user-Tabelle können wie folgt
festgelegt werden:
-
Ein
Host-Wert kann ein Hostname oder eine IP-Nummer sein, oder
'localhost', was die lokale Maschine angibt.
-
Sie können die Platzhalterzeichen `%' und `_' im
Host-Feld
benutzen.
-
Ein
Host-Wert '%' stimmt mit jedem Hostnamen überein.
-
Ein leerer
Host-Wert bedeutet, dass die Berechtigung zusammen mit
dem Eintrag in der host-Tabelle gilt, der mit dem angegebenen
Hostnamen übereinstimmt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im
nächsten Kapitel.
-
Ab MySQL-Version 3.23 können
Host-Werte als IP-Nummern festgelegt
werden, und Sie können eine Netmask festlegen, die angibt, wie viele
Adress-Bits für die Netzwerknummer benutzt werden. Beispiel:
GRANT ALL PRIVILEGES on db.* to david@'192.58.197.0/255.255.255.0';
Das erlaubt jedem, sich von einer IP zu verbinden, bei der folgendes gilt:
benutzer_ip & netmask = host_ip.
Im obigen Beispiel können sich alle IP's im Intervall zwischen 192.58.197.0
bis 192.58.197.255 mit dem MySQL-Server verbinden.
-
Platzhalterzeichen sind im
User-Feld nicht erlaubt. Sie können aber
einen leeren Wert angeben, der mit jedem Namen übereinstimmt. Wenn der
Eintrag in der user-Tabelle, der mit einer hereinkommenden
Verbindung übereinstimmt, einen leeren Benutzernamen hat, wird angenommen,
dass der Benutzer der anonyme Benutzer ist (der Benutzer ohne Namen), und
nicht der Name, den der Client tatsächlich angegeben hat. Das bedeutet,
dass ein leerer Benutzername für alle weiteren Zugriffsüberprüfungen
während der laufenden Verbindung benutzt wird (also während Phase 2).
-
Das
Password-Feld kann leer sein. Das bedeutet nicht, dass jedes
Passwort übereinstimmt, sondern dass der Benutzer sich ohne Angabe eines
Passworts verbinden muss.
Nicht-leere Password-Werte repräsentieren verschlüsselte Passwörter.
MySQL speichert Passwörter nicht im Klartext, so dass jeder sie sehen
könnte. Statt dessen wird das Passwort eines Benutzers, der sich zu
verbinden versucht, verschlüsselt (unter Benutzung der
PASSWORD()-Funktion). Das verschlüsselte Passwort wird dann benutzt,
wenn Client / Server prüfen, ob das Passwort korrekt ist (das geschieht,
ohne dass das verschlüsselte Passwort jemals über die Verbindung übertragen
wird). Beachten Sie, dass aus der Sicht von MySQL das verschlüsselte
Passwort das ECHTE Passwort ist, daher sollten Sie niemandem Zugriff darauf
geben! Insbesondere sollten Sie keinem normalen Benutzer Lesezugriff auf
die Tabellen der mysql-Datenbank geben!
Die unten stehenden Beispiele zeigen, wie unterschiedliche Kombinationen
von Host- und-User-Werten in den
user-Tabelleneinträgen auf hereinkommende Verbindungen zutreffen:
Host Wert | User Wert | Verbindungen, die mit dem Eintrag übereinstimmen
|
'thomas.loc.gov' | 'fred' | fred, der sich von thomas.loc.gov aus verbindet
|
'thomas.loc.gov' | '' | Jeder Benutzer, der sich von thomas.loc.gov aus verbindet
|
'%' | 'fred' | fred, der sich von jedem Host aus verbindet
|
'%' | '' | Jeder Benutzer, der sich von jedem Host aus verbindet
|
'%.loc.gov' | 'fred' | fred, der sich von jedem beliebigen Host in der loc.gov-Domäne aus verbindet
|
'x.y.%' | 'fred' | fred, der sich von x.y.net, x.y.com, x.y.edu usw. aus verbindet (wahrscheinlich eher unsinnig)
|
'144.155.166.177' | 'fred' | fred, der sich vom Host mit der IP-Adresse 144.155.166.177 aus verbindet
|
'144.155.166.%' | 'fred' | fred, der sich von jedem beliebigen Host im Class-C-Subnet 144.155.166 aus verbindet
|
'144.155.166.0/255.255.255.0' | 'fred' | Dasselbe wie im vorherigen Beispiel
|
Weil Sie im Host-Feld IP-Platzhalterwerte verwenden können
(beispielsweise '144.155.166.%', was mit jedem Host in einem Subnet
übereinstimmt), besteht die Möglichkeit, dass jemand diese Fähigkeit
ausbeutet, indem er einen Host zum Beispiel
144.155.166.somewhere.com nennt. Um solche Versuche zu vereiteln,
verbietet MySQL den Vergleich mit Hostnamen, die mit Ziffern und einem
Punkt übereinstimmen. Wenn Sie daher einen Host haben, der so wie
1.2.foo.com benannt ist, wird sein Name nie mit der
Host-Spalte der Berechtigungstabellen übereinstimmen. Nur eine
IP-Nummer kann mit dem IP-Platzhalterwert übereinstimmen.
Eine hereinkommende Verbindung kann mit mehr als einem Eintrag in der
user-Tabelle übereinstimmen. Beispielsweise würde eine Verbindung
von thomas.loc.gov aus durch fred mit mehreren der oben
genannten Einträge übereinstimmen. Wie entscheidet der Server, welcher der
Einträge benutzt werden soll, wenn mehrere zutreffen? Der Server löst
dieses Problem, indem er die user-Tabelle nach dem Einlesen beim
Start sortiert, und danach die Einträge in sortierter Form durchsieht, wenn
ein Benutzer versucht, sich zu verbinden. Der erste übereinstimmende
Eintrag ist der, der benutzt wird.
Das Sortieren der user-Tabelle funktioniert wie folgt. Nehmen Sie
an, dass die user-Tabelle so aussieht:
+-----------+----------+-
| Host | User | ...
+-----------+----------+-
| % | root | ...
| % | jeffrey | ...
| localhost | root | ...
| localhost | | ...
+-----------+----------+-
Wenn der Server die Tabelle liest, ordnet er die Einträge mit den
spezifischsten Einträgen für die Host-Werte zuerst ein ('%'
in der Host-Spalte bedeutet ``jeder Host'' und ist am
unspezifischsten). Einträge mit denselben Host-Werten werden mit den
spezifischsten User-Werten zuerst geordnet (ein leerer
User-Wert bedeutet ``jeder Benutzer'' und ist am
unspezifischsten). Die daraus resultierende sortierte user-Tabelle
sieht wie folgt aus:
+-----------+----------+-
| Host | User | ...
+-----------+----------+-
| localhost | root | ...
| localhost | | ...
| % | jeffrey | ...
| % | root | ...
+-----------+----------+-
Beim Versuch einer Verbindung durchsucht der Server die sortierten Einträge
und benutzt die ersten übereinstimmenden. Bei einer Verbindung von
localhost aus durch jeffrey stimmen die Werte zuerst mit den
Einträgen von 'localhost' in der Host-Spalte überein. Hiervon
stimmt der Eintrag mit dem leeren Benutzernamen sowohl mit dem verbindenden
Host als auch mit dem Benutzernamen überein. ('%'/'jeffrey' hätte
auch übereingestimmt, aber er ist nicht der erste Tabelleneintrag, der
gefunden wird.)
Hier ist ein weiteres Beispiel. Nehmen Sie an, die user-Tabelle
sieht wie folgt aus:
+----------------+----------+-
| Host | User | ...
+----------------+----------+-
| % | jeffrey | ...
| thomas.loc.gov | | ...
+----------------+----------+-
Die sortierte Tabelle sieht wie folgt aus:
+----------------+----------+-
| Host | User | ...
+----------------+----------+-
| thomas.loc.gov | | ...
| % | jeffrey | ...
+----------------+----------+-
Eine Verbindung von thomas.loc.gov aus durch jeffrey stimmt
mit dem ersten Eintrag überein, wohingegen eine Verbindung von
whitehouse.gov aus durch jeffrey mit dem zweiten Eintrag
übereinstimmt.
Ein häufiges Missverständnis besteht darin zu denken, dass bei einem
angegebenen Benutzernamen alle Einträge, die explizit den Benutzer nennen,
zuerst benutzt werden, wenn der Server versucht, eine Übereinstimmung für
die Verbindung zu finden. Das stimmt schlicht nicht. Das vorherige Beispiel
stellt das dar, wobei eine Verbindung von thomas.loc.gov aus durch
jeffrey zuerst gerade nicht mit dem Eintrag übereinstimmt, der
'jeffrey' als User-Feldwert enthält, sondern mit dem Eintrag,
der keinen Benutzernamen enthält!
Wenn Sie Probleme haben, sich mit dem Server zu verbinden, geben Sie die
user-Tabelle aus und sortieren Sie sich von Hand, um zu sehen, wo
die erste Übereinstimmung stattfindet.
Wenn Sie erst einmal eine Verbindung hergestellt haben, geht der Server in
Phase 2. Bei jeder Anfrage, die über diese Verbindung hereinkommt, prüft
der Server, ob Sie ausreichende Berechtigungen haben, sie auszuführen,
wobei es auf die Operation ankommt, die Sie ausführen wollen. Hier kommen
die Berechtigungsfelder der Berechtigungstabellen ins Spiel. Diese
Berechtigungen können aus jeder der user-, db-,
host-, tables_priv- oder columns_priv-Tabellen
stammen. Die Berechtigungstabellen werden mit GRANT- und
REVOKE-Befehlen verändert. See section 5.3.1 GRANT- und REVOKE-Syntax. (Hilfreich
sind die Ausführungen unter section 5.2.5 Wie das Berechtigungssystem funktioniert, wo die Felder aufgelistet
sind, die sich in jeder der Berechtigungstabellen finden.)
Die user-Tabelle gewährt Berechtigungen, die Ihnen auf globaler
Ebene zugeordnet sind und die unabhängig von der gerade aktuellen Datenbank
zutreffen. Wenn beispielsweise die user-Tabelle Ihnen die
delete-Berechtigung gewährt, können Sie Zeilen aus jeder Datenbank
auf dem Server-Host löschen! Mit anderen Worten: Berechtigungen in der
user-Tabelle sind Superuser-Berechtigungen. Es ist klug,
Berechtigungen in der user-Tabelle nur Superusern wie Server- oder
Datenbankverwaltern zu gewähren. Bei anderen Benutzern sollten Sie
Berechtigungen in der user-Tabelle auf 'N' gesetzt lassen und
Berechtigungen nur auf Datenbank-Ebene gewähren, indem Sie die db-
und host-Tabellen benutzen.
Die db- und host-Tabellen gewähren Datenbank-spezifische
Berechtigungen. Werte in den Geltungsbereichs-Feldern können wie folgt
festgelegt werden:
-
Die Platzhalterzeichen `%' und `_' können in den
Host- und
Db-Feldern jeder Tabelle benutzt werden.
-
Ein
'%'-Host-Wert in der db-Tabelle bedeutet ``jeder
Host.'' Ein leerer Host-Wert in der db-Tabelle bedeutet
``sieh in der host-Tabelle wegen weiterer Informationen nach''.
-
Ein
'%'- oder leerer Host-Wert in der host-Tabelle
bedeutet ``jeder Host''.
-
Ein
'%'- oder leerer Db-Wert in einer der Tabellen bedeutet
``jede Datenbank''.
-
Ein leerer
User-Wert in einer der Tabellen entspricht dem anonymen
Benutzer.
Die db- und host-Tabellen werden eingelesen und sortiert,
wenn der Server hoch fährt (zur gleichen Zeit, wenn er die
user-Tabelle einliest). Die db-Tabelle wird nach den
Geltungsbereichs-Feldern Host, Db und User sortiert.
Die host-Tabelle wird nach den Geltungsbereichs-Feldern Host
und Db sortiert. Bei der user-Tabelle werden die
spezifischsten Werte zuerst und die unspezifischsten Werte zuletzt
einsortiert, und wenn der Server nach übereinstimmenden Einträgen sucht,
benutzt er die erste Übereinstimmung, die er findet.
Die tables_priv- und columns_priv-Tabellen gewähren Tabellen-
und Spalten-spezifische Berechtigungen. Werte in der
Geltungsbereichs-Feldern können wie folgt festgelegt werden:
-
Die Platzhalterzeichen `%' und `_' können im
Host-Feld
beider Tabellen benutzt werden.
-
Ein
'%'- oder leerer Host-Wert in jeder der beiden Tabellen bedeutet ``jeder Host.''
-
Die
Db-, Table_name- und Column_name-Felder dürfen in
beiden Tabellen keine Platzhalter enthalten oder leer sein.
Die tables_priv- und columns_priv-Tabellen werden nach den
Host-, Db- und User-Feldern sortiert. Das geschieht
ähnlich wie das Sortieren der db-Tabelle, wenngleich das Sortieren
einfacher ist, weil nur das Host-Feld Platzhalter enthalten darf.
Der Prozess der Anfragenüberprüfung ist weiter unten beschrieben. (Wenn Sie
mit dem Quelltext für die Zugangsüberprüfung vertraut sind, werden Sie
feststellen, dass die Beschreibung hier leicht vom im Code verwendeten
Algorithmus abweicht. Die Beschreibung stellt dar, was der Code tatsächlich
tut; sie weicht nur deshalb ab, um die Erklärung zu erleichtern.)
Bei Verwaltungsanfragen (shutdown, reload usw.) prüft der
Server nur den user-Tabelleneintrag, weil das die einzige Tabelle
ist, die Verwaltungsberechtigungen festlegt. Zugriff wird gewährt, wenn der
Eintrag die verlangte Operation erlaubt, ansonsten wird er verweigert. Wenn
Sie zum Beispiel mysqladmin shutdown ausführen wollen, aber Ihr
user-Tabelleneintrag Ihnen nicht die shutdown-Berechtigung
gewährt, wird der Zugriff verweigert, ohne dass die db- oder
host-Tabellen geprüft werden. (Sie enthalten keine
Shutdown_priv-Spalte, daher gibt es keinen Grund, sie zur Prüfung
heranzuziehen.)
Bei Datenbank-bezogenen Anfragen (insert, update usw.)
prüft der Server zuerst die globalen (superuser-) Berechtigungen, indem er
im user-Tabelleneintrag nachsieht. Wenn der Eintrag die verlangte
Operation erlaubt, wird der Zugriff gewährt. Wenn die globalen
Berechtigungen in der user-Tabelle unzureichend sind, stellt der
Server die Datenbank-spezifischen Berechtigungen des Benutzers fest, indem
er die db- und host-Tabellen prüft:
-
Der Server sieht in der
db-Tabelle nach einer Übereinstimmung in den
Host-, Db- und User-Feldern nach. In den Host-
und User-Feldern wird nach Übereinstimmung mit dem Hostnamen
gesucht, von dem aus sich der Benutzer verbindet, und nach Übereinstimmung
mit dem MySQL-Benutzernamen. Im Db-Feld wird nach Übereinstimmung
mit der Datenbank gesucht, mit der sich der Benutzer verbinden will. Wenn
es keinen Eintrag für Host und User gibt, wird der Zugriff
verweigert.
-
Wenn es keinen übereinstimmenden
db-Tabelleneintrag gibt und das
Host-Feld nicht leer ist, bestimmt dieser Eintrag die
Datenbank-spezifischen Berechtigungen des Benutzers.
-
Wenn das
Host-Feld des übereinstimmenden db-Tabelleneintrags
leer ist, bedeutet das, dass die host-Tabelle festlegt, welchen
Hosts Zugriff auf die Datenbank erlaubt werden soll. In diesem Fall schlägt
der Server weiter in der host-Tabelle nach, um eine Übereinstimmung
in den Host- und Db-Feldern zu finden. Wenn kein
host-Tabelleneintrag passt, wird der Zugriff verweigert. Bei einer
Übereinstimmung werden die Datenbank-spezifischen Berechtigungen des
Benutzers als Schnittmenge (nicht Vereinigungsmenge!) der
Berechtigungen in den db- und host-Tabelleneinträgen
berechnet, was die Berechtigungen ergibt, die in beiden Einträgen
'Y' sind. (Auf diese Weise können Sie allgemeine Berechtigungen in
den db-Tabelleneinträgen vergeben und diese dann fallweise von Host
zu Host beschränken, indem Sie die host-Tabelleneinträge benutzen.)
Nachdem die Datenbank-spezifischen Berechtigungen festgestellt wurden, die
durch die db- und host-Tabelleneinträge gewährt werden, fügt
der Server diese zu den globalen Berechtigungen in der user-Tabelle
hinzu. Wenn das Ergebnis die verlangte Operation erlaubt, wird der Zugriff
gewährt. Ansonsten prüft der Server die Tabellen- und
Spalten-Berechtigungen des Benutzers in den tables_priv- und
columns_priv-Tabellen und fügt diese zu den Benutzerberechtigungen
hinzu. Aus dem Ergebnis ergibt sich, ob der Zugriff erlaubt oder verweigert
wird.
Als Boole'scher Term ausgedrückt kann die vorstehende Beschreibung der
Berechnung der Benutzerrechte wie folgt zusammengefasst werden:
globale Berechtigungen
ODER (Datenbankberechtigungen UND Hostberechtigungen)
ODER Tabellenberechtigungen
ODER Spaltenberechtigungen
Vielleicht ist es nicht offensichtlich, warum der Server bei anfänglich als
unzureichend herausgefundenen globalen user-Eintragsberechtigungen
für die verlangte Operation diese Berechtigungen anschließend zu den
Datenbank-, Tabellen- und Spalten-spezifischen Berechtigungen hinzuzählt.
Der Grund liegt darin, dass eine Anfrage möglicherweise mehr als eine Sorte
von Berechtigungen erfordert. Wenn Sie beispielsweise ein INSERT ...
SELECT-Statement ausführen, brauchen Sie eventuell sowohl die
insert- als auch die select-Berechtigung. Ihre
Berechtigungen mögen so sein, dass der user-Tabelleneintrag eine
Berechtigung enthält und der db-Tabelleneintrag die andere. In
diesem Fall haben Sie die notwendigen Berechtigungen, die Anfrage
auszuführen, aber das Server kann das nicht aus nur einer der beiden
Tabellen heraus erkennen, sondern muss dafür die Einträge beider Tabellen
kombinieren.
Die host-Tabelle kann benutzt werden, um eine Liste sicherer Server
zu pflegen.
Bei TcX enthält die host-Tabelle eine Liste aller Maschine des
lokalen Netzwerks. Diesen werden alle Berechtigungen gewährt.
Sie können die host-Tabelle auch dazu benutzen, die Host
aufzuführen, die nicht sicher sind. Nehmen Sie an, Sie haben eine
Maschine oeffentlich.ihre.domaene, die an einem öffentlichen Ort
ist, den Sie als nicht sicher erachten. Sie können allen Hosts in Ihrem
Netzwerk Zugriff gewähren ausser dieser Maschine, indem Sie die
host-Tabelleneinträge wie folgt benutzen:
+--------------------------+----+-
| Host | Db | ...
+--------------------------+----+-
| oeffentlich.ihre.domane | % | ... (alle Berechtigungen auf 'N' gesetzt)
| %.ihre.domaene | % | ... (alle Berechtigungen auf 'Y' gesetzt)
+--------------------------+----+-
Natürlich sollten Sie Ihre Einträge in die Berechtigungstabellen immer
testen (indem Sie zum Beispiel mysqlaccess benutzen), um
sicherzustellen, dass Ihre Zugriffsberechtigungen tatsächlich so gesetzt
sind, wie Sie denken.
Wenn Sie beim Verbindungsversuch zu einem MySQL-Server Access
denied-Fehler bekommen, gibt Ihnen die folgende Liste ein paar Hinweise,
das Problem zu beheben:
-
Haben Sie nach der Installation von MySQL das
mysql_install_db-Skript laufen lassen, um die anfänglichen
Berechtigungstabelleninhalte zu konfigurieren? Wenn nicht, tun Sie das!
See section 5.3.4 Einrichtung der anfänglichen MySQL-Berechtigungen. Testen Sie die anfänglichen
Berechtigungen, indem Sie folgenden Befehl ausführen:
shell> mysql -u root test
Der Server sollte die Verbindung ohne Fehlermeldung zulassen. Stellen Sie
auch sicher, dass Sie eine Datei `user.MYD' im
MySQL-Datenbankverzeichnis haben. Üblicherweise ist das
`PFAD/var/mysql/user.MYD', wobei PFAD der Pfadname zum
MySQL-Installationsverzeichnis ist.
-
Nach einer gerade durchgeführten Installation sollten Sie sich mit dem
Server verbinden und Ihre Benutzer und deren Zugriffsberechtigungen
einrichten:
shell> mysql -u root mysql
Der Server sollte die Verbindung zulassen, weil der
MySQL-
root-Benutzer anfänglich kein Passwort hat. Das ist ein
Sicherheitsrisiko, daher sollten Sie das root-Passwort einrichten,
während Sie Ihre anderen MySQL-Benutzer einrichten.
Wenn Sie versuchen, sich als root zu verbinden, und folgenden Fehler
erhalten:
Access denied for user: '@unknown' to database mysql
heißt das, dass Sie in der user-Tabelle keinen Eintrag
'root' im User-Spaltenwert haben und dass mysqld den
Hostnamen für Ihren Client nicht auflösen kann. In diesem Fall müssen Sie
den Server mit der --skip-grant-tables-Option neu starten und Ihrer
`/etc/hosts'- oder `\windows\hosts'-Datei einen Eintrag für Ihren
Host hinzufügen.
-
Wenn Sie einen Fehler wie folgt erhalten:
shell> mysqladmin -u root -pxxxx ver
Access denied for user: 'root@localhost' (Using password: YES)
bedeutet das, dass Sie ein falsches Passwort benutzen. See section 5.3.7 Passwörter einrichten.
Wenn Sie das Root-Passwort vergessen haben, können Sie
mysqld mit
--skip-grant-tables neu starten, um das Passwort zu ändern. Diese
Option wird weiter hinten im Handbuch ausführlicher beschrieben.
Wenn Sie den obigen Fehler erhalten, obwohl Sie kein Passwort angegeben
haben, bedeutet das, dass in einer der my.ini-Dateien ein falsches
Passwort steht. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien. Sie können die Benutzung der
Optionsdateien mit der --no-defaults-Option wie folgt verhindern:
shell> mysqladmin --no-defaults -u root ver
-
Wenn Sie eine bestehende MySQL-Installation von einer Version vor 3.22.11
auf Version 3.22.11 oder später aktualisiert haben, haben Sie das
mysql_fix_privilege_tables-Skript ausgeführt? Falls nicht, tun Sie
das! Die Struktur der Berechtigungstabellen hat sich ab MySQL-Version
3.22.11 geändert, als das GRANT-Statement mit Funktion erfüllt
wurde.
-
Falls es aussieht, als hätten sich Ihre Berechtigungen mitten in einer
Sitzung geändert, kann es sein, dass ein Superuser sie geändert hat. Das
Neuladen der Berechtigungstabellen betrifft neue
Client-Verbindungen, aber auch bestehende Verbindungen, wie in
section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden beschrieben.
-
Wenn Sie es nicht schaffen, dass Ihr Passwort funktioniert, denken Sie
daran, dass Sie die
PASSWORD()-Funktion benutzen müssen, wenn Sie
das Passwort mit den INSERT-, UPDATE- oder SET
PASSWORD-Statements setzen. Die PASSWORD()-Funktion wird nicht
benötigt, wenn Sie das Passwort mit dem GRANT ... INDENTIFIED
BY-Statement oder dem mysqladmin password-Befehl setzen.
See section 5.3.7 Passwörter einrichten.
-
localhost ist ein Synonym für Ihren lokalen Hostnamen und
gleichzeitig der vorgabemäßige Host, mit dem sich Clients versuchen zu
verbinden, wenn Sie nicht explizit einen Hostnamen angeben. Verbindungen zu
localhost funktionieren jedoch nicht, wenn Sie auf einem System
arbeiten, das MIT-pThreads benutzt (localhost-Verbindungen werden
über Unix-Sockets hergestellt, die von MIT-pThreads nicht unterstützt
werden). Um auf solchen Systemen Probleme zu vermeiden, sollten Sie die
--host-Option zu benutzen, um den Serverhost explizit anzugeben. Das
stellt eine TCP/IP-Verbindung zum mysqld-Server her. In diesem Fall
muss Ihr echter Hostname in den user-Tabelleneinträgen auf dem
Server-Host stehen. (Das gilt sogar dann, wenn Sie ein Client-Programm auf
demselben Host fahren, wo der Server läuft.)
-
Wenn Sie beim Versuch, sich mit
mysql -u user_name db_name mit einer
Datenbank zu verbinden, einen Access denied-Fehler erhalten, gibt es
eventuell ein Problem mit der user-Tabelle. Das können Sie
überprüfen, indem Sie mysql -u root mysql und folgendes
SQL-Statement absetzen:
mysql> SELECT * FROM user;
Das Ergebnis sollte einen Eintrag enthalten, in dem die Host- und
User-Spalten mit dem Hostnamen Ihres Computers und Ihrem
MySQL-Benutzernamen übereinstimmen.
-
Die
Access denied-Fehlermeldung sagt Ihnen, als wer Sie sich
versuchen einzuloggen, den Host, von dem aus Sie versuchen, sich zu
verbinden, und ob Sie ein Passwort benutzen oder nicht. Normalerweise
sollten Sie in der user-Tabelle einen Eintrag haben, der exakt mit
Ihrem Hostnamen und Ihrem Benutzernamen übereinstimmt, die in der
Fehlermeldung ausgegeben wurden. Wenn Sie zum Beispiel eine Fehlermeldung
erhalten, die Using password: NO enthält, bedeutet das, dass Sie
versuchen sich einzuloggen, ohne ein Passwort anzugeben.
-
Wenn Sie folgenden Fehler erhalten, wenn Sie sich von einem anderen Host
als dem, auf dem der MySQL-Server läuft, zu verbinden, gibt es keine Zeile
in der
user-Tabelle, die mit Ihrem Host übereinstimmt:
Host ... is not allowed to connect to this MySQL server
Das können Sie mit dem Kommandozeilentool mysql beheben (auf dem
Serverhost!) und eine Zeile zur user-, db- oder
host-Tabelle hinzufügen, die eine Benutzername-/Hostname-Kombination
enthält, von wo aus Sie sich verbinden wollen; danach führen Sie
mysqladmin flush-privileges aus. Wenn Sie nicht MySQL-Version 3.22
laufen lassen und die IP-Nummer oder den Hostnamen der Maschine nicht
kennen, von der aus Sie sich verbinden, sollten Sie einen Eintrag mit
'%' als Host-Spaltenwert in die user-Tabelle einfügen
und mysqld mit der --log-Option auf der Servermaschine neu
starten. Nach dem Verbinden von der Client-Maschine aus zeigt die
Information im MySQL-Log an, wie Sie sich wirklich verbunden haben.
(Ersetzen Sie danach '%' im user-Tabelleneintrag durch den
tatsächlichen Hostnamen, der im Log steht. Ansonsten erhalten Sie ein
System, das unsicher ist.)
Ein weiterer Grund für diesen Fehler unter Linux kann sein, dass Sie eine
Binärversion von MySQL benutzen, die mit einer anderen glibc-Version
kompiliert wurde als die, die Sie benutzen. In diesem Fall sollten Sie
entweder die glibc Ihres Betriebssystems aktualisieren oder die
Quellversion von MySQL herunter laden und sie selbst kompilieren. Ein
Quell-RPM läßt sich normalerweise sehr einfach kompilieren und
installieren, daher stellt dies kein großes Problem dar.
-
Wenn Sie eine Fehlermeldung erhalten, in der der Hostname nicht angezeigt
wird oder eine IP-Nummer ist, obwohl Sie sich mit einem Hostnamen versuchen
zu verbinden:
shell> mysqladmin -u root -pxxxx -h ein-hostname ver
Access denied für user: 'root@' (Using password: YES)
bedeutet das, dass MySQL einen Fehler beim Auflösen der IP zu einem
Hostnamen erhielt. In diesem Fall können Sie
mysqladmin flush-hosts
ausführen, um den internen DNS-Cache zu flushen. See section 6.5.5 Wie MySQL DNS benutzt.
Einige dauerhafte Lösungen sind:
-
Versuchen Sie herauszufinden, was mit Ihrem DNS-Server nicht funktioniert,
und beheben Sie das Problem.
-
Geben Sie in den MySQL-Berechtigungstabellen IP-Nummern statt Hostnamen an.
-
Starten Sie
mysqld mit --skip-name-resolve.
-
Starten Sie
mysqld mit --skip-host-cache.
-
Verbinden Sie sich zu
localhost wenn Sie Server und Client auf
derselben Maschine laufen lassen.
-
Tragen Sie die Client-Maschinennamen in
/etc/hosts ein.
-
Wenn
mysql -u root test funktioniert, aber mysql -h
your_hostname -u root test zu Access denied führt, haben Sie
eventuell nicht den korrekten Namen Ihres Hosts in der user-Tabelle.
Ein häufiges Problem hierbei ist, dass der Host-Wert im
user-Tabelleneintrag einen unqualifizierten Hostnamen festlegt, die
Namensauflösungsroutinen Ihres Systems aber einen voll qualifizierten
Domänennamen zurückgeben (oder umgekehrt). Wenn Sie zum Beispiel einen
Eintrag mit dem Host 'tcx' in der user-Tabelle haben, Ihr DNS
MySQL aber mitteilt, dass Ihr Hostname 'tcx.subnet.se' ist,
funktioniert der Eintrag nicht. Fügen Sie der user-Tabelle einen
Eintrag hinzu, der die IP-Nummer Ihres Hosts als Host-Spaltenwert
enthält. (Alternativ könnten Sie der user-Tabelle einen Eintrag mit
einem Host-Wert hinzufügen, der einen Platzhalter enthält, zum
Beispiel 'tcx.%'. Allerdings ist die Benutzung von
Hostnamensendungen mit `%' unsicher und wird daher nicht
empfohlen!)
-
Wenn
mysql -u benutzername test funktioniert, aber mysql -u
benutzername andere_datenbank nicht, haben Sie wahrscheinlich keinen
Eintrag für andere_datenbank in der db-Tabelle.
-
Wenn
mysql -u benutzername datenbankname funktioniert, wenn es auf
der Servermaschine ausgeführt wird, aber mysql -u hostname -u
benutzername datenbankname nicht, wenn es auf einer anderen Clientmaschine
ausgeführt wird, ist die Clientmaschine wahrscheinlich nicht in der
user-Tabelle oder der db-Tabelle aufgeführt.
-
Wenn Sie gar nicht herausfinden können, warum Sie
Access denied
erhalten, entfernen Sie aus der user-Tabelle alle Einträge, die
Host-Werte haben, die Platzhalter enthalten (Einträge, die `%'
oder `_' enthalten). Ein sehr häufiger Fehler besteht darin, einen
neuen Eintrag mit Host='%' und
User='irgendein_benutzer' in der Annahme hinzuzufügen, dass
einem das erlaubt, localhost anzugeben, um sich von derselben
Maschine aus zu verbinden. Der Grund, warum das nicht funktioniert, ist,
dass die vorgabemäßigen Berechtigungen einen Eintrag mit
Host='localhost' und User='' enthalten. Weil
dieser Eintrag einen Host-Wert 'localhost' hat, der
spezifischer ist als '%', wird er vorrangig vor dem neuen Eintrag
benutzt, wenn man sich von localhost verbindet! Das korrekte
Vorgehen ist, einen zweiten Eintrag mit Host='localhost' und
User='irgendein_benutzer' hinzuzufügen, oder den Eintrag mit
Host='localhost' und User='' zu entfernen.
-
Wenn Sie den folgenden Fehler erhalten, gibt es eventuell Probleme mit der
db- oder der host-Tabelle:
Access to database denied
Wenn der aus der db-Tabelle ausgewählte Eintrag einen leeren Wert in
der Host-Spalte hat, stellen Sie sicher, dass es einen oder mehrere
korrespondierende Einträge in der host-Tabelle gibt, die festlegen,
auf welche Hosts der db-Tabelleneintrag zutrifft.
Wenn Sie bei der Benutzung der SQL-Befehle SELECT ... INTO OUTFILE
oder LOAD DATA INFILE einen Fehler erhalten, enthält Ihr Eintrag in
der user-Tabelle wahrscheinlich keine angeschaltete
file-Berechtigung.
-
Denken Sie daran, dass Client-Programme Verbindungsparameter benutzen, die
in Konfigurationsdateien oder Umgebungsvariablen festgelegt sind.
See section F Umgebungsvariablen. Wenn ein Client anscheinend falsche
vorgabemäßige Verbindungsparameter sendet, wenn Sie diese nicht auf der
Kommandozeile angeben, überprüfen Sie Ihre Umgebung und die
`.my.cnf'-Datei in Ihrem Heimatverzeichnis. Überprüfen Sie
gegebenenfalls auch systemweite MySQL-Konfigurationsdateien, obwohl es sehr
viel unwahrscheinlicher ist, dass Client-Verbindungsparameter in diesen
festgelegt werden. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien. Wenn Sie beim Laufenlassen eines
Clients ohne irgend welche Optionen
Access denied erhalten, stellen
Sie sicher, dass Sie kein altes Passwort in irgendeiner Optionsdatei
angegeben haben! See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
-
Wenn Sie in den Berechtigungstabellen direkte Änderungen vornehmen (indem
Sie ein
INSERT- oder UPDATE-Statement benutzen) und Ihre
Änderungen anscheinend ignoriert werden, denken Sie daran, dass sie ein
FLUSH PRIVILEGES-Statement absetzen müssen oder einen
mysqladmin flush-privileges-Befehl ausführen, um den Server zu
veranlassen, die Berechtigungstabellen neu einzulesen. Ansonsten haben Ihre
Änderungen keine Auswirkung, bis der Server das nächste Mal gestartet wird.
Denken Sie auch daran, wenn Sie ein root-Passwort mit einem
UPDATE-Befehl festgelegt haben, dass Sie dieses solange nicht
angeben müssen, bis Sie die Berechtigungen flushen, weil der Server vorher
nicht weiß, dass Sie Ihr Passwort geändert haben!
-
Wenn Sie Zugriffsprobleme mit einem Perl-, PHP-, Python- oder ODBC-Programm
haben, versuchen Sie, sich mit
mysql -u benutzername datenbankname
oder mysql -u benutzername -pihr_passwort datenbankname zu
verbinden. Wenn es Ihnen gelingt, sich mittels des mysql-Clients zu
verbinden, gibt es ein Problem mit Ihrem Programm und nicht mit den
Zugriffsberechtigungen. (Beachten Sie, dass zwischen -p und dem
Passwort kein Leerzeichen steht; alternativ können Sie auch die
--password=ihr_passwort-Syntax benutzen, um Ihr Passwort anzugeben.
Wenn Sie die -p-Option allein benutzen, wird MySQL eine
Eingabeaufforderung für das Passwort anzeigen.)
-
Zum Testen starten Sie den
mysqld-Daemon mit der
--skip-grant-tables-Option. Anschließend können Sie die
MySQL-Berechtigungstabellen ändern und das mysqlaccess-Skript
benutzen, um zu sehen, ob Ihre Änderungen den gewünschten Effekt haben oder
nicht. Wenn Sie mit Ihren Änderungen zufrieden sind, führen Sie
mysqladmin flush-privileges aus, um mysqld mitzuteilen, die
neuen Berechtigungstabellen zu benutzen. Beachten Sie: Das
Neuladen der Berechtigungstabellen überschreibt die
--skip-grant-tables-Option. Das erlaubt Ihnen, den Server zu
veranlassen, die Berechtigungstabellen wieder zu benutzen, ohne ihn
herunter und dann wieder herauf fahren zu müssen.
-
Wenn alles andere fehlschlägt, starten Sie den
mysqld-Daemon mit
einer Debugging-Option (zum Beispiel --debug=d,general,query). Das
gibt Host- und Benutzerinformationen über Verbindungsversuche aus sowie
Informationen über jeden abgesetzten Befehl. See section E.1.2 Trace-Dateien erzeugen.
-
Wenn Sie irgend welche anderen Probleme mit den MySQL-Berechtigungstabellen
haben und meinen, das Problem der Mailing-Liste mitteilen zu müssen,
stellen Sie immer einen Auszug Ihrer MySQL-Berechtigungstabellen zur
Verfügung. Sie können einen Auszug der Tabellen mit dem
mysqldump
mysql-Befehl erzeugen. Berichten Sie Ihr Problem - wie immer - unter
Benutzung des mysqlbug-Skripts. See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet. In einigen
Fällen müssen Sie vielleicht mysqld mit --skip-grant-tables
neu starten, um mysqldump benutzen zu können.
GRANT berechtigung_art [(spalten_liste)] [, berechtigung_art [(spalten_liste)] ...]
ON {tabelle | * | *.* | datenbank.*}
TO benutzername [IDENTIFIED BY 'passwort']
[, benutzername [IDENTIFIED BY 'passwort'] ...]
[REQUIRE
[{SSL| X509}]
[CIPHER cipher [AND]]
[ISSUER issuer [AND]]
[SUBJECT subject]]
[WITH GRANT OPTION]
REVOKE berechtigung_art [(spalten_liste)] [, berechtigung_art [(spalten_liste)] ...]
ON {tabelle | * | *.* | datenbank.*}
FROM benutzername [, benutzername ...]
GRANT ist implementiert ab MySQL Version 3.22.11. Bei früheren
MySQL-Versionen bewirkt das GRANT-Statement nichts.
Die GRANT- und REVOKE-Befehle erlauben Systemverwaltern,
Benutzer anzulegen und MySQL-Benutzern Rechte auf vier Berechtigungsebenen
zu gewähren und zu entziehen:
- Globale Ebene
-
Globale Berechtigungen betreffen alle Datenbanken auf einem gegebenen
Server. Diese Berechtigungen werden in der
mysql.user-Tabelle
gespeichert.
- Datenbank-Ebene
-
Datenbank-Berechtigungen betreffen alle Tabellen in einer gegebenen
Datenbank. Diese Berechtigungen werden in den
mysql.db- und
mysql.host-Tabellen gespeichert.
- Tabellen-Ebene
-
Tabellen-Berechtigungen betreffen alle Spalten in einer gegebenen Tabelle.
Diese Berechtigungen werden in der
mysql.tables_priv-Tabelle
gespeichert.
- Spalten-Ebene
-
Spalten-Berechtigungen betreffen einzelne Spalten in einer gegebenen
Tabelle. Diese Berechtigungen werden in der
mysql.columns_priv-Tabelle gespeichert.
Wenn Sie ein GRANT für einen Benutzer angeben, den es nicht gibt,
wird dieser Benutzer erzeugt. Beispiele, wie GRANT funktioniert,
finden Sie unter section 5.3.5 Neue MySQL-Benutzer hinzufügen.
Bei GRANT und REVOKE-Statements kann berechtigung_art
wie folgt angegeben werden:
ALL PRIVILEGES FILE RELOAD
ALTER INDEX SELECT
CREATE INSERT SHUTDOWN
DELETE PROCESS UPDATE
DROP REFERENCES USAGE
ALL ist ein Synonym für ALL PRIVILEGES. REFERENCES ist
noch nicht implementiert. USAGE ist momentan ein Synonym für ``keine
Berechtigungen''. Es kann benutzt werden, um einen Benutzer zu erzeugen,
der keine Berechtigungen hat.
Um einem Benutzer die grant-Berechtigung zu entziehen, benutzen
Sie einen berechtigung_art-Wert GRANT OPTION:
REVOKE GRANT OPTION ON ... FROM ...;
Die einzigen berechtigung_art-Werte, die Sie für eine Tabelle
festlegen können, sind SELECT, INSERT, UPDATE,
DELETE, CREATE, DROP, GRANT, INDEX und
ALTER.
Die einzigen berechtigung_art-Werte, die Sie für eine Spalte
festlegen können (im Falle, dass Sie eine spalten_liste-Klausel
benutzen), sind SELECT, INSERT und UPDATE.
Sie können globale Berechtigungen setzen, indem Sie die ON
*.*-Syntax benutzen. Datenbank-Berechtigungen setzen Sie mit der ON
datenbank.*-Syntax. Wenn Sie ON * setzen und eine aktuelle
Datenbank ausgewählt haben, setzen Sie die Berechtigungen für diese
Datenbank. (ACHTUNG: Wenn Sie ON * festlegen und
keine aktuelle Datenbank ausgewählt haben, betrifft das die globalen
Berechtigungen!)
Um die Rechtegewährung für Benutzer von uneindeutigen Hosts aus zu
ermöglichen, unterstützt MySQL den benutzername-Wert in der Form
benutzer@host. Wenn Sie eine user-Zeichenkette festlegen
wollen, die Sonderzeichen enthält (wie `-'), oder eine
host-Zeichenkette, die Sonderzeichen oder Platzhalterzeichen enthält
(wie `%'), können Sie Benutzernamen oder Hostnamen in
Anführungszeichen setzen (beispielsweise 'test-benutzer'@'test-hostname').
Sie können im Hostnamen Platzhalter angeben. benutzer@"%.loc.gov"
zum Beispiel trifft auf benutzer für jeden Host in der Domäne
loc.gov zu. benutzer@"144.155.166.%" trifft auf
benutzer für jeden Host im 144.155.166-Class-C-Subnetz zu.
Die einfache Form benutzer ist ein Synonym für
benutzer@"%". ACHTUNG: Wenn Sie anonymen Benutzern
erlauben, sich mit dem MySQL-Server zu verbinden (was vorgabemäßig der
Fall ist), sollten Sie auch alle lokalen Benutzer als
benutzer@localhost hinzufügen, weil ansonsten der Eintrag für den
anonymen Benutzer für den lokalen Host in der mysql.user-Tabelle
benutzt wird, wenn der Benutzer versucht, sich von der lokalen Maschine in
den MySQL-Server einzuloggen! Anonyme Benutzer werden definiert, indem
Einträge mit User='' in die mysql.user-Tabelle eingefügt
werden. Das können Sie mit folgender Anfrage überprüfen:
mysql> SELECT Host,User FROM mysql.user WHERE User='';
Momentan unterstützt GRANT nur Host-, Datenbank-, Tabellen- und
Spaltennamen mit maximal 60 Zeichen. Ein Benutzername kann bis zu 16
Zeichen lang sein.
Die Berechtigungen für eine Tabelle oder Spalte werden durch ein logisches
ODER der Berechtigungen auf jeder der vier Berechtigungsebenen zusammen
gesetzt. Wenn die mysql.user-Tabelle beispielsweise festlegt, dass
ein Benutzer eine globalen select-Berechtigung hat, kann diese
nicht durch Einträge auf Datenbank-, Tabellen- oder Spaltenebene widerrufen
werden.
Die Berechtigungen für eine Spalte können wie folgt berechnet werden:
Globale Berechtigungen
ODER (Datenbank-Berechtigungen UND Host-Berechtigungen)
ODER Tabellen-Berechtigungen
ODER Spalten-Berechtigungen
In den meisten Fällen können Sie einem Benutzer Rechte auf lediglich einer
der Berechtigungsebenen gewähren, wodurch das Leben nicht so kompliziert
ist wie oben dargestellt. Die Details der Prozedur zur Überprüfung der
Berechtigungen sind in section 5.2 Allgemeine Sicherheitsthemen und das MySQL-Zugriffsberechtigungssystem dargestellt.
Wenn Sie Berechtigungen für eine Benutzer-/Hostname-Kombination gewähren,
die in der mysql.user-Tabelle nicht existiert, wird ein Eintrag
hinzugefügt und verbleibt dort, bis der mit einem DELETE-Befehl
gelöscht wird. Mit anderen Worten: GRANT kann eventuell
user-Tabelleneinträge erzeugen, aber REVOKE entfernt diese
nicht, sondern Sie müssen das explizit mit DELETE machen.
Ab MySQL-Version 3.22.12 wird, wenn ein neuer Benutzer erzeugt wird oder
wenn Sie globale Grant-Berechtigungen haben, das Passwort des Benutzers
durch die IDENTIFIED BY-Klausel festgelegt, wenn eine angegeben
wird. Wenn der Benutzer bereits ein Passwort hat, wird es durch das neue
ersetzt.
ACHTUNG: Wenn Sie einen neuen Benutzer anlegen, aber keine
IDENTIFIED BY-Klausel angeben, hat der neue Benutzer kein Passwort.
Das ist unsicher.
Passwörter können auch mit dem SET PASSWORD-Befehl gesetzt werden.
See section 6.5.6 SET-Syntax.
Wenn Sie Berechtigungen für eine Datenbank gewähren, wird ein Eintrag in
der mysql.db-Tabellen erzeugt, falls notwendig. Wenn alle
Berechtigungen für die Datenbank mit REVOKE widerrufen wurden, wird
dieser Eintrag gelöscht.
Wenn ein Benutzer überhaupt keine Berechtigungen auf eine Tabelle hat, wird
die Tabelle nicht angezeigt, wenn der Benutzer nach einer Liste von
Tabellen anfragt (zum Beispiel mit einem SHOW TABLES-Statement).
Die mit GRANT OPTION-Klausel gibt dem Benutzer die Möglichkeit,
anderen Benutzern jegliche der Berechtigungen zu vergeben, die der Benutzer
auf der angegebenen Berechtigungsebene hat. Sie sollten vorsichtig damit
sein, wem Sie die grant-Berechtigung geben, denn zwei Benutzer mit
unterschiedlichen Berechtigungen können in der Lage sein, Ihre
Berechtigungen zu addieren!
Sie können einem Benutzer keine Berechtigung gewähren, die Sie selbst nicht
haben; die grant-Berechtigung erlaubt Ihnen nur, die
Berechtigungen zu vergeben, die Sie selbst besitzen.
Wenn Sie einem Benutzer die grant-Berechtigung auf einer
bestimmten Berechtigungsebene geben, denken Sie daran, dass der Benutzer
jegliche Berechtigungen, die der Benutzer schon besitzt (oder die ihm in
Zukunft gewährt werden!), auf dieser Ebene auch an andere Benutzer gewährt
werden können. Nehmen Sie an, Sie gewähren einem Benutzer die
insert-Berechtigung auf eine Datenbank. Wenn Sie danach die
select-Berechtigung auf die Datenbank mit WITH GRANT OPTION
gewähren, kann der Benutzer nicht nur die select-Berechtigung
weiter geben, sondern auch insert. Wenn Sie dem Benutzer danach
die update-Berechtigung auf die Datenbank gewähren, kann der
Benutzer insgesamt insert, select und update
weiter geben.
Sie sollten einem normalen Benutzer keine alter-Berechtigung
gewähren. Wenn Sie das tun, kann der Benutzer versuchen, das
Berechtigungssystem zu unterlaufen, indem er Tabellen umbenennt!
Beachten Sie: Wenn Sie Tabellen- oder Spalten-Berechtigungen auch nur für
einen Benutzer gewähren, untersucht der Server Tabellen- und
Spalten-Berechtigungen für alle Benutzer. Dadurch wird MySQL etwas
langsamer.
Wenn mysqld startet, werden alle Berechtigungen in den Speicher
eingelesen. Datenbank-, Tabellen- und Spalten-Berechtigungen werden sofort
wirksam. Berechtigungen auf Benutzerebene werden wirksam, wenn sich der
Benutzer das nächste Mal verbindet. Änderungen in den
Berechtigungstabellen, die Sie mit GRANT oder REVOKE
durchführen, werden vom Server sofort bemerkt. Wenn Sie
Berechtigungstabellen manuell ändern (mit INSERT, UPDATE
usw.), müssen Sie ein FLUSH PRIVILEGES-Statement ausführen oder
mysqladmin flush-privileges laufen lassen, um den Server zu
veranlassen, die Berechtigungstabellen neu zu laden.
See section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden.
Die größten Unterschiede zwischen ANSI SQL und MySQL-Versionen von
GRANT sind:
-
In MySQL werden Berechtigungen für eine Benutzername-/Hostname-Kombination
vergeben und nicht nur für einen Benutzernamen.
-
ANSI SQL hat keine globalen oder Datenbankebene-Berechtigungen und
unterstützt nicht alle Berechtigungsarten, die MySQL unterstützt. MySQL
unterstützt nicht die ANSI-SQL-
TRIGGER-, EXECUTE- oder
UNDER-Berechtigungen.
-
ANSI-SQL-Berechtigungen werden auf hierarchische Art strukturiert. Wenn Sie
einen Benutzer entfernen, werden alle Berechtigungen, die dieser Benutzer
gewährt hat, widerrufen. In MySQL werden die gewährten Berechtigungen nicht
automatisch widerrufen, sondern Sie müssen das selbst tun.
-
Wenn Sie in MySQL das
INSERT-Recht nur für Teile der Spalten einer
Tabelle haben, können Sie dennoch INSERT-Statements auf der Tabelle
ausführen. Die Spalten, für die Sie keine INSERT-Berechtigung haben,
werden auf ihre Vorgabewerte gesetzt. ANSI SQL erfordert, dass Sie die
INSERT-Berechtigung auf alle Spalten haben.
-
Wenn Sie eine Tabelle in ANSI SQL löschen, werden alle Berechtigungen für
die Tabelle widerrufen. Wenn Sie eine Berechtigung in ANSI SQL widerrufen,
werden alle Berechtigungen, die auf dieser Berechtigung basierend gewährt
wurden, widerrufen. In MySQL können Berechtigungen nur explizit mit
REVOKE-Befehlen oder durch die Manipulation der
MySQL-Berechtigungstabellen widerrufen werden.
-----------
MySQL unterstützt SSL-verschlüsselte Verbindungen. Um zu verstehen, wie
MySQL SSL benutzt, müssen wir einige Grundlagen von SSL und X509 erläutern.
Leute, die damit schon vertraut sind, können dieses Kapitel überspringen.
Vorgabemäßig benutzt MySQL unverschlüsselte Verbindungen zwischen Client
und Server. Das heißt, dass jeder auf dem Weg dazwischen lauschen und Ihre
Daten, die übertragen werden, mitlesen kann. Darüber hinaus könnten einige
Leute auch den Inhalt von Daten ändern, die zwischen Client und Server
ausgetauscht werden. Möglicherweise haben Sie auch wirklich geheime Daten
über öffentliche Netzwerke zu übertragen, und eine Öffentlichkeit solcher
Art ist unakzeptabel.
SSL ist ein Protokoll, das unterschiedliche Verschlüsselungsalgorithmen
benutzt, um sicherzustellen, dass Daten aus einem öffentlichen Netzwerk
vertraut werden kann. Es besitzt Mechanismen, um Veränderungen, Verlust
oder wiederholtes Abspielen (Replay) von Daten zu entdecken. SSL enthält
auch Algorithmen, um die Identität zu erkennen und zu überprüfen, indem der
X509-Standard benutzt wird.
Mittels Verschlüsselung werden jegliche Arten von Daten unlesbar gemacht.
Darüber hinaus werden in der heutigen Praxis Verschlüsselungsalgorithmen
viele weitere Elemente hinzugefügt. Sie sollten vielen Arten bekannter
Angriffe widerstehen, wie dem Herumspielen mit der Reihenfolge
verschlüsselter Nachrichten oder dem doppelten Abspielen (Replay) von
Daten.
X509 ist der Standard, der es ermöglicht, jemanden im Internet zu
identifizieren. Er wird meistens beim E-Commerce über das Internet benutzt.
Kurz gesagt sollte es ein Unternehmen namens "Zertifizierungsautorität"
geben, die jedem elektronische Zertifikate zuordnet, der diese braucht.
Zertifikate beruhen auf asymmetrischen Verschlüsselungsalgorithmen, die
zwei Verschlüsselungsschlüssel haben - öffentlichen und geheimen.
Zertifikatsbesitzer können ihre Identität jeder anderen Seite beweisen.
Zertifikate beinhalten den öffentlichen Schlüssel des Besitzers. Alle
Daten, die damit verschlüsselt werden, können nur vom Besitzer des geheimen
Schlüssels entschlüsselt werden.
Frage: Warum benutzt MySQL nicht standardmäßig verschlüsselte Verbindungen?
Antwort: Weil es MySQL langsamer macht. Jede zusätzliche Funktionalität
erfordert, dass ein Computer zusätzliche Arbeit verrichtet, und das
Verschlüsseln von Daten ist eine CPU-intensive Operation, die leicht die
Zeit und Leistung übertreffen kann, die MySQL selbst verbraucht und
benötigt. MySQL ist vorgabemäßig auf Geschwindigkeit optimiert.
Frage: Ich brauche mehr Informationen über SSL / X509 / Verschlüsselung
usw.
Antwort: Benutzen Sie Ihre bevorzugte Internet-Suchmaschine und suchen Sie
nach den Schlüsselwörtern, die Sie interessieren.
MySQL kann x509-Zertifikat-Attribute prüfen, zusätzlich zum meist benutzten
Benutzername-/Passwort-Schema. Alle gewöhnlich Optionen werden immer noch
benötigt (Benutzername, Passwörter, IP-Adressmaske,
Datenbank-/Tabellenname).
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Verbindungen zu begrenzen:
-
Ohne jegliche SSL-/X509-Optionen werden alle Arten verschlüsselter und
unverschlüsselter Verbindungen zugelassen, wenn Benutzername und Passwort
gültig sind.
-
Die
REQUIRE SSL-Option erzwingt SSL-verschlüsselte Verbindungen.
Beachten Sie, dass dieses Erfordernis übergangen werden kann, wenn es
irgend welche weiteren ACL-Datensätze gibt, die Verbindungen ohne SSL
zulassen.
Beispiel:
GRANT ALL PRIVILEGES ON test.* TO root@localhost IDENTIFIED BY "goodsecret" REQUIRE SSL
-
*
REQUIRE X509 Wenn ein X509-Zertifikat erforderlich ist, bedeutet
das, dass der Client ein gültiges Zertifikat haben muss, aber wir kümmern
uns nicht um das genaue Zertifikat, den Herausgeber (Issuer) oder den
Betreff (Subject). Die einzige Einschränkung ist, dass es möglich sein
sollte, seine Unterschrift (Signature) mit einigen unserer CA-Zertifikate
zu überprüfen.
Beispiel:
GRANT ALL PRIVILEGES ON test.* TO root@localhost IDENTIFIED BY "goodsecret" REQUIRE X509
-
REQUIRE ISSUER issuer macht Verbindungen restriktiver: Jetzt muss
der Client ein gültiges X509-Zertifikat vorlegen, das von einem CA-Issuer
herausgegeben wurde. Die Benutzung von X509-Zertifikaten impliziert immer
Verschlüsselung, daher wird die Option "SSL" nicht mehr benötigt.
Beispiel:
GRANT ALL PRIVILEGES ON test.* TO root@localhost IDENTIFIED BY "goodsecret" REQUIRE ISSUER "C=FI, ST=Some-State, L=Helsinki, O=MySQL Finnland AB, CN=Tonu Samuel/Email=tonu@mysql.com"
-
REQUIRE SUBJECT betreff erfordert, dass der Client ein gültiges
X509-Zertifikat mit dem Betreff "betreff" darauf hat. Wenn der Client ein
gültiges Zertifikat hat, was aber einen anderen Betreff besitzt, wird die
Verbindung nicht zugelassen.
Beispiel:
GRANT ALL PRIVILEGES ON test.* TO root@localhost IDENTIFIED BY "goodsecret" REQUIRE SUBJECT "C=EE, ST=Some-State, L=Tallinn, O=MySQL demo client certificate, CN=Tonu Samuel/Email=tonu@mysql.com"
-
REQUIRE CIPHER cipher wird benötigt um sicherzustellen, dass
Chiffrierungen und Schlüssellängen benutzt werden, die stark genug sind.
SSL selbst kann schwach sein, wenn alte Algorithmen mit kurzen
Verschlüsselungsschlüsseln benutzt werden. Wenn diese Option benutzt wird,
können wir exakte Chiffrierungen anfordern, bevor die Verbindung erlaubt
wird.
Beispiel:
GRANT ALL PRIVILEGES ON test.* TO root@localhost IDENTIFIED BY "goodsecret" REQUIRE CIPHER "EDH-RSA-DES-CBC3-SHA"
Es ist erlaubt, die Optionen in Kombination wie folgt zu benutzen:
GRANT ALL PRIVILEGES ON test.* TO root@localhost IDENTIFIED BY "goodsecret"
REQUIRE SUBJECT "C=EE, ST=Some-State, L=Tallinn, O=MySQL demo client certificate, CN=Tonu Samuel/Email=tonu@mysql.com"
AND ISSUER "C=FI, ST=Some-State, L=Helsinki, O=MySQL Finnland AB, CN=Tonu Samuel/Email=tonu@mysql.com"
AND CIPHER "EDH-RSA-DES-CBC3-SHA"
Es ist aber nicht erlaubt, irgend eine der Optionen doppelt zu benutzen.
Nur unterschiedliche Optionen dürfen gemischt werden.
-----------
Es gibt mehrere Unterschiede in der Art, wie Benutzernamen und Passwörter
von MySQL benutzt werden, und der Art, wie sie von Unix oder Windows
benutzt werden:
-
Benutzernamen, wie sie von MySQL für Authentifizierungszwecke benutzt
werden, haben nicht zu tun mit Unix-Benutzernamen (Login-Namen) oder
Windows-Benutzernamen. Die meisten MySQL-Clients versuchen sich zwar
vorgabemäßig einzuloggen, indem sie den aktuellen Unix-Benutzernamen als
den MySQL-Benutzernamen verwenden, aber das geschieht nur aus Gründen der
Bequemlichkeit. Client-Programme lassen zu, dass ein anderer Name mit den
-u- oder --user-Optionen angegeben wird. Das bedeutet, dass
Sie eine Datenbank nicht auf irgend eine Weise sicher machen können, wenn
nicht alle MySQL-Benutzernamen Passwörter haben. Jeder kann versuchen, sich
mit dem Server zu verbinden, indem er irgend einen Namen angibt, und wird
damit Erfolg haben, wenn er einen Namen angibt, der kein Passwort hat.
-
MySQL-Benutzernamen können bis zu 16 Zeichen lang sein; Unix-Benutzernamen
sind typischerweise auf 8 Zeichen begrenzt.
-
MySQL-Passwörter haben nichts mit Unix-Passwörtern zu tun. Es gibt keine
notwendige Verbindungen zwischen dem Passwort, das Sie benutzen, um sich an
einer Unix-Maschine anzumelden, und dem Passwort, das Sie benutzen, um auf
eine Datenbank auf dieser Maschine zuzugreifen.
-
MySQL verschlüsselt Passwörter mit einem anderen Algorithmus als dem, der
während des Unix-Login-Prozesses benutzt wird, siehe die Beschreibungen der
PASSWORD()- und ENCRYPT()-Funktionen in
section 7.3.5.2 Verschiedene Funktionen.
Beachten Sie, dass trotz der Tatsache, dass das Passwort
'zerhackt' gespeichert wird, es ausreicht, Ihr 'zerhacktes' Passwort zu
kennen, um sich am MySQL-Server anmelden zu können!
MySQL-Benutzer und ihre Berechtigungen werden normalerweise mit dem
GRANT-Befehl erzeugt. See section 5.3.1 GRANT- und REVOKE-Syntax.
Wenn Sie sich an einem MySQL-Server mit einem Kommandozeilen-Client
anmelden, sollten Sie das Passwort mit --password=ihr-passwort
eingeben. See section 5.2.7 Verbinden mit dem MySQL-Server.
mysql --user=monty --password=rate_mal datenbankname
Wenn Sie möchten, dass der Client eine Eingabeaufforderung für das Passwort
präsentiert, sollten Sie --password ohne Argument benutzen.
mysql --user=monty --password datenbankname
Oder in der kurzen Form:
mysql -u monty -p datenbankname
Beachten Sie, dass in den letzten Beispielen 'datenbankname' NICHT
das Passwort ist.
Wenn Sie die -p-Option zur Eingabe des Passworts benutzen wollen,
tun Sie das wie folgt:
mysql -u monty -prate_mal datenbankname
Auf einigen Systemen kürzt die Bibliothek, die MySQL benutzt, um die
Eingabeaufforderung für das Passwort auszugeben, das Passwort auf 8
Zeichen. Intern hat MySQL keine Beschränkung hinsichtlich der Länge des
Passworts.
Wenn mysqld startet, werden alle Berechtigungstabelleninhalte in den
Arbeitsspeicher eingelesen und werden zu diesem Zeitpunkt wirksam.
Änderungen in den Berechtigungstabellen, die mit GRANT,
REVOKE oder SET PASSWORD durchgeführt werden, werden
unmittelbar vom Server bemerkt.
Wenn Sie die Berechtigungstabellen manuell ändern (mit INSERT,
UPDATE usw.), müssen Sie ein FLUSH PRIVILEGES-Statement
ausführen oder mysqladmin flush-privileges oder mysqladmin
reload laufen lassen, um den Server anzuweisen, die Berechtigungstabellen
neu einzulesen. Ansonsten haben Ihre Änderungen keine Auswirkung,
bis Sie den Server neu starten. Wenn Sie die Berechtigungstabellen manuell
ändern, aber vergessen, die Berechtigungen neu zu laden, werden Sie sich
wundern, warum trotz Ihrer Änderungen kein Unterschied zu bemerken ist!
Wenn der Server bemerkt, dass sich die Berechtigungstabellen geändert
haben, werden bestehende Client-Verbindungen wie folgt davon betroffen:
-
Tabellen- und Spalten-Berechtigungsänderungen werden bei der nächsten
Anfrage des Clients wirksam.
-
Datenbank-Berechtigungsänderungen werden beim nächsten
USE
datenbank-Befehl wirksam.
Globale Berechtigungsänderungen und Passwortänderungen werden beim nächsten
Mal wirksam, wenn sich der Client verbindet.
Nach der Installation von MySQL konfigurieren Sie die anfänglichen
Zugriffsberechtigungen, indem Sie scripts/mysql_install_db laufen
lassen.
See section 3.3.1 Schnellinstallation, Überblick.
Das mysql_install_db-Skript startet den mysqld-Server und
initialisiert dann die Berechtigungstabellen, so dass diese folgenden Satz
an Berechtigungen enthalten:
-
Der MySQL-
root-Benutzer wird als Superuser angelegt, der alles tun
darf. Verbindungen müssen vom lokalen Host aus gemacht werden.
HINWEIS:
Das anfängliche root-Passwort ist leer, daher kann sich jeder als
root ohne Passwort verbinden und hat alle Berechtigungen.
-
Ein anonymer Benutzer wird erzeugt, der mit Datenbanken, die den Namen
'test' haben oder mit 'test_' anfangen, alles tun darf.
Verbindungen müssen vom lokalen Host aus gemacht werden. Das heißt, dass
sich jeder lokale Benutzer ohne Passwort verbinden kann und als anonymer
Benutzer behandelt wird.
-
Andere Berechtigungen werden verweigert. Beispielsweise können normale
Benutzer nicht
mysqladmin shutdown oder mysqladmin
processlist benutzen.
HINWEIS: Die vorgabemäßigen Berechtigungen sind unter Windows
anders.
See section 3.6.2.3 MySQL auf Windows laufen lassen.
Weil Ihre Installation anfangs weit offen ist, sollten Sie als eins der
ersten Dinge ein Passwort für den MySQL-root-Benutzer anlegen. Das
können Sie wie folgt tun (beachten Sie, dass das Passwort mit der
PASSWORD()-Funktion angegeben wird):
shell> mysql -u root mysql
mysql> UPDATE user SET Password=PASSWORD('neues_passwort')
WHERE user='root';
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
Ab MySQL-Version 3.22 können Sie das SET PASSWORD-Statement
benutzen:
shell> mysql -u root mysql
mysql> SET PASSWORD FOR root=PASSWORD('neues_passwort');
Eine weitere Möglichkeit, das Passwort zu setzen, besteht in der Benutzung
des mysqladmin-Befehls:
shell> mysqladmin -u root password neues_passwort
Nur Benutzer mit Schreib-/Aktualisierungszugriff auf die
mysql-Datenbank können das Passwort für andere Benutzer ändern. Alle
normalen Benutzer (nicht anonyme Benutzer) können nur ihr eigenes Passwort
ändern, entweder mit einem der obigen Befehle oder mit SET
PASSWORD=PASSWORD('neues_passwort').
Denken Sie daran, wenn Sie das Passwort in der user-Tabelle direkt
mit der ersten Methode ändern, dass Sie den Server anweisen müssen, die
Berechtigungstabellen neu einzulesen (mit FLUSH PRIVILEGES), weil
die Änderungen ansonsten nicht wahrgenommen werden.
Sobald das root-Passwort gesetzt wurde, müssen Sie in der Folge
immer das Passwort angeben, wenn Sie sich als root mit dem Server
verbinden.
Eventuell wollen Sie das root-Passwort leer lassen, damit Sie es für
die weitere Konfiguration oder für Tests nicht angeben müssen. Stellen Sie
jedoch sicher, dass Sie es setzen, bevor Sie Ihre Installation für irgend
welche Produktionsaufgaben benutzen.
Sehen Sie im scripts/mysql_install_db-Skript nach, wie es die
vorgabemäßigen Berechtigungen installiert. Sie können das als Grundlage
für das Hinzufügen weiterer Benutzer nehmen.
Wenn Sie wollen, dass die anfänglichen Berechtigungen anders sind als die
gerade beschriebenen, können Sie mysql_install_db abändern, bevor
Sie es benutzen.
Um die Berechtigungstabellen komplett neu zu erzeugen, entfernen Sie alle
`.frm'-, `.MYI'- und `.MYD'-Dateien im Verzeichnis, das die
mysql-Datenbank enthält. (Das ist das Verzeichnis namens
`mysql' unter dem Datenbank-Verzeichnis, was aufgelistet wird, wenn
Sie mysqld --help laufen lassen.) Lassen Sie dann das
mysql_install_db-Skript laufen, eventuell nachdem Sie es editiert
haben, um die Berechtigungen zu enthalten, die Sie haben wollen.
HINWEIS: Bei MySQL-Versionen vor Version 3.22.10 sollten Sie die
`.frm'-Dateien NICHT löschen. Wenn Sie das versehentlich doch tun,
müssen Sie sie aus Ihrer MySQL-Distribution zurück kopieren, bevor Sie
mysql_install_db laufen lassen.
Sie können Benutzer auf zwei Arten hinzufügen: Indem Sie
GRANT-Statements verwenden oder indem Sie die
MySQL-Berechtigungstabellen direkt verändern. Die bevorzugte Methode ist,
GRANT-Statements zu benutzen, denn sie sind präziser und weniger
fehleranfällig. See section 5.3.1 GRANT- und REVOKE-Syntax.
Ausserdem gibt es eine Menge von Dritten beigesteuerte Programme wie
phpmyadmin, die benutzt werden können, um Benutzer zu erzeugen und
zu verwalten. See section B Beigesteuerte Programme.
Die unten stehenden Beispiele zeigen, wie man den mysql-Client
benutzt, um neue Benutzer zu erzeugen. Die Beispiele setzen voraus, dass
Berechtigungen mit den Vorgabewerten eingerichtet wurden, die im vorherigen
Abschnitt beschrieben wurden. Um also Änderungen machen zu können, müssen
Sie sich von derselben Maschine aus verbinden, wo mysqld läuft, und
Sie müssen sich als MySQL-root-Benutzer verbinden, und der
root-Benutzer muss die insert-Berechtigung für die
mysql-Datenbank und die reload-Verwaltungsberechtigung
haben. Wenn Sie bereits das root-Benutzerpasswort geändert haben,
müssen Sie es für die unten stehenden mysql-Befehle eingeben.
Sie fügen neue Benutzer mit GRANT-Statements hinzu:
shell> mysql --user=root mysql
mysql> GRANT ALL PRIVILEGES ON *.* TO monty@localhost
IDENTIFIED BY 'ein_passwort' WITH GRANT OPTION;
mysql> GRANT ALL PRIVILEGES ON *.* TO monty@"%"
IDENTIFIED BY 'ein_passwort' WITH GRANT OPTION;
mysql> GRANT RELOAD,PROCESS ON *.* TO admin@localhost;
mysql> GRANT USAGE ON *.* TO dummy@localhost;
Diese GRANT-Statements richten drei neue Benutzer ein:
monty
-
Einen echten Superuser, der sich von irgendwo her mit dem Server verbinden
kann, aber das Passwort
'ein_passwort' dafür verwenden muss.
Beachten Sie, dass man GRANT-Statements sowohl für
monty@localhost als auch für monty@"%" verwenden muss. Wenn
man keinen Eintrag mit localhost hinzufügt, hat der Eintrag für den
anonymen Benutzer für localhost Vorrang, der durch
mysql_install_db angelegt wird, wenn man sich vom lokalen Host aus
verbindet, weil dieser einen spezifischeren Host-Feldwert hat und
daher früher in der user-Tabellen-Sortierreihenfolge auftaucht.
admin
-
Ein Benutzer, der sich ohne Passwort von
localhost aus verbinden
kann und der die reload- und process-
Verwaltungsberechtigungen hat. Das erlaubt dem Benutzt, die
mysqladmin reload-, mysqladmin refresh- und mysqladmin
flush-*-Befehle sowie mysqladmin processlist auszuführen. Es werden
keine Datenbank-bezogenen Berechtigungen gewährt. (Diese können später
gewährt werden, indem zusätzliche GRANT-Statements ausgeführt
werden.)
dummy
-
Ein Benutzer, der sich ohne Passwort verbinden kann, aber nur vom lokalen
Host aus. Die globalen Berechtigungen sind alle auf
'N' gesetzt -
diese USAGE-Berechtigung erlaubt Ihnen, einen Benutzer ohne
Berechtigungen anzulegen. Es wird angenommen, dass Sie später
Datenbank-spezifische Berechtigungen gewähren.
Sie können dieselben Benutzerzugriffsinformationen direkt mittels
INSERT-Statements eingeben und dann den Server anweisen, die
Berechtigungstabellen neu zu laden:
shell> mysql --user=root mysql
mysql> INSERT INTO user VALUES('localhost','monty',PASSWORD('ein_passwort'),
'Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y');
mysql> INSERT INTO user VALUES('%','monty',PASSWORD('ein_passwort'),
'Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y','Y');
mysql> INSERT INTO user SET Host='localhost',User='admin',
Reload_priv='Y', Process_priv='Y';
mysql> INSERT INTO user (Host,User,Password)
VALUES('localhost','dummy','');
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
Abhängig von Ihrer MySQL-Version müssen Sie oben eventuell eine andere
Anzahl von 'Y'-Werten eingeben (Versionen vor Version 3.22.11 hatten
weniger Berechtigungsspalten). Beim admin-Benutzer wird die besser
lesbare INSERT-Syntax benutzt, die ab Version 3.22.11 verfügbar ist.
Beachten Sie, dass Sie für die Einrichtung eines Superusers lediglich einen
user-Tabelleneintrag mit Berechtigungsfeldern einrichten müssen, die
auf 'Y' gesetzt sind. Es sind keine db- oder
host-Tabelleneinträge nötig.
The Berechtigungsspalten in der user-Tabelle wurden im letzten
INSERT-Statement nicht explizit gesetzt (für den Benutzer
dummy), daher erhalten diese Spalten ihren Vorgabewert von
'N'. Das ist dasselbe, was GRANT USAGE macht.
Das folgende Beispiel fügt einen Benutzer custom hinzu, der sich von
localhost, server.domain und whitehouse.gov aus
verbinden kann. Er will auf die bankkonto-Datenbank nur von
localhost aus zugreifen, auf die spesen-Datenbank nur von
whitehouse.gov aus und auf die kunde-Datenbank von allen drei
Hosts aus. Er will von allen drei Hosts aus das Passwort dumm
benutzen.
Um die Berechtigungen dieses Benutzers mit GRANT-Statements
einzurichten, geben Sie folgende Befehle ein:
shell> mysql --user=root mysql
mysql> GRANT SELECT,INSERT,UPDATE,DELETE,CREATE,DROP
ON bankkonto.*
TO custom@localhost
IDENTIFIED BY 'dumm';
mysql> GRANT SELECT,INSERT,UPDATE,DELETE,CREATE,DROP
ON spesen.*
TO custom@whitehouse.gov
IDENTIFIED BY 'dumm';
mysql> GRANT SELECT,INSERT,UPDATE,DELETE,CREATE,DROP
ON kunde.*
TO custom@'%'
IDENTIFIED BY 'dumm';
Der Grund, warum wir Grant-Statements für den Benutzer 'custom' eingeben,
ist, dass wir dem Benutzer Zugriff auf MySQL sowohl von der lokalen
Maschine mit Unix-Sockets als auch von der entfernten Maschine
'whitehouse.gov' über TCP/IP geben wollen.
Um die Benutzerberechtigungen durch direkte Änderungen an den
Berechtigungstabellen einzugeben, geben Sie folgende Befehle ein (beachten
Sie das FLUSH PRIVILEGES am Ende):
shell> mysql --user=root mysql
mysql> INSERT INTO user (Host,User,Password)
VALUES('localhost','custom',PASSWORD('dumm'));
mysql> INSERT INTO user (Host,User,Password)
VALUES('server.domain','custom',PASSWORD('dumm'));
mysql> INSERT INTO user (Host,User,Password)
VALUES('whitehouse.gov','custom',PASSWORD('dumm'));
mysql> INSERT INTO db
(Host,Db,User,Select_priv,Insert_priv,Update_priv,Delete_priv,
Create_priv,Drop_priv)
VALUES
('localhost','bankkonto','custom','Y','Y','Y','Y','Y','Y');
mysql> INSERT INTO db
(Host,Db,User,Select_priv,Insert_priv,Update_priv,Delete_priv,
Create_priv,Drop_priv)
VALUES
('whitehouse.gov','spesen','custom','Y','Y','Y','Y','Y','Y');
mysql> INSERT INTO db
(Host,Db,User,Select_priv,Insert_priv,Update_priv,Delete_priv,
Create_priv,Drop_priv)
VALUES('%','kunde','custom','Y','Y','Y','Y','Y','Y');
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
Die ersten drei INSERT-Statements fügen user-Tabelleneinträge
hinzu, die dem Benutzer custom erlauben, sich von den verschiedenen
Hosts aus mit dem gegebenen Passwort zu verbinden, gewähren ihm aber keine
Berechtigungen (alle Berechtigungen werden auf den Vorgabewert 'N'
gesetzt). Die nächsten drei INSERT-Statements fügen
db-Tabelleneinträge hinzu, die custom Berechtigungen für die
bankkonto-, spesen- und kunde-Datenbanken gewähren,
aber nur, wenn auf sie von den korrekten Hosts aus zugegriffen wird. Wie
immer, wenn die Berechtigungstabellen direkt verändert werden, muss dem
Server gesagt werden, dass er sie neu laden muss (mit FLUSH
PRIVILEGES), damit die Berechtigungsänderungen wirksam werden.
Wenn Sie einem bestimmten Benutzer Zugriff von irgendeiner Maschine in
einer gegebenen Domäne geben wollen, können Sie ein GRANT-Statement
wie das folgende absetzen:
mysql> GRANT ...
ON *.*
TO benutzername@"%.domaene.de"
IDENTIFIED BY 'passwort';
Um dasselbe durch direkte Änderung der Berechtigungstabellen einzugeben,
machen Sie folgendes:
mysql> INSERT INTO user VALUES ('%.domaene.de', 'benutzername',
PASSWORD('passwort'),...);
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
Starting from MySQL 4.0.2 one can limit certain resources per user.
So far, the only available method of limiting user usage of MySQL
server resources has been setting the max_user_connections
startup variable to a non-zero value. But this method is strictly
global and does not allow for management of individual users, which
could be of paricular interest to Internet Service Providers.
Therefore, management of three resources is introduced on the
individual user level:
- Number of all queries per hour:
All commands that could be run by a user.
- Number of all updates per hour:
Any command that changes any table or database.
- Number of connections made per hour:
New connections opened per hour.
A user in the aforementioned context is a single entry in the
user table, which is uniquely identified by its user
and host columns.
All users are by default not limited in using the above resources,
unless the limits are granted to them. These limits can be granted
only via global GRANT (*.*), using this syntax:
GRANT ... WITH MAX_QUERIES_PER_HOUR = N1
MAX_UPDATES_PER_HOUR = N2
MAX_CONNECTIONS_PER_HOUR = N3;
One can specify any combination of the above resources.
N1, N2 and N3 are integers and stands for count / hour.
If user reaches any of the above limits withing one hour, his
connection will be terminated or refused and the appropriate error
message shall be issued.
Current usage values for a particular user can be flushed (set to zero)
by issuing a GRANT statement with any of the above clauses,
including a GRANT statement with the current values.
Also, current values for all users will be flushed if privileges are
reloaded (in the server or using mysqladmin reload)
or if the FLUSH USER_RESOURCES command is issued.
The feature is enabled as soon as a single user is granted with any
of the limiting GRANT clauses.
As a prerequisite for enabling this feature, the user table in
the mysql database must contain the additional columns, as
defined in the table creation scripts mysql_install_db and
mysql_install_db.sh in `scripts' subdirectory.
In den meisten Fällen sollten Sie GRANT benutzen, um Ihre Benutzer /
Passwörter einzurichten, daher trifft das folgende nur für fortgeschrittene
Benutzer zu. See section 5.3.1 GRANT- und REVOKE-Syntax.
Die Beispiele in den vorherigen Abschnitten erläutern ein wichtiges
Prinzip: Wenn Sie ein nicht leeres Passwort mit INSERT- oder
UPDATE-Statements setzen, müssen Sie die PASSWORD()-Funktion
benutzen, um es zu verschlüsseln. Das liegt daran, dass die
user-Tabelle Passwörter in verschlüsselter Form speichert, nicht als
Klartext. Wenn Sie diese Tatsache vergessen, ist es möglich, dass sie
Passwörter wie folgt setzen:
shell> mysql -u root mysql
mysql> INSERT INTO user (Host,User,Password)
VALUES('%','heinzholger','keks');
mysql> FLUSH PRIVILEGES;
Das Ergebnis ist, dass der Klartextwert 'keks' als Passwort in
der user-Tabelle gespeichert ist. Wenn der Benutzer heinzholger
versucht, sich mittels dieses Passworts mit dem Server zu verbinden,
verschlüsselt der mysql-Client es mit PASSWORD(), erzeugt
damit einen Authentifikationsvektor, der auf dem verschlüsselten
Passwort und einer Zufallszahl basiert, die er vom Server erhält, und
schickt das Ergebnis zum Server. Der Server benutzt den
password-Wert in der user-Tabelle (den nicht
verschlüsselten Wert 'keks'), um dieselben Berechnungen
durchzuführen, und vergleicht die Ergebnisse. Der Vergleich schlägt fehl
und der Server verweigert die Verbindung:
shell> mysql -u heinzholger -pkeks test
Access denied
Passwörter müssen verschlüsselt sein, wenn sie in die user-Tabelle
eingefügt werden, daher hätte das INSERT-Statement also wie folgt
formuliert sein müssen:
mysql> INSERT INTO user (Host,User,Password)
VALUES('%','heinzholger',PASSWORD('keks'));
Sie müssen die PASSWORD()-Funktion auch benutzen, wenn Sie SET
PASSWORD-Statements gebrauchen:
mysql> SET PASSWORD FOR heinzholger@"%" = PASSWORD('keks');
Wenn Sie Passwörter mit dem GRANT ... IDENTIFIED BY-Statement oder
dem mysqladmin password-Befehl setzen, wird die
PASSWORD()-Funktion nicht benötigt. Beide sorgen dafür, dass das
Passwort verschlüsselt wird, daher würden Sie ein Passwort 'keks'
wie folgt setzen:
mysql> GRANT USAGE ON *.* TO heinzholger@"%" IDENTIFIED BY 'keks';
oder
shell> mysqladmin -u heinzholger password keks
NOTE: PASSWORD() verschlüsselt Passwörter nicht auf
dieselbe Art, wie das bei Unix-Passwörtern der Fall ist. Wenn daher Ihr
Unix-Passwort und Ihr MySQL-Passwort identisch sind, sollten Sie daraus
nicht schließen, dass PASSWORD() denselben Verschlüsselungswert
ergibt wie der, der in der Unix-Passwortdatei gespeichert ist.
See section 5.3.2 MySQL-Benutzernamen und -Passwörter.
Es ist nicht ratsam, Ihr Passwort so einzugeben, dass es von anderen
Benutzern entdeckt werden kann. Die verschiedenen Methoden, Passwörter
bei der Benutzung von Client-Programmen einzugeben, sind unten aufgeführt,
jeweils mit einer Einschätzung des Risikos der Methode:
-
Geben Sie einem normalen Benutzer nie Zugriff auf die
mysql.user-Tabelle. Wenn jemand das verschlüsselte Passwort für
einen Benutzer kennt, ermöglicht ihm das, sich als dieser Benutzer
einzuloggen. Die Passwörter sind nur 'zerhackt', so dass niemand das echte
Passwort sehen können sollte, das Sie benutzen (falls Sie ein ähnliches
Passwort für Ihre anderen Applikationen benutzen sollten).
-
Sie können auf der Kommandozeile die
-pyour_pass- oder
--password=your_pass-Option benutzen. Das ist bequem, aber unsicher,
weil Ihr Passwort für Systemzustandsprogramme (wie ps) sichtbar
wird, die möglicherweise von anderen Benutzer aufgerufen werden, um
Kommandozeilen anzuzeigen. (MySQL-Clients überschreiben typischerweise die
Kommandozeilenargumente während der Initialisierungssequenz mit Nullen,
dennoch gibt es einen kurzen Zeitraum, während dessen der Wert sichtbar
ist.)
-
Sie können eine
-p- oder --password-Option (ohne
ihr_passwort-Wert) benutzen. In diesem Fall erbittet das
Client-Programm das Passwort vom Terminal:
shell> mysql -u benutzername -p
Enter password: ********
Die `*'-Zeichen stehen für Ihr Passwort.
Es ist sicherer, Ihr Passwort auf diese Art einzugeben statt auf der
Kommandozeile, weil es für andere Benutzer nicht sichtbar wird. Diese
Methode ist jedoch nur für Programme geeignet, die interaktiv laufen. Wenn
Sie einen Client von einem Skript aus aufrufen wollen, das nicht interaktiv
läuft, gibt es keine Möglichkeit, das Passwort vom Terminal aus einzugeben.
Auf solchen Systemen kann es sogar vorkommen, dass die erste Zeile Ihres
Skripts gelesen und (fälschlicherweise) als Ihr Passwort interpretiert
wird!
-
Sie können Ihr Passwort in einer Konfigurationsdatei speichern.
Beispielsweise können Sie Ihr Passwort im
[client]-Abschnitt der
`.my.cnf'-Datei in Ihrem Heimatverzeichnis aufführen:
[client]
password=ihr_passwort
Wenn Sie Ihr Passwort in `.my.cnf' speichern, sollte die Datei nicht
für die Gruppe (group) lesbar oder schreibbar sein. Stellen Sie sicher,
dass der Zugriffsmodus der Datei 400 oder 600 ist.
See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
-
Sie können Ihr Passwort in der
MYSQL_PWD-Umgebungsvariablen
speichern, aber diese Methode wird als extrem unsicher erachtet und sollte
nicht gewählt werden. Einige Versionen von ps beinhalten eine
Option, die Umgebung laufender Prozesse anzeigen zu lassen; Ihr Passwort
würde dann für alle im Klartext lesbar sein, wenn Sie MYSQL_PWD
setzen. Selbst auf Systemen ohne eine solche Version von ps ist es
nicht ratsam, anzunehmen, dass es keine andere Methode gibt,
Prozessumgebungen einzusehen. See section F Umgebungsvariablen.
Alles in allem sind die sichersten Methoden, das Passwort entweder durch
Client-Programm entgegen nehmen zu lassen oder es in einer sauber
abgesicherten `.my.cnf'-Datei einzugeben.
Weil MySQL-Tabellen als Dateien gespeichert werden, ist es leicht, eine
Datensicherung durchzuführen. Um eine konsistente Datensicherung zu
erhalten, machen Sie ein LOCK TABLES auf die relevanten Tabellen,
gefolgt von FLUSH TABLES für die Tabellen.
See section 7.7.2 LOCK TABLES/UNLOCK TABLES-Syntax.
See section 5.5.3 FLUSH-Syntax.
Sie brauchen lediglich eine Lesesperre (Read Lock); das erlaubt anderen
Threads, die Tabellen weiterhin abzufragen, während Sie eine Kopie der
Dateien im Datenbank-Verzeichnis machen. FLUSH TABLE wird benötigt,
um sicherzustellen, dass alle aktiven Indexseiten auf Platte zurück
geschrieben werden, bevor Sie die Datensicherung beginnen.
Wenn Sie eine Tabellensicherung auf SQL-Ebene machen wollen, können Sie
SELECT INTO OUTFILE oder BACKUP TABLE benutzen.
See section 7.4.1 SELECT-Syntax. See section 5.4.2 BACKUP TABLE-Syntax.
Eine weitere Möglichkeit, eine Datenbank zu sichern, stellt die Benutzung
des mysqldump-Programms oder des mysqlhotcopy-Skripts dar.
See section 5.8.5 mysqldump, Tabellenstrukturen und -daten dumpen. See section 5.8.6 mysqlhotcopy, MySQL-Datenbanken und Tabellen kopieren.
-
Machen Sie eine komplette Sicherung Ihrer Datenbanken:
shell> mysqldump --tab=/pfad/zum/verzeichnis/ --opt --full
oder
shell> mysqlhotcopy datenbank /pfad/zum/verzeichnis/
Sie können auch einfach alle Tabellendateien (`*.frm'-, `*.MYD'-
und `*.MYI'-Dateien) kopieren, solange der Server nicht gerade etwas
aktualisiert. Das Skript
mysqlhotcopy benutzt diese Methode.
-
Halten Sie
mysqld an, wenn er läuft, und starten Sie ihn mit der
--log-update[=datei]-Option. See section 5.9.3 Die Update-Log-Datei. Die
Update-Log-Datei(en) gibt Ihnen die Information, die Sie dafür benötigen,
um Änderungen an der Datenbank zu replizieren, die ab dem Zeitpunkt
durchgeführt wurden, als Sie mysqldump ausführten.
Wenn Sie etwas wiederherstellen müssen, versuchen Sie zunächst, Ihre
Tabellen mit REPAIR TABLE oder myisamchk -r wieder
herzustellen. Das sollte in 99,9% aller Fälle funktionieren. Wenn
myisamchk fehlschlägt, probieren Sie folgende Prozedur (das
funktioniert nur, wenn Sie MySQL mit --log-update gestartet haben.
See section 5.9.3 Die Update-Log-Datei.):
-
Stellen Sie die originale
mysqldump-Datensicherung wieder her.
-
Führen Sie folgenden Befehl aus, um die Aktualisierungen (Updates) im
Binär-Log noch einmal laufen zu lassen:
shell> mysqlbinlog hostname-bin.[0-9]* | mysql
Wenn Sie das Update-Log benutzen, können Sie folgendes machen:
shell> ls -1 -t -r hostname.[0-9]* | xargs cat | mysql
ls wird benutzt, um alle Update-Log-Dateien in der richtigen
Reihenfolge zu erhalten.
Mit SELECT * INTO OUTFILE 'datei' FROM tabelle können Sie auch
selektive Datensicherungen herstellen und diese wieder herstellen mit
LOAD DATA INFILE 'datei' REPLACE .... Um Duplikate zu vermeiden,
benötigen Sie einen Primärschlüssel (PRIMARY KEY) oder einen
eindeutigen Schlüssel (UNIQUE) in der Tabelle. Das Schlüsselwort
REPLACE führt dazu, dass alte Datensätze durch neue ersetzt werden,
wenn ein neuer Datensatz einen alten auf einem eindeutigen Schlüsselwert
duplizieren würde.
Wenn Sie bei der Datensicherung auf Ihrem System Performance-Probleme
bekommen, können Sie diese lösen, indem Sie Replikation einrichten und die
Datensicherungen auf dem Slave statt auf dem Master durchführen.
See section 5.10.1 Einführung in die Replikation.
Wenn Sie ein Veritas-Dateisystem benutzen, können Sie folgendes tun:
-
Führen Sie einen Client- (Perl ?)
FLUSH TABLES mit READ LOCK aus.
-
Forken Sie eine Shell oder führen Sie einen anderen Client aus
mount
vxfs snapshot.
-
Führen Sie im ersten Client
UNLOCK TABLES aus.
-
Kopieren Sie die Dateien von snapshot
-
Unmounten Sie snapshot
BACKUP TABLE tabelle[,tabelle...] TO '/pfad/zum/backup/verzeichnis'
Machen Sie eine Kopie aller Tabellendateien ins Datensicherungsverzeichnis,
was die Mindestanforderung für die Wiederherstellung darstellt. Momentan
funktioniert das nur bei MyISAM-Tabellen. Bei MyISAM-Tabellen
kopiert man .frm- (Definition) und .MYD- (Daten) Dateien. Die
Indexdatei kann aus diesen beiden aufgebaut werden.
Bevor Sie diesen Befehl ausführen, sehen Sie bitte unter
section 5.4.1 Datenbank-Datensicherungen nach.
Während der Datensicherung gilt eine Lesesperre (Read Lock) für jede
Tabelle, eine nach der anderen, während sie gesichert werden. Wenn Sie
mehrere Tabellen als Schnappschuss sichern wollen, müssen Sie zuerst ein
LOCK TABLES ausführen, das eine Lesesperre für jede Tabelle in der
zu sichernden Gruppe enthält.
Der Befehl gibt eine Tabelle mit folgenden Spalten zurück:
| Spalte | Wert
|
| Table | Tabellenname
|
| Op | Immer ``backup''
|
| Msg_type | status, error, info oder warning.
|
| Msg_text | Die Meldung.
|
Beachten Sie, dass BACKUP TABLE erst ab MySQL 3.23.25 verfügbar ist.
RESTORE TABLE tabelle[,tabelle...] FROM '/pfad/zum/backup/verzeichnis'
Stellt die Tabelle(n) aus der Datensicherung her, die mit BACKUP
TABLE gesichert wurde(n). Bestehende Tabellen werden nicht überschrieben;
wenn Sie über bestehende Tabellen wiederherstellen wollen, erhalten Sie
eine Fehlermeldung. RESTORE benötigt länger als Datensicherung, weil der Index neu
aufgebaut werden muss. Je mehr Schlüssel Sie haben, desto länger dauert es.
Genau wie BACKUP TABLE funktioniert RESTORE momentan nur mit
MyISAM-Tabellen.
Der Befehl gibt eine Tabelle mit folgenden Spalten zurück:
| Spalte | Wert
|
| Table | Tabellenname
|
| Op | Immer ``restore''
|
| Msg_type | status, error, info oder warning.
|
| Msg_text | Die Meldung.
|
CHECK TABLE tabelle[,tabelle...] [option [option...]]
option = QUICK | FAST | MEDIUM | EXTENDED | CHANGED
CHECK TABLE funktioniert nur bei MyISAM-Tabellen. Bei
MyISAM-Tabellen ist es dasselbe, wie myisamchk -m tabelle
über die Tabelle laufen zu lassen.
Wenn Sie keine Option angeben, wird MEDIUM benutzt.
Prüft die Tabelle(n) auf Fehler. Bei MyISAM-Tabellen werden die
Schlüssel-Statistiken aktualisiert. Der Befehl gibt eine Tabelle mit
folgenden Spalten zurück:
| Spalte | Wert
|
| Table | Tabellenname
|
| Op | Immer ``check''.
|
| Msg_type | status, error, info oder warning.
|
| Msg_text | Die Meldung.
|
Beachten Sie, dass Sie viele Zeilen an Information für jede geprüfte
Tabelle erhalten. Die letzte Zeile enthält den Msg_type status und
sollte normalerweise OK sein. Wenn Sie nicht OK erhalten, oder Not
checked, sollten Sie im Normalfall eine Reparatur der Tabelle durchführen.
See section 5.4.6 Benutzung von myisamchk für Tabellenwartung und Absturzreparatur. Not checked bedeutet, dass bei der Tabelle
der angegebene TYPE MySQL mitgeteilt hat, dass es keinerlei
Notwendigkeit gab, die Tabelle zu prüfen.
Die unterschiedlichen Prüfoptionen stehen für folgendes:
| Option | Bedeutung
|
QUICK | Keine Zeilen nach falschen Verknüpfungen (Links) durchsehen (scannen).
|
FAST | Nur Tabellen prüfen, die nicht ordnungsgemäß geschlossen wurden.
|
CHANGED | Nur Tabellen prüfen, die seit der letzten Prüfung geändert wurden oder die nicht ordnungsgemäß geschlossen wurden.
|
MEDIUM | Zeilen durchsehen (scannen), um zu bestätigen, dass gelöschte Verknüpfungen (Links) in Ordnung sind. Diese Option berechnet auch eine Schlüssel-Prüfsumme für die Zeilen und bestätigt diese mit einer berechneten Prüfsumme für die Schlüssel.
|
EXTENDED | Schlägt komplett alle Schlüssel für jede Zeile nach (Lookup). Hierdurch wird sichergestellt, dass die Tabelle 100% konsistent ist, aber das benötigt lange Zeit!
|
Bei MyISAM-Tabellen dynamischer Größe führt eine Prüfung immer
eine MEDIUM-Prüfung durch. Bei Zeilen statischer Länge wird das
Durchsehen (Scan) der Zeilen durch QUICK und FAST
übersprungen, weil solche Zeilen sehr selten beschädigt sind.
Sie können Prüfoptionen wie folgt kombinieren:
CHECK TABLE test_tabelle FAST QUICK;
Das würde nur eine QUICK-Prüfung der Tabelle durchführen, wenn diese nicht
ordnungsgemäß geschlossen worden wäre.
HINWEIS: In einigen Fällen kann CHECK TABLE zu einer
Änderung der Tabelle führen! Das geschieht, wenn die Tabelle als
'beschädigt' oder 'nicht ordnungsgemäß geschlossen' gekennzeichnet ist,
aber CHECK TABLE keine Probleme in der Tabelle gefunden hat. In
diesem Fall kennzeichnet CHECK TABLE die Tabelle als in Ordnung.
Wenn eine Tabelle beschädigt ist, liegt das Problem höchst wahrscheinlich
in den Indexen und nicht im Daten-Teil. Alle oben genannten Prüfoptionen
prüfen die Indexe gründlich und sollten daher die meisten Fehler finden.
Wenn Sie lediglich eine Tabelle prüfen wollen, von der Sie annehmen, dass
sie in Ordnung ist, sollten Sie keine Prüfoptionen oder die
QUICK-Option angeben. Letztere sollte benutzt werden, wenn Sie es
eilig haben und das sehr geringe Risiko auf sich nehmen können, dass
QUICK keinen Fehler in der Daten-Datei findet. (In den meisten Fällen
sollte MySQL bei normalem Gebrauch jeden Fehler in der Daten-Datei finden.
Wenn das geschieht, wird die Tabelle als 'beschädigt' gekennzeichnet, was
bedeutet, dass die Tabelle solange nicht benutzt werden kann, bis sie
repariert ist.)
FAST und CHANGED sind in erster Linie für die Benutzung durch
ein Skript vorgesehen (zum Beispiel für die Ausführung durch cron), wenn
Sie Ihre Tabellen von Zeit zu Zeit prüfen wollen. Für die meisten
Anwendungsfälle sollte man FAST vor CHANGED bevorzugen. (Der
einzige Fall, wo das nicht so ist, ist, wenn Sie vermuten, einen Bug im
MyISAM-Code gefunden zu haben.)
EXTENDED ist nur für den Fall vorgesehen, dass Sie eine normale
Prüfung haben durchlaufen lassen, aber immer noch seltsame Fehler von einer
Tabelle erhalten, wenn MySQL versucht, eine Zeile zu aktualisieren oder
eine Zeile über einen Schlüssel zu finden (das ist sehr unwahrscheinlich,
wenn eine normale Prüfung durchgelaufen ist!).
Es wurde berichtet, dass bei der Tabellenprüfung einige Dinge nicht
automatisch korrigiert werden können:
-
Found row where the auto_increment column has the value 0.
Das bedeutet, dass es in der Tabelle eine Zeile gibt, in der die
auto_increment-Index-Spalte den Wert 0 enthält. (Es ist möglich,
eine Zeile zu erzeugen, in der die auto_increment-Spalte 0 ist, indem man
die Spalte explizit mit einem UPDATE-Statement auf 0 setzt.)
Das ist für sich genommen kein Fehler, kann aber Probleme verursachen, wenn
Sie die Tabelle dumpen und dann wiederherstellen, oder ein ALTER
TABLE auf die Tabelle machen. In diesen Fällen ändert sich der Wert der
auto_increment-Spalte gemäß den Regeln für auto_increment-Spalten, was
Probleme wie doppelte Schlüsseleintragsfehler bringen könnte.
Um diese Warnmeldung loszuwerden, führen Sie einfach ein
UPDATE-Statement durch und setzen die Spalte auf irgend einen
anderen Wert als 0.
REPAIR TABLE tabelle[,tabelle...] [QUICK] [EXTENDED]
REPAIR TABLE funktioniert nur bei MyISAM-Tabellen und ist
dasselbe, wie myisamchk -r tabelle auf die Tabelle auszuführen.
Normalerweise sollten sie diesen Befehl nie ausführen müssen, aber wenn ein
Unglück passiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie alle Daten einer
MyISAM-Tabelle mit REPAIR TABLE retten können. Wenn Ihre Tabellen
häufig beschädigt werden, sollten Sie versuchen, den Grund hierfür
herauszufinden! See section A.4.1 Was zu tun ist, wenn MySQL andauernd abstürzt. See section 8.1.3 MyISAM-Tabellenprobleme.
REPAIR TABLE repariert eine möglicherweise beschädigte Tabelle. Der
Befehl gibt eine Tabelle mit folgenden Spalten zurück:
| Spalte | Wert
|
| Table | Tabellenname
|
| Op | Immer ``repair''
|
| Msg_type | status, error, info oder warning.
|
| Msg_text | Die Meldung.
|
Beachten Sie, dass Sie viele Zeilen an Informationen für jede reparierte
Tabelle erhalten. Die letzte Zeile enthält den Msg_type status und
sollte normalerweise OK sein. Wenn Sie nicht OK erhalten,
sollten Sie versuchen, die Tabelle mit myisamchk -o zu reparieren,
weil REPAIR TABLE noch nicht alle Optionen von myisamchk
enthält. In naher Zukunft werden wir das flexibler gestalten.
Wenn QUICK angegeben wird, versucht MySQL lediglich ein
REPAIR des Indexbaums.
Wenn Sie EXTENDED benutzen, erzeugt MySQL den Index Zeile für Zeile,
anstatt einen Index auf einmal durch Sortieren zu erzeugen. Das kann bei
Schlüsseln fester Länge besser sein, wenn Sie lange char()-Schlüssel
haben, die sich gut komprimieren lassen.
Ab MySQL-Version 3.23.13 können Sie MyISAM-Tabellen mit dem CHECK
TABLE-Befehl überprüfen. See section 5.4.4 CHECK TABLE-Syntax. Mit dem REPAIR
TABLE-Befehl können Sie Tabellen reparieren. See section 5.4.5 REPAIR TABLE-Syntax.
Um MyISAM-Tabellen (.MYI und .MYD) zu überprüfen und / oder
zu reparieren, sollten sie das myisamchk-Dienstprogramm benutzen. Um
ISAM-Tabellen (.ISM und .ISD) zu überprüfen und / oder zu
reparieren, sollten Sie das isamchk-Dienstprogramm benutzen.
See section 8 MySQL-Tabellentypen.
Der folgende Text behandelt myisamchk, trifft aber voll umfänglich
auch auf das alte isamchk zu.
Sie können das myisamchk-Dienstprogramm benutzen, um Informationen über
Ihre Datenbanktabellen zu erhalten, sie zu prüfen und zu reparieren, oder
um sie zu optimieren. Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie man
myisamchk aufruft (inklusive einer Beschreibung seiner Optionen),
wie man einen Wartungsplan für Tabellen erstellt und wie die
unterschiedlichen Funktionen von myisamchk benutzt werden.
In den meisten Fällen können Sie auch den Befehl OPTIMIZE TABLES
benutzen, um Tabellen zu optimieren und zu reparieren, aber dieser ist
nicht so schnell und (in Fall wirklich schwerer Fehler) nicht so
zuverlässig wie myisamchk.
Auf der anderen Seite ist OPTIMIZE TABLE leichter zu benutzen, und
Sie brauchen sich nicht um das Flushen von Tabellen zu kümmern.
See section 5.5.1 OPTIMIZE TABLE-Syntax.
Obwohl das Reparieren bei myisamchk recht sicher ist, ist es immer
eine gute Idee, eine Datensicherung zu machen, bevor eine Reparatur
durchgeführt wird (oder etwas Sonstiges, das viele Änderungen an einer
Tabelle durchführt).
myisamchk wird wie folgt aufgerufen:
shell> myisamchk [optionen] tabelle
optionen legt fest, was myisamchk tun soll. Die Optionen sind
unten beschrieben. (Sie erhalten eine Liste der Optionen, wenn Sie
myisamchk --help eingeben.) Ohne Optionen aufgerufen prüft
myisamchk einfach nur Ihre Tabelle. Um mehr Informationen zu
erhalten oder myisamchk anzuweisen, korrigierende Aktionen
durchzuführen, geben Sie Optionen wie unten und in den folgenden
Abschnitten beschrieben an.
tabelle ist die Datenbanktabelle, die Sie prüfen oder reparieren
wollen. Wenn Sie myisamchk anderswo als im Datenbank-Verzeichnis
ausführen, müssen Sie den Pfad zur Datei angeben, denn myisamchk
weiß nicht, wo Ihre Datenbank liegt. In der Tat kümmert sich
myisamchk nicht darum, ob die Dateien, die es bearbeiten soll, in
einem Datenbank-Verzeichnis liegen oder nicht; sie können diese Dateien
daher an eine andere Stelle kopieren und die Wiederherstellungsoperationen
dort durchführen.
Sie können in der myisamchk-Befehlszeile mehrere Tabellen angeben,
wenn Sie wollen. Sie können auch einen Namen als Indexdateinamen angeben
(mit dem Suffix `.MYI'), was Ihnen gestattet, alle Tabellen in einem
Verzeichnis anzugeben, indem Sie das Muster `*.MYI' benutzen. Wenn Sie
zum Beispiel in einem Datenbank-Verzeichnis sind, können Sie alle Tabellen
im Verzeichnis wie folgt prüfen:
shell> myisamchk *.MYI
Wenn Sie nicht im Datenbank-Verzeichnis sind, können Sie alle dortigen
Tabellen prüfen, indem Sie den Pfad zum Verzeichnis angeben:
shell> myisamchk /pfad/zum/datenbank_verzeichnis/*.MYI
Sie können sogar alle Tabellen in allen Datenbanken prüfen, indem Sie einen
Platzhalter im Pfad zum MySQL-Daten-Verzeichnis angeben:
shell> myisamchk /pfad/zum/datadir/*/*.MYI
Um schnell alle Tabellen zu prüfen, wird folgender Befehl empfohlen:
myisamchk --silent --fast /pfad/zum/datadir/*/*.MYI
isamchk --silent /pfad/zum/datadir/*/*.ISM
Wenn Sie alle Tabellen prüfen und alle Tabellen reparieren wollen, die
beschädigt sind, können Sie folgende Kommandozeile eingeben:
myisamchk --silent --force --fast --update-state -O key_buffer=64M -O sort_buffer=64M -O read_buffer=1M -O write_buffer=1M /pfad/zum/datadir/*/*.MYI
isamchk --silent --force -O key_buffer=64M -O sort_buffer=64M -O read_buffer=1M -O write_buffer=1M /pfad/zum/datadir/*/*.ISM
Hierbei wird angenommen, dass Sie mehr als 64 MB Arbeitsspeicher frei
haben.
Wenn Sie einen Fehler wie den folgenden erhalten:
myisamchk: warning: 1 clients is using oder hasn't closed the table properly
Bedeutet das, dass Sie versuchen, eine Tabelle zu überprüfen, die durch ein
anderes Programm aktualisiert wurde (wie dem mysqld-Server), das die
Datei noch nicht geschlossen hat oder das abgestürzt ist, ohne die Datei
ordnungsgemäß zu schließen.
Wenn mysqld läuft, müssen Sie ein Sync/Schließen aller Tabellen mit
FLUSH TABLES erzwingen und sicherstellen, dass niemand die Tabellen
benutzt, während Sie myisamchk laufen lassen. In MySQL-Version 3.23
ist die einfachste Möglichkeit, dieses Problem zu vermeiden, die Benutzung
von CHECK TABLE anstelle von myisamchk.
myisamchk unterstützt folgende Optionen:
-# oder --debug=debug_optionen
-
Ausgabe eines Debug-Logs. Die Zeichenkette
debug_optionen ist häufig
'd:t:o,dateiname'.
-? oder --help
-
Hilfetext ausgeben und beenden.
-O var=option, --set-variable var=option
-
Setzt den Wert einer Variablen. Mögliche Variablen und ihre Vorgabewerte
für myisamchk können mit
myisamchk --help herausgefunden werden:
| key_buffer_size | 523264
|
| read_buffer_size | 262136
|
| write_buffer_size | 262136
|
| sort_buffer_size | 2097144
|
| sort_key_blocks | 16
|
| decode_bits | 9
|
sort_buffer_size wird benutzt, wenn Schlüssel repariert werden,
indem Schlüssel sortiert werden, was der Normalfall ist, wenn Sie
--recover benutzen.
key_buffer_size wird benutzt, wenn Sie die Tabelle mit
--extended-check prüfen oder wenn die Schlüssel repariert werden,
indem Schlüssel Zeile für Zeile in die Tabelle eingefügt werden (als wenn
normale Einfügeoperationen (Insert) durchgeführt werden). Eine Reparatur
mittels Key-Buffer (Schlüsselpuffer) wird in folgenden Fällen benutzt:
-
Wenn Sie
--safe-recover benutzen.
-
Wenn die temporären Dateien, die benötigt werden, um die Schlüssel zu
sortieren, mehr als zweimal so Groß werden würden, als wenn die
Schlüsseldatei direkt erzeugt würde. Das ist oft dann der Fall, wenn Sie
große
CHAR-, VARCHAR- oder TEXT-Schlüssel haben, weil
das Sortieren die gesamten Schlüssel während des Sortierens speichern muss.
Wenn Sie viel temporären Platz haben und myisamchk zwingen können,
mittels Sortieren zu reparieren, können Sie die
--sort-recover-Option benutzen.
Die Reparatur durch den Key-Buffer (Schlüsselpuffer) nimmt weit weniger
Plattenplatz in Anspruch als wenn Sortieren benutzt wird, ist aber auch
viel langsamer.
Wenn Sie eine schnellere Reparatur wollen, setzen Sie die obigen Variablen
auf ungefähr 1/4 Ihres verfügbaren Arbeitsspeichers. Sie können beide
Variablen auf große Werte setzen, weil nur einer der oben aufgeführten
Puffer zur gleichen Zeit benutzt wird.
-s oder --silent
-
Schweigsamer Modus. Ausgaben erfolgen nur im Fehlerfall. Sie können
-s doppelt benutzen (-ss), um myisamchk sehr
schweigsam zu machen.
-v oder --verbose
-
Geschwätziger Modus. Es werden mehr Informationen ausgegeben. Dies kann
auch bei
-d und -e benutzt werden. Benutzen Sie -v
mehrfach (-vv, -vvv), um noch ausführlichere Meldungen
auszugeben!
-V oder --version
-
Die aktuelle Version von
myisamchk ausgeben und beenden.
-w or, --wait
-
Statt einen Fehler auszugeben, wenn die Tabelle gesperrt ist, warten, bis
die Tabelle entsperrt ist, bevor fortgefahren wird. Beachten Sie: Wenn Sie
mysqld auf der Tabelle mit --skip-locking laufen lassen, kann
die Tabelle nur mit einem weiteren myisamchk-Befehl gesperrt werden.
-c oder --check
-
Tabelle auf Fehler überprüfen. Das ist die vorgabemäßige Operation, wenn
Sie
myisamchk keine sonstigen Optionen angeben, die dies
überschreiben.
-e oder --extend-check
-
Tabelle SEHR gründlich prüfen (was recht langsam ist, wenn Sie viele Indexe
haben). Diese Option sollte nur in Extremfällen benutzt werden.
Normalerweise sollten
myisamchk oder myisamchk --medium-check
in fast allen Fällen in der Lage sein, herauszufinden, ob es in der Tabelle
irgend welche Fehler gibt.
Wenn Sie --extended-check benutzen und viel Arbeitsspeicher haben,
setzen Sie den Wert von key_buffer_size um etliches herauf!
-F oder --fast
-
Nur Tabellen prüfen, die nicht ordnungsgemäß geschlossen wurden.
-C oder --check-only-changed
-
Nur Tabellen prüfen, die seit der letzten Prüfung geändert wurden.
-f oder --force
-
myisamchk mit -r (repair) auf die Tabelle neu starten, wenn
myisamchk in der Tabelle irgend welche Fehler findet.
-i oder --information
-
Statistische Informationen über die Tabelle, die geprüft wird, ausgeben.
-m oder --medium-check
-
Schneller als extended-check, findet aber nur 99,99% aller Fehler. Das
sollte allerdings in den meisten Fällen ausreichen.
-U oder --update-state
-
In der `.MYI'-Datei speichern, wann die Tabelle geprüft wurde und ob
die Tabelle beschädigt wurde. Das sollte benutzt werden, um vollen Nutzen
aus der
--check-only-changed-Option ziehen zu können. Sie sollten
diese Option nicht benutzen, wenn der mysqld-Server die Tabelle
benutzt und Sie ihn mit --skip-locking laufen lassen.
-T oder --read-only
-
Die Tabelle nicht als geprüft kennzeichnen. Das ist hilfreich, wenn Sie
myisamchk benutzen, um eine Tabelle zu prüfen, die von irgend einer
anderen Applikation benutzt wird, die kein Sperren durchführt (wie
mysqld --skip-locking).
Folgende Optionen werden benutzt, wenn Sie myisamchk mit -r
oder -o starten:
-D # oder --data-file-length=#
-
Maximale Länge der Daten-Datei (wenn die Daten-Datei neu erzeugt wird, wenn
sie 'voll' ist).
-e oder --extend-check
-
Es wird versucht, jede mögliche Zeile der Daten-Datei wiederherzustellen.
Normalerweise wird dies auch eine Menge Zeilen-'Müll' finden. Benutzen Sie
diese Option nur dann, wenn Sie völlig verzweifelt sind.
-f oder --force
-
Alte temporäre Dateien (
tabelle.TMD) werden überschrieben, anstatt
abzubrechen.
-k # oder keys-used=#
-
Wenn Sie ISAM benutzen, weist das den ISAM-Tabellen-Handler an, nur die
ersten
#-Indexe zu benutzen. Wenn Sie MyISAM benutzen, sagt
es dem Handler, welche Schlüssel benutzt werden sollen, wobei jedes
Binärbit für einen Schlüssel steht (der erste Schlüssel ist Bit 0). Das
kann benutzt werden, um schnelleres Einfügen (Insert) zu erreichen!
Deaktivierte Indexe können reaktiviert werden, indem man myisamchk
-r benutzt.
-l oder --no-symlinks
-
Symbolischen Links wird nicht gefolgt. Normalerweise repariert
myisamchk die Tabelle, auf die ein Symlink verweist. Diese Option
gibt es in MySQL 4.0 nicht, weil MySQL 4.0 während der Reparatur keine
Symlinks entfernt.
-r oder --recover
-
Kann fast alles reparieren, ausser eindeutige Schlüssel, die nicht
eindeutig sind (was ein extrem unwahrscheinlicher Fehler bei ISAM- /
MyISAM-Tabellen ist). Wenn Sie eine Tabelle wiederherstellen wollen,
sollten Sie zuerst diese Option ausprobieren. Nur wenn myisamchk berichtet,
dass die Tabelle mit
-r nicht wiederhergestellt werden kann, sollten
Sie -o probieren. (Hinweis: Im unwahrscheinlichen Fall, dass
-r fehlschlägt, ist die Daten-Datei immer noch intakt.) Wenn Sie
viel Arbeitsspeicher haben, sollten Sie die Größe von
sort_buffer_size herauf setzen!
-o oder --safe-recover
-
Benutzt eine alte Wiederherstellungsmethode (liest alle Zeilen der Reihe
nach und aktualisiert alle Indexbäume, basierend auf den gefundenen
Zeilen); das ist sehr viel langsamer als
-r, kann aber eine Reihe
sehr unwahrscheinlicher Fälle behandeln, die -r nicht behandeln
kann. Diese Wiederherstellungsmethode benutzt viel weniger Plattenspeicher
als -r. Normalerweise sollte man immer zuerst versuchen, mit
-r zu reparieren und nur im Falle des Fehlschlagens -o
benutzen.
Wenn Sie viel Arbeitsspeicher haben, sollten Sie die Größe von
key_buffer_size herauf setzen!
-n oder --sort-recover
-
Zwingt
myisamchk zu sortieren, um Schlüssel aufzulösen, selbst wenn
die temporären Dateien sehr Groß sein sollten. Diese Option hat keine
Auswirkung, wenn Sie Volltextschlüssel in der Tabelle haben.
--character-sets-dir=...
-
Verzeichnis, wo Zeichensätze gespeichert sind.
--set-character-set=name
-
Ändert den Zeichensatz, der vom Index benutzt wird.
-t oder --tmpdir=path
-
Pfad zum Speichern temporärer Dateien. Wenn dieser nicht gesetzt ist,
benutzt
myisamchk hierfür die Umgebungsvariable TMPDIR.
-q oder --quick
-
Repariert schneller, indem die Daten-Datei nicht verändert wird. Man kann
ein zweites
-q angeben, um myisamchk zu zwingen, die
Original-Daten-Datei zu ändern, falls doppelte Schlüssel auftreten.
-u oder --unpack
-
Datei entpacken, die mit myisampack gepackt wurde.
Weitere Aktionen, die myisamchk ausführen kann, neben der Prüfung
und Reparatur von Tabellen:
-a oder --analyze
-
Analysiert die Verteilung von Schlüsseln. Das verbessert die Performance
bei Tabellenverknüpfungen (Joins), indem der Join-Optimierer in die Lage
versetzt wird, besser auszuwählen, in welcher Reihenfolge die Tabellen
verknüpft werden sollten und welche Schlüssel er dabei verwenden sollte:
myisamchk --describe --verbose tabelle' oder Benutzung von
SHOW KEYS in MySQL.
-d oder --description
-
Gibt ein paar Informationen über die Tabelle aus.
-A oder --set-auto-increment[=value]
-
Zwingt auto_increment, mit diesem oder einem höheren Wert anzufangen. Wenn
kein Wert angegeben wird, wird der nächste auto_increment-Wert auf den
höchsten benutzten Wert für den auto-Schlüssel + 1 gesetzt.
-S oder --sort-index
-
Sortiert die Blöcke des Indexbaums in Hoch-Niedrig-Reihenfolge. Das
optimiert Suchoperationen und macht das Durchsehen (Scanning) von Tabellen
nach Schlüsseln schneller.
-R oder --sort-records=#
-
Sortiert Datensätze in Übereinstimmung mit einem Index. Das macht Ihre
Daten viel konzentrierter und kann
SELECT mit Bereichen und
ORDER BY-Operationen auf diesem Index erheblich beschleunigen. (Beim
ersten Sortieren kann das SEHR langsam sein!) Um die Anzahl von Indexen
einer Tabelle herauszufinden, benutzen Sie SHOW INDEX, was die
Indexe einer Tabelle in genau der Reihenfolge zeigt, in der
myisamchk sie sieht. Indexe werden mit 1 beginnend nummeriert.
Die Speicherzuordnung ist wichtig, wenn Sie myisamchk laufen lassen.
myisamchk benutzt nicht mehr Speicher, als Sie mir der
-O-Option festlegen. Wenn Sie myisamchk für sehr große
Dateien benutzen wollen, sollten Sie zuerst entscheiden, wieviel Speicher
Sie benutzen wollen. Die Vorgabe liegt bei nur etwa 3 MB, um Dinge zu
reparieren. Indem größere Werte benutzt werden, können Sie
myisamchk dazu bringen, schneller zu arbeiten. Wenn Sie
beispielsweise 32 MB Arbeitsspeicher haben, könnten Sie Optionen wie die
folgende benutzen (zusätzlich zu weiteren Optionen, die Sie eventuell
angeben):
shell> myisamchk -O sort=16M -O key=16M -O read=1M -O write=1M ...
-O sort=16M sollte für die meisten Fälle ausreichen.
Denken Sie daran, dass myisamchk temporäre Dateien in TMPDIR
benutzt. Wenn TMPDIR auf ein Speicher-Dateisystem zeigt, können
Kein-Speicher-Fehler schnell auftreten. Wenn das passiert, setzen Sie
TMPDIR so, dass es auf ein Verzeichnis mit mehr Speicherplatz zeigt
und starten Sie myisamchk erneut.
Beim Reparieren benötigt myisamchk große Mengen von
Festplattenspeicher:
-
Die doppelte Größe der Daten-Datei (die Originaldatei und eine Kopie).
Dieser Platz wird nicht benötigt, wenn die Reparatur mit
--quick
durchgeführt wird, weil in diesem Fall nur die Index-Datei neu erzeugt
wird. Der Platz wird auf derselben Festplatte benötigt, wo die
Original-Daten-Datei liegt!
-
Platz für die neue Index-Datei, die die alte ersetzt. Die alte Index-Datei
wird beim Start beschnitten, daher kann man diesen Platz üblicherweise
ignorieren. Der Platz wird auf derselben Platte benötigt, auf der die
Original-Index-Datei liegt!
-
Wenn Sie
--recover oder --sort-recover benutzen (aber nicht,
wenn Sie --safe-recover benutzen), brauchen Sie Platz für einen
Sortierpuffer (Sort Buffer) für:
(größter_schlüssel + zeilen_zeiger_länge) * anzahl_der_zeilen * 2.
Sie können die Länge der Schlüssel und die Zeilen-Zeiger-Länger mit
myisamchk -dv tabelle prüfen.
Dieser Platz wird auf der temporären Platte zugeordnet (festgelegt durch
TMPDIR oder --tmpdir=#).
Wenn Sie während der Reparatur ein Problem mit dem Plattenplatz bekommen,
können Sie --safe-recover anstelle von --recover
ausprobieren.
Wenn Sie mysqld mit --skip-locking laufen lassen (was auf
einigen Systemen wie Linux die Vorgabe ist), können Sie myisamchk
nicht zuverlässig dafür benutzen, eine Tabelle zu prüfen, wenn
mysqld diese Tabelle benutzt. Wenn Sie sicher sein können, dass
niemand auf die Tabellen mit mysqld zugreift, während Sie
myisamchk laufen lassen, müssen Sie nur ein mysqladmin
flush-tables durchführen, bevor Sie anfangen, die Tabellen zu prüfen. Wenn
Sie das nicht garantieren können, müssen Sie mysqld herunter fahren,
während Sie die Tabellen prüfen. Wenn Sie myisamchk laufen lassen,
währen mysqld die Tabellen aktualisiert, erhalten Sie möglicherweise
die Meldung, dass eine Tabelle beschädigt ist, selbst wenn sie es nicht
ist.
Wenn Sie --skip-locking nicht benutzen, können Sie jederzeit
myisamchk benutzen, um Tabellen zu prüfen. Während Sie das tun,
warten alle Clients, die versuchen, die Tabelle zu aktualisieren, bis
myisamchk fertig ist, bevor sie weiter machen.
Wenn Sie myisamchk benutzen, um Tabellen zu reparieren oder zu
optimieren, MÜSSEN Sie stets sicherstellen, dass der
mysqld-Server die Tabelle nicht benutzt (das trifft auch zu, wenn
Sie --skip-locking benutzen). Wenn Sie mysqld nicht herunter
fahren, sollten Sie zumindest mysqladmin flush-tables ausführen,
bevor Sie myisamchk benutzen.
Dieses Kapitel beschreibt, wie man MySQL-Datenbanken auf Datenbeschädigung
prüft und damit umgeht. Wenn Ihre Tabellen häufig beschädigt sind, wollten
Sie versuchen, den Grund hierfür herauszufinden! See section A.4.1 Was zu tun ist, wenn MySQL andauernd abstürzt.
Der Abschnitt über MyISAM-Tabellen enthält Gründe, warum eine
Tabelle beschädigt sein könnte. See section 8.1.3 MyISAM-Tabellenprobleme.
Wenn Sie eine Wiederherstellung nach einem Absturz durchführen, ist es
wichtig zu wissen, das jede Tabelle tabelle in einer Datenbank mit
drei Dateien im Datenbank-Verzeichnis korrespondiert:
| Datei | Zweck
|
| `tabelle.frm' | Tabellendefinitionsdatei (form)
|
| `tabelle.MYD' | Daten-Datei (data)
|
| `tabelle.MYI' | Index-Datei (index)
|
Jeder der drei Dateitypen kann auf verschiedene Weisen beschädigt werden.
Probleme treten aber zumeist bei Daten-Dateien und Index-Dateien auf.
myisamchk funktioniert so, dass Zeile für Zeile eine Kopie der
`.MYD'-(data)-Datei gemacht wird. Es beendet die Reparaturphase damit,
dass die alte `.MYD'-Datei entfernt wird und die neue Datei mit dem
Orginal-Dateinamen benannt wird. Wenn Sie --quick benutzen, erzeugt
myisamchk keine temporäre `.MYD'-Datei, sondern nimmt statt
dessen an, dass die `.MYD'-Datei korrekt ist, und erzeugt nur eine
neue Index-Datei, ohne die `.MYD'-Datei zu berühren. Das ist sicher,
weil myisamchk automatisch feststellt, wenn die `.MYD'-Datei
beschädigt ist, und die Reparatur in diesem Fall abbricht. Sie können
myisamchk auch mit zwei --quick-Optionen aufrufen. In diesem
Fall bricht myisamchk bei einigen Fehlern (wie doppelten
Schlüsseleinträgen) nicht ab, sondern versucht statt dessen, diese
aufzulösen, indem die `.MYD'-Datei verändert wird. Normalerweise ist
die Benutzung von zwei --quick-Optionen nur sinnvoll, wenn Sie zu
wenig frei Plattenplatz haben, um eine normale Reparatur durchzuführen. In
diesem Fall sollten Sie zumindest eine Datensicherung machen, bevor Sie
myisamchk laufen lassen.
Um eine MyISAM-Tabelle zu prüfen, benutzen Sie folgende Befehle:
myisamchk tabelle
-
Das findet 99.99% aller Fehler. Nicht gefunden werden Beschädigungen, die
NUR die Daten-Datei betreffen (was sehr ungewöhnlich ist). Wenn
Sie eine Tabelle prüfen wollen, sollten Sie
myisamchk normalerweise
ohne Optionen oder entweder mit der -s- oder --silent-Option
laufen lassen.
myisamchk -m tabelle
-
Das findet 99.999% aller Fehler. Zuerst prüft es alle Indexeinträge auf
Fehler und liest dann alle Zeilen durch. Es berechnet eine Prüfsumme für
alle Schlüssel in den Zeilen und bestätigt dann, dass die Prüfsumme mit der
Prüfsumme für die Schlüssel im Indexbaum übereinstimmt.
myisamchk -e tabelle
-
Das führt eine vollständige, gründlich Prüfung aller Daten durch (
-e
bedeutet ``extended check'' - erweiterte Prüfung). Es führt ein Prüf-Lesen
jedes Schlüssels für jede Zeile durch, um zu bestätigen, dass sie
tatsächlich auf die richtige Zeile verweisen. Das kann bei einer großen
Tabelle mit vielen Schlüsseln SEHR LANG dauern. myisamchk hält
normalerweise an, wenn es den ersten Fehler gefunden hat. Wenn Sie mehr
Informationen haben wollen, können Sie die
--verbose-(-v)-Option benutzen. Das veranlasst
myisamchk, weiterzumachen, bis maximal 20 Fehler gefunden wurden.
Bei normalem Gebrauch ist ein einfaches myisamchk (ohne weitere
Argumente ausser dem Tabellennamen) ausreichend.
myisamchk -e -i tabelle
-
Wie der vorherige Befehl, jedoch weist die
-i-Option
myisamchk an, zusätzlich einige statistische Informationen
auszugeben.
Der folgende Abschnitt behandelt nur die Benutzung von myisamchk mit
MyISAM-Tabellen (Erweiterungen .MYI und .MYD). Wenn
Sie ISAM-Tabellen benutzen (Erweiterungen .ISM und
.ISD), sollten Sie statt dessen isamchk benutzen.
Ab MySQL-Version 3.23.14 können Sie MyISAM-Tabellen mit dem
REPAIR TABLE-Befehl reparieren. See section 5.4.5 REPAIR TABLE-Syntax.
Zu den Symptomen einer beschädigten Tabelle gehören Anfragen, die
unerwartet abbrechen, und beobachtbare Fehler wie folgender:
-
`tabelle.frm' is locked against change
-
Can't find file `tabelle.MYI' (Errcode: ###)
-
Unexpected end of file
-
Record file is crashed
-
Got error ### from table handler
Um mehr Information über den Fehler zu erhalten, lassen Sie
perror
### laufen. Hier sind die häufigsten Fehler, die auf ein Problem mit der
Tabelle hinweisen:
shell> perror 126 127 132 134 135 136 141 144 145
126 = Index-Datei ist beschädigt / falsches Dateiformat
127 = Daten-Datei ist beschädigt
132 = Alte Datenbank-Datei
134 = Datensatz wurde bereits gelöscht (oder Daten-Datei beschädigt)
135 = Kein Platz mehr in der Daten-Datei
136 = Kein Platz mehr in der Index-Datei
141 = Doppelter Eintrag für eindeutigen Schlüssel oder Beschränkung beim Schreiben oder Aktualisiern
144 = Tabelle ist beschädigt und die letzte Reparatur ist fehlgeschlagen
145 = Tabelle ist als beschädigt gekennzeichnet und sollte repariert werden
Beachten Sie, dass Fehler 135 (kein Platz mehr in der Daten-Datei) kein
Fehler ist, der durch eine einfache Reparatur behoben werden kann. In
diesem Fall müssen Sie folgendes durchführen:
ALTER TABLE tabelle MAX_ROWS=xxx AVG_ROW_LENGTH=yyy;
In den anderen Fällen müssen Sie Ihre Tabellen reparieren. myisamchk
kann üblicherweise die meisten Dinge, die schief gehen können, finden und
beheben.
Der Reparaturprozess läuft in vier Phasen ab, die unten beschrieben sind.
Bevor Sie anfangen, sollten Sie in das Datenbank-Verzeichnis wechseln und
die Berechtigungen der Tabellen-Dateien prüfen. Stellen Sie sicher, dass
diese durch den Unix-Benutzer lesbar sind, unter dem mysqld läuft
(und für Sie, weil Sie auf die Dateien zugreifen müssen, wenn Sie sie
prüfen). Wenn Sie in der Folge Dateien verändern müssen, müssen diese für
Sie auch schreibbar sein.
Wenn Sie MySQL-Version 3.23.16 und höher benutzen, können (und sollten) Sie
die CHECK- und REPAIR-Befehle benutzen, um
MyISAM-Tabellen zu prüfen und zu reparieren. See section 5.4.5 REPAIR TABLE-Syntax.
Der Handbuchabschnitt über Tabellenwartung beinhaltet die Optionen für
isamchk / myisamchk. See section 5.4.6 Benutzung von myisamchk für Tabellenwartung und Absturzreparatur.
Der folgende Abschnitt ist für Fälle, in denen die obigen Befehle
fehlschlagen, oder wenn Sie die erweiterten Features benutzen wollen, die
isamchk / myisamchk zur Verfügung stellt.
Wenn Sie eine Tabelle von der Kommandozeile aus reparieren wollen, müssen
Sie zuerst den mysqld-Server herunter fahren. Beachten Sie bei
mysqladmin shutdown auf einen entfernten Server, dass der
mysqld-Server noch für eine Weile aktiv bleibt, nachdem
mysqladmin beendet ist, bis alle Anfragen beendet und alle Schlüssel
auf Platte zurück geschrieben (flush) wurden.
Phase 1: Prüfen Ihrer Tabellen
Lassen Sie myisamchk *.MYI laufen, oder myisamchk -e *.MYI,
wenn Sie mehr Zeit haben. Benutzen Sie die -s-(silent)-Option, um
unnötige Informationen zu unterdrücken.
Wenn der mysqld-Server herunter gefahren ist, sollten Sie die
--update-Option benutzen, um myisamchk zu veranlassen, die
Tabelle als 'geprüft' zu kennzeichnen.
Sie müssen nur die Tabellen reparieren, bei denen myisamchk bekannt
gibt, dass sie Fehler enthalten. Gehen Sie bei solchen Tabellen zu Phase 2
über.
Wenn Sie beim Prüfen merkwürdige Fehler erhalten (wie out of
memory-Fehler), oder wenn myisamchk abstürzt, gehen Sie zu Phase
3.
Phase 2: Einfache, sichere Reparatur
HINWEIS: Wenn Sie wollen, dass die Reparatur sehr viel schneller abläuft,
sollten Sie allen isamchk/myisamchk-Befehlen folgendes hinzufügen:
-O sort_buffer=# -O key_buffer=# (wobei # etwa 1/4 des verfügbaren
Arbeitsspeichers ist).
Probieren Sie zuerst myisamchk -r -q tabelle (-r -q bedeutet
``quick recovery mode'' - schnelles Wiederherstellen). Dies versucht, die
Index-Datei zu reparieren, ohne die Daten-Datei zu berühren. Wenn die
Daten-Datei alles enthält, was sie sollte, und die Löschverknüpfungen auf
die korrekten Stellen in der Daten-Datei zeigen, sollte das funktionieren
und die Tabelle ist repariert. Machen Sie dann mit der Reparatur der
nächsten Tabelle weiter. Ansonsten führen Sie folgende Prozedur durch:
-
Machen Sie eine Datensicherung der Daten-Datei, bevor Sie fortfahren.
-
Geben Sie
myisamchk -r tabelle (-r bedeutet ``recovery mode''
- Wiederherstellung) ein. Das entfernt falsche und gelöschte Datensätze aus
der Daten-Datei und stellt die Index-Datei wieder her.
-
Wenn die vorherigen Schritte fehlschlagen, geben Sie
myisamchk
--safe-recover tabelle ein. Der Modus für sicheres Wiederherstellen
benutzt eine alte Wiederherstellungsmethode, die ein paar Fälle behandelt,
die der normale Wiederherstellungsmodus nicht behandelt (ist aber
langsamer).
Wenn Sie bei der Reparatur merkwürdige Fehler erhalten (wie out of
memory-Fehler), oder wenn myisamchk abstürzt, gehen Sie zu Phase
3.
Phase 3: Schwierige Reparatur
Diese Phase sollten Sie nur dann erreichen, wenn der erste 16-KB-Block der
Index-Datei zerstört ist oder falsche Informationen enthält, oder wenn die
Index-Datei fehlt. In diesem Fall ist es notwendig, eine neue Index-Datei
zu erzeugen. Das machen Sie wie folgt:
-
Verschieben Sie die Daten-Datei an einen sicheren Ort.
-
Benutzen Sie die Tabellen-Beschreibungsdatei, um eine neue (leere)
Daten-Datei und Index-Dateien zu erzeugen:
shell> mysql datenbank
mysql> SET AUTOCOMMIT=1;
mysql> TRUNCATE TABLE tabelle;
mysql> quit
Wenn Ihre SQL-Version kein
TRUNCATE TABLE hat, benutzen Sie statt
dessen DELETE FROM tabelle.
-
Kopieren Sie Ihre alte Daten-Datei zurück, über die neu erzeugte
Daten-Datei. (Verschieben Sie Ihre alte Daten-Datei nicht einfach, damit
Sie eine Kopie erhalten, falls etwas schief geht.)
Gehen Sie zurück zu Phase 2. myisamchk -r -q sollte jetzt
funktionieren. (Das sollte keine Endlosschleife sein.)
Phase 4: Sehr schwierige Reparatur
Diese Phase sollten Sie nur dann erreichen, wenn auch die
Beschreibungsdatei beschädigt ist. Das sollte nie passieren, weil die
Beschreibungsdatei nicht verändert wird, nachdem die Tabelle erzeugt wurde:
-
Stellen Sie die Beschreibungsdatei von einer Datensicherung wieder her und
gehen Sie zurück zu Phase 3. Sie können auch die Index-Datei
wiederherstellen und zu Phase 2 zurück gehen. Im letzteren Fall sollten
Sie mit
myisamchk -r anfangen.
-
Wenn Sie keine Datensicherung haben, aber genau wissen, wie die Tabelle
erzeugt wurde, erzeugen Sie eine Kopie der Tabelle in einer anderen
Datenbank. Entfernen Sie die neue Daten-Datei und verschieben Sie die
Beschreibungs- und Index-Dateien von der anderen Datenbank in Ihre
beschädigte Datenbank. Das ergibt neue Beschreibungs- und Index-Dateien,
läßt aber die Daten-Datei in Ruhe. Gehen Sie zurück zu Phase 2 und
versuchen Sie, die Index-Datei wiederherzustellen.
Um fragmentierte Datensätze zu vereinigen und verschwendeten Speicherplatz
zu beseitigen, der sich durch Löschen und Aktualisieren von Datensätzen
ergibt, lassen Sie myisamchk im Wiederherstellungsmodus laufen:
shell> myisamchk -r tabelle
Auf dieselbe Weise können Sie eine Tabelle optimieren, indem Sie das
SQL-Statement OPTIMIZE TABLE benutzen. OPTIMIZE TABLE führt
eine Reparatur der Tabelle und eine Analyse der Schlüssel durch und
sortiert den Indexbaum, um schnelleres Nachschlagen der Schlüssel (Key
Lookup) zu ermöglichen. Ausserdem schaltet es die Möglichkeit ungewollter
Interaktionen zwischen einem Dienstprogramm und dem Server aus, weil der Server
bei der Benutzung von OPTIMIZE TABLE die ganze Arbeit verrichtet.
See section 5.5.1 OPTIMIZE TABLE-Syntax.
myisamchk hat eine Anzahl weiterer Optionen, die Sie für die
Verbesserung der Performance einer Tabelle benutzen können:
-S, --sort-index
-
-R index_nummer, --sort-records=index_nummer
-
-a, --analyze
-
Eine detaillierte Beschreibung der Optionen steht unter
See section 5.4.6.1 Aufrufsyntax von myisamchk.
Ab MySQL-Version 3.23.13 können Sie MyISAM-Tabellen mit dem CHECK
TABLE-Befehl prüfen. See section 5.4.4 CHECK TABLE-Syntax. Sie können Tabellen mit dem
REPAIR TABLE-Befehl reparieren. See section 5.4.5 REPAIR TABLE-Syntax.
Es ist eine gute Idee, Tabellenüberprüfungen auf regelmäßiger Basis
durchzuführen statt darauf zu warten, dass Probleme auftreten. Für
Wartungszwecke benutzen Sie myisamchk -s, um Tabellen zu überprüfen.
Die -s-Option (Kurzform für --silent) veranlasst
myisamchk, im schweigsamen Modus zu laufen, wobei Meldungen nur
ausgegeben werden, wenn Fehler auftreten.
Ebenfalls eine gute Idee ist es, Tabellen zu überprüfen, wenn der Server
hoch fährt. Wenn beispielsweise die Maschine mitten während einer
Aktualisierung (Update) neu gebootet hat, müssen Sie üblicherweise alle
Tabellen prüfen, die betroffen sein könnten. (Das ist ein Fall von
``erwarteter Tabellenbeschädigung''.) Sie können safe_mysqld einen
Test hinzufügen, der myisamchk laufen läßt, um alle Tabellen zu
überprüfen, die innerhalb der letzten 24 Stunden geändert wurden, wenn nach
einem Reboot eine alte `.pid'-(process ID)-Datei übrig blieb. (Die
`.pid'-Datei wird von mysqld erzeugt, wenn er hoch fährt, und
entfernt, wenn er normal beendet wird. Die Anwesenheit einer
`.pid'-Datei beim Systemstart zeigt an, dass mysqld regelwidrig
abgebrochen wurde.)
Eine noch bessere Testmethode besteht darin, jede Tabelle zu prüfen, deren
Zeit der letzten Änderung neuer ist als die der `.pid'-Datei.
Ausserdem sollten Sie Ihre Tabellen regelmäßig während der normalen
Systemtätigkeit prüfen. Bei MySQL AB lassen wir einen cron-Job
laufen, um alle wichtigen Tabellen einmal pro Woche zu prüfen, indem wir
folgende Zeile in der `crontab'-Datei benutzen:
35 0 * * 0 /pfad/zu/myisamchk --fast --silent /pfad/zu/datadir/*/*.MYI
Das gibt Informationen über beschädigte Tabellen aus, so dass wir diese
prüfen und reparieren können, falls notwendig.
Da wir mittlerweile seit einigen Jahren keinerlei unerwartet beschädigte
Tabellen hatten (Tabellen, die aus anderen Gründen als Hardware-Schäden
beschädigt wurden), reicht uns einmal pro Woche völlig aus.
Wir empfehlen, dass Sie jede Nacht myisamchk -s auf alle Tabellen
ausführen, die während der letzten 24 Stunden aktualisiert wurden, bis Sie
MySQL so sehr vertrauen, wie wir selbst das mittlerweile tun.
Normalerweise brauchen Sie MySQL-Tabellen nicht so sehr warten. Wenn Sie
Tabellen mit Zeilen dynamischer Länge ändern (Tabellen mit
VARCHAR-, BLOB- oder TEXT-Spalten) oder Tabellen mit
vielen gelöschten Zeilen haben, werden Sie diese von Zeit zu Zeit (einmal
im Monat?) defragmentieren wollen bzw. freien Speicherplatz schaffen.
Das können Sie mit OPTIMIZE TABLE auf die in Frage kommenden
Tabellen tun, oder, wenn Sie den mysqld-Server für eine Weile
herunter fahren können:
isamchk -r --silent --sort-index -O sort_buffer_size=16M */*.ISM
myisamchk -r --silent --sort-index -O sort_buffer_size=16M */*.MYI
Um eine Beschreibung einer Tabelle oder Statistiken über sie zu erhalten,
benutzen Sie die unten stehenden Befehle. Einige davon werden später
detaillierter erläutert:
myisamchk -d tabelle
-
Läßt
myisamchk im ``Beschreibungsmodus'' laufen, um eine
Beschreibung Ihrer Tabelle zu erzeugen. Wenn Sie den MySQL-Server mit der
--skip-locking-Option starten, kann myisamchk eventuell
Fehler über eine Tabelle berichten, die aktualisiert wird, während es
läuft. Weil myisamchk jedoch im Beschreibungsmodus keine Tabelle
ändert, gibt es kein Risiko, dass Daten zerstört werden.
myisamchk -d -v tabelle
-
Um mehr Informationen über das, was
myisamchk tut, zu erzeugen,
fügen Sie -v als Option hinzu, damit es im geschwätzigen Modus
läuft.
myisamchk -eis tabelle
-
Zeigt nur die wichtigsten Informationen über die Tabelle. Das ist langsam,
weil es die ganze Tabelle lesen muss.
myisamchk -eiv tabelle
-
Wie
-eis, sagt aber zusätzlich, was getan werden muss.
Beispiel einer myisamchk -d-Ausgabe:
MyISAM file: firma.MYI
Record format: Fixed length
Data records: 1403698 Deleted blocks: 0
Recordlength: 226
table description:
Key Start Len Index Type
1 2 8 unique double
2 15 10 multip. text packed stripped
3 219 8 multip. double
4 63 10 multip. text packed stripped
5 167 2 multip. unsigned short
6 177 4 multip. unsigned long
7 155 4 multip. text
8 138 4 multip. unsigned long
9 177 4 multip. unsigned long
193 1 text
Beispiel einer myisamchk -d -v-Ausgabe:
MyISAM file: firma
Record format: Fixed length
File-version: 1
Creation time: 1999-10-30 12:12:51
Recover time: 1999-10-31 19:13:01
Status: checked
Data records: 1403698 Deleted blocks: 0
Datafile parts: 1403698 Deleted data: 0
Datafilepointer (bytes): 3 Keyfile pointer (bytes): 3
Max datafile length: 3791650815 Max keyfile length: 4294967294
Recordlength: 226
table description:
Key Start Len Index Type Rec/key Root Blocksize
1 2 8 unique double 1 15845376 1024
2 15 10 multip. text packed stripped 2 25062400 1024
3 219 8 multip. double 73 40907776 1024
4 63 10 multip. text packed stripped 5 48097280 1024
5 167 2 multip. unsigned short 4840 55200768 1024
6 177 4 multip. unsigned long 1346 65145856 1024
7 155 4 multip. text 4995 75090944 1024
8 138 4 multip. unsigned long 87 85036032 1024
9 177 4 multip. unsigned long 178 96481280 1024
193 1 text
Beispiel einer myisamchk -eis-Ausgabe:
Checking MyISAMDatei: firma
Key: 1: Keyblocks used: 97% Packed: 0% Max levels: 4
Key: 2: Keyblocks used: 98% Packed: 50% Max levels: 4
Key: 3: Keyblocks used: 97% Packed: 0% Max levels: 4
Key: 4: Keyblocks used: 99% Packed: 60% Max levels: 3
Key: 5: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
Key: 6: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
Key: 7: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
Key: 8: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
Key: 9: Keyblocks used: 98% Packed: 0% Max levels: 4
Total: Keyblocks used: 98% Packed: 17%
Records: 1403698 M.recordlength: 226 Packed: 0%
Recordspace used: 100% Empty space: 0% Blocks/Record: 1.00
Record blocks: 1403698 Delete blocks: 0
Recorddata: 317235748 Deleted data: 0
Lost space: 0 Linkdata: 0
User time 1626.51, System time 232.36
Maximum resident set size 0, Integral resident set size 0
Non physical pagefaults 0, Physical pagefaults 627, Swaps 0
Blocks in 0 out 0, Messages in 0 out 0, Signals 0
Voluntary context switches 639, Involuntary context switches 28966
Beispiel einer myisamchk -eiv-Ausgabe:
Checking MyISAM file: firma
Data records: 1403698 Deleted blocks: 0
- check file-size
- check delete-chain
block_size 1024:
index 1:
index 2:
index 3:
index 4:
index 5:
index 6:
index 7:
index 8:
index 9:
No recordlinks
- check index reference
- check data record references index: 1
Key: 1: Keyblocks used: 97% Packed: 0% Max levels: 4
- check data record references index: 2
Key: 2: Keyblocks used: 98% Packed: 50% Max levels: 4
- check data record references index: 3
Key: 3: Keyblocks used: 97% Packed: 0% Max levels: 4
- check data record references index: 4
Key: 4: Keyblocks used: 99% Packed: 60% Max levels: 3
- check data record references index: 5
Key: 5: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
- check data record references index: 6
Key: 6: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
- check data record references index: 7
Key: 7: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
- check data record references index: 8
Key: 8: Keyblocks used: 99% Packed: 0% Max levels: 3
- check data record references index: 9
Key: 9: Keyblocks used: 98% Packed: 0% Max levels: 4
Total: Keyblocks used: 9% Packed: 17%
- check records und index references
[LOTS OF ROW NUMBERS DELETED]
Records: 1403698 M.recordlength: 226 Packed: 0%
Recordspace used: 100% Empty space: 0% Blocks/Record: 1.00
Record blocks: 1403698 Delete blocks: 0
Recorddata: 317235748 Deleted data: 0
Lost space: 0 Linkdata: 0
User time 1639.63, System time 251.61
Maximum resident set size 0, Integral resident set size 0
Non physical pagefaults 0, Physical pagefaults 10580, Swaps 0
Blocks in 4 out 0, Messages in 0 out 0, Signals 0
Voluntary context switches 10604, Involuntary context switches 122798
Hier stehen die Größen der Daten- und Index-Dateien der Tabelle, die in
den vorstehenden Beispielen benutzt wurde:
-rw-rw-r-- 1 monty tcx 317235748 Jan 12 17:30 firma.MYD
-rw-rw-r-- 1 davida tcx 96482304 Jan 12 18:35 firma.MYM
Erläuterungen der Informationen, die myisamchk erzeugt, werden unten
gegeben. ``keyfile'' ist die Index-Datei. ``Record'' und ``row'' sind
Synonyme:
ISAM file
-
Name der ISAM-(Index)-Datei.
Isam-version
-
Version des ISAM-Formats. Momentan immer 2.
Creation time
-
Wann die Daten-Datei erzeugt wurde.
Recover time
-
Wann die Index-/Daten-Datei das letzte Mal rekonstruiert wurden.
Data records
-
Wie viele Datensätze in der Tabelle sind.
Deleted blocks
-
Wie viele gelöschte Blöcke noch Platz belegen.
Sie können Ihre Tabelle optimieren, um diesen Platz zu minimieren.
See section 5.4.6.10 Tabellenoptimierung.
Datafile: Parts
-
Bei dynamischem Datensatzformat zeigt dies an, wie viele Datenblöcke es
gibt. Bei einer optimierten Tabelle ohne fragmentierte Datensätze ist das
dasselbe wie
Data records.
Deleted data
-
Wie viele Bytes nicht zurückgewonnener gelöschter Daten es gibt.
Sie können Ihre Tabelle optimieren, um diesen Platz zu minimieren.
See section 5.4.6.10 Tabellenoptimierung.
Datafile pointer
-
Die Größe des Daten-Datei-Zeigers in Bytes. Das sind normalerweise 2, 3, 4
oder 5 Bytes. Die meisten Tabellen schaffen 2 Bytes, aber das kann bislang
von MySQL noch nicht gesteuert werden. Bei festen Tabellen ist das eine
Datensatzadresse. Bei dynamischen Tabellen ist es eine Byte-Adresse.
Keyfile pointer
-
Die Größe des Index-Datei-Zeigers in Bytes. Sie beträgt normalerweise 1, 2
oder 3 Bytes. Die meisten Tabellen schaffen 2 Bytes, aber das wird von
MySQL automatisch berechnet. Es ist immer die Block-Adresse.
Max datafile length
-
Wie lang die Daten-Datei (
.MYD-Datei) der Tabelle werden kann, in
Bytes.
Max keyfile length
-
Wie lang die Index-Datei (
.MYI-Datei) der Tabelle werden kann, in
Bytes.
Recordlength
-
Wie viel Platz jeder Datensatz benötigt, in Bytes.
Record format
-
Das Format, das benutzt wird, um Tabellenzeilen zu speichern.
Die oben stehenden Beispiele benutzen
Fixed length.
Andere mögliche Werte sind Compressed und Packed.
Table description
-
Eine Liste aller Schlüssel in der Tabelle. Für jeden Schlüssel werden
einige Low-Level-Informationen angezeigt:
Key
-
Die Nummer des Schlüssels.
Start
-
Wo im Datensatz dieser Index-Teil anfängt.
Len
-
Wie lang dieser Index-Teil ist. Bei gepackten Zahlen sollte das immer die
gesamte Länge der Spalte sein. Bei Zeichenketten kann es kürzer als die
gesamte Länge der indizierten Spalte sein, weil Sie ein Prefix einer
Zeichenkettenspalte indexieren können.
Index
-
unique oder multip. (multiple). Zeigt an, ob ein Wert einmal
oder mehrfach in diesem Index vorkommen darf.
Type
-
Welchen Datentyp dieser Index-Teil hat. Das ist ein ISAM-Datentyp mit den
Optionen
packed, stripped oder empty.
Root
-
Adresse des Root-Index-Blocks.
Blocksize
-
Die Größe jedes Index-Blocks. Vorgabemäßig ist das 1024, doch dieser Wert
kann beim Kompilieren geändert werden.
Rec/key
-
Das ist ein statistischer Wert, der vom Optimierer benutzt wird. Es sagt
aus, wie viele Datensätze es pro Wert für diesen Schlüssel gibt. Ein
eindeutiger Schlüssel hat immer einen Wert von 1. Das kann aktualisiert
werden, nachdem eine Tabelle geladen wurde (oder in größerem Umfang
geändert) mit
myisamchk -a. Wenn dies überhaupt nicht aktualisiert
wurde, wird ein Wert von 30 angenommen.
-
Im ersten Beispiel oben ist der neunte Schlüssel ein mehrteiliger Schlüssel
mit zwei Teilen.
Keyblocks used
-
Welcher Prozentsatz von Schlüsselblöcken benutzt wird. Weil die Tabellen,
die in den Beispielen benutzt wurden, direkt vorher mit
myisamchk
reorganisiert wurden, sind diese Werte sehr hoch (sehr nahe am
theoretischen Maximum).
Packed
-
MySQL versucht, Schlüssel mit einem gemeinsamen Suffix zu packen. Das geht
nur bei
CHAR-, VARCHAR und DECIMAL-Schlüsseln. Bei
langen Zeichenketten wie Namen kann das den benutzten Platz signifikant
verringern. Im dritten Beispiel oben ist der vierte Schlüssel zehn Zeichen
lang, wodurch ein 60%-ige Verringerung des Platzbedarfs erreicht wird.
Max levels
-
Wie tief der B-Baum für diesen Schlüssel ist. große Tabellen mit langen
Schlüsseln haben hohe Werte.
Records
-
Wie viele Zeilen in der Tabelle enthalten sind.
M.recordlength
-
Die durchschnittliche Datensatzlänge. Bei Tabellen mit Datensätzen fester
Länge ist das die exakte Datensatzlänge.
Packed
-
MySQL schneidet Leerzeichen am Ende von Zeichenketten ab. Der
Packed-Wert zeigt an, welcher Prozentsatz dadurch gespart wurde.
Recordspace used
-
Welcher Prozentsatz der Daten-Datei benutzt wird.
Empty space
-
Welcher Prozentsatz der Daten-Datei unbenutzt ist.
Blocks/Record
-
Durchschnittliche Anzahl der Blöcke pro Datensatz (das heißt, aus wie
vielen Verknüpfungen (Links) ein fragmentierter Datensatz zusammengesetzt
ist). Bei Tabellen mit festem Format ist das immer 1. Dieser Wert sollte so
nah wie möglich an 1,0 bleiben. Wenn er zu Groß wird, können Sie die
Tabelle
myisamchk reorganisieren.
See section 5.4.6.10 Tabellenoptimierung.
Recordblocks
-
Wie viele Blöcke (Verknüpfungen, Links) benutzt werden. Bei festem Format
ist das die Anzahl der Datensätze.
Deleteblocks
-
Wie viele Blöcke (Verknüpfungen, Links) gelöscht sind.
Recorddata
-
Wie viele Bytes in der Daten-Datei benutzt sind.
Deleted data
-
Wie viele Bytes in der Daten-Datei gelöscht sind (unbenutzt).
Lost space
-
Wenn ein Datensatz auf eine kürzere Länge aktualisiert wird, geht etwas
Platz verloren. Das ist die Summe aller solcher Verluste in Bytes.
Linkdata
-
When das dynamische Tabellenformat benutzt wird, werden Datensatzfragmente
mit Zeigern (Pointer) verknüpft (jeder mit 4 bis 7 Bytes).
Linkdata
ist die Summe des Speicherplatzes, der von diesen Zeigern benutzt wird.
Wenn eine Tabelle mit myisampack komprimiert wurde, gibt
myisamchk -d zusätzliche Informationen über jede Tabellenspalte aus,
siehe section 5.7.4 myisampack, MySQL-Programm zum Erzeugen komprimierter Nur-Lese-Tabellen, wo sich ein Beispiel solcher
Informationen und was sie bedeuten befindet.
OPTIMIZE TABLE tabelle[,tabelle]...
OPTIMIZE TABLE sollte benutzt werden, wenn Sie große Teile der
Tabelle gelöscht haben oder bei Tabellen mit Zeilen variabler Länge viele
Änderungen durchgeführt haben (Tabellen, die VARCHAR-, BLOB-
oder TEXT-Spalten enthalten). Gelöschte Datensätze werden in einer
verknüpften Liste vorgehalten, und nachfolgenden INSERT-Operationen
benutzen die Positionen alter Datensätze. Sie können OPTIMIZE TABLE
benutzen, um unbenutzten Platz freizugeben und die Daten-Datei zu
defragmentieren.
Momentan funktioniert OPTIMIZE TABLE nur auf MyISAM- und
BDB-Tabellen. Bei BDB-Tabellen ist OPTIMIZE TABLE
momentan auf ANALYZE TABLE gemappt. See section 5.5.2 ANALYZE TABLE-Syntax.
Sie können OPTIMIZE TABLE auf andere Tabellentypen zum Laufen
bringen, indem Sie mysqld mit --skip-new oder
--safe-mode starten, aber in diesem Fall wird OPTIMIZE TABLE
lediglich auf ALTER TABLE gemappt.
OPTIMIZE TABLE funktioniert wie folgt:
-
Wenn die Tabelle gelöschte oder aufgeteilte Zeilen hat, wird sie repariert.
-
Wenn die Index-Seiten nicht sortiert sind, werden sie sortiert.
-
Wenn die Statistiken nicht aktuell sind (und eine Reparatur nicht durch das
Sortieren des Indexes durchgeführt werden könnte), werden sie aktualisiert.
OPTIMIZE TABLE für MyISAM-Tabellen ist äquivalent zum
Laufenlassen von myisamchk --quick --check-changed-tables
--sort-index --analyze auf die Tabelle.
Beachten Sie, dass die Tabelle während der Zeit, in der OPTIMIZE TABLE läuft, gesperrt ist!
ANALYZE TABLE tabelle[,tabelle...]
Analysiert und speichert die Schlüsselverteilung der Tabelle. Während der
Analyse ist die Tabelle mit einer Lesesperre gesperrt. Das funktioniert auf
MyISAM und BDB-Tabellen.
Das ist äquivalent zum Laufenlassen von myisamchk -a auf die
Tabelle.
MySQL benutzt die gespeicherte Schlüsselverteilung, um zu entscheiden, in
welcher Reihenfolge Tabellen verknüpft werden sollen, wenn man eine
Verknüpfung (Join) auf irgend etwas anderes als eine Konstante macht.
Der Befehl gibt eine Tabelle mit folgenden Spalten zurück:
| Spalte | Wert
|
| Table | Tabellenname.
|
| Op | Immer ``analyze''.
|
| Msg_type | status, error, info oder warning.
|
| Msg_text | Die Meldung.
|
Sie können die gespeicherte Schlüsselverteilung mit dem SHOW
INDEX-Befehl überprüfen. See section 5.5.5.1 Informationen über Datenbank, Tabellen, Spalten und Indexe abrufen.
Wenn die Tabelle seit dem letzten ANALYZE TABLE-Befehl nicht
geändert wurde, wird sie nicht noch einmal analysiert.
FLUSH flush_option [,flush_option]
Wenn Sie einige der internen Caches, die MySQL benutzt, löschen wollen,
benutzen Sie den FLUSH-Befehl. Um FLUSH ausführen zu können,
müssen Sie die RELOAD-Berechtigung haben.
flush_option kann eine der folgenden sein:
HOSTS | Leert die Host-Cache-Tabellen. Sie sollten die
Host-Tabellen flushen, wenn einige Ihrer Hosts die IP-Nummer ändern oder
wenn Sie die Fehlermeldung Host ... is blocked erhalten. Wenn mehr
als max_connect_errors Fehler in einer Zeile für einen gegebenen
Host während der Verbindung zum MySQL-Server vorkommen, nimmt MySQL an,
dass etwas nicht stimmt und blockiert den Host von weiteren
Verbindungsversuchen. Wenn die Host-Tabellen geflusht werden, gestattet das
dem Host, einen erneuten Verbindungsversuch zu machen.
See section A.2.4 Host '...' is blocked-Fehler. Sie können mysqld mit -O
max_connection_errors=999999999 starten, um diese Fehlermeldung zu
vermeiden.
|
LOGS | Schließt alle Log-Dateien und öffnet sie danach
wieder. Wenn Sie die Update-Log-Datei oder eine binäre Log-Datei ohne
Erweiterung angegeben haben, wird die Erweiterungsnummer der Log-Datei um
eins relativ zur vorherigen Datei hoch gezählt. Wenn Sie eine Erweiterung
im Dateinamen benutzt haben, schließt MySQL die Update-Log-Datei und
öffnet sie danach wieder. See section 5.9.3 Die Update-Log-Datei. Das ist dasselbe, wie
dem mysqld-Server das SIGHUP-Signal senden.
|
PRIVILEGES | Lädt die Berechtigungen aus den
Berechtigungstabellen der mysql-Datenbank neu.
|
TABLES | Schließt alle offenen Tabellen und erzwingt, dass
alle Tabellen in Benutzung geschlossen werden.
|
[TABLE | TABLES] tabelle [,tabelle...] | Flusht nur die
angegebenen Tabellen.
|
TABLES WITH READ LOCK | Schließt alle offenen Tabellen und
sperrt alle Tabellen aller Datenbanken mit einer Lesesperre, bis man
UNLOCK TABLES ausführt. Das ist eine sehr bequeme Möglichkeit,
Datensicherungen zu erzeugen, wenn Sie ein Dateisystem wie Veritas haben,
das Schnappschüsse aufnehmen kann.
|
STATUS | Setzt alle Status-Variablen auf null zurück. Das
sollte man nur benutzen, wenn man eine Anfrage debuggt.
|
Jeden der oben genannten Befehle können Sie auch mit dem
mysqladmin-Dienstprogramm ausführen, indem Sie flush-hosts,
flush-logs, reload oder flush-tables-Befehle
eingeben.
Sehen Sie sich auch den RESET-Befehl an, der bei der Replikation
benutzt wird. See section 5.10.6 SQL-Befehle in Bezug auf Replikation.
KILL Thread_id
Jede Verbindung zu mysqld läuft durch einen separaten Thread. Sie
können sehen, welche Threads laufen, indem Sie den SHOW
PROCESSLIST-Befehl ausführen, und einen Thread killen, indem Sie den
KILL Thread_id-Befehl ausführen.
Wenn Sie die process-Berechtigung haben, können Sie alle Threads
sehen und killen. Ansonsten können Sie nur Ihre eigenen Threads sehen und
killen.
Sie können auch die mysqladmin processlist- und mysqladmin
kill-Befehle benutzen, um Threads einzusehen und zu killen.
Wenn Sie ein KILL ausführen, wird ein Thread-spezifischer kill
flag für den Thread gesetzt.
In den meisten Fällen kann es einige Zeit dauern, bis der Thread stirbt,
weil der kill-Flag nur in bestimmten Intervallen geprüft wird:
-
Bei
SELECT-, ORDER BY- und GROUP BY-Schleifen wird der
Flag geprüft, nachdem ein Block von Zeilen gelesen wurde. Wenn der
kill-Flag gesetzt ist, wird das Statement abgebrochen.
-
Bei
ALTER TABLE wird der kill-Flag geprüft, bevor jeder Block von
Zeilen aus der Original-Tabelle gelesen wird. Wenn der Flag gesetzt ist,
wird der Befehl abgebrochen und die temporäre Tabelle wird gelöscht.
-
Bei
UPDATE TABLE und DELETE TABLE wird der kill-Flag geprüft,
nachdem jeder Block gelesen wurde sowie nach jeder aktualisierten oder
gelöschten Zeile. Wenn der Flag gesetzt ist, wird das Statement
abgebrochen. Beachten Sie, dass die Änderungen nicht zurück gerollt
(Rollback) werden, wenn Sie keine Transaktionen benutzen!
-
GET_LOCK() wird mit NULL abgebrochen.
-
Ein
INSERT DELAYED-Thread flusht schnell alle Zeilen, die er im
Speicher hat, und stirbt.
-
Wenn der Thread im Tabellen-Lock-Handler ist (Status:
Locked), wird
die Tabellen-Sperre schnell abgebrochen.
-
Wenn der Thread bei einem
write-Aufruf auf freien Plattenplatz
wartet, wird der Schreibvorgang mit einer Meldung, dass die Platte voll
ist, abgebrochen.
SHOW DATABASES [LIKE platzhalter]
oder SHOW [OPEN] TABLES [FROM datenbank] [LIKE platzhalter]
oder SHOW [FULL] COLUMNS FROM tabelle [FROM datenbank] [LIKE platzhalter]
oder SHOW INDEX FROM tabelle [FROM datenbank]
oder SHOW TABLE STATUS [FROM datenbank] [LIKE platzhalter]
oder SHOW STATUS [LIKE platzhalter]
oder SHOW VARIABLES [LIKE platzhalter]
oder SHOW LOGS
oder SHOW [FULL] PROCESSLIST
oder SHOW GRANTS FOR benutzer
oder SHOW CREATE TABLE tabelle
oder SHOW MASTER STATUS
oder SHOW MASTER LOGS
oder SHOW SLAVE STATUS
SHOW stellt Informationen über Datenbanken, Tabellen, Spalten oder
Status-Informationen über den Server zur Verfügung. Wenn der LIKE
platzhalter-Teil benutzt wird, kann die platzhalter-Zeichenkette
eine Zeichenkette sein, die die SQL-`%'- und `_'-
Platzhalterzeichen benutzt.
Sie können datenbank.tabelle als Alternative zur tabelle FROM
datenbank-Syntax benutzen. Diese beiden Statements sind äquivalent:
mysql> SHOW INDEX FROM tabelle FROM datenbank;
mysql> SHOW INDEX FROM datenbank.tabelle;
SHOW DATABASES listet die Datenbanken auf dem MySQL-Server-Host auf.
Diese Liste erhalten Sie auch mit dem mysqlshow-Befehl.
SHOW TABLES listet die Tabellen in einer gegebenen Datenbank auf.
Sie erhalten diese Liste auch mit dem mysqlshow datenbank-Befehl.
HINWEIS: Wenn ein Benutzer keinerlei Berechtigungen für eine
Tabelle hat, wird die Tabelle in der Ausgabe von SHOW TABLES oder
mysqlshow datenbank nicht aufgeführt.
SHOW OPEN TABLES listet die Tabellen auf, die momentan im
Tabellen-Cache geöffnet sind. See section 6.4.6 Wie MySQL Tabellen öffnet und schließt. Das Comment-Feld
zeigt an, wie oft die Tabelle gecachet (cached) und in Benutzung
(in_use) ist.
SHOW COLUMNS listet die Spalten in einer gegebenen Tabelle auf. Wenn
Sie die FULL-Option angeben, erhalten Sie auch die Berechtigungen,
die Sie für jede Spalte besitzen. Wenn die Spaltentypen von dem abweichen,
was Sie erwarten, nämlich, was Sie im CREATE TABLE-Statement
angegeben haben, beachten Sie, dass MySQL manchmal Spaltentypen ändert.
See section 7.5.3.1 Stille Spaltentyp-Änderungen.
Das DESCRIBE-Statement gibt ähnliche Informationen wie SHOW
COLUMNS aus. See section 7.6.2 DESCRIBE-Syntax (Informationen über Spalten erhalten).
SHOW FIELDS ist ein Synonym für SHOW COLUMNS. SHOW
KEYS ist ein Synonym für SHOW INDEX. Sie können die Spalten oder
Indexe einer Tabelle auch mit mysqlshow Datenbanktabelle oder
mysqlshow -k Datenbanktabelle anzeigen.
SHOW INDEX gibt die Index-Informationen in einem Format aus, das dem
SQLStatistics-Aufruf in ODBC stark ähnelt. Folgende Spalten werden
zurückgegeben:
| Spalte | Bedeutung
|
Table | Name der Tabelle.
|
Non_unique | 0, wenn der Index keine Duplikate enthalten darf.
|
Key_name | Name des Indexes.
|
Seq_in_index | Spaltensequenznummer im Index, zählt ab 1.
|
Column_name | Spaltenname.
|
Collation | Wie die Spalte im Index sortiert ist.
In MySQL können diese Werte `A' (Ascending - aufsteigend)
oder NULL (Not sorted - unsortiert) sein.
|
Cardinality | Anzahl der eindeutigen Werte im Index.
Dieser Wert wird durch Laufenlassen von isamchk -a aktualisiert.
|
Sub_part | Anzahl der indizierten Zeichen, wenn die Spalte nur teilweise indiziert ist.
NULL, wenn der gesamte Schlüssel indiziert ist.
|
Comment | Verschiedene Anmerkungen. Momentan teilt es nur mit,
ob der Index FULLTEXT ist oder nicht.
|
Beachten Sie: Weil Cardinality basierend auf statistischen Werten
gezählt wird, die als Ganzzahlen gespeichert sind, ist es nicht
notwendigerweise bei kleinen Tabellen korrekt.
SHOW TABLE STATUS [FROM datenbank] [LIKE platzhalter]
SHOW TABLE STATUS (neu in Version 3.23) funktioniert wie SHOW
STATUS, zeigt aber viele weitere Informationen über jede Tabelle. Diese
Liste erhalten Sie auch mit dem mysqlshow --status datenbank-Befehl.
Folgende Spalten werden zurückgegeben:
| Spalte | Bedeutung
|
Name | Name der Tabelle.
|
Type | Typ der Tabelle. See section 8 MySQL-Tabellentypen.
|
Row_format | Das Zeilenspeicherformat (fest, dynamisch oder komprimiert).
|
Rows | Anzahl der Zeilen.
|
Avg_row_length | Durchschnittliche Zeilenlänge.
|
Data_length | Länge der Daten-Datei.
|
Max_data_length | Maximale Länge der Daten-Datei.
|
Index_length | Länge der Index-Datei.
|
Data_free | Anzahl der zugewiesenen (allocated), aber nicht benutzten Bytes.
|
Auto_increment | Nächster autoincrement-Wert.
|
Create_time | Wann die Tabelle erzeugt wurde.
|
Update_time | Wann die Daten-Datei das letzte Mal aktualisiert wurde.
|
Check_time | Wann die Tabelle das letzte Mal geprüft wurde.
|
Create_options | Zusätzliche Optionen, die beim CREATE TABLE benutzt wurden.
|
Comment | Der Kommentar, der beim Erzeugen der Tabelle angegeben wurde (oder einige Informationen, warum MySQL nicht auf die Tabelleninformationen zugreifen konnte).
|
Bei InnoDB-Tabellen wird im Tabellenkommentar der freie Platz im
Tablespace ausgegeben.
SHOW STATUS zeigt Server-Status-Informationen an (wie
mysqladmin extended-status). Die Ausgabe ähnelt der unten stehenden,
obwohl Format und Anzahl der Zeilen wahrscheinlich abweichen:
+--------------------------+------------+
| Variable_name | Value |
+--------------------------+------------+
| Aborted_clients | 0 |
| Aborted_connects | 0 |
| Bytes_received | 155372598 |
| Bytes_sent | 1176560426 |
| Connections | 30023 |
| Created_tmp_disk_tables | 0 |
| Created_tmp_tables | 8340 |
| Created_tmp_files | 60 |
| Delayed_insert_Threads | 0 |
| Delayed_writes | 0 |
| Delayed_errors | 0 |
| Flush_commands | 1 |
| Handler_delete | 462604 |
| Handler_read_first | 105881 |
| Handler_read_key | 27820558 |
| Handler_read_next | 390681754 |
| Handler_read_prev | 6022500 |
| Handler_read_rnd | 30546748 |
| Handler_read_rnd_next | 246216530 |
| Handler_update | 16945404 |
| Handler_write | 60356676 |
| Key_blocks_used | 14955 |
| Key_read_requests | 96854827 |
| Key_reads | 162040 |
| Key_write_requests | 7589728 |
| Key_writes | 3813196 |
| Max_used_connections | 0 |
| Not_flushed_key_blocks | 0 |
| Not_flushed_delayed_rows | 0 |
| Open_tables | 1 |
| Open_files | 2 |
| Open_streams | 0 |
| Opened_tables | 44600 |
| Questions | 2026873 |
| Select_full_join | 0 |
| Select_full_range_join | 0 |
| Select_range | 99646 |
| Select_range_check | 0 |
| Select_scan | 30802 |
| Slave_running | OFF |
| Slave_open_temp_tables | 0 |
| Slow_launch_threads | 0 |
| Slow_queries | 0 |
| Sort_merge_passes | 30 |
| Sort_range | 500 |
| Sort_rows | 30296250 |
| Sort_scan | 4650 |
| Table_locks_immediate | 1920382 |
| Table_locks_waited | 0 |
| Threads_cached | 0 |
| Threads_created | 30022 |
| Threads_connected | 1 |
| Threads_running | 1 |
| Uptime | 80380 |
+--------------------------+------------+
The status variables listed höher have the following Bedeutung:
| Variable | Bedeutung
|
Aborted_clients | Anzahl der Verbindungen, die abgebrochen
wurden, weil der Client starb, ohne die Verbindung ordnungsgemäß zu
schließen. See section A.2.9 Kommunikationsfehler / Abgebrochene Verbindung.
|
Aborted_connects | Anzahl der fehlgeschlagenen Versuche,
sich mit dem MySQL-Server zu verbinden. See section A.2.9 Kommunikationsfehler / Abgebrochene Verbindung.
|
Bytes_received | Anzahl der Bytes, die von allen Clients
empfangen wurden.
|
Bytes_sent | Anzahl der Bytes, die an alle Clients gesendet
wurden.
|
Connections | Anzahl der Verbindungsversuche zum MySQL-Server.
|
Created_tmp_disk_tables | Anzahl der (implizit) auf der
Platte erzeugten temporären Tabellen bei der Ausführung von Statements.
|
Created_tmp_tables | Anzahl der (implizit) im
Arbeitsspeicher erzeugten temporären Tabellen bei der Ausführung von
Statements.
|
Created_tmp_files | Wie viele temporäre Dateien
mysqld erzeugt hat.
|
Delayed_insert_Threads | Anzahl der verzögerten
Insert-Handler-Threads in Benutzung.
|
Delayed_writes | Anzahl der Zeilen, die mit INSERT
DELAYED geschrieben wurden.
|
Delayed_errors | Anzahl der Zeilen, die mit INSERT
DELAYED geschrieben wurden, und bei denen irgend ein Fehler auftrat
(wahrscheinlich duplicate key).
|
Flush_commands | Anzahl der ausgeführten FLUSH-Befehle.
|
Handler_delete | Wie oft eine Zeile aus einer Tabelle
gelöscht wurde.
|
Handler_read_first | Wie oft der erste Eintrag aus einem
Index gelesen wurde. Wenn dieser Wert hoch ist, legt das nahe, dass der
Server viele komplette Index-Scans macht (zum Beispiel SELECT spalte1
FROM foo, unter der Annahme, dass spalte1 indiziert ist).
|
Handler_read_key | Anzahl der Anfragen, eine Zeile
basierend auf einem Schlüssel zu lesen. Wenn dieser Wert hoch ist, ist das
ein gutes Indiz dafür, dass Ihre Anfragen und Tabellen korrekt indiziert
sind.
|
Handler_read_next | Anzahl der Anfragen, die nächste Zeile
in der Reihenfolge des Schlüssels zu lesen. Dieser Wert wird herauf
gezählt, wenn Sie eine Index-Spalte mit einer Bereichsbeschränkung (Limit)
abfragen. Er wird ebenfalls herauf gezählt, wenn Sie einen Index-Scan
durchführen.
|
Handler_read_rnd | Anzahl der Anfragen, eine Zeile
basierend auf einer festen Position zu lesen. Dieser Wert wird hoch sein,
wenn Sie viele Anfragen ausführen, die erfordern, dass das Ergebnis
sortiert wird.
|
Handler_read_rnd_next | Anzahl der Anfragen, die nächste
Zeile in der Daten-Datei zu lesen. Dieser Wert wird hoch sein, wenn Sie
viele Tabellen-Scans durchführen. Im Allgemeinen weist das darauf hin, dass
Ihre Tabellen nicht korrekt indiziert sind, oder dass Ihre Anfragen nicht
so geschrieben sind, dass Sie Vorteile aus den Indexen ziehen, die Sie
haben.
|
Handler_update | Anzahl der Anfragen, eine Zeile in einer
Tabelle zu aktualisieren.
|
Handler_write | Anzahl der Anfragen, eine Zeile in eine
Tabelle einzufügen.
|
Key_blocks_used | Die Anzahl der benutzten Blocks im
Schlüssel-Cache.
|
Key_read_requests | Die Anzahl der Anfragen, einen
Schlüssel-Block aus dem Cache zu lesen.
|
Key_reads | Die Anzahl physikalischer Lesezugriffen eines
Schlüssel-Blocks von der Platte.
|
Key_write_requests | Die Anzahl der Anfragen, einen
Schlüssel-Block in den Cache zu schreiben.
|
Key_writes | Die Anzahl physikalischer Schreibvorgänge
eines Schlüssel-Blocks auf Platte.
|
Max_used_connections | Die höchste Anzahl von Verbindungen,
die gleichzeitig in Benutzung sind.
|
Not_flushed_key_blocks | Schlüssel-Blöcke im
Schlüssel-Cache, die verändert wurden, aber noch nicht auf die Platte
zurück geschrieben (flush).
|
Not_flushed_delayed_rows | Anzahl der Zeilen, die in
INSERT DELAY-Warteschleifen darauf warten, geschrieben zu werden.
|
Open_tables | Anzahl der offenen Tabellen.
|
Open_files | Anzahl der offenen Dateien.
|
Open_streams | Anzahl der offenen Streams (hauptsächlich
zum Loggen benutzt).
|
Opened_tables | Anzahl der Tabellen, die geöffnet wurden.
|
Select_full_join | Anzahl der Joins ohne Schlüssel (sollte
0 sein).
|
Select_full_range_join | Anzahl der Joins, bei denen eine
Bereichssuche auf die Referenztabelle statt fand.
|
Select_range | Anzahl der Joins, bei denen Bereiche auf die
erste Tabelle benutzt wurden. (Es ist normalerweise unkritisch, wenn dieser
Wert hoch ist.)
|
Select_scan | Anzahl der Joins, bei denen die erste Tabelle
gescannt wurde.
|
Select_range_check | Anzahl der Joins ohne Schlüssel, bei
denen nach jeder Zeile auf Schlüsselbenutzung geprüft wurde (sollte 0
sein).
|
Questions | Anzahl der Anfragen, die zum Server geschickt
wurden.
|
Slave_open_temp_tables | Anzahl der temporären Tabellen,
die momentan vom Slave-Thread geöffnet sind.
|
Slow_launch_threads | Anzahl der Threads, die länger als
slow_launch_time brauchten, um sich zu verbinden.
|
Slow_queries | Anzahl der Anfragen, die länger als
long_query_time benötigten. See section 5.9.5 Die Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen.
|
Sort_merge_passes | Anzahl der Verschmelzungen (Merge), die
von einem Sortiervorgang benötigt wurden. Wenn dieser Wert hoch ist,
sollten Sie in Betracht ziehen, sort_buffer herauf zu setzen.
|
Sort_range | Anzahl der Sortiervorgänge, die mit Bereichen
durchgeführt wurden.
|
Sort_rows | Anzahl der sortierten Zeilen.
|
Sort_scan | Anzahl der Sortiervorgänge, die durchgeführt
wurden, indem die Tabelle gescannt wurde.
|
Table_locks_immediate | Wie oft eine Tabellensperre sofort
erlangt wurde. Verfügbar nach Version 3.23.33.
|
Table_locks_waited | Wie oft eine Tabellensperre nicht
sofort erlangt werden konnte und gewartet werden musst. Wenn dieser Wert
hoch ist und Sie Performance-Probleme haben, sollten Sie zunächst Ihre
Anfragen optimieren und dann entweder Ihre Tabelle(n) zerteilen oder
Replikation benutzen. Verfügbar nach Version 3.23.33.
|
Threads_cached | Anzahl der Threads im Thread-Cache.
|
Threads_connected | Anzahl der momentan offenen
Verbindungen.
|
Threads_created | Anzahl der Threads, die zur Handhabung
von Verbindungen erzeugt wurden.
|
Threads_running | Anzahl der Threads, die nicht schlafen.
|
Uptime | Seit wie vielen Sekunden der Server hoch gefahren
ist.
|
Einige Anmerkungen zum oben Aufgeführten:
-
Wenn
Opened_tables hoch ist, ist Ihre table_cache-Variable
wahrscheinlich zu niedrig.
-
Wenn
key_reads hoch ist, ist Ihr key_cache wahrscheinlich zu
klein. Die Cache-Zugriffsrate kann mit key_reads /
key_read_requests berechnet werden.
-
Wenn
Handler_read_rnd hoch ist, haben Sie wahrscheinlich viele
Anfragen, die MySQL zwingen, ganze Tabellen zu scannen, oder Sie haben
Joins, die Schlüssel nicht richtig benutzen.
-
Wenn
Threads_created hoch ist, sollten Sie eventuell die
Thread_cache_size-Variable herauf setzen.
-
Wenn
Created_tmp_disk_tables hoch ist, sollten Sie eventuell die
tmp_table_size-Variable herauf setzen, damit temporäre Tabellen im
Speicher erzeugt werden statt auf der Platte.
SHOW VARIABLES [LIKE platzhalter]
SHOW VARIABLES zeigt die Werte einiger MySQL-Systemvariablen. Sie
erhalten diese List auch mit dem mysqladmin variables-Befehl. Wenn
die Vorgabewerte unpassend sind, können Sie die meisten dieser Variablen
mit Kommandozeilenoptionen setzen, wenn Sie mysqld hoch fahren.
See section 5.1.1 mysqld-Kommandozeilenoptionen.
Die Ausgabe ähnelt der unten stehenden,
obwohl Format und Anzahl der Zeilen wahrscheinlich abweichen:
+-------------------------+---------------------------+
| Variable_name | Value |
+-------------------------+---------------------------+
| ansi_mode | OFF |
| back_log | 50 |
| basedir | /my/monty/ |
| bdb_cache_size | 16777216 |
| bdb_log_buffer_size | 32768 |
| bdb_home | /my/monty/data/ |
| bdb_max_lock | 10000 |
| bdb_logdir | |
| bdb_shared_data | OFF |
| bdb_tmpdir | /tmp/ |
| binlog_cache_size | 32768 |
| concurrent_insert | ON |
| connect_timeout | 5 |
| datadir | /my/monty/data/ |
| delay_key_write | ON |
| delayed_insert_limit | 100 |
| delayed_insert_timeout | 300 |
| delayed_queue_size | 1000 |
| flush | OFF |
| flush_time | 0 |
| have_bdb | YES |
| have_innodb | YES |
| have_raid | YES |
| have_openssl | NO |
| init_file | |
| interactive_timeout | 28800 |
| join_buffer_size | 131072 |
| key_buffer_size | 16776192 |
| language | /my/monty/share/english/ |
| large_files_support | ON |
| log | OFF |
| log_update | OFF |
| log_bin | OFF |
| log_slave_updates | OFF |
| long_query_time | 10 |
| low_priority_updates | OFF |
| lower_case_table_names | 0 |
| max_allowed_packet | 1048576 |
| max_binlog_cache_size | 4294967295 |
| max_connections | 100 |
| max_connect_errors | 10 |
| max_delayed_threads | 20 |
| max_heap_table_size | 16777216 |
| max_join_size | 4294967295 |
| max_sort_length | 1024 |
| max_tmp_tables | 32 |
| max_write_lock_count | 4294967295 |
| myisam_recover_options | DEFAULT |
| myisam_sort_buffer_size | 8388608 |
| net_buffer_length | 16384 |
| net_read_timeout | 30 |
| net_retry_count | 10 |
| net_write_timeout | 60 |
| open_files_limit | 0 |
| pid_file | /my/monty/data/donna.pid |
| port | 3306 |
| protocol_version | 10 |
| record_buffer | 131072 |
| query_buffer_size | 0 |
| safe_show_database | OFF |
| server_id | 0 |
| skip_locking | ON |
| skip_networking | OFF |
| skip_show_database | OFF |
| slow_launch_time | 2 |
| socket | /tmp/mysql.sock |
| sort_buffer | 2097116 |
| table_cache | 64 |
| table_type | MYISAM |
| Thread_cache_size | 4 |
| Thread_stack | 65536 |
| tmp_table_size | 1048576 |
| tmpdir | /tmp/ |
| version | 3.23.29a-gamma-debug |
| wait_timeout | 28800 |
+-------------------------+---------------------------+
Jede Option ist unten beschrieben. Die Werte für Puffergrößen, Längen und
Stack-Größen sind in Bytes angegeben. Sie können Wert mit den Suffixen
`K' oder `M' angeben, um Kilobytes oder Megabytes zu
kennzeichnen. 16M zum Beispiel bedeutet 16 Megabytes. Bei den
Suffixen spielt Groß-/Kleinschreibung keine Rolle, 16M und
16m sind äquivalent:
ansi_mode.
-
Ist
ON, wenn mysqld mit --ansi gestartet wurde.
See section 2.7.2 MySQL im ANSI-Modus laufen lassen.
back_log
-
Die Anzahl unerledigter Verbindungsanforderung, die MySQL haben kann. Dies
kommt ins Spiel, wenn der Haupt-Thread von MySQL SEHR viele
Verbindungsanforderungen in sehr kurzer Zeit erhält. Dann dauert es etwas
(wenngleich sehr kurz), damit der Haupt-Thread die Verbindung prüfen und
einen neuen Thread starten kann. Der
back_log-Wert zeigt an, wie
viele Verbindungen während dieser kurzen Zeit gestapelt (gestackt) werden können, bevor
MySQL für einen Moment aufhört, neue Anforderungen zu beantworten. Sie
brauchen diesen Wert nur dann herauf setzen, wenn Sie eine große Zahl von
Verbindungen in kurzer Zeit erwarten.
Mit anderen Worten ist dieser Wert die Größe der Listen-Queue
(Warteschlange) für herein kommende TCP/IP-Verbindungen. Ihr Betriebssystem
hat seine eigene Beschränkung hinsichtlich der Größe dieser Queue. Die
Handbuchseiten zum Unix-listen(2)-System sollten hier weitere
Details haben. Sehen Sie in der Dokumentation Ihres Betriebssystems nach,
wie hoch der Wert dieser Variablen maximal sein kann. Wenn Sie versuchen,
back_log höher als die Begrenzung Ihres Betriebssystems zu setzen,
ist das ineffektiv.
basedir
-
Der Wert der
--basedir-Option.
bdb_cache_size
-
Der zugewiesene Puffer, um Index und Zeilen bei
BDB-Tabellen zu
cachen. Wenn Sie keine BDB-Tabellen benutzen, sollten Sie
mysqld mit --skip-bdb starten, um für diesen Cache keinen
Arbeitsspeicher zu verschwenden.
bdb_log_buffer_size
-
Der zugewiesene Puffer, um Index und Zeilen bei
BDB-Tabellen zu
cachen. Wenn Sie keine BDB-Tabellen benutzen, sollten Sie diesen
Wert auf o setzen und mysqld mit --skip-bdb starten, um für
diesen Cache keinen Arbeitsspeicher zu verschwenden.
bdb_home
-
Der Wert der
--bdb-home-Option.
bdb_max_lock
-
Die maximale Anzahl von Sperren (Vorgabewert: 1000), die bei einer
BDB-Tabelle aktiv sein können. Sie sollten diesen Wert herauf
setzen, wenn Sie Fehler folgender Art bekommen: bdb:
Lock table is out of available locks oder Got error 12 from ...,
wenn Sie lange Transaktionen durchführen oder wenn mysqld viele
Zeile untersuchen muss, um die Anfrage zu berechnen.
bdb_logdir
-
Der Wert der
--bdb-logdir-Option.
bdb_shared_data
-
Ist
ON, wenn Sie --bdb-shared-data benutzen.
bdb_tmpdir
-
Der Wert der
--bdb-tmpdir-Option.
binlog_cache_size. Die Größe des Caches, in dem
-
SQL-Statements für das Binär-Log während einer Transaktion vorgehalten
werden. Wenn Sie oft große, aus vielen Statements bestehende Transaktionen
durchführen, können Sie diesen Wert herauf setzen, um mehr Performance zu
erzielen. See section 7.7.1
BEGIN/COMMIT/ROLLBACK-Syntax.
character_set
-
Der vorgabemäßige Zeichensatz.
character_sets
-
Die unterstützten Zeichensätze.
concurrent_inserts
-
Falls
ON (Vorgabe), läßt MySQL INSERT auf
MyISAM-Tabellen zu, auf die zur gleichen Zeit SELECT-Anfragen
laufen. Sie können diese Option ausschalten, indem Sie mysqld mit
--safe oder --skip-new starten.
connect_timeout
-
Die Anzahl von Sekunden, die der
mysqld-Server auf ein
Verbindungspaket wartet, bevor er mit Bad handshake antwortet.
datadir
-
Der Wert der
--datadir-Option.
delay_key_write
-
Falls angeschaltet (Vorgabe), akzeptiert MySQL die
delay_key_write-Option von CREATE TABLE. Das heißt, dass der
Schlüsselpuffer für Tabellen bei dieser Option nicht bei jeder
Index-Aktualisierung auf Platte zurückgeschrieben (flush) wird, sondern
nur, wenn eine Tabelle geschlossen wird. Das beschleunigt Schreibvorgänge
auf Schlüssel ganz erheblich, aber Sie sollten eine automatische Prüfung
aller Tabellen mit myisamchk --fast --force hinzufügen, wenn Sie
diese Option benutzen. Beachten Sie: Wenn Sie mysqld mit der
--delay-key-write-for-all-tables-Option startet, heißt das, dass
alle Tabelle so behandelt werden, als wenn sie mit der
delay_key_write-Option erzeugt worden wären. Sie können diesen Flag
löschen, wenn Sie mysqld mit --skip-new oder
--safe-mode starten.
delayed_insert_limit
-
Nachdem
delayed_insert_limit Zeilen eingefügt wurden, prüft der
INSERT DELAYED-Handler, ob noch irgend welche
SELECT-Statements anhängig sind. Falls ja, wird deren Ausführung
zugelassen, bevor weiter gemacht wird.
delayed_insert_timeout
-
Wie lange ein
INSERT DELAYED-Thread auf INSERT-Statements
warten soll, bevor abgebrochen wird.
delayed_queue_size
-
Welche Warteschleifen-(Queue)-Speichergröße (in Zeilen) für die Handhabung
von
INSERT DELAYED zugewiesen werden soll. Wenn die Queue voll ist,
wartet jeder Client, der INSERT DELAYED ausführt, bis es wieder
Platz in der Queue gibt.
flush
-
Ist
ON, wenn Sie MySQL mit der --flush-Option gestartet
haben.
flush_time
-
Wenn diese Variable auf einen Wert ungleich 0 gesetzt wird, dann werden
alle
flush_time Sekunden alle Tabelle geschlossen (um Ressourcen
frei zu geben und Dinge auf Platte zurück zu schreiben). Diese Option
empfehlen wir nur auf Windows 95, Windows 98 oder auf Systemen, auf denen
Sie sehr wenige Ressourcen haben.
have_bdb
-
Ist
YES, wenn mysqld Berkeley-DB-Tabellen unterstützt. Ist
DISABLED, wenn --skip-bdb benutzt wird.
have_innodb
-
Ist
YES, wenn mysqld InnoDB-Tabellen unterstützt. Ist
DISABLED, wenn --skip-innodb benutzt wird.
have_raid
-
Ist
YES, wenn mysqld die RAID-Option unterstützt.
have_openssl
-
Ist
YES, wenn mysqld SSL (Verschlüsselung) auf dem
Client-/Server-Protokoll unterstützt.
init_file
-
Der Name der Datei, die mit der
--init-file-Option angegeben wurde,
als Sie den Server starteten. Das ist eine Datei mit SQL-Statements, die
der Server beim Start ausführen soll.
interactive_timeout
-
Die Anzahl von Sekunden, die der Server bei einer interaktiven Verbindung
wartet, bis er sie schließt. Ein interaktiver Client ist definiert als
Client, der die
CLIENT_INTERACTIVE-Option für
mysql_real_connect() benutzt. Siehe auch wait_timeout.
join_buffer_size
-
Die Größe des Puffers, der für volle Joins benutzt wird (Joins, die keine
Indexe benutzen). Der Puffer wird einmal pro vollem Join zwischen zwei
Tabellen zugewiesen. Setzen Sie diesen Wert herauf, um einen schnelleren
vollen Join zu erhalten, wenn das Addieren von Indexen nicht möglich ist.
(Normalerweise ist die beste Art, schnelle Joins zu erhalten, das Addieren
von Indexen.)
key_buffer_size
-
Index-Blöcke werden gepuffert und von allen Threads geteilt.
key_buffer_size ist die Größe des Puffers, der für Index-Blöcke
benutzt wird.
Setzen Sie diesen Wert herauf, um eine bessere Index-Handhabung zu erzielen
(für alle Lesevorgänge und für mehrfache Schreibvorgänge), so weit, wie Sie
es sich leisten können; 64 MB auf einer 256-MB-Maschine, auf der
hauptsächlich MySQL läuft, ist ein gebräuchlicher Wert. Wenn Sie diesen
Wert allerdings zu hoch setzen (mehr als 50% Ihres gesamten
Arbeitsspeichers), kann es sein, dass Ihr System anfängt auszulagern
(Paging), was SEHR langsam werden kann. Denken Sie daran, dass Sie Platzt
für den Dateisystem-Cache des Betriebssystems lassen müssen, weil MySQL
Daten-Lesen nicht cachet.
Sie können die Performance des Schlüsselpuffers mit show status
überprüfen und sich die Variablen Key_read_requests,
Key_reads, Key_write_requests und Key_writes ansehen.
Das Verhältnis Key_reads/Key_read_request sollte normalerweise <
0,01 sein. Key_write/Key_write_requests ist üblicherweise nahe 1,
wenn Sie hauptsächlich Aktualisieren (Update) und Löschen (Delete)
ausführen, kann aber sehr viel kleiner werden, wenn Sie tendenziell
Aktualisierungen ausführen, die viele Zeilen gleichzeitig betreffen, oder
wenn Sie delay_key_write benutzen. See section 5.5.5 SHOW-Syntax.
Um noch mehr Geschwindigkeit beim Schreiben vieler Zeilen auf einmal zu
erhalten, benutzen Sie LOCK TABLES. See section 7.7.2 LOCK TABLES/UNLOCK TABLES-Syntax.
language
-
Die Sprache, in der Fehlermeldungen ausgegeben werden.
large_file_support
-
Ob
mysqld mit Optionen für die Unterstützung großer Dateien
kompiliert wurde.
locked_in_memory
-
Ob
mysqld mit --memlock in den Speicher gesperrt wurde.
log
-
Ob das Loggen aller Anfragen angeschaltet ist.
log_update
-
Ob das Update-Log angeschaltet ist.
log_bin
-
Ob das Binär-Log angeschaltet ist.
log_slave_updates
-
Ob Aktualisierungen vom Slave geloggt werden sollen.
long_query_time
-
Wenn eine Anfrage länger als diesen Wert (in Sekunden) benötigt, wird der
Slow_queries-Zähler hoch gezählt. Wenn Sie --log-slow-queries
benutzen, wird die Anfrage in die Slow-Query-Logdatei geschrieben.
See section 5.9.5 Die Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen.
lower_case_table_names
-
Wenn auf 1 gesetzt, werden Tabellennamen in Kleinschreibung auf Platte
gespeichert. Tabellennamen sind dann unabhängig von der verwendeten
Groß-/Kleinschreibung.
See section A.5.1 Groß-/Kleinschreibung beim Suchen.
max_allowed_packet
-
Die maximale Größe eine Pakets. Der Nachrichtenpuffer wird auf
net_buffer_length Bytes Länge initialisiert, kann aber wenn nötig
bis zu max_allowed_packet Bytes Groß werden. Der Vorgabewert ist
klein, um große (möglicherweise falsche) Pakete abzufangen. Sie müssen
diesen Wert erhöhen, wenn Sie große BLOB-Spalten verwenden. Er
sollte so Groß sein wie die größte BLOB-Spalte, die Sie verwenden
wollen. Das aktuelle Protokoll begrenzt max_allowed_packet auf 16 MB.
max_binlog_cache_size
-
Wenn eine Transaktion aus mehreren Statements mehr als diese Speichermenge
benötigt, erhält man den Fehler "Multi-Statement transaction required more
than 'max_binlog_cache_size' bytes of storage".
max_binlog_size
-
Verfügbar nach Version 3.23.33. Wenn ein Schreibvorgang ins binäre
(Replikations-) Log den angegebenen Wert übersteigt, werden die Logs
rotiert. Sie können den Wert auf weniger als 1024 Bytes setzen oder auf
mehr als 1 GB. Vorgabe ist 1 GB.
max_connections
-
Die Anzahl von Clients, die gleichzeitig verbunden sind. Wenn Sie diesen
Wert hoch setzen, wird die Anzahl der Datei-Deskriptoren heraufgesetzt, die
mysqld benötigt. Siehe weiter unten, Bemerkungen zu Beschränkungen
bei Datei-Deskriptoren. See section A.2.5 Too many connections-Fehler.
max_connect_errors
-
Wenn es mehr als diese Anzahl unterbrochener Verbindungen von einem Host
gibt, wird dieser Host von weiteren Verbindungen abgeschnitten. Sie können
diese Sperre mit dem
FLUSH HOSTS-Befehl aufheben.
max_delayed_Threads
-
Nicht mehr als diese Anzahl von Threads zulassen, um
INSERT
DELAYED-Statements abzuarbeiten. Wenn Sie versuchen, Daten in eine neue
Tabelle einzufügen, wenn alle INSERT DELAYED-Threads in Benutzung
sind, wird die Zeile eingefügt, als ob das DELAYED-Attribut nicht
angegeben wäre.
max_heap_table_size
-
Kein Erzeugen von Heap-Tabellen zulassen, die größer als dieser Wert sind.
max_join_size
-
Joins, die wahrscheinlich mehr als
max_join_size Datensätze lesen
werden, geben einen Fehler zurück. Setzen Sie diesen Wert, wenn Ihre
Benutzer dazu neigen, Joins auszuführen, denen eine WHERE-Klausel
fehlt und die daher lange Zeit benötigen und womöglich Millionen von Zeilen
zurück geben.
max_sort_length
-
Die Anzahl von Bytes, die beim Sortieren von
BLOB- oder
TEXT-Werten benutzt werden (nur die ersten max_sort_length
Bytes jedes Werts werden benutzt, der Rest wird ignoriert).
max_user_connections
-
Die maximale Anzahl aktiver Verbindungen für einen einzelnen Benutzer (0 =
keine Beschränkung).
max_tmp_tables
-
(Diese Option macht bislang noch nichts.)
Maximale Anzahl von temporären Tabellen, die ein Client zur selben Zeit
offen halten darf.
max_write_lock_count
-
Nach dieser Anzahl Schreibsperren wird einigen Lesesperren erlaubt,
zwischendurch zu laufen.
myisam_recover_options
-
Der Wert der
--myisam-recover-Option.
myisam_sort_buffer_size
-
Der Puffer, der beim Sortieren des Indexes zugewiesen wird, wenn man ein
REPAIR oder ausführt oder Indexe mit CREATE INDEX oder
ALTER TABLE erzeugt.
myisam_max_extra_sort_file_size.
-
Wenn das Erzeugen der temporären Datei für schnelle Index-Erzeugung um
diesen Wert größer sein würde als die Benutzung des Schlüssel-Caches, wird
die Schlüssel-Cache-Methode bevorzugt. Wird hauptsächlich benutzt, um lange
Zeichen-Schlüssel in großen Tabellen zu zwingen, die langsamere
Schlüssel-Cache-Methode zu benutzen, um den Index zu erzeugen.
HINWEIS: Dieser Parameter wird in Megabytes angegeben!
myisam_max_sort_file_size
-
Die maximale Größe der temporären Datei, die MySQL benutzen darf, während
es den Index erzeugt (während
REPAIR, ALTER TABLE oder
LOAD DATA INFILE). Wenn die Datei größer als dieser Wert würde, wird
der Index über den Schlüssel-Cache erzeugt (was langsamer ist).
HINWEIS: Dieser Parameter wird in Megabytes angegeben!
net_buffer_length
-
Der Kommunikationspuffer wird zwischen Anfragen auf diesen Wert zurück
gesetzt. Normalerweise sollte das nicht geändert werden, aber wenn Sie sehr
wenig Arbeitsspeicher haben, können Sie ihn auf die erwartete Größe einer
Anfrage setzen (also die erwartete Länge von SQL-Statements, die von
Clients gesendet werden. Wenn Statements diese Länge überschreiten, wird
der Puffer automatisch vergrößert, bis zu
max_allowed_packet Bytes.)
net_read_timeout
-
Anzahl von Sekunden, die auf weitere Daten von einer Verbindung gewartet
wird, bevor das Lesen abgebrochen wird. Beachten Sie: Wenn keine Daten von
einer Verbindung erwartet werden, ist der Timeout durch
write_timeout definiert. Siehe auch slave_read_timeout.
net_retry_count
-
Wenn ein Lesevorgang auf einem Kommunikations-Port unterbrochen wird, wird
so oft wie angegeben neu versucht, bevor aufgegeben wird. Dieser Wert
sollte auf
FreeBSD recht hoch sein, weil interne
Unterbrechnungsanforderungen (Interrupts) an alle Threads gesendet werden.
net_write_timeout
-
Anzahl von Sekunden, die auf das Schreiben eines Blocks zu einer Verbindung
gewartet wird, bis das Schreiben abgebrochen wird.
open_files_limit
-
Wenn dieser Wert ungleich 0 ist, benutzt
mysqld Datei-Deskriptoren,
die mit setrlimit() benutzt werden. Wenn dieser Wert gleich 0 ist,
reserviert mysqld max_connections * 5 oder
max_connections + table_cache * 2 (je nachdem, was größer ist)
Anzahl von Dateien. Sie sollten diesen Wert herauf setzen, wenn
mysqld Ihnen die Fehlermeldung 'Too many open files' gibt.
pid_file
-
Der Wert der
--pid-file-Option.
port
-
Der Wert der
--port-Option.
protocol_version
-
Die Protokoll-Version, die vom MySQL-Server benutzt wird.
record_buffer
-
Jeder Thread, der einen sequentiellen Scan ausführt, alloziert einen Puffer
dieser Größe für jede Tabelle, die er scannt. Wenn Sie viele sequentielle
Scans ausführen, sollten Sie diesen Wert herauf setzen.
record_rnd_buffer
-
Wenn Zeilen nach einem Sortiervorgang in sortierter Reihenfolge gelesen
werden, werden die Zeilen aus diesem Puffer gelesen, um Suchvorgänge auf
der Platte zu vermeiden. Wenn dieser Wert nicht gesetzt ist, wird er auf
den Wert von
record_buffer gesetzt.
query_buffer_size
-
Die anfängliche Zuweisung des Anfragen-Puffers. Wenn die meisten Ihrer
Anfragen lang sind (zum Beispiel beim Einfügen von Blobs), sollten Sie
diesen Wert herauf setzen!
safe_show_databases
-
Keine Datenbanken zeigen, wenn der Benutzer keinerlei Datenbank- oder
Tabellen-Berechtigungen dafür hat. Das kann die Sicherheit erhöhen, wenn
Sie sich Sorgen machen, dass Leute in der Lage sind zu sehen, welche
Datenbanken andere Benutzer haben. Siehe auch
skip_show_databases.
server_id
-
Der Wert der
--server-id-Option.
skip_locking
-
Ist
OFF, wenn mysqld externes Sperren benutzt.
skip_networking
-
Ist
ON, wenn nur lokale (Socket-) Verbindungen zugelassen sind.
skip_show_databases
-
Hält Leute davon ab,
SHOW DATABASES zu benutzen, wenn sie keine
the PROCESS_PRIV-Berechtigung haben. Das kann die Sicherheit erhöhen, wenn
Sie sich Sorgen machen, dass Leute in der Lage sind zu sehen, welche
Datenbanken andere Benutzer haben. Siehe auch safe_show_databases.
slave_read_timeout
-
Anzahl von Sekunden, die auf weitere Daten von einer
Master-/Slave-Verbindung gewartet wird, bevor das Lesen abgebrochen wird.
slow_launch_time
-
Wenn das Erzeugen des Threads länger als dieser Wert (in Sekunden) dauert,
word der
Slow_launch_threads-Zähler herauf gezählt.
socket
-
Der Unix-Socket, der vom Server benutzt wird.
sort_buffer
-
Jeder Thread, der einen Sortierdurchgang durchführen muss, alloziert einen
Puffer dieser Größe. Setzen Sie diesen Wert herauf, um schnellere
ORDER BY- oder GROUP BY-Operationen zu erhalten.
See section A.4.4 Wohin MySQL temporäre Dateien speichert.
table_cache
-
Die Anzahl offener Tabellen für alle Threads. Wenn dieser Wert herauf
gesetzt wird, erhöht sich die Anzahl von Datei-Deskriptoren, die
mysqld benötigt. Sie können prüfen, ob Sie den Tabellen-Cache
vergrößern müssen, indem Sie die Opened_tables-Variable prüfen.
See section 5.5.5 SHOW-Syntax. Wenn diese Variable sehr Groß ist und Sie FLUSH TABLES
nicht oft brauchen (was lediglich alle Tabellen zwingt, geschlossen und
wieder geöffnet zu werden), sollten Sie den Wert dieser Variablen herauf
setzen.
Wegen weiterer Informationen zum Tabellen-Cache sehen Sie unter
section 6.4.6 Wie MySQL Tabellen öffnet und schließt nach.
table_type
-
Der vorgabemäßige Tabellentyp.
thread_cache_size
-
Wie viele Threads in einem Cache für weitere Benutzung offen gehalten
werden sollen. Wenn eine Client die Verbindung schließt, werden die
Threads des Clients in den Cache geschrieben, wenn es nicht mehr als
Thread_cache_size Threads als vorher gibt. Alle neuen Threads werden
zuerst aus dem Cache genommen und nur, wenn der Cache leer ist, wird ein
neuer Thread erzeugt. Diese Variable kann hoch gesetzt werden, um die
Performance zu verbessern, wenn Sie sehr viele neue Verbindungen haben.
(Normalerweise führt das nicht zu namhafter Performance-Steigerung, wenn
Sie eine gute Thread-Implementierung haben.) Wie effizient der aktuelle
Thread-Cache für Sie ist, können Sie feststellen, indem Sie den Unterschied
zwischen Connections und Threads_created betrachten.
thread_concurrency
-
On Solaris,
mysqld will call thr_setconcurrency() mit
this value. thr_setconcurrency() permits the Applikation to give
the Threads System a hint für the desired Anzahl von Threads that should
be run at the same time.
thread_stack
-
Die Stack-Größe jedes Threads. Viele der Beschränkungen, die durch den
crash-me-Test festgestellt werden, hängen von diesem Wert ab. Der
Vorgabewert ist Groß genug für normale Operationen.
See section 6.1.4 Die MySQL-Benchmark-Suite.
timezone
-
Die Zeitzone für den Server.
tmp_table_size
-
Wenn eine temporäre Tabelle im Arbeitsspeicher diese Größe überschreitet,
wandelt MySQL sie automatisch in eine
MyISAM-Tabelle auf der Platte
um. Setzen Sie den Wert von tmp_table_size herauf, wenn Sie viele
fortgeschrittene GROUP BY-Anfragen und viel Arbeitsspeicher haben.
tmpdir
-
Das Verzeichnis, das für temporäre Dateien und temporäre Tabellen benutzt
wird.
version
-
Die Versionsnummer des Servers.
wait_timeout
-
Die Anzahl von Sekunden, die der Server auf Aktivität auf einer Verbindung
wartet, bevor er sie schließt. Siehe auch
interactive_timeout.
Der Handbuchabschnitt, der das Tunen von MySQL beschreibt, enthält einige
Informationen darüber, wie die oben aufgeführten Variablen getunt werden.
See section 6.5.2 Serverparameter tunen.
SHOW LOGS zeigt Ihnen Statusinformationen über bestehende
Log-Dateien. Momentan werden nur Informationen über Berkeley-DB-Log-Dateien
angezeigt.
File zeigt den vollen Pfad zur Log-Datei.
Type zeigt den Typ der Log-Datei (BDB für
Berkeley-DB-Log-Dateien).
Status zeigt den Status der Log-Datei (FREE, wenn die
Datei entfernt werden kann, oder IN USE, wenn die Datei vom
Transaktions-Subsystem benötigt wird)
SHOW PROCESSLIST zeigt, welche Threads laufen. Diese Information
erhalten Sie auch mit dem mysqladmin processlist-Befehl. Wenn Sie
die process-Berechtigung haben, können Sie alle Threads sehen.
Ansonsten sehen Sie nur Ihre eigenen Threads. See section 5.5.4 KILL-Syntax.
Wenn Sie die FULL-Option nicht benutzen, werden nur die ersten 100
Zeichen jeder Anfrage gezeigt.
Dieser Befehl ist sehr nützlich, wenn Sie die 'too many
connections'-Fehlermeldung erhalten und herausfinden wollen, was vor sich
geht. MySQL reserviert eine zusätzliche Verbindung für einen Client mit der
Process_priv-Berechtigung, um sicherzustellen, dass Sie sich
jederzeit einloggen und das System prüfen können (unter der Annahme, dass
Sie diese Berechtigung nicht allen Ihren Benutzern geben).
SHOW GRANTS FOR benutzer listet die Grant-Befehle auf, die
abgesetzt werden müssen, um die Berechtigungen für einen Benutzer zu
duplizieren. Beispiel:
mysql> SHOW GRANTS FOR root@localhost;
+----------------------------------------------------------------------+
| Grants for root@localhost |
+----------------------------------------------------------------------+
| GRANT ALL PRIVILEGES ON *.* TO 'root'@'localhost' WITH GRANT OPTION |
+----------------------------------------------------------------------+
Zeigt ein CREATE TABLE-Statement an, das die angegebene Tabelle
erzeugt:
mysql> show create table tabelle\G
*************************** 1. row ***************************
Table: tabelle
Create Table: CREATE TABLE tabelle (
id int(11) default NULL auto_increment,
s char(60) default NULL,
PRIMARY KEY (id)
) TYPE=MyISAM
SHOW CREATE TABLE setzt Tabellen- und Spaltennamen gemäß der
SQL_QUOTE_SHOW_CREATE-Option in Anführungszeichen.
section 6.5.6 SET-Syntax.
Vorgabemäßig benutzt MySQL den ISO-8859-1-(Latin1)-Zeichensatz, wobei nach
schwedischer / finnischer Reihenfolge sortiert wird. Dieser Zeichensatz ist
für die USA und Westeuropa geeignet.
Alle standardmäßigen MySQL-Binärdistributionen werden mit
--with-extra-charsets=complex kompiliert. Das fügt allen
Standard-Programmen Code hinzu, damit diese latin1 und alle
Multi-Byte-Zeichensätze in der Binärdatei handhaben können. Andere
Zeichensätze werden bei Bedarf aus einer Zeichensatz-Definitionsdatei
geladen.
Der Zeichensatz legt fest, welche Zeichen in Namen erlaubt sind und wie
Dinge durch die ORDER BY- und GROUP BY-Klauseln des
SELECT-Statements sortiert werden.
Sie können den Zeichensatz mit der --default-character-set-Option
ändern, wenn Sie den Server starten. Die verfügbaren Zeichensätze hängen
von den --with-charset=charset- und --with-extra-charset=
list-of-charset | complex | all-Optionen für configure ab und den
Zeichensatz-Konfigurationsdateien, die in `SHAREDIR/charsets/Index'
aufgeführt sind. See section 3.3.3 Typische configure-Optionen.
Wenn Sie den Zeichensatz ändern, wenn Sie MySQL laufen lassen (was
eventuell auch die Sortierreihenfolge ändert), müssen Sie myisamchk
-r -q über alle Tabellen laufen lassen. Ansonsten sind Ihre Indexe
eventuell nicht richtig sortiert.
Wenn sich ein Client mit dem MySQL-Server verbindet, schickt der Server den
vorgabemäßigen Zeichensatz, der in Benutzung ist, an den Client. Der
Client schaltet für diese Verbindung auf den Gebrauch dieses Zeichensatzes
um.
Man sollte bei einer SQL-Anfrage mysql_real_escape_string()
benutzen, wenn man Zeichenketten escapet. mysql_real_escape_string()
ist identisch mit der alten mysql_escape_string()-Funktion, ausser
dass es die MySQL-Connection-Handle als ersten Parameter nimmt.
Wenn der Client mit anderen Pfaden kompiliert wird, als wo der Server
installiert ist, und der Benutzer, der MySQL konfigurierte, nicht alle
Zeichensätze in die MySQL-Binärdatei eingeschlossen hat, muss man für den
Client festlegen, wo dieser die zusätzlichen Zeichensätze finden kann, die
er benötigt, falls der Server mit einem anderen Zeichensatz läuft als der
Client.
Das kann man in einer MySQL-Optionsdatei festlegen:
[client]
character-sets-dir=/usr/local/mysql/share/mysql/charsets
Wobei der Pfad auf das Verzeichnis zeigt, in dem sich die dynamischen
MySQL-Zeichensätze befinden.
Man kann den Client zwingen, einen bestimmten Zeichensatz zu benutzen,
indem man angibt:
[client]
default-character-set=character-set-name
Aber normalerweise wird das nie benötigt.
Um eine deutsche Sortierreihenfolge zu erhalten, startet man mysqld
mit --default-character-set=latin_de. Das ergibt die folgenden
Kennzeichen:
Beim Sortieren und Vergleichen von Zeichenketten wird das folgende Mapping
auf die Zeichenketten durchgeführt, bevor der Vergleich ausgeführt wird:
ä -> ae
ö -> oe
ü -> ue
ß -> ss
Alle Akzentzeichen werden in ihr Nicht-Akzent-Pendant in Großschreibung
umgewandelt. Alle Buchstaben werden in Großschreibung umgewandelt.
Beim Zeichenkettenvergleich mit LIKE wird das Mapping von einem auf
zwei Buchstaben nicht durchgeführt. Alle Buchstaben werden in
Großschreibung umgewandelt. Akzente werden aus allen Buchstaben entfernt,
mit folgenden Ausnahmen: Ü, ü, Ö, ö, Ä
und ä.
mysqld kann Fehlermeldungen in folgenden Sprachen ausgeben:
tschechisch, dänisch, niederländisch, englisch (die Vorgabe), estnisch,
französisch, deutsch, griechisch, ungarisch, italienisch, japanisch,
koreanisch, norwegisch, norwegisch-ny, polnisch, portugiesisch, rumänisch,
russisch, slowakisch, spanisch und schwedisch.
Um mysqld mit einer bestimmten Sprache zu starten, benutzen Sie die
--language=sprache oder -L sprache-Optionen. Beispiel:
shell> mysqld --language=german
oder:
shell> mysqld --language=/usr/local/share/german
Beachten Sie, dass alle Sprachnamen in Kleinschreibung angegeben werden.
Die Sprachdateien liegen (vorgabemäßig) in
`mysql_base_dir/share/language/'.
Um die Fehlermeldungsdatei zu aktualisieren, editieren Sie die
`errmsg.txt'-Datei und führen folgenden Befehl aus, um die
`errmsg.sys'-Datei zu erzeugen:
shell> comp_err errmsg.txt errmsg.sys
Wenn Sie auf eine neuere Version von MySQL aktualisieren, denken Sie daran,
Ihre Änderungen mit der neuen `errmsg.txt'-Datei zu wiederholen!
Um MySQL einen weiteren Zeichensatz hinzuzufügen, führen Sie folgende
Prozedur durch:
Entscheiden Sie, ob der Zeichensatz einfach oder komplex ist. Wenn der
Zeichensatz keine besonderen Zeichenkettenvergleichsroutinen zum Sortieren
und keine Multi-Byte-Unterstützung benötigt, ist er einfach. Wenn er eines
oder beide Features benötigt, ist er komplex.
latin1 und dänisch zum Beispiel sind einfache Zeichensätze,
wohingegen big5 oder tschechisch komplexe Zeichensätze sind.
Im folgenden Abschnitt wird angenommen, dass Sie Ihren Zeichensatz
MEINSET nennen.
Bei einem einfachen Zeichensatz machen Sie folgendes:
-
Fügen Sie MEINSET am Ende der `sql/share/charsets/Index'-Datei hinzu.
Geben Sie ihm eine eindeutige Nummer.
-
Erzeugen Sie die Datei `sql/share/charsets/MEINSET.conf'.
(Sie können hierfür als Grundlage `sql/share/charsets/latin1.conf'
benutzen).
Die Syntax für die Datei ist sehr einfach:
-
Kommentare fangen mit einem '#'-Zeichen an und gehen bis zum Ende der
Zeile.
-
Wörter werden durch beliebige Mengen von Leerraum getrennt.
-
Bei der Definition des Zeichensatzes muss jedes Wort eine Zahl im
hexadezimalen Format sein.
-
Das
ctype-Array nimmt bis zu 257 Wörter auf. Die to_lower-,
to_upper- und sort_order-Arrays nehmen danach jeweils bis zu
256 Wörter auf.
See section 5.6.4 Die Zeichen-Definitions-Arrays.
-
Fügen Sie den Zeichensatznamen den
CHARSETS_AVAILABLE- und
COMPILED_CHARSETS-Listen in configure.in hinzu.
-
Rekonfigurieren, rekompilieren und testen Sie.
Bei einem komplexen Zeichensatz machen Sie folgendes:
-
Erzeugen Sie die Datei `strings/ctype-MEINSET.c' in der
MySQL-Quelldistribution.
-
Fügen Sie MEINSET am Ende der `sql/share/charsets/Index'-Datei hinzu.
Weisen Sie ihm eine eindeutige Nummer zu.
-
Sehen Sie sich eine der bestehenden `ctype-*.c'-Dateien an, um zu
sehen, was definiert werden muss, zum Beispiel
`strings/ctype-big5.c'. Beachten Sie, dass die Arrays in Ihrer Datei
Namen wie
ctype_MEINSET, to_lower_MEINSET usw. haben müssen.
Das entspricht den Arrays im einfachen Zeichensatz.
See section 5.6.4 Die Zeichen-Definitions-Arrays. Bei einem komplexen Zeichensatz
-
fügen Sie am Anfang der Datei einen speziellen Kommentar wie folgt ein:
/*
* Dieser Kommentar wird von configure geparst, um ctype.c zu erzeugen,
* also ändern Sie ihn nicht, wenn Sie nicht genau wissen, was Sie tun.
*
* .configure. number_MEINSET=MYNUMBER
* .configure. strxfrm_multiply_MEINSET=N
* .configure. mbmaxlen_MEINSET=N
*/
Das
configure-Programm benutzt diesen Kommentar, um den Zeichensatz
automatisch in die MySQL-Bibliothek einzufügen.
Die Zeilen mit strxfrm_multiply und mbmaxlen werden in den folgenden
Abschnitten erläutert. Geben Sie diese nur dann ein, wenn Sie die
Zeichenketten-Vergleichsfunktionen oder die
Multi-Byte-Zeichensatzfunktionen benötigen.
-
Danach sollten Sie einige der folgenden Funktionen erzeugen:
my_strncoll_MEINSET()
my_strcoll_MEINSET()
my_strxfrm_MEINSET()
my_like_range_MEINSET()
See section 5.6.5 Unterstützung für Zeichenketten-Vergleich.
-
Fügen Sie den Zeichensatznamen den
CHARSETS_AVAILABLE- und
COMPILED_CHARSETS-Listen in configure.in hinzu.
-
Rekonfigurieren, rekompilieren und testen Sie.
Die Datei `sql/share/charsets/README' enthält einige weitere
Anweisungen.
Wenn Sie wollen, dass der Zeichensatz in die MySQL-Distribution aufgenommen
wird, senden Sie einen Patch an internals@lists.mysql.com.
to_lower[] und to_upper[] sind einfache Arrays, die die
Buchstaben in Klein- und Großschreibung enthalten, die jedem Mitglied des
Zeichensatzes entsprechen. Beispiel:
to_lower['A'] enthält 'a'
to_upper['a'] enthält 'A'
sort_order[] ist eine Map, die anzeigt, wie Buchstaben für
Vergleichs- und Sortierzwecke geordnet werden sollten. Bei vielen
Zeichensätzen ist das dasselbe wie to_upper[] (was bedeutet, dass
das Sortieren ohne Berücksichtigung der Groß-/Kleinschreibung erfolgt).
MySQL sortiert Buchstaben auf der Grundlage des Wertes von
sort_order[character]. Wegen komplizierterer Sortierregeln sehen Sie
die Erörterung zu Zeichenketten-Vergleichen unten an
See section 5.6.5 Unterstützung für Zeichenketten-Vergleich.
ctype[] ist ein Array von Bit-Werten, mit einem Element pro Zeichen.
(Beachten Sie, dass to_lower[], to_upper[] und
sort_order[] durch den Buchstabenwert indiziert werden, aber
ctype[] durch den Buchstabenwert + 1. Das ist aus Gründen der
Abwärtskompatibilität notwendig, um EOF (Dateiende) handhaben zu können.)
Sie finden folgenden Bitmasken-Definitionen in `m_ctype.h':
#define _U 01 /* Großschreibung */
#define _L 02 /* Kleinschreibung */
#define _N 04 /* Numerisch (Ziffer) */
#define _S 010 /* Leerzeichen */
#define _P 020 /* Punkt */
#define _C 040 /* Steuerungszeichen (Control) */
#define _B 0100 /* leer */
#define _X 0200 /* heXadezimale Ziffer */
Der ctype[]-Eintrag für jeden Buchstaben sollte die
Vereinigungsmenge der betreffenden Bitmasken-Werte sein, die den Buchstaben
beschreiben. 'A' beispielsweise ist Buchstabe in Großschreibung
(_U) und gleichzeitig eine hexadezimale Ziffer (_X), daher
sollte ctype['A'+1] folgenden Wert erhalten:
_U + _X = 01 + 0200 = 0201
Wenn die Sortierregeln Ihrer Sprache zu komplex sind, um durch die einfache
sort_order[]-Tabelle gehandhabt zu werden, müssen Sie die
Zeichenketten-Vergleichsfunktionen benutzen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die beste Dokumentation hierüber die
Zeichensätze, die bereits implementiert sind. Sehen Sie sich als Beispiele
die Zeichensätze big5, tschechisch, gbk, sjis und tis160 an.
Sie müssen den strxfrm_multiply_MEINSET=N-Wert mit einem speziellen
Kommentar am Anfang der Datei festlegen. N sollte auf das höchste
Verhältnis gesetzt werden, auf das die Zeichenketten während
my_strxfrm_MEINSET anwachsen können (es muss eine positive Ganzzahl
sein).
Wenn Sie Unterstützung für einen neuen Zeichensatz hinzufügen wollen, der
Multi-Byte-Buchstaben enthält, müssen Sie die Multi-Byte-Zeichenfunktionen
benutzen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die beste Dokumentation hierüber die
Zeichensätze, die bereits implementiert sind. Sehen Sie sich als Beispiele
die Zeichensätze euc_kr, gb2312, gbk, sjis und ujis an. Diese sind in den
ctype-'charset'.c-Dateien im `strings'-Verzeichnis
implementiert.
Sie müssen den mbmaxlen_MEINSET=N-Wert in einem speziellen Kommentar
am Anfang der Quelldatei angeben. N sollte auf die Größe in Bytes
des größten Buchstabens im Zeichensatz gesetzt werden.
Wenn Sie versuchen, einen Zeichensatz zu benutzen, der nicht in Ihre
Binärdatei kompiliert ist, können Sie verschiedene Probleme bekommen:
-
Ihr Programm hat einen falschen Pfad zum Speicherort der Zeichensätze.
(Vorgabe ist `/usr/local/mysql/share/mysql/charsets'). Das kann durch
die Benutzung der
--character-sets-dir-Option für das fragliche
Programm behoben werden.
-
Der Zeichensatz ist ein Multi-Byte-Zeichensatz, der nicht dynamisch geladen
werden kann. Wenn das der Fall ist, müssen Sie das Programm mit
Unterstützung für diesen Zeichensatz neu kompilieren.
-
Der Zeichensatz ist ein dynamischer Zeichensatz, aber Sie haben keine
configure-Datei dafür. In diesem Fall müssen Sie die configure-Datei für
den Zeichensatz aus einer neuen MySQL-Distribution installieren.
-
Ihre `Index'-Datei enthält nicht den Namen für den Zeichensatz.
ERROR 1105: File '/usr/local/share/mysql/charsets/?.conf' not found
(Errcode: 2)
In diesem Fall müssen Sie sich entweder eine neue
Index-Datei holen
oder den Namen jedes fehlenden Zeichensatzes von Hand eintragen.
Bei MyISAM-Tabellen können Sie den Zeichensatznamen und die Anzahl für eine
Tabelle mit myisamchk -dvv tabelle prüfen.
Alle MySQL-Clients, die mittels der mysqlclient-Bibliothek mit dem
Server kommunizieren, benutzen folgenden Umgebungsvariablen:
| Name | Beschreibung
|
MYSQL_UNIX_PORT | Der vorgabemäßige Socket; benutzt für Verbindungen zu localhost
|
MYSQL_TCP_PORT | Der vorgabemäßige TCP/IP-Port
|
MYSQL_PWD | Das vorgabemäßige Passwort
|
MYSQL_DEBUG | Debug-Trace-Optionen beim Debuggen
|
TMPDIR | Das Verzeichnis, in dem temporäre Tabellen / Dateien erzeugt werden
|
Die Benutzung von MYSQL_PWD ist unsicher.
See section 5.2.7 Verbinden mit dem MySQL-Server.
Der `mysql'-Client benutzt die Datei, die in der
MYSQL_HISTFILE-Umgebungsvariablen angegeben ist, um die
Kommandozeilen-History zu speichern. Der Vorgabewert für die History-Datei
ist `$HOME/.mysql_history', wobei $HOME der Wert der
HOME-Umgebungsvariablen ist. See section F Umgebungsvariablen.
Alle MySQL-Programme nehmen viele unterschiedliche Optionen auf. Jedes
MySQL-Programm bietet jedoch eine --help-Option, die Sie benutzen
können, um eine vollständige Beschreibung der unterschiedlichen
Programmoptionen zu erhalten. Probieren Sie zum Beispiel mysql
--help aus.
Sie können Vorgabeoptionen für alle Standard-Client-Programme mit einer
Optionsdatei überschreiben. section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
Die unten stehende Liste beschreibt kurz die MySQL-Programme:
myisamchk
-
Dienstprogramm zur Beschreibung, Prüfung, Optimierung und Reparatur von
MySQL-Tabellen. Weil
myisamchk viele Funktionen hat, ist es in einem
eigenen Kapitel beschrieben. See section 5 MySQL-Datenbankadministration.
make_binary_distribution
-
Macht ein Binär-Release eines kompilierten MySQL. Dieses könnte über FTP an
`/pub/mysql/Incoming' oder an
Support.mysql.com geschickt
werden, damit andere MySQL-Benutzer es benutzen können.
msql2mysql
-
Ein Shell-Skript, das
mSQL-Programme zu MySQL konvertiert. Es deckt
nicht alle Fälle ab, ist aber hilfreich, um mit dem Konvertieren
anzufangen.
mysqlaccess
-
Ein Skript, das die Zugriffsberechtigungen für eine Host-, Benutzer- und
Datenbank-Kombination prüft.
mysqladmin
-
Dienstprogramm für die Durchführung von Verwaltungsoperationen wie Erzeugen
und Löschen von Datenbanken, Neuladen der Berechtigungstabellen,
Zurückschreiben von Tabellen auf Platte und Neuöffnen von Log-Dateien.
mysqladmin kann auch benutzt werden, um Versionsnummer sowie Status-
und Prozess-Informationen vom Server zu erhalten.
See section 5.8.3 mysqladmin, Verwaltung eines MySQL-Servers.
mysqlbug
-
Das MySQL-Bug-Bericht-Skript. Dieses Skript sollte immer benutzt werden,
wenn Sie einen Bug-Bericht an die MySQL-Liste ausfüllen.
mysqld
-
Der SQL-Daemon. Dieser sollte immer laufen.
mysqldump
-
Dumpt eine MySQL-Datenbank in eine Datei als SQL-Statements oder als
Tabulator-separierte Textdateien. Verbesserte Freeware, ursprünglich von
Igor Romanenko. See section 5.8.5 mysqldump, Tabellenstrukturen und -daten dumpen.
mysqlimport
-
Importiert Textdateien in die jeweiligen Tabellen mittels
LOAD DATA
INFILE. See section 5.8.7 mysqlimport, Daten aus Textdateien importieren.
mysqlshow
-
Zeigt Informationen über Datenbanken, Tabellen, Spalten und Indexe an.
mysql_install_db
-
Erzeugt die MySQL-Berechtigungstabellen mit vorgabemäßigen Berechtigungen.
Dieses Skript wird gewöhnlich nur einmal ausgeführt, wenn Sie MySQL das
erste Mal auf einem System installieren.
replace
-
Ein Dienstprogramm, das von
msql2mysql benutzt wird, aber auch
darüber hinaus benutzt werden kann. replace ändert Zeichenketten in
Dateien oder auf der Standardeingabe. Benutzt eine finite Status-Maschine,
um zuerst Übereinstimmung mit längeren Zeichenketten zu finden. Kann
benutzt werden, um Zeichenketten umzudrehen. Der folgende Befehl zum
Beispiel dreht a und b in den angegebenen Dateien um:
shell> replace a b b a --Datei1 Datei2 ...
safe_mysqld ist die empfohlene Art, einen mysqld-Daemon unter
Unix zu starten. safe_mysqld fügt einige Sicherheits-Features hinzu
wie das Neustarten des Servers, wenn ein Fehler auftritt, und das
Mitschreiben von Laufzeitinformationen in eine Log-Datei.
Wenn Sie nicht --mysqld=# oder --mysqld-version=# benutzen,
benutzt safe_mysqld eine ausführbare Datei namens mysqld-max,
wenn es diese gibt. Wenn nicht, startet safe_mysqld mysqld.
Das macht es sehr einfach, mysqld-max anstelle von mysqld
versuchsweise zu benutzen. Kopieren Sie einfach mysqld-max dorthin,
wo mysqld liegt, und es wird benutzt werden.
Normalerweise sollte man das safe_mysqld-Skript nie editieren,
sondern statt dessen die Optionen für safe_mysqld in den
[safe_mysqld]-Abschnitt der my.cnf-Datei einfügen.
safe_mysqld liest alle Optionen des [mysqld]-,
[server]- und [safe_mysqld]-Abschnitts aus den
Optionsdateien. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
Beachten Sie, dass alle Optionen auf der Kommandozeile für
safe_mysqld an mysqld durchgereicht werden. Wenn Sie in
safe_mysqld irgend welche Optionen benutzen wollen, die
mysqld nicht unterstützt, müssen Sie diese in der Optionsdatei
angeben.
Die meisten Optionen für safe_mysqld sind dieselben wie die Optionen
für mysqld. See section 5.1.1 mysqld-Kommandozeilenoptionen.
safe_mysqld unterstützt folgende Optionen:
--basedir=pfad
-
--core-file-size=#
-
Größe der Core-Datei, die
mysqld in der Lage sein sollte zu
erzeugen. Wird an ulimit -c durchgereicht.
--datadir=pfad
-
--defaults-extra-file=pfad
-
--defaults-file=pfad
-
--err-log=pfad
-
--ledir=pfad
-
Pfad zu
mysqld
--log=pfad
-
--mysqld=mysqld-version
-
Name der
mysqld-Version im ledir-Verzeichnis, die Sie starten
wollen.
--mysqld-version=version
-
Ähnlich wie
--mysqld=, aber hier für nur das Suffix für
mysqld angegeben. Wenn Sie zum Beispiel --mysqld-version=max
benutzen, startet safe_mysqld die ledir/mysqld-max-Version.
Wenn das Argument für --mysqld-version leer ist, wird
ledir/mysqld benutzt.
--no-defaults
-
--open-files-limit=#
-
Anzahl der Dateien, die
mysqld in der Lage sein sollte zu öffnen.
Wird an ulimit -n durchgereicht. Beachten Sie, dass Sie
safe_mysqld als Root starten müssen, damit dies korrekt
funktioniert!
--pid-file=pfad
-
--port=#
-
--socket=pfad
-
--timezone=#
-
Setzt die Zeitzone (die
TZ)-Variable auf den Wert dieses Parameters.
--user=#
-
Das safe_mysqld-Skript ist so geschrieben, dass es normalerweise
einen Server starten kann, der aus einer Quell- oder einer Binärversion von
MySQL installiert wurde, selbst wenn diese den Server an etwas anderen
Stellen installieren. safe_mysqld erwartet, dass eine der folgenden
Bedingungen zutrifft:
-
Server und Datenbanken liegen relativ zum Verzeichnis, aus dem
safe_mysqld aufgerufen wird. safe_mysqld sucht unterhalb
seines Arbeitsverzeichnisses nach `bin'- und
`data'-Verzeichnissen (bei Binärdistributionen) oder nach
`libexec'- und `var'-Verzeichnissen (bei Quelldistributionen).
Diese Bedingung sollte zutreffen, wenn Sie safe_mysqld aus Ihrem
MySQL-Installationsverzeichnis ausführen (zum Beispiel
`/usr/local/mysql' bei einer Binärdistribution).
-
Wenn Server und Datenbanken nicht relativ zum Arbeitsverzeichnis liegen,
versucht
safe_mysqld, sie anhand absoluter Pfadnamen zu finden.
Typische Speicherort sind `/usr/local/libexec' und
`/usr/local/var'. Die tatsächlichen Speicherorte werden festgelegt,
wenn die Distribution gebaut wird, woher safe_mysqld kommt. Sie
sollten korrekt sein, wenn MySQL an einem Standardort installiert wurde.
Weil safe_mysqld versucht, Server und Datenbanken relativ zum
eigenen Arbeitsverzeichnis zu finden, können Sie eine Binärdistribution von
MySQL irgendwo hin installieren, so lange Sie safe_mysqld aus dem
MySQL-Installationsverzeichnis starten:
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> bin/safe_mysqld &
Wenn safe_mysqld fehlschlägt, selbst wenn es aus dem
MySQL-Installationsverzeichnis aufgerufen wurde, können Sie es so ändern,
dass es den Pfad zu mysqld und die Pfadnamen-Optionen benutzt, die
auf Ihrem System korrekt sind. Beachten Sie, dass bei zukünftigen
Aktualisierungen von MySQL Ihre veränderte Version von safe_mysqld
überschrieben wird. Daher sollten Sie eine Kopie Ihrer editierten Version
machen, damit Sie diese neu installieren können.
mysqld_multi ist für die Verwaltung mehrerer mysqld-Prozesse
gedacht, die auf unterschiedlichen UNIX-Sockets und TCP/IP-Ports laufen.
Das Programm sucht nach Gruppe(n), die [mysqld#] benannt sind, in my.cnf
(oder der angegebenen --config-file=...), wobei # jede positive Zahl ab 1
sein kann. Diese Gruppen sollten dieselben sein wie die übliche
[mysqld]-Gruppe (zum Beispiel Optionen für mysqld, siehe
ausführliche Informationen im Handbuch über diese Gruppe), aber mit
denjenigen Port-, Socket- usw. Optionen, die für jeden separaten
mysqld-Prozess gewünscht sind. Die Zahl im Gruppennamen hat eine
andere Funktion: Sie kann benutzt werden, um bestimmte mysqld-Server
zu starten, anzuhalten, oder Berichte über sie mit diesem Programm
auszugeben. Unten stehen weitere Informationen zur Benutzung und zu den
Optionen.
Benutzung: mysqld_multi [OPTIONS] [GNR,GNR,GNR...]
oder mysqld_multi [OPTIONS] [GNR-GNR,GNR,GNR-GNR,...]
Die GNR oben bedeutet die Gruppennummer. Sie können jede GNR starten,
anhalten oder Berichtsinformationen über sie ausgeben, oder über mehrere
von ihnen zugleich. (Siehe --example) Die GNRs in der Liste können mit
Komma getrennt oder mit Bindestrich kombiniert werden, wobei letzteres
heißt, dass alle GNRs zwischen GNR1-GNR2 betroffen sind. Ohne GNR-Argument
werden alle gefundenen Gruppen entweder gestartet, angehalten, oder es
werden Berichtsinformationen über sie ausgegeben. Beachten Sie, dass Sie in
der GNR-Liste keinen Leerraum haben dürfen. Alles nach Leerraum wird
ignoriert.
mysqld_multi unterstützt folgende Optionen:
--config-file=...
-
Alternative config-Datei. HINWEIS: Das betrifft nicht die eigenen Optionen
des Programms (Gruppe
[mysqld_multi]), sondern nur die Gruppen
[mysqld#]. Ohne diese Option wird alles aus der normalen my.cnfDatei heraus
gesucht.
--example
-
Zeigt ein Beispiel einer config-Datei.
--help
-
Hilfetext ausgeben und beenden.
--log=...
-
Log-Datei. Name und voller Pfad zur Log-Datei. HINWEIS: Wenn es die Datei
gibt, wird alles angehängt.
--mysqladmin=...
-
mysqladmin-Binärdatei, die zum Herunterfahren des Servers benutzt
wird.
--mysqld=...
-
mysqld-Binärdatei, die benutzt wird. Beachten Sie, dass Sie auch
safe_mysqld diese Option angeben können. Die Optionen werden an
mysqld durchgereicht. Stellen Sie jedoch sicher, dass Sie
mysqld in Ihrer Umgebungsvariablen PATH haben oder bearbeiten
Sie safe_mysqld.
--no-log
-
An stdout ausgeben statt in die Log-Datei. Vorgabemäßig ist die Log-Datei
angeschaltet.
--password=...
-
Passwort für Benutzer von
mysqladmin.
--tcp-ip
-
Zu MySQL-Server(n) über den TCP/IP-Port statt über den UNIX-Socket
verbinden. Das betrifft das Anhalten und Berichten. Wenn eine Socket-Datei
fehlt, kann der Server trotzdem laufen, aber man kann nur über den
TCP/IP-Port auf ihn zugreifen. Vorgabemäßig wird die Verbindung über den
UNIX-Socket hergestellt.
--user=...
-
MySQL-Benutzer von
mysqladmin.
--version
-
Versionsnummer ausgeben und beenden.
Einige Anmerkungen zu mysqld_multi:
-
Stellen Sie sicher, dass der MySQL-Benutzer, der die
mysqld-Dienste
anhält (indem er zum Beispiel mysqladmin benutzt), dasselbe Passwort
und denselben Benutzernamen für alle Daten-Verzeichnisse benutzt, auf die
zugegriffen wird (zur 'mysql'-Datenbank). Stellen Sie ausserdem sicher,
dass der Benutzer die 'Shutdown_priv'-Berechtigung hat! Wenn Sie viele
Daten-Verzeichnisse und viele verschiedene 'mysql'-Datenbanken mit
unterschiedlichen Passwörtern für den MySQL-'root'-Benutzer haben, sollten
Sie einen allgemeinen 'multi_admin'-Benutzer anlegen, der dasselbe Passwort
benutzt (siehe unten). Hier ein Beispiel dafür:
shell> mysql -u root -S /tmp/mysql.sock -proot_password -e
"GRANT SHUTDOWN ON *.* TO multi_admin@localhost IDENTIFIED BY 'multipass'"
See section 5.2.5 Wie das Berechtigungssystem funktioniert.
Das oben Angegebene müssen Sie für jeden laufenden mysqld im
Daten-Verzeichnis tun, das Sie haben (ändern Sie einfach den Socket,
-S=...).
-
pid-file ist sehr wichtig, wenn Sie safe_mysqld benutzen, um
mysqld zu starten (zum Beispiel --mysqld=safe_mysqld). Jeder
mysqld sollte seine eigene pid-file haben. Der Vorteil der
Benutzung von safe_mysqld anstelle von mysqld direkt ist
hierbei, dass safe_mysqld jeden mysqld-Prozess 'bewacht' und
neu startet, falls ein mysqld-Prozess wegen eines Signals kill -9
fehlschlägt oder ähnliches (wenn beispielsweise Speicherzugriffsfehler
auftreten, was bei MySQL natürlich nie passiert ;-). Beachten Sie bitte,
dass es für das safe_mysqld-Skript eventuell erforderlich ist, es
von einer bestimmten Stelle aus zu starten. Das heißt, dass Sie eventuell
in ein bestimmtes Verzeichnis wechseln müssen, bevor Sie
mysqld_multi starten. Wenn Sie beim Starten Probleme haben, sehen
Sie bitte im safe_mysqld-Skript nach. Überprüfen Sie insbesondere
folgende Zeilen:
--------------------------------------------------------------------------
MY_PWD=`pwd` Check if we are starting this relative (for the binary
release) if test -d /data/mysql -a -f ./share/mysql/englisch/errmsg.sys
-a -x ./bin/mysqld
--------------------------------------------------------------------------
See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Der obige Test soll erfolgreich verlaufen, ansonsten können Sie Probleme
bekommen.
-
Vermeiden Sie Gefahren, die auftauchen, wenn Sie mehrere
mysqlds im
selben Daten-Verzeichnis starten. Benutzen Sie unterschiedlichen
Daten-Verzeichnisse, es sei denn, Sie wissen GENAU, was Sie tun!
-
Die Socket-Datei und der TCP/IP-Port müssen für jeden
mysqld
verschieden sein.
-
Die erste und die fünfte
mysqld-Gruppe wurden beim Beispiel
absichtlich ausgelassen. Sie haben eventuell 'Lücken' in der config-Datei.
Das gibt Ihnen mehr Flexibilität. Die Reihenfolge, in der die
mysqlds gestartet oder angehalten werden, hängt von der Reihenfolge
ab, in der sie in der config-Datei erscheinen.
-
Wenn Sie auf eine bestimmte Gruppe verweisen wollen, wenn Sie GNR bei
diesem Programm benutzen, nehmen Sie einfach die Nummer am Ende des
Gruppennamens ( [mysqld# <== ).
-
Eventuell sollten Sie die Option '--user' für
mysqld benutzen, aber
um das zu tun, müssen Sie root sein, wenn Sie das
mysqld_multi-Skript starten. Wenn Sie die Option in der config-Datei
haben, macht das nichts; Sie erhalten nur eine Warnmeldung, wenn Sie nicht
der Superuser sind und die mysqlds unter IHREM UNIX-Account
gestartet werden. WICHTIG: Stellen Sie sicher, dass die
pid-file und das Daten-Verzeichnis für DENJENIGEN
UNIX-Benutzer lesbar und schreibbar sind (und ausführbar im letzteren
Fall), als der der spezifische mysqld-Prozess gestartet wird.
Benutzen Sie hier NICHT den UNIX-root-Account, es sei denn, Sie
wissen GENAU, was Sie tun!
-
SEHR WICHTIG: Stellen Sie sicher, dass Sie die Bedeutung der
Optionen verstehen, die an die
mysqlds durchgereicht werden und
WARUM Sie mehrere verschiedene mysqld-Prozesse haben
wollen. Mehrere mysqlds in einem Daten-Verzeichnis starten
ergibt keine zusätzliche Performance bei einem threaded System!
See section 5.1.4 Viele MySQL-Server auf derselben Maschine laufen lassen.
Hier ist ein Beispiel einer config-Datei für mysqld_multi.
# Diese Datei sollte wahrscheinlich in Ihrem Heimatverzeichnis liegen (~/.my.cnf) oder in /etc/my.cnf
# Version 2.1 von Jani Tolonen
[mysqld_multi]
mysqld = /usr/local/bin/safe_mysqld
mysqladmin = /usr/local/bin/mysqladmin
user = multi_admin
password = multipass
[mysqld2]
socket = /tmp/mysql.sock2
port = 3307
pid-file = /usr/local/mysql/var2/hostname.pid2
datadir = /usr/local/mysql/var2
language = /usr/local/share/mysql/english
user = john
[mysqld3]
socket = /tmp/mysql.sock3
port = 3308
pid-file = /usr/local/mysql/var3/hostname.pid3
datadir = /usr/local/mysql/var3
language = /usr/local/share/mysql/swedish
user = monty
[mysqld4]
socket = /tmp/mysql.sock4
port = 3309
pid-file = /usr/local/mysql/var4/hostname.pid4
datadir = /usr/local/mysql/var4
language = /usr/local/share/mysql/estonian
user = tonu
[mysqld6]
socket = /tmp/mysql.sock6
port = 3311
pid-file = /usr/local/mysql/var6/hostname.pid6
datadir = /usr/local/mysql/var6
language = /usr/local/share/mysql/japanese
user = jani
See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
myisampack wird benutzt, um MyISAM-Tabellen zu komprimieren.
pack_isam wird benutzt, um ISAM-Tabellen zu komprimieren. Weil
ISAM-Tabellen veraltet sind, wird hier nur myisampack erörtert, aber
alles, was auf myisampack zutrifft, gilt auch für pack_isam.
myisampack funktioniert, indem jede Spalte in der Tabelle separat
komprimiert wird. Die Informationen, die benötigt werden, um Spalten zu
dekomprimieren, werden in den Arbeitsspeicher gelesen, wenn die Tabelle
geöffnet wird. Das ergibt viel bessere Performance beim Zugriff auf
einzelne Datensätze, denn man muss nur exakt einen Datensatz
dekomprimieren, nicht einen viel größeren Block, wie das zum Beispiel bei
der Benutzung von Stacker auf MS-DOS nötig ist. Üblicherweise komprimiert
myisampack die Daten-Datei auf 40%-70%.
MySQL benutzt Speicher-Mapping (mmap()) auf komprimierte Tabellen
und geht zu normalen Lesen / Schreiben von Dateien zurück, wenn
mmap() nicht funktioniert.
Für myisampack gibt es momentan zwei Einschränkungen:
-
Nach dem Komprimieren ist die Tabelle nur-lesbar.
-
myisampack kann auch BLOB- oder TEXT-Spalten
komprimieren. Das ältere pack_isam konnte das nicht.
Die Behebung dieser Einschränkungen steht mit niedrigen Priorität auf
unserer TODO-Liste.
myisampack wird wie folgt aufgerufen:
shell> myisampack [options] Dateiname ...
Jeder Dateiname sollte der Name einer Index-(`.MYI')-Datei sein. Wenn
Sie nicht im Datenbank-Verzeichnis sind, müssen Sie den Pfadnamen zur Datei
angeben. Die `.MYI' Erweiterung kann weggelassen werden.
myisampack unterstützt folgende Optionen:
-b, --backup
-
Stellt eine Datensicherung der Tabelle als
tabelle.OLD her.
-#, --debug=debug_options
-
Debug-Log ausgeben. Die
debug_options-Zeichenkette ist häufig
'd:t:o,filename'.
-f, --force
-
Erzwingt die Komprimierung der Tabelle, selbst wenn sie dadurch größer
wird oder die temporäre Datei existiert.
myisampack erzeugt eine
temporäre Datei namens `tabelle.TMD', während es die Tabelle
komprimiert. Wenn Sie myisampack killen, kann es sein, dass die
`.TMD'-Datei nicht gelöscht wird. Normalerweise wird myisampack
mit einer Fehlermeldung beendet, wenn es eine existierende
`tabelle.TMD'-Datei findet. Mit --force packt myisampack
die Tabelle trotzdem.
-?, --help
-
Hilfetext ausgeben und beenden.
-j große_tabelle, --join=große_tabelle
-
Verbindet alle Tabellen, die auf der Kommandozeile angegeben wurden, in
eine einzige große Tabelle
große_tabelle. Alle Tabellen, die
kombiniert werden sollen, MÜSSEN identisch sein (dieselben Spaltennamen und
-typen, dieselben Indexe usw.).
-p #, --packlength=#
-
Legt die Speichergröße der Datensatzlänge in Bytes fest. Der Wert sollte
1, 2 oder 3 sein. (
myisampack speichert alle Zeilen mit
Längenzeigern von 1, 2, oder 3 Bytes. In den meisten Fällen kann
myisampack den richtigen Längenwert festlegen, bevor es anfängt, die
Datei zu komprimieren. Während des Komprimierungsprozesses stellt es aber
eventuell fest, dass es eine kürzere Länge hätte nehmen können. In diesem
Fall gibt myisampack einen Hinweis aus, dass Sie beim nächsten Mal,
wenn Sie dieselbe Datei packen, eine kürzere Datensatzlänge nehmen
sollten.)
-s, --silent
-
Schweigsamer Modus. Ausgaben erfolgen nur, wenn Fehler auftreten.
-t, --test
-
Tabelle nicht tatsächlich komprimieren, sondern nur testweise packen.
-T dir_name, --tmp_dir=dir_name
-
Das genannte Verzeichnis als Speicherort der temporären Tabelle benutzen.
-v, --verbose
-
Geschwätziger Modus. Informationen über den Fortschritt und das
Komprimierungsergebnis ausgeben.
-V, --version
-
Versionsinformationen ausgeben und beenden.
-w, --wait
-
Warten und noch einmal versuchen, wenn die Tabelle in Benutzung ist. Wenn
der
mysqld-Server mit der --skip-locking-Option aufgerufen
wurde, ist es keine gute Idee, myisampack aufzurufen, wenn die
Tabelle während des Komprimierungsprozesses möglicherweise aktualisiert
wird.
Die unten stehende Befehlssequenz zeigt eine typische
Tabellen-Komprimierungssitzung:
shell> ls -l station.*
-rw-rw-r-- 1 monty my 994128 Apr 17 19:00 station.MYD
-rw-rw-r-- 1 monty my 53248 Apr 17 19:00 station.MYI
-rw-rw-r-- 1 monty my 5767 Apr 17 19:00 station.frm
shell> myisamchk -dvv station
MyISAM file: station
Isam-version: 2
Creation time: 1996-03-13 10:08:58
Recover time: 1997-02-02 3:06:43
Data records: 1192 Deleted blocks: 0
Datafile: Parts: 1192 Deleted data: 0
Datafile pointer (bytes): 2 Keyfile pointer (bytes): 2
Max datafile length: 54657023 Max keyfile length: 33554431
Recordlength: 834
Record format: Fixed length
table description:
Key Start Len Index Type Root Blocksize Rec/key
1 2 4 unique unsigned long 1024 1024 1
2 32 30 multip. text 10240 1024 1
Field Start Length Type
1 1 1
2 2 4
3 6 4
4 10 1
5 11 20
6 31 1
7 32 30
8 62 35
9 97 35
10 132 35
11 167 4
12 171 16
13 187 35
14 222 4
15 226 16
16 242 20
17 262 20
18 282 20
19 302 30
20 332 4
21 336 4
22 340 1
23 341 8
24 349 8
25 357 8
26 365 2
27 367 2
28 369 4
29 373 4
30 377 1
31 378 2
32 380 8
33 388 4
34 392 4
35 396 4
36 400 4
37 404 1
38 405 4
39 409 4
40 413 4
41 417 4
42 421 4
43 425 4
44 429 20
45 449 30
46 479 1
47 480 1
48 481 79
49 560 79
50 639 79
51 718 79
52 797 8
53 805 1
54 806 1
55 807 20
56 827 4
57 831 4
shell> myisampack station.MYI
Compressing station.MYI: (1192 records)
- Calculating statistics
normal: 20 empty-space: 16 empty-zero: 12 empty-fill: 11
pre-space: 0 end-space: 12 table-lookups: 5 zero: 7
Original trees: 57 After join: 17
- Compressing file
87.14%
shell> ls -l station.*
-rw-rw-r-- 1 monty my 127874 Apr 17 19:00 station.MYD
-rw-rw-r-- 1 monty my 55296 Apr 17 19:04 station.MYI
-rw-rw-r-- 1 monty my 5767 Apr 17 19:00 station.frm
shell> myisamchk -dvv station
MyISAM file: station
Isam-version: 2
Creation time: 1996-03-13 10:08:58
Recover time: 1997-04-17 19:04:26
Data records: 1192 Deleted blocks: 0
Datafile: Parts: 1192 Deleted data: 0
Datafilepointer (bytes): 3 Keyfile pointer (bytes): 1
Max datafile length: 16777215 Max keyfile length: 131071
Recordlength: 834
Record format: Compressed
table description:
Key Start Len Index Type Root Blocksize Rec/key
1 2 4 unique unsigned long 10240 1024 1
2 32 30 multip. text 54272 1024 1
Field Start Length Type Huff tree Bits
1 1 1 constant 1 0
2 2 4 zerofill(1) 2 9
3 6 4 no zeros, zerofill(1) 2 9
4 10 1 3 9
5 11 20 table-lookup 4 0
6 31 1 3 9
7 32 30 no endspace, not_always 5 9
8 62 35 no endspace, not_always, no empty 6 9
9 97 35 no empty 7 9
10 132 35 no endspace, not_always, no empty 6 9
11 167 4 zerofill(1) 2 9
12 171 16 no endspace, not_always, no empty 5 9
13 187 35 no endspace, not_always, no empty 6 9
14 222 4 zerofill(1) 2 9
15 226 16 no endspace, not_always, no empty 5 9
16 242 20 no endspace, not_always 8 9
17 262 20 no endspace, no empty 8 9
18 282 20 no endspace, no empty 5 9
19 302 30 no endspace, no empty 6 9
20 332 4 always zero 2 9
21 336 4 always zero 2 9
22 340 1 3 9
23 341 8 table-lookup 9 0
24 349 8 table-lookup 10 0
25 357 8 always zero 2 9
26 365 2 2 9
27 367 2 no zeros, zerofill(1) 2 9
28 369 4 no zeros, zerofill(1) 2 9
29 373 4 table-lookup 11 0
30 377 1 3 9
31 378 2 no zeros, zerofill(1) 2 9
32 380 8 no zeros 2 9
33 388 4 always zero 2 9
34 392 4 table-lookup 12 0
35 396 4 no zeros, zerofill(1) 13 9
36 400 4 no zeros, zerofill(1) 2 9
37 404 1 2 9
38 405 4 no zeros 2 9
39 409 4 always zero 2 9
40 413 4 no zeros 2 9
41 417 4 always zero 2 9
42 421 4 no zeros 2 9
43 425 4 always zero 2 9
44 429 20 no empty 3 9
45 449 30 no empty 3 9
46 479 1 14 4
47 480 1 14 4
48 481 79 no endspace, no empty 15 9
49 560 79 no empty 2 9
50 639 79 no empty 2 9
51 718 79 no endspace 16 9
52 797 8 no empty 2 9
53 805 1 17 1
54 806 1 3 9
55 807 20 no empty 3 9
56 827 4 no zeros, zerofill(2) 2 9
57 831 4 no zeros, zerofill(1) 2 9
Die Informationen, die myisampack ausgibt, sind unten beschrieben:
normal
-
Die Anzahl von Spalten, für die keine spezielle Komprimierung benutzt wird.
empty-space
-
Die Anzahl von Spalten, die Werte enthalten, die ausschließlich aus
Leerzeichen bestehen. Diese Werte nehmen 1 Bit in Anspruch.
empty-zero
-
Die Anzahl von Spalten, die Werte enthalten, die nur aus binären Nullen
bestehen. Diese Werte nehmen 1 Bit in Anspruch.
empty-fill
-
Die Anzahl von Ganzzahl-Spalten, die nicht den gesamten Bereich Ihres Typs
einnehmen. Diese werden auf einen kleineren Typ geändert (eine
INTEGER-Spalte kann zum Beispiel auf MEDIUMINT geändert
werden).
pre-space
-
Die Anzahl von Dezimal-Spalten, die mit führenden Leerzeichen gespeichert
sind. In diesem Fall enthält jeder Wert einen Zähler für die Anzahl
führender Leerzeichen.
end-space
-
Die Anzahl von Spalten, die viele Leerzeichen am Ende enthalten. In diesem
Fall enthält jeder Wert einen Zähler für die Anzahl von Leerzeichen am
Ende.
table-lookup
-
Die Spalte hat nur eine kleine Anzahl verschiedener Werte, die in
ENUM umgewandelt werden, bevor die Huffman-Kompression durchgeführt
wird.
zero
-
Die Anzahl von Spalten, bei denen alle Werte 0 sind.
Original trees
-
Die anfängliche Anzahl von Huffman-Bäumen.
After join
-
Die Anzahl von unterschiedlichen Huffman-Bäumen, die übrig sind, nachdem
Bäume zusammengefasst wurden, um etwas Header-Platz zu sparen.
Nachdem eine Tabelle komprimiert wurde, gibt myisamchk -dvv
zusätzliche Informationen über jedes Feld aus:
Type
-
Der Feldtyp kann folgende Deskriptoren enthalten:
constant
-
Alle Zeilen haben denselben Wert.
no endspace
-
Kein Leerzeichen am Ende speichern.
no endspace, not_always
-
Kein Leerzeichen am Ende speichern und bei allen Werten keine Komprimierung
für Leerzeichen am Ende durchführen.
no endspace, no empty
-
Kein Leerzeichen am Ende speichern. Keine leeren Werte speichern.
table-lookup
-
Die Spalte wurde zu
ENUM umgewandelt.
zerofill(n)
-
Die wichtigsten
n Bytes im Wert sind immer 0 und wurden nicht
gespeichert.
no zeros
-
Keine Nullen speichern.
always zero
-
0-Werte sind in 1 Bit gespeichert.
Huff tree
-
Der Huffman-Baum, der zu dem Feld gehört.
Bits
-
Die Anzahl von Bits, die im Huffman-Baum benutzt werden.
Nachdem Sie pack_isam/myisampack laufen gelassen haben,
müssen Sie isamchk / myisamchk laufen lassen, um den Index
neu zu erzeugen. Zugleich können Sie die Index-Blöcke sortieren und die
Statistiken erzeugen, die benötigt werden, damit der MySQL-Optimierer
effizienter läuft:
myisamchk -rq --analyze --sort-index tabelle.MYI
isamchk -rq --analyze --sort-index tabelle.ISM
Nachdem Sie die komprimierte Tabelle ins MySQL-Datenbank-Verzeichnis
gespielt haben, müssen Sie mysqladmin flush-tables ausführen, um
mysqld anzuweisen, die neue Tabelle zu benutzen.
Wenn Sie eine gepackte Tabelle entpacken wollen, können Sie das mit der
--unpack-Option für isamchk oder myisamchk tun.
mysqld-max ist der MySQL-Server (mysqld), der mit folgenden
configure-Optionen konfiguriert wurde:
| Option | Kommentar
|
| --with-server-suffix=-max | Zur mysqld-Versionszeichenkette ein Suffix hinzufügen.
|
| --with-bdb | Unterstützung für Berkeley-DB-(BDB)-Tabellen
|
| --with-innodb | Unterstützung für InnoDB-Tabellen.
|
| CFLAGS=-DUSE_SYMDIR | Symbolische-Links-Unterstützung für Windows.
|
Sie finden die MySQL-max-Binärdateien unter
http://www.mysql.com/downloads/mysql-max-3.23.html.
Die Windows-MySQL-3.23-Binärdistribution beinhaltet sowohl die
Standard-mysqld.exe-Binärdatei als auch die
mysqld-max.exe-Binärdatei.
http://www.mysql.com/downloads/mysql-3.23.html.
See section 3.1.2 Installation von MySQL unter Windows.
Beachten Sie, dass, weil InnoDB und Berkeley-DB nicht für alle Plattformen
verfügbar sind, einige der Max-Binärdateien eventuell noch
Unterstützung für diese beiden Typen haben. Sie können überprüfen, welche
Tabellentypen unterstützt werden, indem Sie die folgende Anfrage ausführen:
mysql> show variables like "have_%";
+---------------+-------+
| Variable_name | Value |
+---------------+-------+
| have_bdb | YES |
| have_innodb | NO |
| have_isam | YES |
| have_raid | NO |
| have_openssl | NO |
+---------------+-------+
Die Bedeutung dieser Werte ist:
| Wert | Bedeutung.
|
| YES | Die Option ist aktiviert und benutzbar.
|
| NO | MySQL ist nicht mit Unterstützung für diese Option kompiliert.
|
| DISABLED | Die xxxx-Option ist deaktiviert, weil mysqld mit --skip-xxxx gestartet wurde oder weil mysqld nicht mit allen notwendigen Optionen gestartet wurde, um die Option zu aktivieren. In diesem Fall sollte die hostname.err-Datei den Grund dafür enthalten, warum die Option deaktiviert wurde.
|
HINWEIS: Um InnoDB-Tabellen erzeugen zu können, MÜSSEN
Sie Ihre Startoptionen editieren und zumindest die
innodb_data_file_path-Option eingeben. See section 8.5.2 Mit InnoDB anfangen - Optionen.
Um bessere Performance für BDB-Tabellen zu erzielen, sollten Sie auch für
diese einige Konfigurationsoptionen angeben. See section 8.6.3 BDB-Startoptionen.
safe_mysqld versucht automatisch, eine mysqld-Binärdatei mit
dem -max-Präfix zu starten. Das macht es sehr einfach, eine andere
mysqld-Binärdatei in einer bestehenden Installation auszutesten.
Lassen Sie einfach configure mit den Optionen, die Sie wollen,
laufen, und installieren Sie dann die neue mysqld-Binärdatei als
mysqld-max im selben Verzeichnis, wo Ihre alte
mysqld-Binärdatei liegt. See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Der mysqld-max-RPM benutzt das oben erwähnte
safe_mysqld-Feature. Er installiert nur die ausführbare Datei
mysqld-max und safe_mysqld benutzt diese automatisch, wenn
safe_mysqld neu gestartet wird.
Folgende Tabelle zeigt, welche Tabellentypen unsere
Standard-MySQL-Max-Binärdateien beinhalten:
| System | BDB | InnoDB
|
| AIX 4.3 | NEIN | JA
|
| HP-UX 11.0 | NEIN | JA
|
| Linux-Alpha | NEIN | JA
|
| Linux-Intel | JA | JA
|
| Linux-Ia64 | NEIN | JA
|
| Solaris-intel | NEIN | JA
|
| Solaris-sparc | JA | JA
|
| Caldera (SCO) OSR5 | JA | JA
|
| UnixWare | JA | JA
|
| Windows/NT | JA | JA
|
Alle MySQL-Clients, die mittels der mysqlclient-Bibliothek mit dem
Server kommunizieren, benutzen folgende Umgebungsvariablen:
| Name | Beschreibung
|
MYSQL_UNIX_PORT | Der vorgabemäßige Socket, benutzt für Verbindungen zu localhost
|
MYSQL_TCP_PORT | Der vorgabemäßige TCP/IP-Port
|
MYSQL_PWD | Das vorgabemäßige Passwort
|
MYSQL_DEBUG | Debug-Trace-Optionen beim Debuggen
|
TMPDIR | Das Verzeichnis, in dem temporäre Tabellen / Dateien erzeugt werden
|
Die Benutzung von MYSQL_PWD ist unsicher.
See section 5.2.7 Verbinden mit dem MySQL-Server.
Der `mysql'-Client benutzt die Datei in der MYSQL_HISTFILE-
Umgebungsvariablen genannte Datei, um die Kommandozeilen-History zu
speichern. Der Vorgabewert für die History-Datei ist
`$HOME/.mysql_history', wobei $HOME der Wert der
HOME-Umgebungsvariablen ist. See section F Umgebungsvariablen.
Alle MySQL-Programme haben viele verschiedene Optionen. Jedes
MySQL-Programm stellt jedoch ein --help-Option zur Verfügung, die
Sie benutzen können, um eine vollständige Beschreibung der verschiedenen
Optionen des Programms zu erhalten. Probieren Sie zum Beispiel mysql
--help aus.
Sie können die vorgabemäßigen Optionen für alle Standard-Client-Programme
mit einer Optionsdatei überschreiben. section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
Die unten stehende Liste beschreibt kurz die MySQL-Programme:
myisamchk
-
Dienstprogramm zur Beschreibung, Prüfung, Optimierung und Reparatur von
MySQL-Tabellen. Weil
myisamchk viele Funktionen hat, ist es in einem
eigenen Kapitel beschrieben. See section 5 MySQL-Datenbankadministration.
make_binary_distribution
-
Macht ein Binär-Release eines kompilierten MySQL. Dieses könnte über FTP an
`/pub/mysql/Incoming' oder an
Support.mysql.com geschickt
werden, damit andere MySQL-Benutzer es benutzen können.
msql2mysql
-
Ein Shell-Skript, das
mSQL-Programme zu MySQL konvertiert. Es deckt
nicht alle Fälle ab, ist aber hilfreich, um mit dem Konvertieren
anzufangen.
mysqlaccess
-
Ein Skript, das die Zugriffsberechtigungen für eine Host-, Benutzer- und
Datenbank-Kombination prüft.
mysqladmin
-
Dienstprogramm für die Durchführung von Verwaltungsoperationen wie Erzeugen
und Löschen von Datenbanken, Neulanden der Berechtigungstabellen,
Zurückschreiben von Tabellen auf Platte und Neuöffnen von Log-Dateien.
mysqladmin kann auch benutzt werden, um Versionsnummer sowie Status-
und Prozess-Informationen vom Server zu erhalten.
See section 5.8.3 mysqladmin, Verwaltung eines MySQL-Servers.
mysqlbug
-
Das MySQL-Bug-Bericht-Skript. Dieses Skript sollte immer benutzt werden,
wenn Sie einen Bug-Bericht an die MySQL-Liste ausfüllen.
mysqld
-
Der SQL-Daemon. Dieser sollte immer laufen.
mysqldump
-
Dumpt eine MySQL-Datenbank in eine Datei als SQL-Statements oder als
Tabulator-separierte Textdateien. Verbesserte Freeware, ursprünglich von
Igor Romanenko. See section 5.8.5 mysqldump, Tabellenstrukturen und -daten dumpen.
mysqlimport
-
Importiert Textdateien in die jeweiligen Tabellen mittels
LOAD DATA
INFILE. See section 5.8.7 mysqlimport, Daten aus Textdateien importieren.
mysqlshow
-
Zeigt Informationen über Datenbanken, Tabellen, Spalten und Indexe an.
mysql_install_db
-
Erzeugt die MySQL-Berechtigungstabellen mit vorgabemäßigen Berechtigungen.
Dieses Skript wird gewöhnlich nur einmal ausgeführt, wenn Sie MySQL das
erste Mal auf einem System installieren.
replace
-
Ein Dienstprogramm, das von
msql2mysql benutzt wird, aber auch
darüber hinaus benutzt werden kann. replace ändert Zeichenketten in
Dateien oder auf der Standardeingabe. Benutzt eine finite Status-Maschine,
um zuerst Übereinstimmung mit längeren Zeichenketten zu finden. Kann
benutzt werden, um Zeichenketten umzudrehen. Der folgende Befehl zum
Beispiel dreht a und b in den angegebenen Dateien um:
shell> replace a b b a --Datei1 Datei2 ...
mysql ist eine einfache SQL-Shell (mit GNU
readline-Fähigkeiten). Sie unterstützt interaktiven und nicht
interaktiven Gebrauch. Wenn sie interaktiv benutzt wird, werden
Anfrageergebnisse in einem ASCII-Tabellenformat ausgegeben. Wenn sie nicht
interaktiv benutzt wird (zum Beispiel als Filter), wird das Ergebnis in
Tabulator-separiertem Format ausgegeben. (Das Ausgabeformat kann mit den
Kommandozeilenoptionen geändert werden.) Skripte können Sie einfach wie
folgt laufen lassen:
shell> mysql datenbank < skript.sql > ausgabe.tab
Wenn Sie Probleme haben, die auf ungenügenden Speicher beim Client
zurückzuführen sind, benutzen Sie die --quick-Option! Diese zwingt
mysql, mysql_use_result() statt mysql_store_result()
zu benutzen, um die Ergebnismenge zu holen.
Die Benutzung von mysql ist sehr einfach. Starten Sie es einfach wie
folgt:
mysql datenbank oder mysql --user=benutzername
--password=ihr_passwort datenbank. Geben Sie ein SQL-Statement ein,
beenden Sie es mit `;', `\g' oder `\G', und drücken Sie die
Eingabetaste.
mysql unterstützt folgende Optionen:
-?, --help
-
Hilfetext ausgeben und beenden.
-A, --no-auto-rehash
-
Kein automatisches Rehashing. Man muss 'rehash' benutzen, um Tabellen- und
Feld-Vervollständigung zu erhalten. Durch die Option wird mysql schneller
gestartet.
-B, --batch
-
Ergebnisse mit einem Tabulator als Trennzeichen ausgeben, jede
Tabellenzeile auf einer neuen Zeile. Keine History-Datei benutzen.
--character-sets-dir=...
-
Verzeichnis, in dem sich die Zeichensätze befinden.
-C, --compress
-
Im Client-Server-Protokoll Komprimierung benutzen.
-#, --debug[=...]
-
Debug loggen. Vorgabe ist 'd:t:o,/tmp/mysql.trace'.
-D, --database=...
-
Datenbank, die benutzt werden soll. Hauptsächlich nützlich in der
my.cnf-Datei.
--default-character-set=...
-
Den vorgabemäßigen Zeichensatz setzen.
-e, --execute=...
-
Befehl ausführen und beenden. (Ausgabe wie bei --batch)
-E, --vertical
-
Ausgabe einer Anfrage (Zeilen) vertikal darstellen. Ohne diese Option
können Sie diese Ausgabe auch dadurch erzwingen, dass Sie Ihre Statements
mit
\G beenden.
-f, --force
-
Weitermachen, auch wenn ein SQL-Fehler auftritt.
-g, --no-named-commands
-
Benannte Befehle werden deaktiviert. Benutzen Sie nur die \*-Form, oder
benutzen Sie benannte Befehle nur bei Zeilen, die mit einem Semikolon
enden. Ab Version 10.9 startet der Client vorgabemäßig mit ANGESCHALTETER
Option! Wenn die -g-Option angeschaltet ist, funktionieren Befehle im
Langformat jedoch immer noch von der ersten Zeile aus.
-G, --enable-named-commands
-
Benannte Befehle sind angeschaltet. Befehle im Langformat sind
ebenso zugelassen wie die abgekürzten \*-Befehle.
-i, --ignore-space
-
Leerzeichen nach Funktionsnamen ignorieren.
-h, --host=...
-
Connect to the given host.
-H, --html
-
HTML-Ausgabe produzieren.
-L, --skip-line-numbers
-
Bei Fehlern keine Zeilennummer ausgeben. Nützlich, wenn man mit
Ergebnisdateien vergleichen will, die Fehlermeldungen enthalten.
--no-pager
-
Pager deaktivieren und nach stdout ausgeben. Siehe auch interaktive Hilfe
(\h).
--no-tee
-
Ausgabedatei (Outfile) deaktivieren. Siehe auch interaktive Hilfe (\h).
-n, --unbuffered
-
Nach jeder Anfrage Buffer zurückschreiben (flush).
-N, --skip-column-names
-
In Ergebnissen keine Spaltennamen ausgeben.
-O, --set-variable var=option
-
Einer Variablen einen Wert zuweisen.
--help listet Variablen auf.
-o, --one-database
-
Nur die vorgabemäßige Datenbank aktualisieren. Das ist nützlich, wenn man
in der Update-Logdatei Aktualisierungen (Updates) auf eine andere Datenbank
überspringen will.
--pager[=...]
-
Ausgabetyp. Vorgabe ist Ihre
ENV-Variable PAGER. Gültige
Pager sind less, more, cat [> Dateiname] usw. Siehe auch interaktive Hilfe
(\h). Diese Option funktioniert nicht im Stapelmodus. Der Pager
funktioniert nur unter UNIX.
-p[password], --password[=...]
-
Passwort, das für die Verbindung zum Server benutzt wird. Wenn das Passwort
nicht auf der Kommandozeile angegeben wird, wird eine Eingabeaufforderung
dafür ausgegeben. Beachten Sie: Wenn Sie die Kurzform
-p benutzen,
darf zwischen der Option und dem Passwort kein Leerzeichen stehen.
-P --port=...
-
TCP/IP-Portnummer, die für die Verbindung benutzt wird.
-q, --quick
-
Ergebnisse nicht cachen, Zeile für Zeile ausgeben. Das kann den Server
verlangsamen, wenn die Ausgabe verschoben wird. Keine History-Datei
benutzen.
-r, --raw
-
Spaltenwerte ohne Escape-Umwandlung schreiben. Benutzt für
--batch.
-s, --silent
-
Schweigsamer sein.
-S --socket=...
-
Socket-Datei, die für die Verbindung benutzt wird.
-t --table
-
Ausgabe im Tabellenformat. Das ist die Vorgabe im Nicht-Stapelmodus.
-T, --debug-info
-
Beim Verlassen einige Debug-Informationen ausgeben.
--tee=...
-
Alles an die Ausgabedatei anhängen. Siehe auch interaktive Hilfe (\h).
Funktioniert nicht im Stapelmodus.
-u, --user=#
-
Benutzer zum Einloggen, falls nicht der aktuelle UNIX-Benutzer.
-U, --safe-updates[=#], --i-am-a-dummy[=#]
-
Läßt nur
UPDATE und DELETE zu, die Schlüssel benutzen. Siehe
unten wegen weiterer Informationen über diese Option. Sie können diese
Option zurücksetzen, wenn Sie sie in Ihrer my.cnf-Datei haben, indem
Sie --safe-updates=0 benutzen.
-v, --verbose
-
Geschwätzigere Ausgabe (-v -v -v ergibt das Tabellen-Ausgabeformat).
-V, --version
-
Versionsinformationen ausgeben und beenden.
-w, --wait
-
Wenn die Verbindung geschlossen wurde, warten und noch einmal versuchen,
statt abzubrechen.
Mit -O oder --set-variable können Sie auch die folgenden
Variablen setzen:
| Variablenname | Vorgabe | Beschreibung
|
| connect_timeout | 0 | Anzahl von Sekunden, bevor die Verbindung wegen Zeitüberschreitung abgebrochen wird
|
| max_allowed_packet | 16777216 | Maximale Paketlänge, die zum Server gesendet bzw. von diesem empfangen wird
|
| net_buffer_length | 16384 | Puffer für TCP/IP- und Socket-Kommunikation
|
| select_limit | 1000 | Automatisches Limit für SELECT bei Benutzung von --i-am-a-dummy
|
| max_join_size | 1000000 | Automatisches Limit für Zeilen in einem Join bei Benutzung von --i-am-a-dummy.
|
Wenn Sie 'help' auf der Kommandozeile eingeben, gibt mysql die
Befehle aus, die es unterstützt:
mysql> help
MySQL-Befehle:
help (\h) Diesen Text anzeigen.
? (\h) Synonym für `help'.
clear (\c) Lösch-Befehl.
connect (\r) Erneut mit dem Server verbinden. Optionale Argumente sind db und host.
edit (\e) Befehl mit $EDITOR editieren.
ego (\G) Befehl an den MySQL-Server schicken, Ergebnis vertikal anzeigen.
exit (\q) mysql beenden. Dasselbe wie quit.
go (\g) Befehl an den MySQL-Server schicken.
nopager (\n) Pager deaktivieren, nach stdout ausgeben.
notee (\t) Nicht in die Ausgabedatei (Outfile) schreiben.
pager (\P) PAGER [auf_pager] setzen. Anfrageergebnisse über PAGER ausgeben.
print (\p) Aktuellen Befehl ausgeben.
quit (\q) mysql beenden.
rehash (\#) Vervollständigungs-Hash neu aufbauen.
source (\.) Eine SQLsSkriptdatei ausführen. Benötigt einen Dateinamen als Argument.
status (\s) Statusinformationen vom Server abrufen.
tee (\T) Ausgabedatei [auf_outfile] setzen. Alles an die angegebene Ausgabedatei anhängen.
use (\u) Eine andere Datenbankbenutzung. Benötigt Datenbanknamen als Argument.
Bei diesen Befehlen funktioniert PAGER nur unter UNIX.
Der status-Befehl gibt Ihnen einige Informationen über die
Verbindung und den Server, den Sie benutzen. Wenn der Server im
--safe-updates-Modus läuft, gibt status auch die Werte der
mysql-Variablen aus, die Ihre Anfragen beeinflussen.
Eine nützliche Startoption für Anfänger (eingeführt in MySQL-Version
3.23.11) ist --safe-updates (oder --i-am-a-dummy für
Benutzer, die irgendwann ein DELETE FROM tabelle eingeben, aber
vergessen, die WHERE-Klausel) zu benutzen. Wenn Sie diese Option
benutzen, schickt mysql beim Öffnen der Verbindung folgenden Befehl
an den MySQL-Server:
SET SQL_SAFE_UPDATES=1,SQL_SELECT_LIMIT=#select_limit#,
SQL_MAX_JOIN_SIZE=#max_join_size#"
Wobei #select_limit# und #max_join_size# Variablen sind, die
auf der mysql-Kommandozeile gesetzt werden können.
See section 6.5.6 SET-Syntax.
Die Auswirkung davon ist folgende:
-
UPDATE- oder DELETE-Statements ohne Schlüsselbeschränkung im
WHERE-Teil sind nicht zugelassen. Man kann jedoch ein
UPDATE/DELETE durch die Benutzung von LIMIT erzwingen:
UPDATE tabelle SET not_key_column=# WHERE not_key_column=# LIMIT 1;
-
Alle großen Ergebnisse werden automatisch auf
#select_limit# Zeilen
begrenzt.
-
SELECT's, die wahrscheinlich mehr als #max_join_size
Zeilenkombinationen durchgehen müssen, werden abgebrochen.
Einige nützliche Anmerkungen zum mysql-Client:
Einige Daten sind lesbarer, wenn sie vertikal angezeigt werden statt auf
die übliche horizontale kastenähnliche Art. Langer Text zum Beispiel, der
Zeilenumbrüche beinhaltet, ist bei vertikaler Ausgabe meist viel einfacher
zu lesen.
mysql> select * from mails where length(txt) < 300 limit 300,1\G
*************************** 1. row ***************************
msg_nro: 3068
date: 2000-03-01 23:29:50
time_zone: +0200
mail_from: Monty
reply: monty@no.spam.com
mail_to: "Thimble Smith" <tim@no.spam.com>
sbj: UTF-8
txt: >>>>> "Thimble" == Thimble Smith writes:
Thimble> Hi. Meines Erachtens eine gute Idee. Kennt sich jemand mit UTF-8
Thimble> oder Unicode aus? Ansonsten packe ich das auf meine TODO-Liste
Thimble> und warte, was passiert.
Ja, mach das bitte!
Regards,
Monty
Datei: inbox-jani-1
hash: 190402944
1 row in set (0.09 sec)
-
Zum Mitloggen benutzen Sie die
tee-Option. tee wird mit der
Option --tee=... oder interaktiv auf der Kommandozeile mi dem Befehl
tee gestartet. Alle Daten, die auf dem Bildschirm erscheinen, werden
auch in die angegebene Datei geschrieben. Das kann auch für Debug-Zwecke
sehr hilfreich sein. tee kann von der Kommandozeile aus mit dem
Befehl notee deaktiviert werden. Wenn tee noch einmal
eingegeben wird, wird wiederum mit dem Loggen begonnen. Ohne Parameter wird
die vorherige Datei wiederum benutzt. Beachten Sie, dass tee die
Ergebnisse nach jedem Befehl in die Datei zurückschreibt, direkt bevor die
Kommandozeilenaufforderung für den nächsten Befehl erscheint.
-
Das Durchstöbern oder Durchsuchen der Ergebnisse im interaktiven Modus in
UNIX-less, -more oder einem ähnlichen Programm ist jetzt möglich mit der
Option
--pager[=...]. Ohne Argument aufgerufen sieht der
mysql-Client in der Umgebungsvariablen PAGER nach und setzt
pager auf diesen Wert. pager kann von der interaktiven
Kommandozeile mit dem Befehl pager gestartet und mit nopager
deaktiviert werden. Optional nimmt der Befehl ein Argument entgegen und
setzt pager darauf. pager kann ohne Argument aufgerufen
werden, aber das erfordert, dass die Option --pager benutzt wurde,
ansonsten gibt pager in stdout aus. pager funktioniert nur
unter UNIX, denn es benutzt die popen()-Funktion, die es unter Windows
nicht gibt. Unter Windows kann statt dessen die tee-Option benutzt
werden, wenngleich diese in manchen Situationen nicht ganz so handlich ist
wie pager.
-
Ein paar Tipps zu
pager: Sie können es benutzen, um in eine Datei zu
schreiben:
mysql> pager cat > /tmp/log.txt
Die Ergebnisse werden nur in eine Datei geschrieben. Sie können auch
Optionen an Programme übergeben, die Sie mit pager zusammen benutzen
wollen:
mysql> pager less -n -i -S
Beachten Sie hierbei die Option '-S'. Beim Durchstöbern der Ergebnisse
werden Sie diese wahrscheinlich als sehr nützlich erachten. Probieren Sie
dei Option mit horizontaler Ausgabe (Befehle enden mit '\g', oder ';') und
mit vertikaler Ausgabe (Befehle enden mit '\G') aus. Manchmal ist ein sehr
breites Ergebnis schwer am Bildschirm zu lesen. Mit der Option -S für less
können Sie die Ergebnisse im interaktiven less von links nach rechts
durchstöbern, wobei verhindert wird, dass Zeilen, die länger sind als Ihre
Bildschirmbreite, in die nächste Zeile umgebrochen werden. Das kann ein
Ergebnis sehr viel lesbarer gestalten. Sie können den Modus im interaktiven
less an- und abschalten, wenn Sie '-S' benutzen. Siehe 'h' für weitere
Hilfe zu less.
-
Zum Schluss (falls Sie das nicht schon aus den oben aufgeführten Beispielen
heraus gefunden haben ;-) können Sie sehr komplexe Dinge tun, um die
Ergebnisse zu handhaben. Folgendes würde die Ergebnisse beispielsweise an
zwei verschiedene Dateien in zwei unterschiedlichen Verzeichnissen
schicken, auf zwei unterschiedlichen Festplatten, die auf /dr1 und /dr2
gemountet sind, und dennoch die Ergebnisse über less am Bildschirm
anzeigen:
mysql> pager cat | tee /dr1/tmp/res.txt | tee /dr2/tmp/res2.txt | less -n -i -S
-
Sie können die obigen Funktionen auch kombinieren, indem Sie
tee
anschalten und pager auf 'less' setzen. Dann können Sie die
Ergebnisse in 'less' durchstöbern und trotzdem wird alles zugleich an eine
Datei angehängt. Der Unterschied zwischen UNIX tee, was mit
pager benutzt wird, und dem im mysql-Client eingebauten
tee ist, dass das eingebaute tee sogar dann funktioniert,
wenn kein UNIX tee verfügbar ist. Darüber hinaus gibt das eingebaute
tee alles, was mitgeloggt wird, auch am Bildschirm aus, wohingegen
das UNIX tee in Verbindung mit pager nicht so viel mitloggt.
Letztlich läßt sich das interaktive tee auch handlicher aus- und
einschalten, wenn Sie teilweise mitloggen wollen, aber in der Lage sein,
das Feature zwischendurch auszuschalten.
Ein Dienstprogramm, um Verwaltungsoperationen durchzuführen. Die Syntax ist::
shell> mysqladmin [OPTIONS] befehl [befehl-option] befehl ...
Sie erhalten eine Auflistung der Optionen, die Ihre
mysqladmin-Version unterstützt, indem Sie mysqladmin --help
ausführen.
Das aktuelle mysqladmin unterstützt folgende Befehle:
create datenbank
-
Eine neue Datenbank erzeugen.
drop datenbank
-
Eine Datenbank und alle ihre Tabellen löschen.
extended-status
-
Eine erweiterte Statusmeldung vom Server ausgeben.
flush-hosts
-
Alle gecacheten Hosts zurückschreiben (flush).
flush-logs
-
Alle Logs zurückschreiben (flush).
flush-tables
-
Alle Tabellen zurückschreiben (flush).
flush-privileges
-
Berechtigungstabellen neu laden (dasselbe wie reload).
kill id,id,...
-
MySQL-Threads killen.
password
-
Ein neues Passwort setzen. Altes Passwort zu neuem Passwort ändern.
ping
-
Überprüfen, ob mysqld lebt.
processlist
-
Auflistung aktiver Threads im Server.
reload
-
Berechtigungstabellen neu laden.
refresh
-
Alle Tabellen zurückschreiben (flush), Log-Dateien schließen und erneut
öffnen.
shutdown
-
Server herunter fahren.
slave-start
-
Slave-Replikations-Thread starten.
slave-stop
-
Slave-Replikations-Thread anhalten.
status
-
Eine kurze Statusmeldung vom Server ausgeben.
variables
-
Verfügbare Variablen ausgeben.
version
-
Versionsinformation vom Server abrufen.
Alle Befehle können auf ihr eindeutiges Präfix abgekürzt werden. Beispiel:
shell> mysqladmin proc stat
+----+-------+-----------+----+-------------+------+-------+------+
| Id | User | Host | db | Command | Time | State | Info |
+----+-------+-----------+----+-------------+------+-------+------+
| 6 | monty | localhost | | Processlist | 0 | | |
+----+-------+-----------+----+-------------+------+-------+------+
Uptime: 10077 Threads: 1 Questions: 9 Slow queries: 0 Opens: 6 Flush tables: 1 Open tables: 2 Memory in use: 1092K Max memory used: 1116K
Das Ergebnis des mysqladmin status-Befehls hat folgende Spalten:
| Uptime | Anzahl von Sekunden, seit der MySQL-Server hoch gefahren ist.
|
| Threads | Anzahl aktiver Threads (Clients).
|
| Questions | Anzahl von Questions von Clients, seit mysqld gestartet wurde.
|
| Slow queries | Anfragen, die länger als long_query_time Sekunden benötigten. See section 5.9.5 Die Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen.
|
| Opens | Wie viele Tabellen mysqld geöffnet hat.
|
| Flush Tables | Anzahl von flush ...-, refresh- und reload-Befehlen.
|
| Open Tables | Anzahl der Tabellen, die gerade geöffnet sind.
|
| Memory in use | Arbeitsspeicher, der direkt vom mysqld-Code beansprucht wird (nur verfügbar, wenn MySQL mit --with-debug=full kompiliert wurde).
|
| Max memory used | Maximaler Arbeitsspeicher, der direkt vom mysqld-Code beansprucht wird (nur verfügbar, wenn MySQL mit --with-debug=full kompiliert wurde).
|
Wenn Sie mysqladmin shutdown auf einem Socket ausführen (mit anderen
Worten, auf dem Computer, wo mysqld läuft), wartet
mysqladmin, bis MySQL die pid-file entfernt hat, um
sicherzustellen, dass der mysqld-Server korrekt angehalten wurde.
Ab MySQL-Version 3.23.38 können Sie ein neues Prüf- und Reparatur-Werkzeug
für MyISAM-Tabellen einsetzen. Der Unterschied zu myisamchk
ist, dass mysqlcheck benutzt werden kann, wenn der
mysqld-Server läuft, wohingegen myisamchk nur benutzt werden
sollte, wenn er nicht läuft. Der Vorteil ist, dass Sie den Server zum
Prüfen oder zur Reparatur Ihrer Tabellen nicht mehr herunter fahren müssen.
mysqlcheck benutzt die MySQL-Server-Befehle CHECK,
REPAIR, ANALYZE und OPTIMIZE auf eine für den Benutzer
bequeme Weise.
Es gibt drei alternative Möglichkeiten, mysqlcheck aufzurufen:
shell> mysqlcheck [OPTIONS] datenbank [tabellen]
shell> mysqlcheck [OPTIONS] --databases datenbank1 [datenbank2 datenbank3...]
shell> mysqlcheck [OPTIONS] --all-databases
Daher kann es hinsichtlich der Auswahl von Datenbanken und Tabellen ähnlich
wie mysqldump benutzt werden.
mysqlcheck besitzt im Vergleich zu den anderen Clients ein
besonderes Feature: Das vorgabemäßige Verhalten, Tabellen mit -c zu
prüfen, kann geändert werden, indem die Binärdatei umbenannt wird. Wenn Sie
nur ein Werkzeug haben wollen, das vorgabemäßig Tabellen repariert,
kopieren Sie eine mysqlcheck mit einem neuen Namen auf Ihre
Festplatte, nämlich mysqlrepair, oder legen alternativ einen
symbolischen Link auf mysqlrepair und benennen den Link
mysqlrepair. Wenn Sie jetzt mysqlrepair aufrufen, repariert
es vorgabemäßig Tabellen.
Folgende Namen können Sie benutzen, um das vorgabemäßige Verhalten von
mysqlcheck zu verändern:
mysqlrepair: Vorgabe-Option: -r (reparieren)
mysqlanalyze: Vorgabe-Option: -a (analysieren)
mysqloptimize: Vorgabe-Option: -o (optimieren)
Die verfügbaren Optionen für mysqlcheck sind hier aufgelistet. Bitte
prüfen Sie mit mysqlcheck --help, welche davon Ihre Version
unterstützt.
-A, --all-databases
-
Prüft alle Datenbanken. Das ist dasselbe wie --databases mit allen
Datenbanken ausgewählt.
-1, --all-in-1
-
Statt für jede Tabelle eine Anfrage auszuführen, alle Anfragen in 1 Anfrage
pro Datenbank ausführen. Tabellennamen stehen in einer durch Kommas
getrennten Liste.
-a, --analyze
-
Analysiert die angegebene Tabelle.
--auto-repair
-
Wenn eine geprüfte Tabelle beschädigt ist, sie automatisch reparieren. Die
Reparatur wird durchgeführt, nachdem alle Tabellen geprüft wurden, falls
beschädigte gefunden wurden.
-#, --debug=...
-
Debug-Log-Datei ausgeben. Das ist häufig 'd:t:o,filename'.
--character-sets-dir=...
-
Verzeichnis, wo Zeichensätze gespeichert sind.
-c, --check
-
Tabelle auf Fehler prüfen.
-C, --check-only-changed
-
Nur die Tabellen prüfen, die seit der letzten Prüfung geändert wurden oder
die nicht ordnungsgemäß geschlossen wurden.
--compress
-
Kompression im Client-Server-Protokoll benutzen.
-?, --help
-
Diese Nachricht ausgeben und beenden.
-B, --databases
-
Mehrere Datenbanken prüfen. Beachten Sie den Unterschied im Gebrauch: In
diesem Fall werden keine Tabellen angegeben. Alle Namensargumente werden
als Datenbanknamen erachtet.
--default-character-set=...
-
Setzt den vorgabemäßigen Zeichensatz.
-F, --fast
-
Nur Tabellen prüfen, die nicht ordnungsgemäß geschlossen wurden.
-f, --force
-
Fortfahren, auch wenn ein SQL-Fehler auftritt.
-e, --extended
-
Wenn Sie diese Option beim Prüfen von Tabellen benutzen, stellt das sicher,
dass die Tabelle zu 100% konsistent ist, dauert aber sehr lange.
Wenn Sie diese Option beim Reparieren von Tabellen benutzen, wird eine
erweiterte Reparatur der Tabelle durchgeführt, was nicht nur sehr lange
dauern kann, sondern auch viele 'Müll'-Zeilen produzieren kann!
-h, --host=...
-
Mit dem angegebenen Host verbinden.
-m, --medium-check
-
Schneller als extended-check, findet aber nur 99,99% aller Fehler. Sollte
in den meisten Fällen genügen.
-o, --optimize
-
Tabelle optimieren.
-p, --password[=...]
-
Passwort, das bei der Verbindung zum Server benutzt werden soll. Wenn das
Passwort nicht angegeben wird, wird vom Terminal eine Eingabeaufforderung
präsentiert.
-P, --port=...
-
Portnummer, die für Verbindungen zum Server benutzt werden soll.
-q, --quick
-
Wenn Sie diese Option beim Prüfen von Tabellen benutzen, verhindert das,
dass die Zeilen nach falschen Verknüpfungen (Links) durchgesehen werden
(gescannt). Das ist die schnellste Prüfmethode.
Wenn Sie diese Option beim Reparieren von Tabellen benutzen, wird versucht,
nur den Index-Baum zu reparieren. Das ist die schnellste Reparaturmethode.
-r, --repair
-
Kann fast alles reparieren, ausser eindeutige Schlüssel, die nicht
eindeutig sind.
-s, --silent
-
Nur Fehlermeldungen ausgeben.
-S, --socket=...
-
Socket-Datei, die für die Verbindung benutzt werden soll.
--tables
-
Option --databases (-B) überschreiben.
-u, --user=#
-
Benutzer zum Einloggen, falls nicht der aktuelle Unix-Benutzer.
-v, --verbose
-
Informationen über die verschiedenen Phasen ausgeben.
-V, --version
-
Versionsinformationen ausgeben und beenden.
Dienstprogramm, um eine Datenbank oder eine Sammlung von Datenbanken zu
sichern oder um Daten auf einen anderen SQL-Server zu übertragen (nicht
notwendigerweise ein MySQL-Server). Der Dump enthält SQL-Statements, um
Datenbanken und Tabellen zu erzeugen und / oder Tabellen mit Daten zu
füllen.
Wenn Sie eine Datensicherung auf dem Server machen, sollten Sie in Betracht
ziehen, statt dessen mysqlhotcopy zu benutzen. See section 5.8.6 mysqlhotcopy, MySQL-Datenbanken und Tabellen kopieren.
shell> mysqldump [OPTIONS] datenbank [tabellen]
OR mysqldump [OPTIONS] --databases [OPTIONS] datenbank1 [datenbank2 datenbank3...]
OR mysqldump [OPTIONS] --all-databases [OPTIONS]
Wenn Sie keine Tabellen angeben oder --databases bzw.
--all-databases benutzen, wird die gesamte Datenbank (bzw. werden
alle Datenbanken) gedumpt.
Sie erhalten eine Auflistung der Optionen, die Ihre Version von
mysqldump unterstützt, indem Sie mysqldump --help eingeben.
Wenn Sie mysqldump ohne --quick oder --opt ausführen,
beachten Sie, dass mysqldump die gesamte Ergebnismenge in den
Arbeitsspeicher lädt, bevor das Ergebnis gedumpt wird. Das kann zu
Problemen führen, wenn Sie eine große Datenbank dumpen.
Wenn Sie eine neue Version des mysqldump-Programms benutzen und
einen Dump erzeugen, der in einen sehr alten MySQL-Server eingelesen werden
soll, sollten Sie die --opt- und -e-Optionen nicht benutzen.
mysqldump unterstützt folgende Optionen:
--add-locks
-
Führt
LOCK TABLES vor und UNLOCK TABLE nach jedem
Tabellen-Dump durch (um schnelleres Einfügen in MySQL zu erreichen).
--add-drop-table
-
Ein
drop table vor jedem create-Statement hinzufügen.
-A, --all-databases
-
Alle Datenbanken dumpen. Das ist dasselbe wie
--databases mit allen
Datenbanken ausgewählt.
-a, --all
-
Alle MySQL-spezifischen Optionen für
create benutzen.
--allow-keywords
-
Erzeugung von Spaltennamen zulassen, die Schlüsselwörter sind. Das
funktioniert, indem jedem Spaltenname der Tabellenname als Präfix angefügt
wird.
-c, --complete-insert
-
Vollständige
insert-Statements benutzen (mit Spaltennamen).
-C, --compress
-
Alle Informationen zwischen Client und Server komprimieren, wenn bei
Kompression unterstützen.
-B, --databases
-
Mehrere Datenbanken prüfen. Beachten Sie den Unterschied im Gebrauch: In
diesem Fall werden keine Tabellen angegeben. Alle Namensargumente werden
als Datenbanknamen erachtet. Vor jeder Ausgabe einer neuen Datenbank wird
USE datenbank; eingefügt.
--delayed
-
Zeilen mit dem
INSERT DELAYED-Befehl einfügen.
-e, --extended-insert
-
Die neue mehrzeilige
INSERT-Syntax benutzen. (Ergibt kompaktere und
schnellere inserts-Statements.)
-#, --debug[=option_string]
-
Programmbenutzung tracen (für Debug-Zwecke).
--help
-
Hilfetext ausgeben und beenden.
--fields-terminated-by=...
-
--fields-enclosed-by=...
-
--fields-optionally-enclosed-by=...
-
--fields-escaped-by=...
-
--lines-terminated-by=...
-
Diese Optionen werden zusammen mit der
-T-Option benutzt und haben
dieselbe Bedeutung wie die entsprechenden Klauseln für LOAD DATA
INFILE. See section 7.4.9 LOAD DATA INFILE-Syntax.
-F, --flush-logs
-
Log-Datei im MySQL-Server zurückschreiben, bevor der Dump durchgeführt
wird.
-f, --force,
-
Fortfahren, selbst wenn beim Dump einer Tabelle ein SQL-Fehler auftritt.
-h, --host=..
-
Daten auf dem MySQL-Server auf dem genannten Host dumpen. Der
vorgabemäßige Host ist
localhost.
-l, --lock-tables.
-
Alle Tabellen sperren, bevor mit dem Dump begonnen wird. Die Tabellen
werden mit
READ LOCAL gesperrt, um gleichzeitiges Einfügen zu
erlauben (bei MyISAM-Tabellen).
-n, --no-create-db
-
'CREATE DATABASE /*!32312 IF NOT EXISTS*/ datenbank;' wird nicht in die
Ausgabe gschrieben. Diese Zeile wird ansonsten hinzugefügt, wenn
--databases oder --all-databases angegeben wurde.
-t, --no-create-info
-
Keine Tabellenerzeugungsinformation schreiben (das
CREATE
TABLE-Statement).
-d, --no-data
-
Keine Zeileninformationen für die Tabelle schreiben. Das ist sehr
nützlich, wenn Sie lediglich einen Dump der Tabellenstruktur erzeugen
wollen.
--opt
-
Dasselbe wie
--quick --add-drop-table --add-locks --extended-insert
--lock-tables. Das sollte den schnellstmöglichen Dump zum Einlesen in
einen MySQL-Server ergeben.
-pihr_passwort, --password[=ihr_passwort]
-
Das Passwort, das für die Verbindung zum Server benutzt werden soll. Wenn
Sie keinen `=ihr_passwort'-Teil angeben, zeigt
mysqldump eine
Eingabeaufforderung für Ihr Passwort.
-P port_num, --port=port_num
-
Die TCP/IP-Portnummer, die für die Verbindung zu einem Host benutzt werden
soll. (Diese wird für Verbindungen zu Hosts ausser
localhost
benutzt, für den Unix-Sockets benutzt werden.)
-q, --quick
-
Anfrage nicht puffern, sondern direkt zu stdout dumpen. Benutzt für die
Durchführung
mysql_use_result().
-r, --result-file=...
-
Direkte Ausgabe in die angegebene Datei. Diese Ausgabe sollte bei MS-DOS
benutzt werden, weil sie verhindert, dass das Zeichen für neue Zeile '\n'
in '\n\r' (new line + carriage return) umgewandelt werden.
-S /pfad/zu/socket, --socket=/pfad/zu/socket
-
Die Socket-Datei, die für die Verbindung zu
localhost benutzt werden
soll (was der vorgabemäßige Host ist).
--tables
-
Überschreibt die Option --databases (-B).
-T, --tab=pfad-zu-einem-verzeichnis
-
Erzeugt eine
tabelle.sql-Datei, die die SQL-CREATE-Befehle enthält,
und eine tabelle.txt-Datei, die die Daten enthält, für jede
angegebene Tabelle. HINWEIS: Das funktioniert nur, wenn
mysqldump auf derselben Maschine läuft wie der mysqld-Daemon.
Das Format der .txt-Datei hängt von den --fields-xxx- und
--lines--xxx-Optionen ab.
-u benutzername, --user=benutzername
-
Der MySQL-Benutzername, der für die Verbindung zum Server benutzt werden
soll. Der Vorgabewert ist Ihr Unix-Loginname.
-O var=option, --set-variable var=option
-
Den Wert einer Variablen setzen. Die möglichen Werte sind unten aufgeführt.
-v, --verbose
-
Geschwätziger Modus. Gibt mehr Informationen darüber aus, was das Programm
tut.
-V, --version
-
Versionsinformationen ausgeben und beenden.
-w, --where='wo-bedingung'
-
Nur ausgewählte Datensätze dumpen. Beachten Sie, dass Anführungszeichen
zwingend erforderlich sind:
"--where=user='jimf'" "-wuserid>1" "-wuserid<1"
-O net_buffer_length=#, where # < 16M
-
Beim Erzeugen von mehrzeiligen insert-Statements (wie bei der Option
--extended-insert oder --opt), erzeugt mysqldump
Zeilen bis zur Länge von net_buffer_length. Wenn Sie diesen Wert
herauf setzen, müssen Sie sicherstellen, dass die
max_allowed_packet-Variable im MySQL-Server größer als
net_buffer_length ist.
Der häufigste Gebrauch von mysqldump dient wahrscheinlich der
Herstellung einer Datensicherung ganzer Datenbanken. See section 5.4.1 Datenbank-Datensicherungen.
mysqldump --opt datenbank > datensicherung.sql
Diese können Sie zurück in MySQL einlesen mit:
mysql datenbank < datensicherung.sql
oder
mysql -e "source /pfad-zur-datensicherung/datensicherung.sql" datenbank
Ausserdem ist es sehr nützlich, um einen anderen MySQL-Server mit
Informationen aus einer Datenbank zu füllen:
mysqldump --opt datenbank | mysql --host=entfernter-host -C datenbank
Es ist möglich, mehrere Datenbanken mit einem Befehl zu dumpen:
mysqldump --databases datenbank1 [datenbank2 datenbank3...] > meine_datenbanken.sql
Wenn Sie alle Datenbanken dumpen wollen, benutzen Sie:
mysqldump --all-databases > alle_datenbanken.sql
mysqlhotcopy ist ein Perl-Skript, das LOCK TABLES,
FLUSH TABLES und cp oder scp benutzt, um schnell
eine Datensicherung einer Datenbank anzulegen. Es stellt die schnellste
Möglichkeit dar, eine Sicherung einer Datenbank oder einzelner Tabellen
durchzuführen, läuft aber nur auf derselben Maschine, auf der sich die
Datenbankverzeichnisse befinden.
mysqlhotcopy datenbank [/pfad/zu/neuem_verzeichnis]
mysqlhotcopy datenbank_1 ... datenbank_n /pfad/zu/neuem_verzeichnis
mysqlhotcopy datenbank./regex/
mysqlhotcopy unterstützt folgende Optionen:
-?, --help
-
Hilfe ausgeben und beenden.
-u, --user=#
-
Benutzername zum Einloggen.
-p, --password=#
-
Passwort für die Verbindung zum Server.
-P, --port=#
-
Port zur Verbindung zum lokalen Server.
-S, --socket=#
-
Socket zur Verbindung zum lokalen Server.
--allowold
-
Nicht abbrechen, wenn das Ziel bereits existiert (sondern in _old umbenennen)
--keepold
-
Vorheriges (jetzt umbenanntes) Ziel nach dem Durchführen nicht löschen.
--noindices
-
Keine kompletten Index-Dateien in die Kopie einfügen, um die Datensicherung
kleiner und schneller zu machen. Die Indexe können später mit
myisamchk -rq. neu aufgebaut werden.
--method=#
-
Kopiermethode (
cp oder scp).
-q, --quiet
-
Keine Meldungen ausgeben, ausser bei Fehlern.
--debug
-
Debug anschalten.
-n, --dryrun
-
Aktionen berichten, ohne sie auszuführen.
--regexp=#
-
Alle Datenbanken mit übereinstimmenden regexp-Namen sichern.
--suffix=#
-
Suffix für Namen kopierter Datenbanken.
--checkpoint=#
-
Checkpoint-Eingang in angegebene datenbank.tabelle einfügen.
--flushlog
-
Log-Dateien zurückschreiben, sobald alle Tabellen gesperrt sind.
--tmpdir=#
-
Temporäres Verzeichnis (anstelle von /tmp).
Geben Sie perldoc mysqlhotcopy ein, um eine vollständigere
Dokumentation von mysqlhotcopy zu erhalten.
mysqlhotcopy liest die Gruppen [client] und
[mysqlhotcopy] aus den Optionsdateien.
Damit Sie mysqlhotcopy ausführen können, benötigen Sie Schreibrechte
im Datensicherungsverzeichnis, SELECT-Berechtigung auf die Tabellen,
die Sie kopieren wollen, und die MySQL-Reload-Berechtigung (damit
Sie FLUSH TABLES ausführen können).
mysqlimport stellt eine Kommandozeilen-Schnittstelle für das
LOAD DATA INFILE SQL-Statement zur Verfügung. Die meisten Optionen
für mysqlimport entsprechen denselben Optionen für LOAD DATA
INFILE. See section 7.4.9 LOAD DATA INFILE-Syntax.
mysqlimport wird wie folgt aufgerufen:
shell> mysqlimport [optionen] datenbank textdatei1 [textdatei2....]
Bei jeder Textdatei, die auf der Kommandozeile angegeben wird, entfernt
mysqlimport jegliche Erweiterungen vom Dateinamen und benutzt das
Ergebnis, um festzulegen, in welche Tabelle der Dateiinhalt importiert
werden soll. Dateien namens `patient.txt', `patient.text' und
`patient' beispielsweise würden alle in eine Tabelle namens
patient importiert werden.
mysqlimport unterstützt folgende Optionen:
-c, --columns=...
-
Diese Option nimmt ein durch Kommas getrennte Auflistung von Feldnamen als
Argument entgegen. Die Feldliste wird benutzt, um einen korrekten
LOAD DATA INFILE-Befehl zu erzeugen, der an MySQL durchgereicht
wird. See section 7.4.9 LOAD DATA INFILE-Syntax.
-C, --compress
-
Komprimiert alle Informationen zwischen Client und Server, wenn bei
Kompression unterstützen.
-#, --debug[=option_string]
-
Programmbenutzung tracen (zum Debuggen).
-d, --delete
-
Tabelle leeren, bevor die Textdatei importiert wird.
--fields-terminated-by=...
-
--fields-enclosed-by=...
-
--fields-optionally-enclosed-by=...
-
--fields-escaped-by=...
-
--lines-terminated-by=...
-
Diese Optionen haben dieselbe Bedeutung wie die entsprechenden Klauseln für
LOAD DATA INFILE. See section 7.4.9 LOAD DATA INFILE-Syntax.
-f, --force
-
Fehler ignorieren. Wenn beispielsweise eine Tabelle für eine Textdatei
nicht existiert, mit den verbleibenden Dateien weitermachen. Ohne
--force wird mysqlimport beendet, wenn die Tabelle nicht
existiert.
--help
-
Hilfetext ausgeben und beenden.
-h host_name, --host=host_name
-
Daten in den MySQL-Server auf dem genannten Host importieren. Der
vorgabemäßige Host ist
localhost.
-i, --ignore
-
Siehe Beschreibung für die
--replace-Option.
-l, --lock-tables
-
ALLE Tabellen für Schreibvorgänge sperren, bevor irgend welche
Textdateien verarbeitet werden. Das stellt sich, dass alle Tabellen auf dem
Server synchronisiert werden.
-L, --local
-
Liest Eingabedateien vom Client. Vorgabemäßig wird angenommen, dass
Textdateien auf dem Server liegen, wenn Sie sich über
localhost
verbinden (was der vorgabemäßige Host ist).
-pihr_passwort, --password[=ihr_passwort]
-
Das Passwort, das für die Verbindung zum Server benutzt werden soll. Wenn
Sie keinen `=ihr_passwort'-Teil angeben, zeigt
mysqlimport
eine Eingabeaufforderung für Ihr Passwort.
-P port_num, --port=port_num
-
Die TCP/IP-Portnummer, die für die Verbindung zu einem Host benutzt werden
soll. (Diese wird für Verbindungen zu Hosts ausser
localhost
benutzt, für den Unix-Sockets benutzt werden.)
-r, --replace
-
Die
--replace- und --ignore-Optionen steuern die Handhabung
von Eingabe-Datensätzen, die bestehende Datensätze auf eindeutigen
Schlüsseln duplizieren würden. Wenn Sie --replace angeben, werden
bestehende Zeilen ersetzt, die denselben eindeutigen Schlüsselwert
besitzen. Wenn Sie --ignore angeben, werden Zeilen, die eine
bestehende Zeile duplizieren würden, übersprungen. Wenn Sie keine der
beiden Optionen angeben, tritt ein Fehler auf, wenn ein doppelter
Schlüsseleintrag gefunden wird, und der Rest der Textdatei wird ignoriert.
-s, --silent
-
Schweigsamer Modus. Ausgaben erfolgen nur, wenn Fehler auftreten.
-S /pfad/zu/socket, --socket=/pfad/zu/socket
-
Die Socket-Datei, die für die Verbindung zu
localhost benutzt werden
soll (der der vorgabemäßige Host ist).
-u benutzername, --user=benutzername
-
Der MySQL-Benutzername, der für die Verbindung zum Server benutzt werden
soll. Der Vorgabewert ist Ihr Unix-Loginname.
-v, --verbose
-
Geschwätziger Modus. Mehr Informationen darüber ausgeben, was das Programm
macht.
-V, --version
-
Versionsinformationen ausgeben und beenden.
Hier ist ein Beispiel für die Benutzung von mysqlimport:
$ mysql --version
mysql Ver 9.33 Distrib 3.22.25, for pc-linux-gnu (i686)
$ uname -a
Linux xxx.com 2.2.5-15 #1 Mon Apr 19 22:21:09 EDT 1999 i586 unknown
$ mysql -e 'CREATE TABLE imptest(id INT, n VARCHAR(30))' test
$ ed
a
100 Max Sydow
101 Graf Dracula
.
w imptest.txt
32
q
$ od -c imptest.txt
0000000 1 0 0 \t M a x S y d o w \n 1 0
0000020 1 \t G r a f D r a c u l a \n
0000040
$ mysqlimport --local test imptest.txt
test.imptest: Records: 2 Deleted: 0 Skipped: 0 Warnings: 0
$ mysql -e 'SELECT * FROM imptest' test
+------+---------------+
| id | n |
+------+---------------+
| 100 | Max Sydow |
| 101 | Graf Dracula |
+------+---------------+
mysqlshow wird benutzt, um schnell nachzusehen, welche Datenbanken,
Tabellen und Tabellenspalten es gibt.
Mit dem mysql-Programm können Sie dieselben Information mit den
SHOW-Befehlen erhalten. See section 5.5.5 SHOW-Syntax.
mysqlshow wird wie folgt aufgerufen:
shell> mysqlshow [optionen] [datenbank [tabelle [spalte]]]
-
Wenn keine Datenbank angegeben wird, werden alle passenden Datenbanken
gezeigt.
-
Wenn keine Tabelle angegeben wird, werden alle passenden Tabellen in der
Datenbank gezeigt.
-
Wenn keine Spalte angegeben wird, werden alle passenden Spalten und
Spaltentypen in der Tabelle gezeigt.
Beachten Sie, dass Sie in neueren MySQL-Versionen nur die Datenbanken,
Tabellen und Spalten sehen können, für die Sie irgend welche Berechtigungen
haben.
Wenn das letzte Argument einen Shell- oder SQL-Platzhalter enthält
(*, ?, % oder _), wird nur das gezeigt, was dem
Platzhalter entspricht. Das kann zu Verwirrung führen, wenn Sie Spalten
einer Tabelle anzeigen, die einen Unterstrich (_) enthalten, weil
Ihnen mysqlshow in diesem Fall nur die Tabellennamen zeigt, die dem
Muster entsprechen. Das kann leicht durch Hinzufügen eines zusätzlichen
% am Ende der Kommandozeile (als separates Argument) behoben werden.
perror wird benutzt, um Fehlermeldungen auszugeben. perror
wird wie folgt aufgerufen:
shell> perror [optionen] [ERRORCODE [ERRORCODE...]]
For example:
shell> perror 64 79
Error code 64: Machine ist not on the network
Error code 79: Can not access a needed shared library
perror wird benutzt, um eine Beschreibung für einen
Systemfehler-Code anzuzeigen, oder einen Fehler-Code des
MyISAM/ISAM-Tabellen-Handlers. Die Fehlermeldungen sind hauptsächlich
abhängig vom Betriebssystem.
Der mysql-Client wird typischerweise interaktiv benutzt, wie folgt:
shell> mysql datenbank
Es ist jedoch möglich, Ihre SQL-Befehle in eine Datei zu schreiben und
mysql anzuweisen, ihre Eingaben aus dieser Datei zu lesen. Um das zu
tun, erzeugen Sie eine Textdatei `textdatei', die die Befehle enthält,
die Sie ausführen wollen. Dann rufen Sie mysql wie gezeigt auf:
shell> mysql datenbank < textdatei
Sie können Ihre Textdatei auch mit einem USE datenbank-Statement
beginnen lassen. In diesem Fall ist es nicht notwendig, den Datenbanknamen
auf der Kommandozeile anzugeben:
shell> mysql < textdatei
See section 5.8 Clientseitige Skripte und Hilfsprogramme von MySQL.
MySQL hat mehrere unterschiedliche Log-Dateien, die Ihnen helfen können
herauszufinden, was innerhalb mysqld vor sich geht:
| Die Fehler-Log-Datei | Probleme, die beim Start, beim Laufenlassen oder beim Anhalten von mysqld auftreten.
|
| Die ISAM-Log-Datei | Loggt alle Änderungen in ISAM-Tabellen mit. Wird nur benutzt, um den ISAM-Code zu debuggen.
|
| Die Anfragen-Log-Datei | Hergestellte Verbindungen und ausgeführte Anfragen.
|
| Die Update-Log-Datei | Veraltet: Speichert Statements, die Daten verändern.
|
| Die Binär-Log-Datei | Speichert alle Statements, die etwas ändern. Wird auch für Replikation benutzt.
|
| Die Slow-Log-Datei | Speichert alle Anfragen, die länger als long_query_time zur Ausführung benötigten oder keine Indexe benutzten.
|
Alle Log-Dateien liegen im mysqld Daten-Verzeichnis. Sie können
mysqld zwingen, die Log-Dateien neu zu öffnen (oder in manchen
Fällen auf eine neue Log-Datei umzuschalten), indem Sie FLUSH LOGS
ausführen. See section 5.5.3 FLUSH-Syntax.
mysqld schreibt alle Fehler nach stderr, die das
safe_mysqld-Skript in eine Datei namens 'hostname'.err
umleitet. (Unter Windows schreibt mysqld direkt in die Datei
`\mysql\data\mysql.err'.)
Diese enthält Informationen, wann mysqld gestartet und angehalten
wurde und zusätzlich jeden kritischen Fehler, der während der Laufzeit
passierte. Wenn mysqld unerwartet stirbt und safe_mysqld ihn
neu starten muss, schreibt safe_mysqld eine restarted
mysqld-Zeile in diese Datei. Diese Log-Datei enthält auch Warnungen, wenn
mysqld eine Tabelle bemerkt, die automatisch geprüft oder repariert
werden muss.
Auf manchen Betriebssystemen enthält die Fehler-Log-Datei einen
Stack-Trace, wo mysqld starb. Dieser kann benutzt werden, um
herauszufinden, wo mysqld starb. See section E.1.4 Einen Stack-Trace benutzen.
Wenn Sie wissen wollen, was innerhalb mysqld geschieht, sollten Sie
ihn mit --log[=file] starten. Diese Option loggt alle Verbindungen
und Anfragen in die Log-Datei (vorgabemäßig `'hostname'.log'
benannt). Diese Log-Datei kann sehr nützlich sein, wenn Sie einen Fehler in
einem Client vermuten und wissen wollen, was genau mysqld sich bei
dem dachte, was es vom Client geschickt bekam.
Vorgabemäßig startet das mysql.server-Skript den MySQL-Server mit
der -l-Option. Wenn Sie bessere Performance brauchen, wenn Sie MySQL
in einer Produktionsumgebung starten, können Sie die -l-Option aus
mysql.server entfernen oder sie zu --log-binary ändern.
Die Einträge in diese Log-Datei werden geschrieben, wenn mysqld die
Anfragen erhält. Die Reihenfolge kann vor derjenigen abweichen, in der die
Statements ausgeführt werden. Das steht im Gegensatz zur Update-Log-Datei
und zur Binär-Log-Datei, bei denen geschrieben wird, nachdem die Anfrage
ausgeführt wurde, aber bevor irgend welche Sperren aufgehoben werden.
HINWEIS: Die Update-Log-Datei wird durch die binäre Log-Datei
ersetzt. See section 5.9.4 Die binäre Update-Log-Datei. Mit dieser können Sie alles machen, was
Sie mit der Update-Log-Datei machen können.
Wenn er mit der --log-update[=datei]-Option gestartet wird, schreibt
mysqld eine Log-Datei, die alle SQL-Befehle enthält, die Daten
aktualisieren. Wenn kein Dateiname angegeben wird, ist die Vorgabe der Name
der Host-Maschine. Wenn ein Dateiname angegeben wird, der aber keine
Pfadangabe enthält, wird die Datei ins Daten-Verzeichnis geschrieben. Wenn
`datei' keine Erweiterung hat, erzeugt mysqld eine Log-Datei,
die er wie folgt benennt: `datei.###', wobei ### eine Zahl ist,
die jedes Mal hochgezählt wird, wenn Sie mysqladmin refresh oder
mysqladmin flush-logs oder das FLUSH LOGS-Statement
ausführen, oder wenn Sie den Server neu starten.
HINWEIS: Damit das dargestellte Schema funktioniert, sollten Sie
NICHT eigene Dateien mit demselben Dateinamen wie die Update-Log-Datei plus
Erweiterungen, die als die hochgezählte Zahl betrachtet werden könnten, im
Verzeichnis anlegen, das von der Update-Log-Datei benutzt wird!
Wenn Sie die --log oder -l-Optionen benutzen, schreibt
mysqld eine allgemeine Log-Datei mit dem Dateinamen
`hostname.log'. Neustarts und Refresh-Operationen führen dann nicht
dazu, dass eine neue Log-Datei erzeugt wird (obwohl diese geschlossen und
wieder geöffnet wird). In diesem Fall können Sie sie (unter Unix) wie folgt
kopieren:
mv hostname.log hostname-old.log
mysqladmin flush-logs
cp hostname-old.log ins-datensicherungs-verzeichnis
rm hostname-old.log
Das Mitloggen mittels der Update-Log-Datei ist clever, weil es nur
Statements loggt, die tatsächlich Daten aktualisieren. Wenn ein
UPDATE oder ein DELETE mit einem WHERE keine passenden
Zeilen findet, wird nichts in die Log-Datei geschrieben. Es werden sogar
UPDATE-Statements übersprungen, die eine Spalte auf einen Wert
setzen, die sie bereits hat.
Das Schreiben in die Update-Log-Datei wird unmittelbar durchgeführt,
nachdem eine Anfrage fertig ist, aber bevor irgend welche Sperren
aufgehoben sind oder irgendein Commit durchgeführt wurde. Das stellt
sicher, dass die Log-Datei stets in der Reihenfolge der Ausführung
mitschreibt.
Wenn Sie eine Datenbank von Update-Log-Datei-Dateien aktualisieren wollen,
könnten Sie folgendes tun (angenommen, Ihre Update-Log-Dateien haben Namen
der Form `datei.###'):
shell> ls -1 -t -r datei.[0-9]* | xargs cat | mysql
ls wird benutzt, um alle Log-Dateien in der richtigen Reihenfolge zu
erhalten.
Das ist nützlich, wenn Sie Datensicherungsdateien nach einem Absturz
zurückspielen müssen und die Aktualisierungen neu ausführen wollen, die
zwischen der Zeit der Datensicherung und dem Absturz lagen.
In Zukunft wird die Binär-Log-Datei die Update-Log-Datei ersetzen, daher
empfehlen wir, dass Sie so bald wie möglich zu diesem Log-Format wechseln!
Die Binär-Log-Datei enthält alle Informationen, die im Update-Log verfügbar
sind, in einem effizienteren Format. Sie enthält ausserdem Informationen
darüber, wie lange jede Anfrage brauchte, die die Datenbank aktualisierte.
Die Binär-Log-Datei wird auch benutzt, wenn Sie einen Slave von einem
Master replizieren. See section 5.10 Replikation bei MySQL.
Mit der --log-bin[=datei]-Option gestartet, schreibt mysqld
eine Log-Datei, die alle SQL-Befehle enthält, die Daten aktualisieren. Wenn
kein Dateiname angegeben wird, ist die Vorgabe der Name der Host-Machine,
gefolgt von -bin. Wenn der Dateiname angegeben wird, aber keine
Pfadangabe enthält, wird die Datei ins Daten-Verzeichnis geschrieben.
Sie können folgende Optionen für mysqld benutzen, um zu
beeinflussen, was in die Binär-Log-Datei geschrieben wird:
binlog-do-db=datenbank |
Weist den Master an, Aktualisierungen für die angegebene Datenbank zu
loggen und alle anderen, nicht explizit erwähnten, auszuschließen.
(Beispiel: binlog-do-db=eine_datenbank)
|
binlog-ignore-db=datenbank |
Weist den Master an, Aktualisierungen für die angegebene Datenbank nicht in
die Binär-Log-Datei zu loggen (Beispiel:
binlog-ignore-db=eine_datenbank).
|
mysqld hängt dem Binär-Log-Datei-Dateinamen eine Erweiterung an, die
eine Zahl ist, die jedes Mal heraufgezählt wird, wenn Sie mysqladmin
refresh, mysqladmin flush-logs oder ein FLUSH LOGS-Statement
ausführen oder den Server neu starten.
Damit Sie feststellen können, welche verschiedenen Binär-Log-Datei-Dateien
benutzt wurden, erzeugt mysqld auch eine Binär-Log-Index-Datei, die
die Namen aller benutzten Binär-Log-Datei-Dateien enthält. Vorgabemäßig
hat diese denselben Namen wie die Binär-Log-Datei, mit der Erweiterung
'.index'. Sie können den Namen der Binär-Log-Index-Datei mit der
--log-bin-index=[filename]-Option ändern.
Wenn Sie Replikation benutzen, sollten Sie keine alten Binär-Log-Dateien
löschen, bis Sie sicher sind, dass kein Slave sie jemals wieder benötigen
wird. Eine Art, das zu tun, ist, einmal pro Tag mysqladmin
flush-logs auszuführen, und danach alle Logs zu entfernen, die älter als 3
Tage sind.
Sie können die Binär-Log-Datei mit dem mysqlbinlog-Befehl
untersuchen. Beispielsweise können Sie einen MySQL-Server wie folgt aus der
Binär-Log-Datei aktualisieren:
mysqlbinlog log-file | mysql -h server_name
Sie können auch das mysqlbinlog-Programm benutzen, um die
Binär-Log-Datei direkt von einem entfernten MySQL-Server zu lesen!
mysqlbinlog --help gibt Ihnen weitere Informationen zur Benutzung
dieses Programms.
Wenn Sie BEGIN [WORK] oder SET AUTOCOMMIT=0 verwenden, müssen
Sie die MySQL-Binär-Log-Datei für Datensicherungen anstelle der alten
Update-Log-Datei benutzen.
Das Loggen in die Binär-Log-Datei wird unmittelbar nach jeder Anfrage
geschrieben, aber bevor irgend welche Sperren aufgehoben wurden oder irgend
ein Commit durchgeführt wurde. Das stellt sicher, dass die Log-Datei in der
Reihenfolge der Ausführung mitschreibt.
Alle Aktualisierungen (UPDATE, DELETE oder INSERT),
die eine transaktionale Tabelle (like BDB-Tabellen) ändern, werden bis zu
einem COMMIT gecachet. Jegliche Aktualisierungen auf eine nicht
transaktionale Tabelle werden sofort in der Binär-Log-Datei gespeichert.
Jedem Thread wird beim Start ein Puffer der Größe binlog_cache_size
für die Pufferung von Anfragen zugewiesen. Wenn eine Anfrage größer als
dieser ist, öffnet der Thread eine temporäre Datei, um den größeren Cache
zu handhaben. Die temporäre Datei wird gelöscht, wenn der Thread beendet
wird.
max_binlog_cache_size kann dazu benutzt werden, um die gesamte
benutzte Größe zu begrenzen, und um eine Anfrage aus mehreren
Transaktionen zu cachen.
Wenn Sie die Update- oder Binär-Log-Datei benutzen, funktionieren
gleichzeitige Einfügeoperationen nicht im Zusammenhang mit CREATE ...
INSERT und INSERT ... SELECT. Damit stellen Sie sicher, dass Sie
eine exakte Kopie Ihrer Tabellen wieder herstellen können, indem Sie die
Log-Datei auf eine Datensicherung anwenden.
Mit der --log-slow-queries[=datei]-Option gestartet schreibt
mysqld eine Log-Datei, die alle SQL-Befehle enthält, die länger als
long_query_time zur Ausführung brauchten. Die Zeit, um die
anfänglichen Tabellensperren zu erhalten, wird nicht zur Ausführungszeit
hinzugezählt.
Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen wird geschrieben, nachdem jede
Anfrage ausgeführt wurde und nachdem alle Sperren aufgehoben wurden. Das
kann von der Reihenfolge abweichen, in der die Statements ausgeführt
wurden.
Wenn kein Dateiname angegeben wird, ist die Vorgabe der Name der
Host-Maschine mit dem Suffix -slow.log. Wenn ein Dateiname angegeben
wird, der aber keine Pfadangabe enthält, wird die Datei ins Daten-Verzeichnis geschrieben.
Die Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen kann benutzt werden, um
Anfragen zu finden, die für die Ausführung lange Zeit benötigen und daher
Kandidaten für Optimierungen sind, was bei einer großen Log-Datei
allerdings eine schwierige Aufgabe werden kann. Sie können die
Anfragen-Log-Datei für langsame Anfragen durch den
mysqldumpslow-Befehl durchschleifen (pipen), um eine Zusammenfassung
der Anfragen zu erhalten, die in der Log-Datei erscheinen.
Wenn Sie --log-long-format benutzen, erscheinen auch Anfragen, die
keine Indexe benutzen. See section 5.1.1 mysqld-Kommandozeilenoptionen.
MySQL hat viele Log-Dateien, die es leicht machen festzustellen, was vor
sich geht. See section 5.9 Die MySQL-Log-Dateien. Von Zeit zu Zeit jedoch muss man hinter
MySQL saubermachen, damit die Log-Dateien nicht zu viel
Festplattenplatz in Anspruch nehmen.
Wenn Sie MySQL mit Log-Dateien benutzen, werden Sie von Zeit zu Zeit alte
Log-Dateien entfernen wollen und MySQL mitteilen, in neue Dateien zu
loggen. See section 5.4.1 Datenbank-Datensicherungen.
Bei einer Linux-(RedHat)-Installation können Sie hierfür das
mysql-log-rotate-Skript benutzen. Wenn Sie MySQL von einer
RPM-Distribution installiert haben, sollte das Skript automatisch
installiert worden sein. Beachten Sie, dass Sie damit vorsichtig umgehen
sollten, wenn Sie die Log-Datei für Replikation benutzen!
Auf anderen Systemen müssen Sie selbst ein kurzes Skript installieren, dass
Sie von cron starten können, um Log-Dateien zu handhaben.
Sie können MySQL zwingen, mit neuen Log-Dateien zu starten, indem Sie
mysqladmin flush-logs oder den SQL-Befehl FLUSH LOGS
benutzen. Wenn Sie MySQL-Version 3.21 benutzen, müssen Sie mysqladmin
refresh benutzen.
Der obige Befehl macht folgendes:
-
Wenn standardmäßiges Loggen (
--log) oder Loggen langsamer Anfragen
(--log-slow-queries) benutzt wird, wird die Log-Datei geschlossen
und wieder geöffnet (`mysql.log' und ``hostname`-slow.log' als
Vorgabe).
-
Wenn Update-Logging (
--log-update) benutzt wird, wird die
Update-Log-Datei geschlossen und eine neue Log-Datei mit einer höheren
Log-Zahl geöffnet.
Wenn Sie nur eine Update-Log-Datei benutzen, müssen Sie die Log-Dateien nur
auf Platte zurückschreiben (flush) und dann die alten
Update-Log-Datei-Dateien zu einer Datensicherungsdatei verschieben. Wenn
Sie normales Loggen benutzen, können Sie etwas wie das Folgende tun:
shell> cd mysql-data-verzeichnis
shell> mv mysql.log mysql.old
shell> mysqladmin flush-logs
Und dann eine Datensicherung nehmen und `mysql.old' entfernen.
Dieses Kapitel beschreibt die verschiedenen Replikationsfeatures in MySQL.
Es dient als Referenz für die Optionen, die bei Replikation verfügbar sind.
Sie erhalten eine Einführung in die Replikation und lernen, wie Sie sie
implementieren. Am Ende des Kapitels werden einige häufige gestellte Fragen
und die dazugehörigen Antworten aufgelistet sowie Beschreibungen der
Probleme und wie man sie löst.
Einweg-Replikation wird benutzt, um sowohl Stabilität als auch
Geschwindigkeit zu steigern. Was Stabilität betrifft, haben Sie zwei
Möglichkeiten und können zur Möglichkeit der Datensicherung zurückkehren,
wenn Sie Probleme mit dem Master haben. Die Geschwindigkeitssteigerung wird
dadurch erreicht, dass ein Teil der Anfragen, die nichts aktualisieren, an
den Replikationsserver geschickt werden. Das funktioniert naturgemäß nur
dann, wenn Anfragen, die nichts aktualisieren, überwiegen, aber das ist der
Normalfall.
Ab Version 3.23.15 unterstützt MySQL intern Einweg-Replikation. Ein Server
agiert als Master, der andere als Slave. Beachten Sie, dass ein Server
beide Rolle - als Master und als Slave - in einem Paar spielen kann. Der
Master hält eine Binär-Log-Datei der Aktualisierungen vor
(see section 5.9.4 Die binäre Update-Log-Datei) sowie eine Index-Datei für Binär-Log-Dateien, um
hinsichtlich der Log-Rotation auf dem Laufenden zu bleiben. Der Slave
informiert den Master beim Verbinden darüber, wo er seit der letzten
erfolgreich durchgeführten Aktualisierung aufgehört hat, schließt zu den
Aktualisierungen auf, blockiert danach und wartet darauf, dass ihn der
Master über neue Aktualisierungen informiert.
Beachten Sie, dass alle Aktualisierungen auf eine Datenbank, die repliziert
wird, durch den Master durchgeführt werden sollten!
Ein weiterer Vorteil von Replikation ist, dass man permanente (live)
Datensicherungen vom System erhält, wenn man die Datensicherung auf dem
Slave durchführt statt auf dem Master. See section 5.4.1 Datenbank-Datensicherungen.
MySQL-Replikation basiert darauf, dass der Server alle Änderungen Ihrer
Datenbank im Binär-Log verfolgt (Updates, Deletes usw.)
(see section 5.9.4 Die binäre Update-Log-Datei) und der oder die Slave-Server die gespeicherten
Anfragen aus der Binär-Log-Datei des Masters lesen, so dass der Slave
dieselben Anfragen auf seine Kopie der Daten ausführen kann.
Es ist sehr wichtig sich klarzumachen, dass die Binär-Log-Datei
schlicht eine Aufzeichnung ist, die ab einem festen Zeitpunkt an startet
(ab dem Moment, wo Sie Binär-Loggen starten). Alle Slaves, die Sie
aufsetzen, benötigen Kopien aller Daten vom Master, wie Sie zu dem
Zeitpunkt existierten, als Binär-Loggen auf dem Master aktiviert wurde.
Wenn Sie Ihre Slaves mit Daten starten, die nicht mit dem übereinstimmen,
was auf dem Master war, als die Binär-Log-Datei gestartet wurde,
funktionieren Ihre Slaves womöglich nicht richtig.
Eine zukünftige Version (4.0) von MySQL wird die Notwendigkeit beseitigen,
(eventuell große) Schnappschüsse von Daten für neue Slaves vorzuhalten,
die Sie über die Live-Datensicherungs-Funktionalität aufsetzen wollen,
wobei kein Sperren (Locking) erforderlich ist. Zu dieser Zeit ist es jedoch
notwendig, alle Schreibzugriffe entweder mit einer globalen Lese-Sperre
oder durch das Herunterfahren des Masters zu blockieren, während man einen
Schnappschuss anlegt.
Sobald ein Slave korrekt konfiguriert ist und läuft, verbindet er sich
einfach mit dem Master und wartet darauf, dass Aktualisierung ausgeführt
werden. Wenn der Master abgeschaltet wird oder der Slave die Verbindung zum
Master verliert, versucht er alle master-connect-retry Sekunden,
sich neu zu verbinden, bis er sich neu verbinden kann, und nimmt dann das
Warten auf Aktualisierungen wieder auf.
Jeder Slave achtet darauf, wo er aufgehört hat. Der Master-Server weiß
nicht, wie viele Slaves es gibt oder welche zu einem gegebenen Zeitpunkt
auf aktuellem Stand sind.
Der nächste Abschnitt erläutert den Master-Slave-Einrichtungsprozess
detaillierter.
Unten findet sich eine kurze Beschreibung, wie Sie komplette Replikation
auf Ihrem aktuellen MySQL-Server einrichten können. Es wird angenommen,
dass Sie alle Ihre Datenbanken replizieren wollen und bislang Replikation
noch nicht konfiguriert haben. Sie müssen Ihren Master-Server kurz herunter
fahren, um die unten stehenden Schritte fertigzustellen.
-
Stellen Sie sicher, dass Sie eine aktuelle Version von MySQL auf dem Master
und dem Slave oder den Slaves haben.
Benutzen Sie Version 3.23.29 oder höher. Vorherige Releases benutzten ein
anderes Binär-Log-Format und hatten Bugs, die in neueren Releases behoben
wurden. Bitte berichten Sie keine Bugs, bevor Sie bestätigen können, dass
das Problem im neuesten Release beobachtet werden kann.
-
Richten Sie einen speziellen Replikationsbenutzer auf dem Master mit der
FILE-Berechtigung und Berechtigungen, sich von allen Slaves aus zu
verbinden, ein. Wenn der Benutzer ausschließlich Replikation durchführt
(was empfohlen wird), müssen Sie ihm keine zusätzlichen Berechtigungen
geben.
Erzeugen Sie zum Beispiel einen Benutzer namens repl, der auf Ihren
Master von jedem Host aus zugreifen kann, mit folgendem Befehl:
GRANT FILE ON *.* TO repl@"%" IDENTIFIED BY 'passwort';
-
Fahren Sie den MySQL-Master herunter:
mysqladmin -u root -ppasswort shutdown
-
Machen Sie einen Schnappschuss aller Daten auf Ihrem Master-Server.
Die einfachste Art, das (unter Unix) zu tun, ist, einfach tar zu
benutzen, um ein Archiv Ihre gesamten Daten-Verzeichnisses zu erzeugen. Der
genaue Speicherort Ihres Daten-Verzeichnisses hängt von Ihrer Installation
ab.
tar -cvf /tmp/mysql-snapshot.tar /pfad/zu/data-dir
Windows-Benutzer können WinZip oder ähnliche Software benutzen, um ein
Archiv des Daten-Verzeichnisses anzulegen.
-
In der Datei
my.cnf für den Master fügen Sie log-bin und
server-id=eindeutige_nummer zum [mysqld]-Abschnitt und hinzu
und starten Sie den Server neu. Es ist sehr wichtig, dass die ID auf dem
Slave sich von der ID auf dem Master unterscheidet. Denken Sie sich
server-id als etwas, dass einer IP-Adresse ähnlich ist - es
identifiziert in der Gemeinschaft der Replikationspartner die
Server-Instanz eindeutig.
[mysqld]
log-bin
server-id=1
-
Starten Sie den MySQL-Master neu.
-
Fügen Sie auf dem Slave oder den Slaves folgendes zur Datei
my.cnf hinzu:
master-host=hostname_des_masters
master-user=replikations_benutzername
master-password=replikations_benutzerpasswort
master-port=TCP/IP-Port_für_master>
server-id=eine_eindeutige_nummer_zwischen_2_und_2^32-1
Ersetzen Sie die Beispielwerte durch etwas, was für Ihr System stimmig ist.
server-id muss für jeden Partner, der an Replikation teilnimmt,
unterschiedlich sein. Wenn Sie keine server-id angeben, wird sie auf 1
gesetzt, falls Sie master-host nicht definiert haben, ansonsten wird
sie auf 2 gesetzt. Beachten Sie für den Fall, dass sie server-id
weglassen, dass der Master Verbindungen von allen Slaves verweigert und die
Slaves verweigern werden, sich mit dem Master zu verbinden. Daher ist das
Weglassen der server-id nur dann eine gute Idee, wenn Sie es nur für
Datensicherungen mit einer Binär-Log-Datei verwenden.
-
Kopieren Sie die Schnappschuss-Daten in Ihr Daten-Verzeichnis auf Ihrem
Slave oder Ihren Slaves. Stellen Sie sicher, dass die Berechtigungen auf
die Dateien und Verzeichnisse korrekt sind. Der Benutzer, unter dem MySQL
läuft, muss in der Lage sein, sie zu lesen und zu schreiben, genau wie auf
dem Master.
- Starten Sie den Slave oder die Slaves neu.
Nachdem Sie das Obige durchgeführt haben, sollten sich die Slaves mit dem
Master verbinden können und alle Aktualisierungen mitbekommen, die nach der
Aufnahme des Schnappschusses passieren.
Wenn Sie vergessen haben, die server-id für den Slave zu setzen,
erhalten Sie folgenden Fehler in der Fehler-Log-Datei:
Warning: one should set server_id to a non-0 value if master_host ist set.
The server will not act as a slave.
Wenn Sie vergessen haben, selbiges für den Master zu machen, sind die
Slaves nicht in der Lage, sich mit dem Master zu verbinden.
Wenn ein Slave aus irgend welchen Gründen nicht in der Lage ist zu
replizieren, finden Sie Fehlermeldungen in der Fehler-Log-Datei auf dem
Slave.
Sobald ein Slave repliziert, finden Sie eine Datei namens
master.info im selben Verzeichnis, wo auch Ihre Fehler-Log-Datei
liegt. Die master.info-Datei wird vom Slave benutzt, um auf dem
Laufenden zu bleiben, wie viel der Binär-Log-Datei des Masters er bereits
abgearbeitet hat. Sie sollten die Datei NICHT entfernen oder
editieren, es sei denn, Sie wissen genau, was Sie tun. Selbst in diesem
Fall sollten Sie vorzugsweise den CHANGE MASTER TO-Befehl benutzen.
Unten steht eine Erläuterung dessen, was unterstützt wird und was nicht:
-
Replikation läuft korrekt mit
AUTO_INCREMENT-,
LAST_INSERT_ID- und TIMESTAMP-Werten.
-
RAND() bei Updates repliziert nicht korrekt. Benutzen Sie
RAND(ein_nicht_zufalls_ausdruck), wenn Sie Updates mit
RAND() replizieren. Sie können zum Beispiel UNIX_TIMESTAMP()
als Argument für RAND() benutzen.
-
Sie müssen auf Master und Slave denselben Zeichensatz
(
--default-character-set) benutzen. Wenn nicht, erhalten Sie
eventuell Fehler wegen doppelter Schlüsseleinträge (duplicate key) auf dem
Slave, weil ein Schlüssel, der auf dem Master als eindeutig betrachtet
wird, das in einem anderen Zeichensatz eventuell nicht ist.
-
LOAD DATA INFILE wird korrekt gehandhabt, solange die Datei zur Zeit
der Update-Ausführung noch auf dem Master-Server liegt. LOAD LOCAL
DATA INFILE wird übersprungen.
-
Aktualisierungsanfragen, die Benutzer-Variablen benutzen, sind (noch) nicht
replikationssicher.
-
FLUSH-Befehle werden nicht in der Binär-Log-Datei gespeichert und
werden deswegen nicht auf den Slaves repliziert. Das stellt normalerweise
kein Problem dar, weil FLUSH nichts ändert. In Bezug auf die
MySQL-Berechtigungstabellen heißt das jedoch, dass Sie bei direkten
Änderungen in diesen Tabellen ohne Benutzung des GRANT-Statements
und der anschließenden Replikation der
MySQL-Berechtigungs-Datenbank auf den Slaves FLUSH PRIVILEGES
ausführen müssen, damit die neuen Berechtigungen wirksam werden.
-
Temporäre Tabellen werden ab Version 3.23.29 korrekt repliziert,
ausgenommen im Fall, dass Sie den Slave-Server schließen (nicht nur den
Slave-Thread), Sie noch einige temporäre Tabellen offen haben und diese bei
nachfolgenden Aktualisierungen benutzt werden. Um mit diesem Problem fertig
zu werden, schließen Sie den Slave mit
SLAVE STOP und prüfen dann
die Slave_open_temp_tables-Variable, um zu sehen, ob Sie 0 ist. Dann
führen Sie mysqladmin shutdown aus. Wenn die Variable nicht 0 ist,
starten Sie den Slave-Thread neu mit SLAVE START und probieren es
noch einmal. Zukünftig (ab Version 4.0) wird es eine sauberere Lösung
geben.
In früheren Versionen wurden temporäre Tabellen nicht korrekt repliziert.
Wir empfehlen, dass Sie entweder auf eine neuere Version aktualisieren oder
vor allen Anfragen mit temporären Tabellen SET SQL_LOG_BIN=0 auf
alle Clients ausführen.
-
MySQL unterstütz nur einen Master und viele Slaves. In Version 4.x wird ein
Abstimmungsalgorithmus eingebaut, der automatisch den Master umschaltet,
wenn etwas mit dem aktuellen Master schief geht. Ausserdem werden wir
'Agenten'-Prozesse einführen, die bei der Lastverteilung helfen, indem sie
SELECT-Anfragen an verschiedene Slaves senden.
-
Ab Version 3.23.26 ist es sicher, Server in einer zirkulären
Master-Slave-Beziehung mit angeschaltetem
log-slave-updates zu
verbinden. Beachten Sie jedoch, dass bei dieser Art von Einrichtung viele
Anfrage nicht richtig funktionieren, es sei denn, Ihr Client-Code ist so
geschrieben, dass er sich um mögliche Probleme kümmert, die durch
Aktualisierungen auftreten können, die in unterschiedlicher Reihenfolge auf
verschiedenen Servern laufen.
Das bedeutet, dass Sie eine Einrichtung wie die folgende machen können:
A -> B -> C -> A
Diese Einrichtung funktioniert nur dann, wenn Sie ausschließlich
Aktualisierungen ausführen, die nicht zwischen den Tabellen zu Konflikten
führen. Mit anderen Worten, wenn Sie Daten in A und C einfügen, sollten Sie
nie eine Zeile in A einfügen, die zu einem Konflikt mit einem Schlüsselwert
bei einem Zeilen-Einfügevorgang in C führt. Ebenfalls sollte Sie nie
dieselben Zeilen auf zwei Servern einfügen, wenn die Reihenfolge, in der
die Aktualisierungen durchgeführt werden, eine Rolle spielt.
Beachten Sie, dass sich das Log-Format in Version 3.23.26 geändert hat, so
das Slaves vor Version 3.23.26 diese nicht lesen können.
-
Wenn die Anfrage auf dem Slave zu einem Fehler führt, beendet sich der
Slave-Thread und in der
.err-Datei erscheint eine Meldung. Sie
sollten sich dann manuell mit dem Slave verbinden, die Ursache des Fehlers
beheben (zum Beispiel nicht existierende Tabellen) und dann den SQL-Befehl
SLAVE START laufen lassen (verfügbar ab Version 3.23.16). In Version
3.23.15 müssen Sie den Server neu starten.
-
Wenn die Verbindung zum Master verloren geht, versucht der Slave
unmittelbar, sich neu zu verbinden, und wenn das fehlschlägt, alle
master-connect-retry Sekunden (Vorgabe 60 Sekunden). Deswegen ist es
sicher, den Master herunter zu fahren und dann nach einer Weile wieder
hochzufahren. Der Slave ist auch in der Lage, mit
Netzwerk-Verbindungsausfällen umzugehen.
-
Den Slave (sauber) herunterzufahren ist ebenfalls sicher, weil er sich
merkt, wo er aufgehört hat. Unsauberes Herunterfahren kann zu Problemen
führen, insbesondere dann, wenn der Platten-Cache nicht synchronisiert
wurde, als das System starb. Die Fehlertoleranz Ihres Systems wird stark
verbessert, wenn Sie ein gutes UPS haben.
-
Wenn der Master auf einem Port auf Anfragen wartet, der nicht Standard ist,
müssen Sie diesen mit dem
master-port-Parameter in my.cnf
angeben.
-
In Version 3.23.15 werden alle Tabellen und Datenbanken repliziert. Ab
Version 3.23.16 können Sie die Replikation mit der
replicate-do-db-Anweisung in my.cnf auf einen Satz von
Datenbanken beschränken oder einen Satz von Datenbanken mit
replicate-ignore-db ausschließen. Beachten Sie, dass es bis Version
3.23.23 einen Bug gab, so dass mit LOAD DATA INFILE nicht sauber
umgegangen wurde, wenn Sie diesen Befehl in einer Datenbank ausführten, die
von der Replikation ausgeschlossen war.
-
Ab Version 3.23.16 schaltet
SET SQL_LOG_BIN = 0
Replikations-(Binär)-Loggen auf dem Master aus und SET SQL_LOG_BIN =
1 schaltet es wieder an. Sie benötigen die process-Berechtigung, um das
auszuführen.
-
Ab Version 3.23.19, you can clean up stale Replikation leftovers when
something goes wrong und you want a clean start mit
FLUSH MASTER
und FLUSH SLAVE-Befehle. In Version 3.23.26 we have renamed them to
RESET MASTER und RESET SLAVE respectively to clarify
what they do. The old FLUSH variants still work, though, for
Kompatibilität.
-
Ab Version 3.23.21, you can use
LOAD TABLE FROM MASTER for
network backup und to set up Replikation initially. We have recently
received a Anzahl von bug reports concerning it that we are investigating, so
we recommend that you use it only in testing until we make it mehr stable.
-
Ab Version 3.23.23, you can change masters und adjust log position
mit
CHANGE MASTER TO.
-
Ab Version 3.23.23, you tell the master that updates in certain
Datenbanken should not be logged to the Binär-Log-Datei mit
binlog-ignore-db.
-
Ab Version 3.23.26 können Sie
replicate-rewrite-db benutzen, um den
Slave anzuweisen, Aktualisierungen einer Datenbank auf dem Master auf eine
mit einem anderen Namen auf dem Slave anzuwenden.
-
Ab Version 3.23.28 können Sie
PURGE MASTER LOGS TO 'log-name'
benutzen, um alte Log-Dateien loszuwerden, während der Slave läuft.
Wenn Sie Replikation benutzen, empfehlen wir, dass Sie MySQL-Version
3.23.30 oder höher benutzen. Ältere Versionen funktionieren, haben aber
einige Bugs und fehlende Features.
Sowohl auf dem Master als auch auf dem Slave müssen Sie die
server-id-Option benutzen. Diese setzt eine eindeutige
Replikations-ID. Sie sollten einen eindeutigen Wert im Bereich zwischen 1
und 2^32-1 für jeden Master und Slave benutzen. Beispiel: server-id=3
In folgender Tabelle stehen die Optionen, die Sie für den MASTER
benutzen können:
| Option | Beschreibung
|
log-bin=dateiname |
Schreibt in die binäre Update-Log-Datei am angegebenen Ort. Beachten Sie,
dass, wenn Sie ihr einen Parameter mit einer Erweiterung angeben (zum
Beispiel log-bin=/mysql/logs/replikation.log), Versionen bis zu
3.23.24 während der Replikation nicht richtig funktionieren, wen Sie
FLUSH LOGS ausführen. Das Problem ist seit Version 3.23.25 behoben.
Wenn Sie Log-Namen dieser Art benutzen, wird FLUSH LOGS auf dem
binären Log ignoriert. Um das Log zu löschen, führen Sie FLUSH
MASTER aus. Vergessen Sie dabei nicht, FLUSH SLAVE auf allen Slaves
laufen zu lassen.Ab Version 3.23.26 sollten Sie RESET MASTER und
RESET SLAVE benutzen.
|
log-bin-index=dateiname |
Weil der Benutzer FLUSH LOGS-Befehle ausführen könnte, muss man
wissen, welches Log momentan aktiv ist und welche in welcher Reihenfolge
durch Log-Rotation herausgenommen wurden. Diese Informationen sind in der
Binär-Log-Index-Datei gespeichert. Der Vorgabewert ist `hostname`.index.
Beispiel: log-bin-index=datenbank.index.
|
sql-bin-update-same |
Falls gesetzt, führt das Setzen von SQL_LOG_BIN auf einen Wert
automatisch dazu, dass SQL_LOG_UPDATE auf denselben Wert gesetzt
wird, und umgekehrt.
|
binlog-do-db=datenbank |
Weist den Master an, Aktualisierung in die Binär-Log-Datei zu loggen, wenn
die aktuelle Datenbank 'datenbank' ist. Alle anderen Datenbanken werden
ignoriert. Beachten Sie bei der Benutzung, dass Sie sicherstellen sollten,
dass Sie Aktualisierungen nur in der aktuellen Datenbank ausführen.
Beispiel: binlog-do-db=eine_datenbank.
|
binlog-ignore-db=datenbank |
Weist den Master an, das Aktualisierung der aktuellen Datenbank 'datenbank'
nicht in der Binär-Log-Datei gespeichert werden sollen. ignoriert. Beachten
Sie bei der Benutzung, dass Sie sicherstellen sollten, dass Sie
Aktualisierungen nur in der aktuellen Datenbank ausführen.
Beispiel: binlog-ignore-db=eine_datenbank
|
Folgende Tabelle enthält die Optionen, die Sie für SLAVE benutzen
können:
| Option | Beschreibung
|
master-host=host |
Hostname des Masters oder IP-Adresse für Replikation. Falls nicht gesetzt,
startet der Slave-Thread nicht.
Beispiel: master-host=datenbank-master.meinefirma.de.
|
master-user=benutzername |
Der Benutzer, den der Slave-Thread für Authentifizierung benutzt, wenn er
sich mit dem Master verbindet. Der Benutzer muss die
FILE-Berechtigung besitzen. Wenn der Master-Benutzer nicht gesetzt
ist, wird Benutzer test angenommen.
Beispiel: master-user=steve.
|
master-password=passwort |
Das Passwort, das der Slave-Thread für Authentifizierung benutzt, wenn er
sich mit dem Master verbindet. Wenn nicht gesetzt, wird ein leeres Passwort
angenommen.
Beispiel: master-password=hund.
|
master-port=portnummer |
Der Port, auf dem der Master auf Verbindungen wartet. Wenn nicht gesetzt,
wird die kompilierte Einstellung von MYSQL_PORT angenommen. Wenn Sie
nicht an den configure-Optionen gedreht haben, sollte das 3306 sein.
Beispiel: master-port=3306.
|
master-connect-retry=sekunden |
Die Anzahl Sekunden, die der Slave-Thread schläft, bevor er wiederum
versucht, sich mit dem Master zu verbinden, falls der Master herunter fuhr
oder die Verbindung verloren ging. Vorgabewert ist 60.
Beispiel: master-connect-retry=60.
|
master-ssl |
Schaltet SSL an.
Beispiel: master-ssl.
|
master-ssl-key |
Der Name der SSL-Schlüsseldatei für den Master.
Beispiel: master-ssl-key=SSL/master-key.pem.
|
master-ssl-cert |
Der Dateiname des SSL-Zertifikats für den Master.
Beispiel: master-ssl-key=SSL/master-cert.pem.
|
master-info-file=dateiname |
Der Speicherort der Datei, die sich merkt, bis wohin der Master während des
Replikationsprozesses verfolgt wurde. Vorgabewert ist master.info im data-
Verzeichnis.
Beispiel: master-info-file=master.info.
|
replicate-do-table=datenbank.tabelle |
Weist den Slave-Thread an, die Replikation auf die angegebene Tabelle zu
beschränken. Um mehr als eine Tabelle anzugeben, benutzen Sie die Anweisung
mehrfach, einmal für jede Tabelle. Das funktioniert auch bei
Datenbank-übergreifenden Aktualisierungen, im Gegensatz zu
replicate-do-db.
Beispiel: replicate-do-table=eine_datenbank.eine_tabelle.
|
replicate-ignore-table=datenbank.tabelle |
Weist den Slave-Thread an, die angegebene Tabelle nicht zu replizieren. Um
mehr als eine Tabelle anzugeben, die ignoriert werden soll, geben Sie die
Anweisung mehrfach ein, einmal für jede Tabelle. Das funktioniert auch bei
Datenbank-übergreifenden Aktualisierungen, im Gegensatz zu
replicate-ignore-db.
Beispiel: replicate-ignore-table=eine_datenbank.eine_tabelle.
|
replicate-wild-do-table=datenbank.tabelle |
Weist den Slave-Thread an, die Replikation auf Tabellen zu beschränken, die
dem angegebenen Platzhalter-Muster entsprechen. Um mehr als ein
Tabellenmuster anzugeben, das ignoriert werden soll, geben Sie die
Anweisung mehrfach ein, einmal für jedes Tabellenmuster. Das funktioniert
auch bei Datenbank-übergreifenden Aktualisierungen.
Beispiel: replicate-wild-do-table=foo%.bar% repliziert nur
Aktualisierungen auf Tabellen in allen Datenbanken, die mit 'foo' anfangen
und deren Tabellennamen mit 'bar' beginnen.
|
replicate-wild-ignore-table=datenbank.tabelle |
Weist den Slave-Thread an, Tabellen nicht zu replizieren, die dem
angegebenen Platzhalter-Muster entsprechen. Um mehr als ein
Tabellenmuster anzugeben, das ignoriert werden soll, geben Sie die
Anweisung mehrfach ein, einmal für jedes Tabellenmuster. Das funktioniert
auch bei Datenbank-übergreifenden Aktualisierungen.
Beispiel: replicate-wild-ignore-table=foo%.bar% aktualisiert keine
Tabellen in Datenbanken, die mit 'foo' anfangen und deren Tabellennamen mit
'bar' beginnen.
|
replicate-ignore-db=datenbank |
Weist den Slave-Thread an, die angegebene Datenbank nicht zu replizieren.
Um mehr als eine Datenbank anzugeben, die ignoriert werden soll, geben Sie
die Anweisung mehrfach ein, einmal für jede Datenbank. Diese Option
funktioniert nicht für Datenbank-übergreifende Aktualisierungen. Wenn Sie
Datenbank-übergreifende Aktualisierungen brauchen, stellen Sie sicher, dass
Sie Version 3.23.28 oder höher verwenden und benutzen Sie
replicate-wild-ignore-table=datenbank.%
Beispiel: replicate-ignore-db=eine_datenbank.
|
replicate-do-db=datenbank |
Weist den Slave-Thread an, die Replikation auf die angegebene Datenbank zu
beschränken. Um mehr als eine Datenbank anzugeben, benutzen Sie die
Anweisung mehrfach, einmal für jede Datenbank. Beachten Sie, dass das nicht
funktioniert, wenn Sie Datenbank-übergreifende Anfragen wie UPDATE
eine_datenbank.eine_tabelle SET foo='bar' ausführen, während Sie eine
andere oder keine Datenbank ausgewählt haben. Wenn Sie
Datenbank-übergreifende Aktualisierungen brauchen, stellen Sie sicher, dass
Sie Version 3.23.28 oder höher verwenden und benutzen Sie
replicate-wild-do-table=datenbank.%.
Beispiel: replicate-do-db=eine_datenbank.
|
log-slave-updates |
Weist den Slave an, Aktualisierungen vom Slave-Thread in die binäre
Log-Datei zu schreiben. Ist vorgabemäßig ausgeschaltet. Sie müssen diese
Option anschalten, wenn Sie planen, die Slave in eine zirkuläre Kette zu
hängen ('Daisy-Chain').
|
replicate-rewrite-db=von_name->zu_name |
Aktualisierungen auf eine Datenbank mit einem anderen Namen als dem
Orginalnamen.
Beispiel: replicate-rewrite-db=master_datenbank->slave_datenbank.
|
skip-slave-start |
Weist den Slave-Server an, den Slave nicht beim Hochfahren zu starten. Der
Benutzer kann ihn später mit SLAVE START starten.
|
slave_read_timeout=# |
Anzahl von Sekunden, die der Slave auf weitere Daten vom Master wartet,
bevor er abbricht.
|
Replikation kann über die SQL-Schnittstelle gesteuert werden. Hier eine
Zusammenfassung der Befehle:
| Befehl | Beschreibung
|
SLAVE START
| Startet den Slave-Thread. (Slave)
|
SLAVE STOP
| Hält den Slave-Thread an. (Slave)
|
SET SQL_LOG_BIN=0
| Schaltet das Loggen in die Update-Log-Datei aus, wenn der Benutzer
die process-Berechtigung hat. Wird ansonsten ignoriert. (Master)
|
SET SQL_LOG_BIN=1
| Schaltet das Loggen in die Update-Log-Datei wieder an, wenn der
Benutzer die process-Berechtigung hat. Wird ansonsten ignoriert. (Master)
|
SET SQL_SLAVE_SKIP_COUNTER=n
| Die nächsten n Ereignisse vom Master ignorieren. Gilt nur,
wenn der Slave-Thread nicht läuft, gibt ansonsten einen Fehler aus.
Nützlich für den Ausgleich von Replikationsabweichungen.
|
RESET MASTER
| Löscht alle Binär-Log-Dateien, die in der Index-Datei aufgeführt
sind, und setzt die BinärLog-Index-Datei auf leer zurück. In Versionen vor
3.23.26 versions heißt dieser Befehl FLUSH MASTER. (Master)
|
RESET SLAVE
| Führt dazu, dass der Slave seine Replikationsposition in den
Master-Logs vergisst. In Versionen vor 3.23.26 versions heißt dieser
Befehl FLUSH SLAVE. (Slave)
|
LOAD TABLE tabelle FROM MASTER
| Lädt eine Kopie der Tabelle vom Master auf den Slave. (Slave)
|
CHANGE MASTER TO master_def_list
| Ändert die Master-Parameters auf den Wert, der in
master_def_list angegeben ist, und startet den Slave-Thread neu.
master_def_list ist eine durch Kommas getrennte Liste
master_def, wobei master_def eins der folgenden Elemente ist:
MASTER_HOST, MASTER_USER, MASTER_PASSWORD,
MASTER_PORT, MASTER_CONNECT_RETRY, MASTER_LOG_FILE
oder MASTER_LOG_POS. Beispiel:
CHANGE MASTER TO
MASTER_HOST='master2.meinefirma.com',
MASTER_USER='replikation',
MASTER_PASSWORD='gro33esgeheimnis',
MASTER_PORT=3306,
MASTER_LOG_FILE='master2-bin.001',
MASTER_LOG_POS=4;
Sie müssen nur die Werte angeben, die geändert werden sollen. Die Werte,
die Sie auslassen, bleiben dieselben, ausser wenn Sie den Host oder den
Port ändern. In diesem Fall nimmt der Slave an, dass der Master ein anderer
ist, weil Sie sich zu einem anderen Host oder über einen anderen Port
verbinden. Daher treffen die alten Werte von Log und Position nicht mehr zu
und werden automatisch auf eine leere Zeichenkette bzw. auf 0 zurück
gesetzt (dem Startwert). Beachten Sie, dass sich der Slave beim Neustart an
seinen alten Master erinnert. Falls das nicht wünschenswert ist, sollten
Sie die `master.info'-Datei löschen, bevor Sie neu starten. Der Slave
liest dann seinen Master aus der Datei my.cnf oder von der
Kommandozeile. (Slave)
|
SHOW MASTER STATUS
| Stellt Statusinformationen über die Binär-Log-Datei des Masters zur
Verfügung. (Master)
|
SHOW SLAVE STATUS
| Stellt Statusinformationen über die wichtigsten Parameter des
Slave-Threads zur Verfügung. (Slave)
|
SHOW MASTER LOGS
| Nur verfügbar ab Version 3.23.28. Listet die Binär-Log-Dateien auf
dem Master auf. Sie sollten diesen Befehl vor PURGE MASTER LOGS TO
benutzen, um herauszufinden, wie weit Sie gehen sollten.
|
PURGE MASTER LOGS TO 'logname'
| Verfügbar ab Version 3.23.28. Löscht alle Replikations-Logs, die in
der Index-Log-Datei aufgeführt sind, die vor dem angegebenen Log liegen und
entfernt Sie aus dem Log-Index, so dass die angegebene Log-Datei nunmehr
die erste wird. Beispiel:
PURGE MASTER LOGS TO 'mysql-bin.010'
Dieser Befehl macht nichts und schlägt mit einer Fehlermeldung fehl, wenn
Sie einen aktiven Slave haben, der momentan eine der Log-Dateien liest, die
Sie zu löschen versuchen. Wenn Sie jedoch einen schlafenden Slave haben und
gerade eine der Log-Dateien löschen, die dieser Slave lesen will, wird der
Slave nicht in der Lage sein zu replizieren, sobald er wach wird. Der
Befehl kann sicher verwendet werden, während Slaves replizieren - Sie
brauchen diese also nicht anhalten.
Zuerst müssen Sie alle Slaves mit SHOW SLAVE STATUS überprüfen, um
festzustellen, an welcher Log-Datei sie gerade sind, dann eine Auflistung
aller Log-Dateien auf dem Master mit SHOW MASTER LOGS machen, die
früheste davon herausfinden, an der noch ein Slave arbeitet (wenn alle
Slaves aktuell sind, ist das die letzte Log-Datei auf der Liste), dann alle
Logs, die Sie löschen wollen, sichern (optional), und schließlich bis zum
Ziel-Log löschen.
|
Frage: Warum sehe ich manchmal mehr als eine
Binlog_Dump-Thread auf dem Master, nachdem ich den Slave neu
gestartet habe?
Antwort: Binlog_Dump ist ein kontinuierlicher Prozess, der
folgendermaßen vom Server gehandhabt wird:
-
Zu den Aktualisierungen aufschließen.
-
Sobald keine Aktualisierungen mehr übrig sind, in den Zustand
pThread_cond_wait() gehen, durch den er entweder durch eine
Aktualisierung oder einen Kill erweckt werden kann.
-
Beim Aufwachen den Grund dafür prüfen. Wenn er nicht sterben soll,
mit der
Binlog_dump-Schleife weitermachen.
-
Wenn ein schwerer Fehler auftritt, wenn zum Beispiel ein toter Client
entdeckt wird, die Schleife beenden.
Wenn der Slave-Thread also beim Slave anhält, bemerkt das der entsprechende
Binlog_Dump-Thread auf dem Master solange nicht, bis zumindest eine
Aktualisierung (oder ein Kill) auf den Master durchgeführt wird, was
benötigt wird, um ihn von pThread_cond_wait() aufzuwecken. In der
Zwischenzeit könnte der Slave bereits eine weitere Verbindung geöffnet
haben, die in einem weiteren Binlog_Dump-Thread resultiert.
Das beschriebene Problem sollten in Versionen ab 3.23.26 nicht auftreten.
In Version 3.23.26 kam server-id für jeden Replikationsserver hinzu,
und nun werden alle alten Zombie-Threads auf dem Master gekillt, wenn ein
neuer Replikations-Thread sich vom selben Slave aus verbindet.
Frage: Wie rotiere ich Replikations-Logs?
Antwort: In Version 3.23.28 sollten Sie den PURGE MASTER
LOGS TO-Befehl benutzen, nachdem festgestellt wurde, welche Logs gelöscht
werden können und nachdem sie optional gesichert wurden. In früheren
Versionen ist der Prozess sehr viel anstrengender und kann nicht sicher
durchgeführt werden, ohne alle Slaves anzuhalten, falls Sie planen,
Log-Namen wiederholt zu verwenden. Sie müssen die Slave-Threads anhalten,
die Binär-Log-Index-Datei editieren, alle alten Logs löschen, den Master
neu starten, die Slave-Threads neu starten und dann die alten Log-Dateien
entfernen.
Frage: Wie aktualisiere ich bei einer laufenden
Replikationseinrichtung?
Antwort: Wenn Sie vor Version 3.23.26 aktualisieren, sollten Sie
nur die Master-Tabellen sperren, warten, bis die Slaves auf aktuellem Stand
sind, und dann FLUSH MASTER auf dem Master und FLUSH SLAVE
auf dem Slave laufen lassen, um die Logs zurückzusetzen, und danach neue
Versionen des Masters und des Slaves neu starten. Beachten Sie, dass der
Slave für einige Zeit heruntergefahren bleiben kann - weil der Master alle
Aktualisierung loggt, wird der Slave in der Lage sein, auf den aktuellen
Stand zu kommen, sobald er hoch gefahren ist und sich verbinden kann.
Nach Version 3.23.26 wurde das Replikationsprotokoll für Änderungen
gesperrt, daher können Sie Masters und Slaves im laufenden Betrieb auf eine
neuere 3.23-Version aktualisieren, und Sie können unterschiedliche
Versionen von MySQL auf Slave und Master laufen haben, solange beide neuer
als Version 3.23.26 sind.
Frage: Welche Dinge sollte ich beachten, wenn ich
Zweiweg-Replikation aufsetze?
Antwort: MySQL-Replikation unterstützt derzeit kein
Sperr-Protokoll zwischen Master und Slave, um die Atomizität einer
verteilten (Cross-Server-) Aktualisierung zu gewährleisten. Mit anderen
Worten ist es für einen Client A möglich, eine Aktualisierung zu Co-Master
1 zu machen. In der Zwischenzeit, bevor er sich an Co-Master 2 wendet,
könnte Client B eine Aktualisierung auf Co-Master 2 machen, die dazu führt,
dass die Aktualisierung von Client A anders funktioniert als auf Master 1.
Wenn daher die Aktualisierung von Client A zu Co-Master 2 durchdringt,
produziert das Tabellen, die anders sein werden als die auf Co-Master 1,
selbst nachdem alle Aktualisierungen von Co-Master 2 ebenfalls durchgeführt
wurden. Daher sollten sie keine zwei Server in einer Zweiweg-Replikation
verketten, es sei denn, Sie können sicher sein, dass Ihre Aktualisierungen
immer in bestimmter Reihenfolge ablaufen, oder indem Sie irgendwie in Ihrem
Client-Code Vorkehrungen gegen Aktualisierung treffen, die nicht in der
richtigen Reihenfolge sind.
Sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass Zweiweg-Replikation Ihre
Performance nicht wesentlich verbessert, falls überhaupt, sofern
Aktualisierungen betroffen sind. Beide Server müssen ungefähr dieselbe
Menge Aktualisierungen durchführen, was auch ein Server hätte tun können.
Der einzige Unterschied liegt darin, dass es sehr viel weniger
Lock-Contention gibt, weil die Aktualisierungen, die von einem anderen
Server stammen, in einem Slave-Thread serialisiert werden. Dennoch kann der
erzielte Vorteil durch Netzwerk-Verzögerungen konterkariert werden.
Frage: Wie kann ich Replikation benutzen, um die Performance
meines Systems zu verbessern?
Antwort: Sie sollten einen Server als Master aufsetzen und alle
Schreibvorgänge zu ihm lenken, und so viele Slaves wie möglich einrichten
und die Lesevorgänge zwischen Master und Slaves verteilen. Ausserdem können
Sie die Slaves mit --skip-bdb, --low-priority-updates und
--delay-key-write-for-all-tables starten, um für die Slaves
Geschwindigkeitsverbesserungen zu erzielen. In diesem Fall benutzt der
Slave nicht transaktionale MyISAM-Tabellen anstelle von
BDB-Tabellen, um mehr Geschwindigkeit zu erhalten.
Frage: Was muss ich in meinem Client-Code tun, damit dieser
Performance-verbessernde Replikation nutzt?
Antwort:
Wenn der Teil Ihres Codes, der für den Datenbankzugriff zuständig ist,
korrekt abstrahiert / modularisiert ist, sollte die Konvertierung zur
replizierten Einrichtung sehr glatt und einfach verlaufen: Ändern Sie die
Implementation Ihres Datenbankzugriffs so, dass von irgend einem Slave oder
dem Master gelesen und immer zum Master geschrieben wird. Wenn Ihr Code
nicht diese Abstraktionsebene besitzt, ist die Einrichtung eines
Replikationssystems ein guter Grund, ihn zu säubern. Sie könnten damit
beginnen, eine Wrapper-Bibliothek oder ein Wrapper-Modul mit folgenden
Funktionen zu benutzen:
-
safe_writer_connect()
-
safe_reader_connect()
-
safe_reader_query()
-
safe_writer_query()
safe_ bedeutet, dass die Funktion sich um die Handhabung jeglicher
Fehlerbedingungen kümmert.
Danach sollten Sie Ihren Client-Code so umwandeln, dass er die
Wrapper-Bibliothek benutzt. Dieser Prozess kann anfangs etwas anstrengend
und aufregend sein, wird sich aber auf lange Sicht lohnen. Alle
Applikationen, die dem geschilderten Muster folgen, werden ebenfalls Nutzen
aus der Master-/Slaves-Lösung ziehen. Der Code wird sich viel einfacher
pflegen lassen und Optionen zur Problemlösung werden trivial sein. Sie
brauchen einfach nur ein oder zwei Funktionen zu ändern, um zum Beispiel zu
loggen, wie lang jede Anfrage dauerte, oder welche Anfrage unter Ihren
Tausenden einen Fehler produzierte. Wenn Sie schon eine Menge Code
geschrieben haben, wollen Sie den Umwandlungsprozess wahrscheinlich
automatisieren. Hierfür können Sie zum Beispiel Monty's
replace-Dienstprogramm benutzen, das der Standard-Distribution von
MySQL beiliegt, oder Ihr eigenes Perl-Skript schreiben. Hoffentlich folgt
Ihr Code irgend einem erkennbaren Muster - wenn nicht, ist es
wahrscheinlich ohnehin besser, ihn neu zu schreiben, oder zumindest, ihn
durchzugehen und manuell in ein Muster zu bringen.
Beachten Sie, dass Sie natürlich andere Namen für die Funktionen verwenden
können. Wichtig ist, eine einheitliche Schnittstelle für Verbindungen zum
Lesen, Verbindungen zum Schreiben, Durchführen von Lesevorgängen und
Durchführung von Schreibvorgängen zu haben.
Frage: Wann und in welchem Umfang kann MySQL-Replikation die
Performance meines Systems verbessern?
Antwort: MySQL-Replikation bringt die meisten Vorteile auf einem
System mit häufigen Lesevorgängen und nicht so häufigen Schreibvorgängen.
Theoretisch können Sie eine Einrichtung aus einem Master und vielen Slaves
so skalieren, dass Sie solange Slaves hinzufügen, bis Sie entweder keine
Netzwerk-Bandbreite mehr haben oder bis Ihre Aktualisierungslast so weit
ansteigt, dass der Master sie nicht mehr handhaben kann.
Im festlegen zu können, wie viele Slaves sie haben können, bevor die
zusätzlichen Vorteile aufgewogen werden, und um wieviel Sie die Performance
Ihrer Site steigern können, müssen Sie Ihre Anfragenmuster kennen und
empirisch (durch Benchmarks) festlegen, wie das Verhältnis zwischen dem
Durchsatz von Lesevorgängen (pro Sekunde, oder max_reads) und
Schreibvorgängen (max_writes) auf einem typischen Master und einem
typischen Slave ist. Das unten stehende Beispiel zeigt Ihnen eine eher
vereinfachte Berechnung, was Sie mit Replikation für ein imaginäres System
erreichen können.
Nehmen wir an, Ihr Systemlast besteht aus 10% Schreibvorgängen und 90%
Lesevorgängen, und Sie haben festgestellt, dass max_reads = 1200 - 2
* max_writes ist. Mit anderen Worten kann Ihr System 1.200
Lesevorgänge pro Sekunde ohne Schreibzugriffe ausführen, und der
durchschnittliche Schreibvorgang ist zweimal so langsam wie der
durchschnittliche Lesevorgang, und das Verhältnis ist linear. Nehmen wir
ferner an, dass Ihr Master und Slave dieselbe Kapazität haben, und dass es
N Slaves und 1 Master gibt. Dann gilt für jeden Server (Master oder Slave):
lesen = 1200 - 2 * schreiben (aus Benchmarks)
lesen = 9 * schreiben / (N + 1) (lesen aufgeteilt, aber schreiben
geht an alle Server)
9 * schreiben / (N+1) + 2 * schreiben = 1200
schreiben = 1200/(2 + 9/(N+1)
Wenn also N = 0, was bedeutet, dass es keine Replikation gibt, kann Ihr
System 1200 / 11, also etwa 109 Schreibvorgänge pro Sekunden handhaben (was
heißt, dass Sie neunmal so viele Lesevorgänge haben, was der Natur Ihrer
Applikation entspricht).
Wenn N = 1 ist, können Sie bis zu 184 Schreibvorgänge pro Sekunde haben.
Wenn N = 8 ist, können Sie bis zu 400 haben.
Wenn N = 17 ist, können Sie 480 haben.
Wenn schließlich N gegen unendlich geht (und Ihr Budget gegen negativ
unendlich), können Sie sehr nahe an 600 Schreibvorgänge pro Sekunde kommen
und damit den Systemdurchsatz um etwa den Faktor 5,5 erhöhen. Mit nur 8
Servern jedoch kommen Sie bereits auf eine Steigerung um fast den Faktor 4.
Beachten Sie, dass diese Berechnungen von unbegrenzter Netzwerk-Bandbreite
ausgehen und verschiedene andere Faktoren vernachlässigen, die auf Ihrem
System signifikant sein könnten. In vielen Fällen werden Sie nicht in der
Lage sein, präzise vorauszusagen, was auf Ihrem System passieren wird, wenn
Sie N Replikations-Slaves hinzufügen. Dennoch kann die Beantwortung
folgender Fragen Ihnen helfen zu entscheiden, ob und wie viel (wenn
überhaupt) Replikation bewirken kann, dass sich Ihre System-Performance
verbessert:
-
Was ist das Lese-/Schreibverhältnis auf Ihrem System?
-
Wieviel zusätzliche Schreiblast kann ein Server handhaben, wenn Sie die
Leselast verringern?
-
Für wie viele Slave haben Sie Bandbreite auf Ihrem Netzwerk?
Frage: Wie kann ich Replikation benutzen, um Redundanz / hohe
Verfügbarkeit zur Verfügung zu stellen?
Antwort: Mit den momentan verfügbaren Features würden Sie einen
Master und einen Slave (nicht mehrere Slaves) aufsetzen und ein Skript
schreiben, das den Master beobachtet, um zu sehen, ob er hochgefahren ist,
und Ihre Applikationen und die Slaves anweisen, den Master im Falle von
Fehlschlägen zu ändern. Einige Vorschläge:
set up a master und a slave (or several slaves) und write a Skript
-
Um einem Slave mitzuteilen, den Master zu ändern, benutzen Sie den
CHANGE MASTER TO-Befehl.
-
Eine gute Möglichkeit, Ihre Applikationen darüber informiert zu halten, wo
der Master ist, ist ein dynamischer DNS-Eintrag für den Master. Bei
bind können Sie
nsupdate benutzen, um Ihr DNS dynamisch zu
aktualisieren.
-
Sie sollten Ihre Slaves mit der
log-bin-Option und ohne
log-slave-updates laufen lassen. Auf diese Art wird der Slave bereit
sein, ein Master zu werden, sobald Sie STOP SLAVE eingeben,
RESET MASTER und CHANGE MASTER TO auf den anderen Slaves. Das
wird auch dabei helfen, fehlgelaufene Aktualisierungen zu entdecken, die
auf Grund von Fehlkonfiguration des Slaves passieren (im Idealfall sollten
Sie die Zugriffsrechte so konfigurieren, dass kein Client einen Slave
aktualisieren kann, ausser der Slave-Thread), in Kombination mit den Bugs
in Ihren Client-Programmen (die den Slave nie direkt aktualisieren
sollten).
Momentan arbeiten wir an der Integration eines Systems in MySQL, das
automatisch den Master auswählt, aber bis es fertig ist, müssen Sie Ihre
eigenen Beobachtungswerkzeuge schaffen.
Wenn Sie den Anweisungen gefolgt sind und Ihre Replikationseinrichtung
nicht funktioniert, beseitigen Sie zunächst die Möglichkeit von
Benutzerfehlern, indem Sie folgendes prüfen:
-
Loggt der Master in die Binär-Log-Datei? Prüfen Sie das mit
SHOW
MASTER STATUS. Wenn das der Fall ist, ist die Position nicht 0.
Wenn nicht, überprüfen Sie, ob Sie dem Master die log-bin-Option
angegeben und die server-id gesetzt haben.
-
Läuft der Slave? Überprüfen Sie das mit
SHOW SLAVE STATUS. Die
Antwort steht in der Slave_running-Spalte. Wenn nicht, überprüfen
Sie die Slave-Optionen und überprüfen Sie die Fehler-Log-Datei auf
Meldungen.
-
Wenn der Slave läuft, hat er eine Verbindung mit dem Master hergestellt?
Führen Sie
SHOW PROCESSLIST aus, finden Sie den Thread mit dem
System user-Wert in der User-Spalte und none in der
Host-Spalte und überprüfen Sie die State-Spalte. Wenn dort
steht connecting to master, überprüfen Sie die Berechtigungen für
den Replikations-Benutzer auf dem Master, den Master-Hostnamen, Ihre
DNS-Einrichtung, ob der Master tatsächlich läuft, ob er durch den Slave
erreichbar ist, und wenn all das in Ordnung zu sein scheint, lesen Sie die
Fehler-Log-Dateien.
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Wenn der Slave lief, aber dann anhielt, schauen Sie in die Ausgabe von SHOW
SLAVE STATUS und überprüfen Sie die Fehler-Log-Dateien. Das passiert
üblicherweise, wenn eine Anfrage, die auf dem Master funktionierte, auf dem
Slave fehlschlägt. Das sollte nie vorkommen, wenn Sie einen korrekten
Schnappschuss des Masters aufgenommen haben und die Daten nie auf dem Slave
ausserhalb des Slave-Threads verändern. Wenn das doch auftritt, ist es ein
Bug und sollte berichtet werden.
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Wenn eine Anfrage, die auf dem Master funktionierte, nicht auf dem Slave
läuft, und eine komplette Datenbank-Synchronisation (das richtige, was man
tun sollte) nicht ratsam erscheint, versuchen Sie folgendes:
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Überprüfen Sie zunächst, ob irgend ein 'streunender' Datensatz im Weg ist.
Finden Sie heraus, wie das geschehen konnte, dann löschen Sie ihn und
lassen
SLAVE START laufen.
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Wenn das Obige nicht funktioniert oder nicht zutrifft, versuchen Sie
herauszufinden, ob es sicher ist, die Aktualisierung manuell durchzuführen
(falls notwendig) und ignorieren Sie dann die nächste Anfrage vom Master.
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Wenn Sie sich entschieden haben, dass Sie die nächste Anfrage überspringen
können, führen Sie
SET SQL_SLAVE_SKIP_COUNTER=1; SLAVE START; aus,
um eine Anfrage zu überspringen, die kein auto_increment oder
last_insert_id benutzt, ansonsten SET SQL_SLAVE_SKIP_COUNTER=2; SLAVE
START;. Der Grund, warum auto_increment- / last_insert_id-Anfragen anders
sind, liegt darin, dass für Sie zwei Ereignisse in der Binär-Log-Datei des
Masters verzeichnet sind.
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Wenn Sie sicher sind, dass der Slave perfekt mit dem Master synchronisiert
gestartet ist, und dass niemand die fraglichen Tabellen ausserhalb des
Slave-Threads aktualisiert hat, berichten Sie den Bug, damit wir die oben
beschriebenen Tricks nicht noch einmal machen müssen.
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Stellen Sie sicher, dass es sich nicht um alten Bug handelt, indem
Sie auf die aktuellste Version aktualisieren.
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Wenn alles Weitere fehlschlägt, lesen Sie die Fehler-Log-Dateien. Wenn
diese Groß sind, führen Sie ein
grep -i slave /pfad/zu/your-log.err
auf dem Slave durch. Es gibt kein allgemeines Muster, nach dem man auf dem
Master suchen könnte, weil die einzigen Fehler, die dieser mitschreibt,
allgemeine Systemfehler sind - falls möglich, wird er Fehler an die Slaves
senden, wenn etwas schief ging.
Wenn Sie sicher sind, dass es keine Benutzerfehler gibt und die Replikation
immer noch nicht funktioniert oder nicht stabil ist, ist es an der Zeit,
einen Bug-Bericht auszuarbeiten. Um dem Bug auf die Spur zu kommen,
brauchen wir soviel Informationen von Ihnen wie möglich. Bitte nehmen Sie
sich etwas Zeit und schreiben Sie einen guten Bug-Bericht. Im Idealfall
hätten wir gerne einen Test-Fall in dem Format, das Sie im
mysql-test/t/rpl*-Verzeichnis des Source-Baums finden. Wenn Sie
einen solchen Test-Fall schicken, können Sie in den meisten Fällen ein Patch
innerhalb von ein oder zwei Tagen erwarten. Diese Zeitspanne hängt
allerdings von einer Anzahl weiterer Faktoren ab.
Die zweitbeste Option ist ein einfaches Programm mit leicht
konfigurierbaren Verbindungsargumenten für Master und Slave, das das
Problem auf Ihrem System veranschaulicht. Sie können dies in Perl oder C
schreiben, abhängig davon, welche Sprache Sie besser beherrschen.
Wenn Sie den Bug auf eine der beiden oben beschriebenen Weisen
demonstrieren können, benutzen Sie mysqlbug, um einen Bug-Bericht
vorzubereiten, und schicken Sie ihn an bugs@lists.mysql.com. Wenn
Sie ein 'Phantom' haben - ein Problem, das auftritt, aber nicht einfach
reproduziert werden kann - tun Sie folgendes:
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Stellen Sie sicher, dass kein Benutzerfehler im Spiel ist. Beispielsweise
könnte der Slave ausserhalb des Slave-Threads aktualisiert werden - dann
sind die Daten nicht synchronisiert und Sie haben womöglich einen Fehler
wegen doppelter Schlüsseleinträge bei Aktualisierungen, wobei der
Slave-Thread dann anhält und darauf wartet, dass Sie die Tabellen manuell
in Ordnung und in Synchronisation bringen.
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Lassen Sie den Slave mit
log-slave-updates und log-bin laufen
- das behält eine Log-Datei aller Aktualisierungen auf dem Slave bei.
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Sichern Sie alle Beweise, bevor Sie die Replikation zurück setzen. Wenn wir
keine oder nur schemenhafte Informationen haben, brauchen wir eine Weile,
um dem Problem auf den Grund zu gehen. Die Beweise, die Sie für uns sammeln
sollten, sind:
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Alle Binär-Log-Dateien auf dem Master.
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Alle Binär-Log-Dateien auf dem Slave.
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Die Ausgabe von
SHOW MASTER STATUS auf dem Master zu der Zeit, als
Sie das Problem entdeckten.
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Die Ausgabe von
SHOW SLAVE STATUS auf dem Master zu der Zeit, als
Sie das Problem entdeckten.
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Fehler-Log-Dateien auf Master und Slave.
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Benutzen Sie
mysqlbinlog, um die Binär-Log-Dateien zu untersuchen.
Folgendes sollte hilfreich sein, um eine Anfrage zu finden, die Probleme
verursacht, zum Beispiel:
mysqlbinlog -j pos_from_slave_status /pfad/zu/log_from_slave_status | head
Sobald Sie die Beweise des Phantomproblems gesammelt haben, versuchen Sie
zuerst, es in einen separaten Test-Fall zu isolieren. Berichten Sie dann
das Problem an bugs@lists.mysql.com, wobei Sie soviel
Informationen wie möglich mitschicken.
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